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Rund um's Mehl - Mehlarten, mahlen, schroten etc.

Hausmittelchen aus Omas Trickkiste - Flecken entfernen, störende Gerüche beseitigen, Desinfektion, Ratschläge.....

Moderator: Angelika

*Teufelchen*
Beiträge: 27
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Rund um's Mehl - Mehlarten, mahlen, schroten etc.

Beitragvon *Teufelchen* » 13. Okt 2003, 17:06

kann mich mal bitte, bitte jemand aufklären. :-?
Also wenn ich nun mit meiner Getreidemühle meinen WEIZEN mahle dann habe ich doch WEIZENVOLLKORNMEHL....wenn ich das mahlen auf schroten stelle dann habe ich WEIZENVOLLKORNSCHROT...oder??? :???:
Wenn ich also ein naturbelassenenes Korn mit SCHALE so lasse und mahle ist es MEHL?! ? Also dann müßte so gemahlener WEIZEN doch GRAHAM VOLLKORNMEHL sein ..oder?
Warum heißt es einmal in den Rezepten WEIZENVOLLKORNMEHL und dann WEIZENMEHL ?Ist dann mit WEIZENMEHL das WEIßMEHL aus dem SUPERMARKT gemeint???

und ja - was sollen die Zahlen in normalen Backbücheren hinter den Mehlen...WZM550- Roggenmehl 1150 woher soll ein Laie wissen was damit gemeint ist????*MIRRAUCHTMEINKOPF*

Meiomei- ist das ALLES schwierig und das wo ich doch jetzt selbst backen will:-)
BITTE, BITTE könnt Ihr mir helfen????
Ganz herzliche Grüße sendet *Carmen* :-)
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(Sir Winston Churchill)


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Kräuterfee
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Mehltypen

Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2003, 19:18

Hallo Carmen,

net verzweifeln :D

Kleine Mehlkunde ganz allgemein:
Die Typenzahlen auf der Mehlpackung gibt Auskunft darüber, wie nährstoffreich das Mehl ist: Je höher die Typenzahl, desto mehr Mineralstoffe sind darin enthalten.

- 405 normales Weißmehl
- 550 Weizenmehl für jedes süße Gebäck, Brötchen, Weißbrot
- 1050 dunkleres Weizenmehl für jedes Gebäck
- 997 und 1150 Roggenmehl zum Brotbacken
- 1800 Roggenbackschrot

Vollkornmehl hat keine Typenbezeichnungen !

Vollkornmehl enthält bestimmte Stoffe, die im Teig stark aufquellen. Deshalb gilt: Je dunkler das Mehl, desto mehr Flüssigkeit braucht man, damit der Teig gelingt.

Unterschiede zwischen den Mehlsorten:
Roggenmehl bindet mehr Flüssigkeit, als Weizenmehl.

Bestandteile des Mehls, die wichtig für's Backverständnis sind: - vorwiegend Stärke; diese sorgt für die Bindung und Formbarkeit des Teiges.
Wichtig beim Backen ist ebenso der Kleber, ein bestimmter Eiweißstoff im Mehl.
- klebereiches Weizenmehl ergibt hohes, lockeres Gebäck.
- klebefreies Mais- oder Reismehl ergeben, flache, ziemlich feste Kuchen und Brote
Denn der Kleber bindet wie die Stärke das in den Zutaten enthaltene Wasser, Eiweiß quillt auf und verbindet sich bereits im rohen Teig miteinander. Kleber macht den Teig beim Rühren elastisch.

- Weizen und Dinkel haben genügend Kleber und eignen sich für jedes Gebäck
- Roggen braucht Säure, damit sich der Kleber entwickeln kann (Zitronensaft oder Sauerteig)
- Gersten- und Hafermehl muß man zur Hälfte mit Weizenmehl mischen
- Mais, Reis und Hirse enthalten keinen Kleber, aber viel Stärke. Deshalb nimmt man sie z.B. zum Backen statt Speisestärke (Bikuitteig wird feinporig, Mürbteig knusprig, Sandkuchen fein)
- Grünkern bildet keinen Kleber (nicht für Kuchenteig geeignet)
:wink:
MfG
Kräuterfee

*Teufelchen*
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Registriert: 11. Okt 2003, 18:57

@Kräuterfee

Beitragvon *Teufelchen* » 18. Okt 2003, 06:27

Liebe Kräuterfee-
;) bei Dir möchte ich mich noch ganz, ganz lieb bedanken für Deine Superlange und gute Aufklärung.

Klasse finde ich gut - nun muß ich mal schauen - wie ich das so anwenden kann. Ist ja so einiges was ich hier lese und erstmal verarbeiten muß....manchmal bin ich schon ganz :eek:

Nochmals vielen lieben Dank.........und einen wunderschönen Tag wünscht*Carmen* :wink:
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Strelizie
Beiträge: 14
Registriert: 6. Jun 2017, 14:53

Re: Rund um's Mehl - Mehlarten, mahlen, schroten etc.

Beitragvon Strelizie » 7. Jun 2017, 21:05

Und am allerbesten für dich und am allergesündesten wäre Hanf-Mehl: https://www.greenist.de/hanf-natur-bio- ... -mehl.html ;)

BlümchenLiebe
Beiträge: 2
Registriert: 28. Jun 2017, 10:59

Re: Rund um's Mehl - Mehlarten, mahlen, schroten etc.

Beitragvon BlümchenLiebe » 28. Jun 2017, 11:29

Die Typenzahl sagt darüber hinaus noch aus wie viel von der Schale im Mehl enthalten ist.
Genauer gesagt: Mehl wird bei 900 ° Celsius verbrannt. Das was übrig bleibt ergibt die Typenzahl: bei einem 405er Mehl bleiben 405 mg Mineralstoffe auf 100 g Mehl übrig.

Am besten für Brote eignet sich 550er Mehl, 450 eignet sich gut für feineres Gebäck.
In anderen Ländern gibt es andere Typenbezeichnungen, die sich nur schwer auf die deutschen übertragen lassen.


   

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