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Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Hildegard von Bingen

Moderator: Angelika

phila
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Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 1. Nov 2012, 16:27

Hallo,
ich hoffe mal, das Forum ist noch aktiv...

Ich möchte die Liebstöckel-Dotter-Suppe machen um meinen verhaltenen Monatsfluß zu regulieren doch dazu brauche ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur

wie setze ich die an?
ich habe ein 300ml Braunglas mit kleingeschnipselten Liebstöckelkraut (frisch) gefüllt und mit Weingeist unvergällt übergossen.

War das richtig? und wie lange soll das so stehen?
ich weiß nur, daß man es mehrmals tägl. schütteln soll

wäre für einen Ratschlag sehr dankbar
Phila


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Angelika
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon Angelika » 2. Nov 2012, 18:01

Hallo Phila,

War das richtig? und wie lange soll das so stehen?
ich weiß nur, daß man es mehrmals tägl. schütteln soll


das ist ok,
eine Tinktur kann man ungefähr 14 Tage - 4 Wochen stehen lassen.
Die Tinktur wird umso stärker, je länger die Tinktur steht.
Es reicht, wenn man sie täglich einmal aufschüttelt, je mehr umso besser.


Viele Grüße
Angelika

phila
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 2. Nov 2012, 20:08

Angelika, danke für deine Antwort. Ich bin beruhigt.Bild

Gibt es eigentlich einen Unterschied in der Wirkung, wenn man jetzt nicht aus dem Kraut sondern aus der Wurzel die Urtinktur ansetzen würde?

ich habe ja vorher herumgefragt und eben diese beiden Möglichkeiten bekommen: einmal Kraut und einmal Wurzel. Leider steht das bei der Hildegard nicht explizit...und mein Latein ist.....sagen wir mal so, mit den Jahren verloren gegangen...

Phila

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*brigitte*
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 3. Nov 2012, 17:49

Hallo Phila, hallo Angelika,

das ist nicht ganz richtig so. Was Du, Phila, gemacht hast, ist eine "Tinktur" - dabei wird das kleingehackte Kraut oder die Wurzel oder ... mit Alkohl übergossen, bis alles gut bedeckt ist und dann ca. 4-6 Wochen stehen gelassen bei tgl. Schütteln.

Eine "Urtinktur" wird aus Frischpflanzenpreßsaft gewonnen! Dazu brauchst Du eine Art Fleischwolf mit Safttülle an der Seite. Hier wird die ganze Pflanze durchgedreht - aus der Safttülle fließt der Frischpflanzenpreßsaft und vorne kommen die trockenen Anteile der Pflanze heraus.
Dieser Frischpflanzenpreßsaft wird dann 1 : 1 mit ca. 25 %igem Alkohol gemischt und gut verschüttelt. Und das ist dann eine Urtinktur
Ok?

Liebe Grüße Euch beiden
:wink: Brigitte

Nachtrag:
Beim Liebstöckl reicht für die Urtinktur die ganze Pflanze ohne Wurzel - aus der bringst Du nämlich auch keine Saft heraus ...

phila
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 4. Nov 2012, 12:09

brigitte hat geschrieben:Was Du, Phila, gemacht hast, ist eine "Tinktur"
Bild
So lerne ich jetzt weiter, danke liebe Brigitte.

Ich muß die Pflanze also durch den Fleischwolf drehen und den Saft mit Alkohol ansetzen.

1.Frage: kann ich da den normalen "silbernen" Fleischwolf mit Kurbel nehmen?
2.Frage: wo kann ich das mit dem Alkohol % nachlesen? ich dachte man solle den 95% nehmen?

danke für eure tolle Hilfe, das Forum ist also doch noch aktiv, ich freu mich.

Phila

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*brigitte*
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 6. Nov 2012, 16:26

Liebe Phila,

ja, Du kannst den normalen silbernen Fleischwolf nehmen, er muss halt die Safttülle haben.

Was den Alkohol angeht: Ich habe früher auch mit Hochprozentigem gearbeitet, steht auch so in den meisten Büchern. Mit den Jahren habe ich mir angewöhnt, für die Urtinktur nicht mehr den so Hochprozentigen zu nehmen, weil hier ja nichts mehr "ausgezogen" werden muss, die heilkräftigen Bestandteile hast Du ja im Frischpflanzenpreßsaft enthalten, hier muss also nur noch konserviert werden. Und die Heilerfolge sind die gleichen wie mit 95 %-igem. Den nehme ich nur noch für Wurzelauszüge, da braucht man den.

Aber das ist nur meine Erfahrung.
Übrigens gibt es da ein sehr schönes Buch von Roger Kalbermatten über die Urtinkturen, findest Du bei Amazon...

Viel Spaß wünsch ich Dir in der Hexenküche...
und liebe Grüße
:wink: Brigitte


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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 6. Nov 2012, 19:24

Liebe Brigitte,

danke für die Weitergabe deines Wissens, solche Erfahrungen kann man eben nirgends nachlesen, sie sind Goldes wert - werde mir auch gleich das Buch anschauen.

Ich hätte noch eine letzte Frage:
ich habe ja jetzt eine Tinktur gemacht aber laut Rezept sollte es eben eine Ur-Tinktur sein.

Weißt du ob die sich vom „Inhalt“ oder Wirksamkeit unterscheiden?
in beiden wären ja die gleichen Ingredienzien nur anders angesetzt?

Hmmm, bin verwirrt da ich mich mit diesem Thema überhaupt noch nicht auseinandergesetzt habe...weil es so viele interessante Sachen gibt...
bin halt noch ganz neu in der Bild Hexenküche

danke
Phila

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*brigitte*
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 6. Nov 2012, 20:13

phila hat geschrieben:...bin halt noch ganz neu in der Bild Hexenküche...


Lach, liebe Phila, das macht doch nix, das waren wir alle mal ... und solches Wissen soll immer weitergegeben werden, sonst gehts irgendwann verloren...

Also, wenns Dir um den "Inhalt" geht, dann brauchst Du ein gutes Buch wie z. B. das oben erwähnte, da findest Du auch das, für das Forum hier ist das, denk ich, nicht so notwendig.

Ansonsten brauchst Du für Dein Rezept von Hildegard wirklich die Urtinktur, die Du jetzt wahrscheinlich nicht mehr machen kannst (oder wächst der Liebstöckel noch so gut? Dann müsstest Du auf den aufsteigenden Mond warten - ca. eine Woche vor und/oder nach Neumond, dann sind die Pflanzenkräfte in den Blättern - aber ich denke, auch der Liebstöckl zieht inzwischen die Blätter ein).

Und verwirren möchte ich Dich wirklich nicht ;)

Eine Tinktur mache ich von Pflanzen, die ich rein äußerlich verwende (z. B. Beinwell) oder von Pflanzen, die "trocken" sind (z. B. Goldrute oder Schachtelhalm), von denen man ein ganzes Feld bräuchte, um 100 ml Preßsaft zu gewinnen, und das geht gar ned (bitte nur immer so viele Pflanzen nehmen, wie wirklich nötig sind).
"Trockene" Pflanzen sind übrigens immer gut für die Niere ... findest Du auch im o. g. Buch...

Eine Urtinktur hat immer eine ganzheitliche Wirkung, da hier auch "Seele und Geist" der Pflanze mit drin ist ... eine Tinktur ist mehr organotrop, wirkt also mehr auf einen bestimmten körperlichen Bereich (eben ein Organ).

Also bitte frag weiter ...

Liebe Grüße
:wink: Brigitte

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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 7. Nov 2012, 21:39

*brigitte* hat geschrieben:Eine Urtinktur hat immer eine ganzheitliche Wirkung, da hier auch "Seele und Geist" der Pflanze mit drin ist ... eine Tinktur ist mehr organotrop, wirkt also mehr auf einen bestimmten körperlichen Bereich (eben ein Organ).

Liebe Brigitte, ist das spannend!...! werde ganz kribbelig-hippelig Bild

1. Verstehe ich das richtig, eine Tinktur ist für äusserliche Anwendungen und eine Ur-Tinktur für innerliche?

2. Jetzt zum Liebstöckl:
den würde ich am Bauernmarkt kaufen, dort werden sie in kleinen Blumenöpfen verkauft (wie Schnittlauch, Dill, usw) welche Mengen bräuchte ich denn davon? http://www.google.at/imgres?q=liebst%C3%B6ckel&start=150&hl=de&client=firefox-a&sa=X&rls=org.mozilla:de:official&channel=s&biw=1280&bih=642&tbm=isch&prmd=imvnse&tbnid=M_ok5IWtqsU5dM:&imgrefurl=http://pflanzenbasics.de/liebstockel/maggikraut%3Flayout%3Dliebstckel-maggikraut&docid=OrLrSeDna2ZbeM&imgurl=http://pflanzenbasics.de/images/stories/screen_10sep2010_152222_liebst__ckel_4c2b22d001dfa.jpg&w=600&h=500&ei=cMSaULnBJIqi4gTd4YGICg&zoom=1&iact=hc&vpx=354&vpy=83&dur=4762&hovh=205&hovw=246&tx=135&ty=130&sig=102681662976656227836&page=7&tbnh=149&tbnw=179&ndsp=24&ved=1t:429,r:69,s:100,i:211

(leider weiß ich nicht, wie ich den Link "normal" einfügen kann, vielleicht kann das ein Mod ändern)

Ich habe berechnent, daß ich 200 ml Ur-Tinktur brauche. Wenn ich das also 1.1 ansetze, brauche ich 100 ml Pflanzensaft.

3. wieso ist nur in der Ur-Tinktur Seele und Geist drinnen und nicht in der einfachen Tinktur? Wie wird das erklärt?...spannend, spannend...

ganz liebe Grüße und danke
Phila

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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 9. Nov 2012, 19:27

LIebe Phila,

ich denke, dass auch in der Tinktur Geist und Seele einer Pflanze ist, aber lange nicht in dem Maße wie in einer Urtinktur. Bei der einen ziehst Du durch den hohen Alkoholgehalt heilkräftige Inhaltsstoffe heraus (Tinktur), bei der anderen bekommst Du alles und es bleiben allein die Fasern übrig (Urtinktur). Roger Kalbermatten beschreibt das sehr schön ...
Das ist, denke ich, ähnlich wie in der Homöopathie. Die Tiefpotenzen (D) je nach Potenz enthalten noch Wirkstoffe und sind damit mehr organotrop (haben aber auch immatrielle Bestandteile, aber nicht so viele) und die Hochpotenzen (C) wirken mehr auf Geist und Seele, je höher die Potenz (haben aber noch organische Wirkungen).

So jedenfalls ist meine Erfahrung ;)

Und nein, es ist nicht generell so, dass Tinkturen nur äußerlich angewendet werden ... hab ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt.

Vom Liebstöckl habe ich noch keine Urtinktur gemacht, ich kann Dir leider also nicht sagen, wieviel Du brauchen wirst. Aber ich denke, dass diese Pflanzen eine relativ hohe Menge an Saft haben, die Stengel und Blätter sind fleischig, saftig, Du solltest gut hinkommen mit vielleicht 2 - 3 Pflanzen, je nachdem wie groß sie sind. Ideal wäre natürlich ne eigene große Pflanze im Garten, bei der Du nach Bedarf ernten kannst.

Und jaha, spannend ist das Thema allemal, und wie!

Liebe Grüße
:wink: Brigitte

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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 10. Nov 2012, 11:52

Hallo Brigitte
schön von dir zu lesen.Bild

Ich weiß, ich habe bereits gesagt, daß ich es unglaublich spannend finde, aber es ist dieses Gefühl, daß man innerlich danach lechzt.....und man es kaum erwarten kann...
Habe mir das Buch bereits bestellt und bekomme es Mitte nächster Woche.

Mit Hömöopahtie kenne ich mich überhaupt nicht aus und es zieht mich auch nicht hin. Ich fühle mich bei der Hildegard sehr gut aufgehoben – habe mit ihr meine Migräne wegbekommen – und jetzt werde ich mich mit den Urtinkturen beschäftigen. Ich freu mich, ich freu mich so....auch wenn die Zeit so knapp ist, aber das wird schon.Bild

Heute am Bauernmarkt gab es keinen Liebstöckl mehr, ich hab gedacht ich fall um! d.h. daß ich das auf´s nächste Jahr verschieben werde müssen außer ich finde noch eine Blumenversandhandlung über´s Internet...Ich muß zugeben, daß hat mich jetzt ein bißchen geknickt...

Meinst du die Herbstpflanzen haben einen vergleichbaren „Geist“, Saft wie die im Sommer? Ich frag mich einfach ob es Sinn macht jetzt noch zu pushen oder ob es besser wäre auf den Sommer zu warten? Hmmm, wie siehst Du das?

Ach ja, dann werde ich wohl die Tinktur entsorgen.

Vielen Dank
Phila

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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 10. Nov 2012, 16:04

phila hat geschrieben:...Ach ja, dann werde ich wohl die Tinktur entsorgen...


N E I N !!!!!!!!!!!!!!!
Ned entsorgen ... auf keinen Fall !!!

Hab jetzt grad keine Zeit, aber morgen ... keine Tinkturen entsorgen, die sind doch auch wertvoll !

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*brigitte*
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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 10. Nov 2012, 20:36

Also dann liebe Phila,

ich freu mich, dass Dir das so viel Spaß macht und Du Dich hingezogen fühlst zu den Pflanzen... Hexlein wie Du werden immer dringend gebraucht ;)

Also ich an Deiner Stelle würde das mit dem Liebstöckel aufs nächste Jahr verschieben, dann eine schöne Pflanze kaufen und im Frühjahr einsetzen. Der wächst so schnell, da kannst Du dann zur richtigen Zeit vielleicht noch im gleichen Jahr ernten. Du hast doch immer alle Zeit der Welt...warum also pushen? Was ist so eilig?

Und Du, ich hab ein großes Regal voller Tinkturen, damit hab ich schließlich angefangen, vor vielen Jahren, die werde ich niemals (!) wegtun, die bleiben heilkräftig, solange ich lebe... und es gibt so viele Pflanzen, aus denen Du keine Urtinktur machen kannst. Denk nur an alle klassischen Grippekräuter (Lindenblüten, Holunderblüten, Königskerzenblüten, Mädesüßblüten, Salbei usw.) und auch viele Frauenkräuter wie die Alchemilla (Frauenmantel), da kannst Du nur einen Auszug machen oder die Urtinktur kaufen (ist auch eine der trockenen Heilkräuter).

Und Phila, ich denke es gibt einfach Herbstpflanzen (hab z. B. heute Wurzeln meines Beinwell "geerntet", weil heute und morgen ist ein Wurzeltag, also lasse ich sie heute Nacht etwas abtrocknen und mache sie morgen sauber - bitte niemals die schwarze Haut um die Wurzel wegbürsten, da stecken die Heilkräfte drin (!) und morgen mache ich eine Tinktur mit hochprozentigem Alk) ... es kommt immer drauf an, was Du brauchst, welche Wirkung Du erwartest, und das bestimmt den Zeitpunkt. Und es gibt Frühlings- oder Sommerpflanzen...und das ist so schön. Die Natur stellt uns so vieles zur freien Verfügung...

Meine Tinkturen verwende ich tropfenweise in z.B. Tee, gerade die Grippemittel, oder halt für die äußerliche Anwendung, je nach Bedarf...

Wir lesen uns, ja? Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
:wink: Brigitte

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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon phila » 11. Nov 2012, 12:17

*brigitte* hat geschrieben:ich freu mich, dass Dir das so viel Spaß macht und Du Dich hingezogen fühlst zu den Pflanzen...

Brigitte, ich muß dir sagen, daß du mich durch deine wunderbaren und kompetenten Erklärungen für dieses Thema geködert hast. Am Anfang wollte ich nur diese eine Ur-Tinktur ansetzen und fertig, nur kein weiteres Hobby, da ich bereits gut ausgelastet bin. Aber das was du schreibst eröffnet mir so ein unglaublich neues und faszinierendes Feld, daß ich mich „magisch“ von dem angezogen fühle und ich werde mich damit beschäftigen, das spüre ich. Es ist einfach mein Thema.
Bild

*brigitte* hat geschrieben:warum also pushen? Was ist so eilig?

Ich wollte diese Ur-Tinktur JETZT ansetzen da auch schon über 40 bin und in der Zukunft noch Kinder haben möchte. Ich wollte einfach meinen Hormonhaushalt unterstützen und regulieren, denn meine FSH Werte sind nicht besonders gut. Dann werde ich da einfach loslassen müssen und nach einem anderen Hildegardmittel suchen.

Ich wohne in der Stadt und habe keine Möglichkeit was anzupflanzen, muß mir noch überlegen wie ich mir frische Kräuter besorgen kann. Ich nehme mal an bei dir wächst alles in deinem Garten?
und danke für die Info mit den Wurzeln
*brigitte* hat geschrieben:Und Du, ich hab ein großes Regal voller Tinkturen, damit hab ich schließlich angefangen, vor vielen Jahren, die werde ich niemals (!) wegtun, die bleiben heilkräftig, solange ich lebe... und es gibt so viele Pflanzen, aus denen Du eine Urtinktur machen kannst.

Magst du mir ein bißchen von deinen Schätzen erzählen, wie du was verwendest?. Was sind so deine Lieblinge und für dich unverzichtbar?

So, ich lehne mich mal gemütlich in meinen bequemen Sessel zurück und warte....

schönen Sonntag liebe Brigitte

Phila

P.S die Tinktur habe ich nicht weggeschmissen, sie steht hinter der Couch. Was mache ich mit ihr?

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Re: Wie mache ich eine Liebstöckelsaft-Urtinktur?

Beitragvon *brigitte* » 11. Nov 2012, 13:43

phila hat geschrieben:...die Tinktur habe ich nicht weggeschmissen, sie steht hinter der Couch. Was mache ich mit ihr...


Ganz einfach ... damit machst Du jetzt Deine Hildegrad-Kur und nächstes Frühjahr, wenns frischen Liebstöckl gibt, dann nochmal ne Kur mit Urtinktur ... schließlich sind auch in der Tinktur selbst Phytohormone :rotfl:

Deine Frage nach meinen Schätzen war ein willkommener Anlass, die mal durchzugucken ...

Also: Ich habe im Moment wilde Karde (Wurzel, hilfreich bei Borreliose), Beinwell (Wurzel, alles was mit "Gebein"/Knochen/Gelenke zu tun hat), Taubnesselblüten (neben Goldrute und echtem Labkraut eine unserer besten Nierenheilpflanze), dornige Hauhechel, Gänsefingerkraut, Bärlauch, großer Hohlzahn, Blutweiderich, Johanniskraut, Wasserdost (mit Lindenblüten, Königskerzenblüten, Mädesüßblüten und Holunder ein super Grippe-Mittel), Mädesüß, Salbei, Lindenblüten, Löwenzahn, Dost, Zinnkraut, Goldrute, Eisenkraut, Schafgarbe, Brombeere, Ringelblume, Gundermann, Akelei, Springkraut, Spitzwegerich (Husten!) ... und noch ein paar ;) ... wo möglich als Urtinktur, sonst als Tinktur.

Na, und ich nehme die selber, wenn ich was brauche (Grippe), verschenke manchmal auch ein Fläschchen ... gebs meinen Kinder bei Bedarf ... und ansonsten werden die mit mir alt ... lachen muss ...
.. und ja, ich habe einige in meinem Garten, die anderen suche ich mir draußen (da, wo es genug gibt und keine Autos fahren usw., zusammen mit einem Freund bin ich viel unterwegs :D )

Neuestes "Hobby" ist seit diesem Sommer die Herstellung von Trifloris-Essenzen nach dem Buch von Bruno Vonarburg ("energetisierte Heilpflanzen"), das macht auch echt Spaß ...

So, und nun wünsch ich Dir einen schönen Sonntag im gemütlichen Sessel und liebe Grüße
:wink: Brigitte



   

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