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Blattläuse

hier wird über Anbau , Pflege und Ernte von Pflanzen und Kräutern diskutiert

Moderatoren: Angelika, MOB

Firuna
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Blattläuse

Beitragvon Firuna » 8. Jul 2003, 11:52

Hallo,
Ich hab nicht wirklich n Grünen Daumen und bin grade heil froh das so einigermaßen alles wächst auf meinen Fensterbank. Besonderst stolz bin ich auf meine Pfefferminze, die wirklich klasse wächst (und meinen Kaninchen super schmeckt ;) ).
Nur hab ich (man könnte sagen mal wieder) ein Problem mit Läusen. Noch sind es nicht viele, aber bevor ich wieder eine Invasion in der Küche habe wie damals bei der Petersilie *schüttel* und ich meine Pfefferminze vergessen kann, würde ich gerne was dagegen tun. Die Frage ist nur was?
Habt ihr da Tipps für mich? Vielleicht habt hier auch einen Rat wie ich (wenn´s denn möglich ist) dem Läusebefall vorbeugen kann. Mache ich vielleicht irgendwas falsch?

Vielen Dank und liebe Grüsse
Firuna


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Kräuterfee
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gegen Blattläuse

Beitragvon Kräuterfee » 8. Jul 2003, 21:08

Hallo Firuna,

setze Brennesseljauche an und spritze bzw. übergieße damit die befallenen Pflanzen (verdünnt).
Habe ich es schon mal gepostet ? - Weiß net mehr...
äh... garnatiert vielleicht im Thema Garten...

Brennesseljauche (Urtica dioica, Urtica urens):
- universell einsetzbare Düngejauche
- aktiviert die Bodenlebewesen, gut für Kompost...

- Brennesseln locker in ein Gefäß, bis es dreiviertel voll ist und füllt es dann bis knapp unter den Rand mit Wasser auf. Nach ein bis drei Tagen beginnt die Gärung
- nach 14 Tagen (bei kühler Witterung etwas später) - ist die Gärung abgeschlossen.
- Jauche immer wieder mal umrühren, wenn sie aufhört zu schäumen, ist sie fertig. (boh, stinkt natürlich beim gären fürchterlich - habe dann abgedeckt ;-)
- Brennesseljauche verdünnt zum Angießen und Düngen aller Gemüse-, Obst- und Zierpflanzen
- bei Läusebefall habe ich 1:10 verdünnt, sonst ist sie zu scharf - und gerade bei Wärme hat man den Brenneffekt, also kühle Abenstumden nutzen und nicht in voller Sonne Pflanzen damit behandeln
MfG
Kräuterfee

lavendel
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Beitragvon lavendel » 29. Sep 2003, 22:08

:wink:
Ich habe ein einfaches Mittel, dass aber wirkt: fülle Wasser in eine Sprühflasche und füge Schmierseife hinzu und zwar ordentlich. Das mögen weder die Läuse noch die Ameisen, die sie melken. Du musst am Anfang halt ziemlich häufig sprühen und wenn es geregnet hat sowiso, aber nach mehrmaligem einsprühen, man erwischt halt auch nicht immer alle aufs mal, verschwinden sie.

Ich wünsch Dir viel Erfolg!

Gruss Lavendel

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2003, 11:52

Verfasst am: 04 Jun 2002 10:33 Titel: Läuse
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verschoben von Kräuterfee

Hallo,

HIIILFE!!!...ich habe absolute Probleme mit Läusen.

Sie sind überall: Grüne Läuse an dill und Petersilie.
Schwarze Läuse an Tomaten.

Was kann ich auf natürliche Art und Weise tun, damit ich die Biester loswerde.

Könnt ihr mir helfen???
Carifi

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Kräuterfee
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Jauchen gegen Läuse

Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2003, 11:52

Hi Carifi,

Ich nehme gern Brennesselauszug gegen Blattläuse...

Brennessel Kaltwasserauszug:
Gegen Blattläuse, Milben, Blattchlorose: 1 Kilogramm frische Blätter und Stengel auf 10 Liter
Wasser. 12 Stunden stehen lassen. Nicht verdünnen; übergiessen.
Den Kaltwasserauszug mit etwas Schmierseife versetzen oder ein Tropfen Spülmittel dazu geben.
Er ist nicht lange haltbar. Wenn man länger wartet, wird das "Nesselgift" abgebaut.

Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Gegen Erdbeermilben, Blattwespen, Brombeermilben, Mehltau, Rost, Schild-, Blattläuse, Erdflöhe, Raupen von Apfelwickler und Kohlweißling:
300 Gramm Kraut und Blüten mit 10 Liter Wasser ansetzen. Unverdünnt. Sonstiges: Frische Pflanzen als Mulchmaterial auf den Boden legen.

Wermutbrühe gegen Blattläuse:
Die im folgenden beschriebene Brühe wurde sehr erfolgreich gegen Blattläuse an Gemüse und Sommerblumen angewandt:
* Drei Eßlöffel getrockneter Wermut werden in einem Topf mit etwa zwei Liter kaltem Wasser übergossen, gut umgerührt und zugedeckt zehn bis zwölf Stunden stehengelassen. Dann wird abgesiebt und beiseite gestellt, die Wermutblätter werden gut ausgedrückt, erneut in einen Topf getan und mit zwei Liter kochendem Wasser übergossen. Diese Brühe läßt man 20 Minuten ziehen, siebt sie ab und gibt sie zu der schon vorher abgesiebten kalten Brühe.
Das ergibt insgesamt etwa vier Liter Wermutbrühe, wovon man jeweils ungefähr 0,5 Liter auf eine Gießkanne oder einen Eimer voll Wasser gibt. Damit werden die von Läusen befallenen Pflanzen gegossen oder bespritzt. Oft zeigt sich schon nach zweimaliger Behandlung ein Erfolg. Die Behandlung sollte jedoch eine Woche lang täglich durchgeführt werden.
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2003, 11:53

Verfasst am: 08 Jun 2002 19:22 Titel:
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verschoben von Kräuterfee

HI,

wenn ich diesés "antiläuse-zeugs" hernehme "zerstöre" ich ja den Marienkäfern ja sozusagen die Nahrungsquelle. schön und gut. Dann müssen sie halt woanders hin. Aber dieses "antiläusezeugs" bringt das die Marienkäfer auch um?

Morgentau


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2003, 11:53

Hi Morgentau,

nein.
Und so viel an Nahrungsquelle geht nicht für die Marienkäfer verloren.
Jetzt z.B. nach der ersten Behandlung ist der größte Teil der Läuse schon weg - wie ausgetrocknet, aber man sieht noch wo sie dran waren.
Und wenn man genau hinschaut, ist auch dort noch genug weitere Nahrung vorhanden.
Diese Behandlung reicht ja auch wahrscheinlich schon aus, außerdem hängen die Bäume zur Zeit voll mit Läusen, Blumen wie Margeriten etc., wo man nicht gießt - Nahrung im Überfluß...
Ich habe gerade heute morgen gescheckt, jetzt warte ich den Regen ab und beobachte die nächste Generation...ob eine leichte Regulierung wieder erforderlich ist.
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2003, 11:54

Verfasst am: 09 Jun 2002 17:23 Titel:
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verschoben von Kräuterfee

der Kampf wider Läuse kann beginnen!!!!!

Hab jetzt auch diesess Zeug angesetzt und werd des jetzt mal fleßig über die befallenen Pfalnzen gießen!
Morgentau

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Spike05
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Beitragvon Spike05 » 27. Jun 2004, 15:45

Weiß eigentlich irgendjemand welcher Wirkstoff im Wermut den Läusen nicht bekommt? Ist es der Thujonanteil? Wenn ja welcher?

Gruß

Jochen
Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen. Meister Eckhart

Dionea
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Blattläuse bekämpfen

Beitragvon Dionea » 24. Mär 2005, 10:51

Wermut ist mir neu - man lernt immer was neues hier, klasse! :)

Erfahrungsgemäß gefällt den Marienkäfern die Brennesseljauche nicht aber sie sind wesentlich mobiler als die Blattläuse. Sie verkrabbeln sich oder fliegen weg und sind aber wenig später wieder auf den Pflanzen. Bei chemischen Mitteln tragen auch die Nützlinge erhebliche Schäden davon - leider!

Marie53
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Blattläuse mit Hausmittel bekämpfen

Beitragvon Marie53 » 4. Mai 2005, 02:28

Habe mit den auf der Internetseite genannten Hausmitteln auch immer gute Erfolge erzielt. Zu chemischen Mitteln musste ich bisher noch nicht greifen. Und wenn dann erwischt es meine Tomaten am stärksten, doch die würde ich mit Sicherheit nicht chemisch behandeln.

Ich mache in der Regel Brennesselsud, da der soweiso hinterm Garten wäschst. Darf man nur nicht bei Sonne aufgiessen.

Dionea
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Beitragvon Dionea » 28. Mai 2005, 20:48

Das selbe gilt übrigens auch für die seifenhaltigen Aufgüsse. Wendet man diese vor direkter Sonnenstrahlung an, hat mehr letztendlich mehr Schäden durch Verbrennungen der Blätter. Vor einem Regen oder Gewitter macht es natürlich auch wenig Sinn.

Tordal
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Beitragvon Tordal » 27. Jun 2005, 19:04

Hallo,
ist die Methode mit dem Tabaksud nicht schädlich für die Pflanzen und Tiere?
Nikotin ist ja doch ein recht starkes Gift.
Danke, tordal

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paul
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Beitragvon paul » 22. Mai 2006, 22:07

Beitrag von arod verschoben
Verfasst am: 22 Mai, 2006 20:46 Titel: läuseplage - tabakfrage
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hallo

ich hab da ein problem mit blattläusen :( die dinger sitzen auf meinen kräutern und auf den kleinen gemüsepflänzchen....

ich hab die läuse entdeckt und – wie ich es von den rosen her kannte – gleich mal einen brennessel und tabak sud erstellt und "fröhlich" drauf losgesprüht.... im nachhinein ist mir aber eingefallen dass tabak vielleicht doch so keine gute idee war. hier meine frage:

kann ich die kräuter, .... jetzt noch verwenden da ich sie (ca 6 tage lang, je 2 mal mit einem feinen zerstäuber) mit dem brennesel-tabak-sud besprüht habe???

weiß irgendjemand von euch rat?

vielen dank schon mal
liebe grüße
arod

kraeuterelfe
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Registriert: 30. Sep 2004, 02:29

Blattläuse

Beitragvon kraeuterelfe » 22. Mai 2006, 22:52

Kann ich die Brennesseln auch durch etwas anderes ersetzen??

Hier gibt es keine, weder in der Natur noch beim Versand/Gaertnerei.

Bestellen geht nicht weil:'Wir verkaufen kein Unkraut' :roll: die Standardauskunft bei Nachfragen ist.

Das einzige was ich kriegen kann, ist Brennesseltee im Naturkostladen, dort haben sie aber auch keine Moeglichkeit haben, es frisch zu besorgen.

Muessen es frische Brennesseln sein, oder funktioniert das auch mit getrockneten :oops:

Danke!!



   

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