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Biologische Unkrautbekämpfung mit Pelargonsäure

hier wird über Anbau , Pflege und Ernte von Pflanzen und Kräutern diskutiert

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Kräuterfee
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Biologische Unkrautbekämpfung mit Pelargonsäure

Beitragvon Kräuterfee » 27. Mai 2005, 11:19

Hallo zusammen,

hat jemand diesen Unkrautvernichter auf der Basis von Pelargonsäure schon ausprobiert ?

Pelargonsäure (Nonansäure) ist eine farblose, charakteristisch riechende, ölige Flüssigkeit, hat eine sehr gute Umweltverträglichkeit, wird biologisch schnell abgebaut, nicht bienengefährlich und man kann die behandelten Flächen wieder betreten, sobald der Belag angetrocknet ist. Dies gilt auch für Haustiere wie Hunde und Katzen.
Es soll wirken gegen Unkräuter, Gräser, Moos und Algen, sogar gegen Ackerschachtelhalm und Giersch (nach wiederholter Anwendung).

Wenn er nämlich so gut ist, brauche ich nicht Gehwegplatten, Randsteine etc. ausgraben, um dazwischen den Giersch wegzubekommen. :-D
:wink:
MfG
Kräuterfee


sam2
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Beitragvon sam2 » 27. Mai 2005, 12:39

Hallo Kräuterfee,

ich habe die Pelargonsäure auch zu Hause stehen, weil ich auch schon seit Jahren gegen den Giersch kämpfe. Ausprobiert habe ich es noch nicht und habe mich sogar schon geärgert, das Zeugs gekauft zu haben aus folgenden Überlegungen:

Im Gartencenter sagte man mir, daß die Säure nur auf die grünen Teile der Pflanze wirkt und nicht die Wurzeln schädigt. Das heißt also gerade für ein Wurzelunkraut wie Giersch: Das "Fiese" bleibt im Boden und sorgt weiter für Nachschub. Dann kann ich gleich die Blätter abrupfen und muß mich nicht anstrengen, beim Verteilen der Säure darauf zu achten, daß ich keine anderen Pflänzchen benetze.

Aber bei mir ist der Fall auch ein bißchen anders: Der Giersch wächst überall in den Beeten und ich möchte da auch noch etwas anderes stehen haben, was aber teilweise gnadenlos überwachsen wird. Für eine geößere Fläche, wie Gehweg oder Parkplatz hatte ich den Einsatz dann aber auch in Betracht gezogen. Ist bestimmt ein bißchen einfacher - und da kann man ja Tabula rasa machen, weil da ja eh meistens nicht unbedingt was wachsen soll.


lg,
sam - bin auch gespannt, ob es doch schon konkrete Erfahrungen gibt!!

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 27. Mai 2005, 12:58

sam2 hat geschrieben:Im Gartencenter sagte man mir, daß die Säure nur auf die grünen Teile der Pflanze wirkt und nicht die Wurzeln schädigt. Das heißt also gerade für ein Wurzelunkraut wie Giersch: Das "Fiese" bleibt im Boden und sorgt weiter für Nachschub. Dann kann ich gleich die Blätter abrupfen und muß mich nicht anstrengen, beim Verteilen der Säure darauf zu achten, daß ich keine anderen Pflänzchen benetze.


Hi Sam,

insgeheim dachte ich es mir so... schade :sad:
Ich mag nämlich nicht schon wieder die Ellebogen und Handgelenke ruinieren, sind jetzt von der letzten Mammutaktion noch nicht ganz abgeheilt, da werde ich erst mal weiter regelmäßig das Grüne abrupfen.... :eek:
MfG
Kräuterfee

sam2
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Beitragvon sam2 » 27. Mai 2005, 13:35

Hallo Kräuterfee,

ja, ja - und wenn die Fläche entsprechend groß ist, kann man vorne wieder anfangen, wenn man hinten gerade fertig ist - grmpf.

Aber, so wie ich es verstanden habe, geht es bei Dir um einen Gehweg. Da würde ich das mit der Pelargonsäure ruhig mal versuchen. Dann brauchst Du nicht ganz so viel zu rupfen.

Wir wollen es bei uns auch mal mit so einem Abbrenn-Ding versuchen, da bei uns der ganze Parkplatz mit allem Möglichen zuwuchert. Das Ding sieht aus wie ein Bügeleisen am Stiel, entwickelt auf jeden Fall Hitze, die die Pflanzen nicht aushalten. Inwieweit das bis zu den Wurzeln durchschlägt, weiß ich aber auch nicht. Mal sehen - bis jetzt steht nur die Absicht, unsere befestigten Flächen mal ein bißchen zu entkrauten. Nach mehreren Jahren Nichtstun siehts doch ziemlich wüst aus, auch wenn ich ja ungern Pflanzen erledige -aber manchmal ist's leider etwas zu viel. :-?

lg, sam

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 27. Mai 2005, 13:54

Hi Sam,

bei mir ist es der Terassenrand, mehrere Beeteinfassungen (Blumen), inklusive ein abfallendes Steingartenbeet. Die alten Leutchen konnten halt jahrelang (bestimmt ca. 15-20 Jahre) nix machen; dementsprechend dieser Wildwuchs an Giersch.

Mit den Unkrautverbrenner (gab's mal bei Lidl) habe ich es nicht gemacht, geht zu viel Zeit in Land (die Blätter/Stiele sind zu grünsaftig/krautig und ich meine, vertane Liebesmüh wegen den wiederkommenden Austrieb aus den Wurzeln, da hat man ja schneller abgerupft, denn weggebrannt - bei Löwenzahn dauerts schon, obwohl ich oben vorher das Meiste wegrupfe und dann abbrenne...
MfG
Kräuterfee

Katja2cv
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Beitragvon Katja2cv » 3. Jun 2005, 10:10

Hallo!

Ich habe mir auch dieses Mittel gekauft, und ausprobiert.

die Oberirdischen Pflanzenteile sind recht schnell abgestorben.
Man hat aber den Eindruck daß die Pflanzen (Bei mir wars Klee und Gras) schneller nachwachsen, als sie absterben.

Ich habe auch schonmal vesucht, die Gartenwege mit abflammen Unkrautfrei zu bekommen. Der Effekt hält ca. 2 Tage, dann sieht´s wieder aus wie vorher.

Ich suche auch noch nach einer einfachen Lösung....
Betonieren ? ;o)

Grüßle Katja


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 3. Jun 2005, 10:24

Oh ja, Katja,

Abflammen bei der derzeitigen Vegatationspeiode/Wetter spießt ca. nach 14 Tagen wieder der Löwenzahn z.B., einjährige Unkräuter ca. nach 3 Wochen – und man stand soo lange mit dem Abbrennen herum und nahm es gewissenhaft...und hat extra auch noch vorher per Hand fast alles Oberirdische entfernt, bevor man geflammt hat ....:sad:
MfG
Kräuterfee

Katja2cv
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Beitragvon Katja2cv » 3. Jun 2005, 10:31

Hallo Leidensgenossinen!

Mein Nachbar ist so verzweifelt, der sprüht DDT und ähnliches... (schlimmeres)

Aber ob es wirklich sinnvoll ist, wegen Unkraut auf den Gartenwegen solche Gifte einzusetzen, weiß ich auch net!


Gottseidank ist sein Grunstück ein paar Meter von meinem entfernt.
Viele Grüße
Katja

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Susi & Ronni
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Beitragvon Susi & Ronni » 3. Jun 2005, 13:14

Huhu meine Leidensgenossinnen :wink:

Bei uns sprießt auch zwischen den Pflastersteinen das Grün heraus. Habe heute schon in einer mittleren Großaktion mit dem Spaten die oberirdischen Teile abgeschlagschabt...für besondere Stellen haben wir auch einen Fugenkratzer...aber der sieht noch aus wie neu...
Wegen unserem Getier (Hunde, Hühner, Tauben...)und natürlich aus Umweltschutzgedanken kommt kein Gift zum Einsatz. Bin aber aufgeschlossen für jedes unschädliche Mittel...

liebe Grüsse von Susi

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 3. Jun 2005, 13:19

... stundenlanges, tagelanges Fugenkratzen habe ich auch schon hinter mir...:sad:
MfG
Kräuterfee

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Mag
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Beitragvon Mag » 3. Jun 2005, 13:36

Für Leute mit starken Befall und großen Flächen kann ich RoundUp empfehlen, das unterscheidet sogar zwischen Rasen und "Unkraut".
Danach soll man den Rasen nachsähen und regelmäßiges Düngen soll das nachwuchern von unerwünschten Wiesenbewohnern verhindern

Beim Ackerwinde soll es helfen, aber da hab ich noch keine erfahrung mit gesammelt
Ich weis nicht viel,
aber da bin ich mir sicher

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 3. Jun 2005, 14:04

Liebe Maq,

ich mag mein Rasen lieber natürlich mit Gänseblümchen und allen drumherm, wenn mal was wie Distel zwischen ist, entferne ich das sorgfältig (mehrmals) per Hand.
Mein Unkraut-Problem liegt eher zwischen Steinen und Platten...
:wink:
Schönes WE
wünscht
Kräuterfee

Katja2cv
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Beitragvon Katja2cv » 3. Jun 2005, 16:43

@ Mag

Wie verträgt sich RoundUp mit meinem Öko-Garten?

Soweit ich weiß, braucht man einen Sachkundenachweis, um dieses Mittel zu beziehen.

Ist das eher die grobe chemische Keule?

Grüßle
Katja

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Mag
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Beitragvon Mag » 4. Jun 2005, 19:22

Ähmmm okay es is nicht die feine Art mit der chemischen Keule zuzuschlagen, aber bei Ackerwinde und Co. hab ich da kein schlechtes gewissen.

@Kräuterfee: Es wirkt auch zwischen den Gewegplatten 8)
@Katja: Wo wohnst du denn? Bei uns gibt es das im Bauhaus. Da die aber nicht alle Varianten führen empfiehlt sich der Einkaufsschein des Landschaftsgärtners deines Vertrauens ;)

Sachkundenachweis, sind wie der Beipackzettel bei Medikamenten. Im Prinzip wollen die nur sicherstellen das du das Zeug nicht direkt in die Kanalisation kippst oder im Bereich von Bächen/offenen Gewässern einsetzt. Oder noch schlimmer es selbst trinkst.

Mir fällt grad noch was gegen UNkraut ein, das darf sogar in Schwimmbädern und Wasserschutzgebieten II eingesetzt werden: Chlorbleichlauge.
Kein Spaß! Wurde dem Hausmeister unseres Freibades mal als Unkrautvernichter mit Trinkwasser zulassung angeboten, toll verpackt und recht teuer, aber der ist recht fit in Chemie und hat gelesen was drin ist und gesagt das er das in größeren Gebinden bereits im Keller hat ;)
Achja, es wirkt wirklich, aber meist nur für eine Saison
Ich weis nicht viel,

aber da bin ich mir sicher

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Susi & Ronni
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Beitragvon Susi & Ronni » 4. Jun 2005, 21:56

Hallo zusammen,

Habe heute in einem "Käseblatt" gelesen, Essigessenz würde dem Grün an unliebsamen Stellen den Garaus machen?!?! Das dürfte denn auch nicht schädlich sein?
Ich werde es morgen mal an einer kleinen Stelle ausprobieren...
*ichwillnichtfugenkratzenichwillnichtfugenichwillnichtichwillnicht* :eek:

Liebe Grüsse von Susi



   

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