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Kirschen

Rezepte zum Kochen, Einmachen etc... Hier können Sie ihre Rezepte verraten, über Rezepte diskutieren, fragen wenn Sie Rezepte suchen ......

Moderator: Angelika

Gast

Beitragvon Gast » 26. Jun 2001, 11:20

Hallo Johanna,

ich habe mich auf die Suche begeben und nochmals belesen:
Amygdalin(Blausäureglycosid) ist ein Vitamin-B ähnlicher Stoff, den man weltweit in ca. 1200 Pflanzen findet, besonders in der Bittermandel und in Aprikosenkerne. Früher wurde es Vitamin B17 genannt. Es enthält eine inaktive Blausäureform, die gesunden Zellen nicht schadet, weil die Blausäure vom Enzym Rhodanese neutralisiert wird. Dafür hat es eine giftige Wirkung auf Krebszellen aufgrund ihres hohen Gehalts des Enzyms Betaglucoronidase, das die Blausäure aktiviert und weil diesen Krebszellen Rhodanese fehlt.
Amygdalin ist auch unter dem Namen Laetrile bekannt. Der Name ist eine Abkürzung für LAEvo-rotary mandeloniTRILE betadiglukosid, welches eines der biologisch-aktiven Stoffe in Mandeln und Aprikosenkernen ist. Gleichzeitig ist es der Name eines kommerziellen, spezialbehandelten Extraktes aus Aprikosenkerne, das vom Biochemiker Ernst T. Krebs Ende der 40´er Jahre hergestellt wurde. Es wird immernoch in der Krebsbehandlung verwendet.
weiter in : Mandeln, Bittermandeln, Vogelkirsche, Sauerkirsche, Ahl-Kirsche, Schlehe, Aprikosen, Zwetschgen, geringer in Äpfeln und Quitten

Da die Menschen, wie alle Säugetiere, ein gut funktionierendes Entgiftungssystem für Blausäure besitzen, ist die letale (tödliche) Dosis relativ hoch: Sie beträgt für einen Erwachsenen etwa 50 Milligramm (mg) freier Blausäure pro Tag. Die kleinen Mengen HCN, die sich in der überwiegenden Zahl der Nahrungsmittel finden, stellen für uns überhaupt kein toxikologisches Problem dar. In der Leber eines Erwachsenen können durch die Aktivität der Rhodanase, eines Enzyms, das Blausäure zum relativ ungiftigen Rhodanid umbaut, problemlos pro Tag 20 mg bis 30 mg Blausäure entgiftet werden. Das produzierte Rhodanid wird anschließend über den Harn ausgeschieden. Unser Körper kann also mit geringen Mengen Blausäure mühelos fertig werden, ohne daß Schädigungen auftreten. Erst bei höheren Konzentrationen, bei denen der Entgiftungsmechanismus überfordert ist, kann die Blausäure ihr toxisches Potential voll entfalten, und entsprechende Vergiftungen sind die Folge.
Blausäuregehalte verschiedener Lebensmittel
Produkt
Blausäuregehalt[µg/kg]
Haferflocken 16
Weizenmehl, Type 405 1624
Grünkernmehl 470
Corn-flakes 8
Weißbrot 11
Erbsen 1 - 50
Tomaten 16
Bier 3 - 160
Apfelsaft 60
Orangennektar 20
Kirschsaft 500

Der Stein der Kirsche enthält Spuren von Blausäure. Damit diese nicht in den Kirsch gelangt, werden in Brennereien die Kirschen mit einem schonenden Rührwerk zur Maische gemixt...

Blausäure verdampft beim Erhitzen, deshalb sind nur roh verzehrte Lebensmittel gefährlich. Asiatische Gerichte sollte man immer ausreichend erhitzen (wegen der Bambussprossen, Mond- und Limabohnen).


Liebe Grüße
Kräuterfee


Gast

Beitragvon Gast » 29. Jun 2001, 10:21

Hallo Kräuterfee,
bei mir ist kurzzeitig die Verkirschung eingetreten :eek:
Dank der Rezeptauswahl habe ich auch die "ganz normale" Marmelade variiert.
Pro 1,5 kg Kirschen (entkernt, Kerne gesammelt) mit 0,5 kg 3:1 Gelierzucker, habe ich in einem kleinen Gefäß ein paar rote Ribisel (Johannisbeeren) in etwas Chianti weich gekocht, 2 Gewürznelken dazu, ziehen lassen und abgeseiht. Mit 2 Tropfen Bittermandel-Aroma war das mein heuriger Kirschenmarmelade-Gewürzsaft.

Dem Kirschkerne-Zerschlagen habe ich mich weiterhin enthalten. Obwohl ich ganz ehrlich zugebe, dass ich sehr beruhigt bin, was eine mögliche Vergiftung anbelangt. Die positiven Eigenschaften überwiegen. :smile:
Ich habe einen mechanischen Kirschentkerner und da werden sowieso immer ein paar Kerne zerstört - ich glaube, dass mir das genügt. Wenn ich mich mit Krebs auseinandersetzen müsste, würde ich auch lieber mit genau eingestellen Mengen therapiert werden und keinesfalls mit selbst zerschlagenen Kirschkernen experimentieren. Denn - ich zitiere Frohne und Jensen, 3. Auflage - : "Die Möglichkeit einer Blausäurevergiftung ist dabei nicht auszuschließen". Und eine Blausäure-Vergiftung ist kein Spaß, wie in einigen Krimis (dort als Cyankali populär) nachzulesen ist.
Mit Kirschen essen tun wir uns in vielen Bereichen etwas Gutes, Mengen bis zur Vergifung sind nicht ohne weiteres zu schaffen. Wir können uns also auf unsere brave Leber verlassen: die guten Eigenschaften ins Kröpfchen, das bisschen Cyanid als Rhodanid ins Töpfchen.
Vielen Dank und schönen Sommer :sun1:
Johanna

Gast

Beitragvon Gast » 29. Jun 2001, 20:11

Hallo Johanna,

Dein Rezept hört sich ja ganz toll an !
Da werden meine Geschmacksnerven schon beim Lesen sensibilisiert :smile:))
Ich habe damals immer mit meinen Geschwistern die Sachen verabeitet, jetzt stehe ich alleine da :-(( - da entfällt das Kirschkernweitspucken, ~schnippen und über die Ohren hängen usw. - dann macht die Arbeit mehr Spaß...

Alles Gute - hoffentlich hast Du dabei Unterstützung

wünscht Dir
Kräuterfee

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Beitragvon Angelika » 15. Jul 2002, 20:45

Hallo,
jetzt sind ja wieder die Kirschen reif.
Hier auf Wunsch noch ein leckeres Rezept , das ein norddeutsches Nationalgericht ist.

Rote Grüzte ( plattdeutsch : rode Grütt ) :oops:

500 g Sauerkirschen , 500 gr Johannisbeeren, 250 g Himbeeren, 200 g Zucker, 100 g Stärkepuder

Sauerkirschen entsteinen, Johannisbeeren von den Ripsen streifen. 250 g Kirschen mit den Beeren und etwas Wasser aufkochen lassen. Durch ein Sieb rühren und mit den Saft zu einem Liter Flüssigkeit mit Wasser auffüllen. Zucker unterrühren und Aufkochen lassen. Stärkepuder mit etwas Wasser anrühren. Restliche Kirschen in die Flüssigkeit geben, Stärkepuder unterrühren und alles kurz aufkochen lassen. Rote Grütze in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Glasschüssel füllen.
Kalt mit Sahne oder Milch servieren.


mfg
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Beitragvon Angelika » 17. Jul 2002, 21:36

Kirschsuppe mit Grießklössen

5oo g Sauerkirschen, 1 l Kirschsaft oder Apfelsaft, 1/2 Zimtstange, Schale einer unbehandelten Zitrone, 80 g Zucker, 1 Prise Salz, 30 g Speisestärke.

Kirschen entsteinen mit Saft, Zucker, Zimtstange ,Salz und spiralenförmige abgeschnittene Zitrone ca. 5 Min. aufkochen lassen. Zimtstange und Zitronenspirale entfernen.
Speisestärke mit Wasser anrühren, zu den Kirschen unterrühren und noch eine Min. kochen lassen.

Grießklösse herstellen und in die Kirschsuppe geben. Heiß servieren.

mfg
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Beitragvon Angelika » 19. Jul 2002, 21:09

Kirschsuppe mit Rotwein

Diese Weinsuppe ist nicht für Kinder. :eek:

500 g Sauerkirschen, 1 l Rotwein, 2 Scheiben Zitrone, 100 gr Zucker. 1 Zimtstange, 20 g Speisestärke

Sauerkirschen waschen und entstielen, aber nicht entkernen in 1 l Rotwein mit Zitronenscheiben, Zimtstange und Zucker ca. 5-10 Min. leicht kochen lassen. Zimtstange und Zitronenscheiben entfernen. Speisestärke mit Wasser anrühren und nochmals kurz aufkochen lassen.
Mit Toastbrot servieren.


mfg
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Beitragvon Angelika » 31. Jul 2002, 20:27

Sauerkirschen in Wodka

500 g Sauerkirschen, 300 g weißer Kandis-Zucker, 1 Vanilleschote, 3/4 l Wodka.

Kirschen waschen und entstielen. Mit Kandis und in Stücke geschnittenen Vanilleschote in ein Glas füllen. Soviel Wodka darüber gießen, bis die Kirschen ganz bedeckt sind und verschließen.


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Kirsch-Tarte

Beitragvon Angelika » 20. Jun 2003, 22:33

Kirsch-Tarte

200 g weiche Butter, 80g Honig, eine Priese Salz, 1 Msp. Vanillepulver, 200 g gemahlenes Dinkelmehl, 150 g gem. Haselnüsse, Trockenerbsen zum Blindbacken.

Für den Belag:

1 kg entsteinte Süsskirschen, 50 g Butter , 1Eßl. Honig, abger. Schale einer Zitrone, 2 Eier, 100 g Marzipanrohmasse, 1 Tortenguß

Einen Mürbeteig zubereiten und 2 Std. in Folie verpackt kühl stellen.
Eine Tarteform mit Backpapier auslegen. Den Teig ausrollen und die Form damit auslegen. Teigboden mit Backpapier belegen, die Trockenerbsen einfüllen und bei 200 °C 15 min. blind backen. Trockenerbsen entfernen.
In der Zwischenzeit Butter, Honig und Eier schaumig rühren, Zitronenschale hinzufügen. Marzipanrohmasse in kleine Stücke schneiden und unterrühren. Auf den heißen Kuchenboden streichen und weitere 20 Min. backen. Abkühlen lassen. Boden mit den Kirschen belegen. Tortenguß zubereiten und die Kirschtarte damit überziehen.

Quelle: Vogel's Gesundheits-Nachrichten

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Beitragvon Angelika » 22. Jun 2003, 19:52

Kirschgelee

500 g Sauerkirschen, 1/4 l Rotwein, 200 g Zucker, 1/2l Traubensaft, 2cl Kirschwasser, 10 Blatt weiße Gelatine.
1/4 l Sahne, 1 P. Vanillinzucker, 50 Pistazien

Sauerkirschen entsteinen, mit dem Wein, Zucker und Traubensaft langsam zum Kochen bringen und 5 Min. kochen lassen.
Etwas abkühlen lassen und das Kirschwasser hinzufügen.
Gelatine nach Vorschrift in kaltem Wasser einweichen, ausdrücken und in die noch warme Kirschflüssigkeit rühren.
Eine Form mit kaltem Wasser ausspülen, das Kirschgelee hineinfüllen und im Kühlschrank fest werden lassen.
Zum Servieren auf eine Platte stürzen, mit der steifgeschlagenen Sahne verzieren und mit Pistazien bestreuen.

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Soufflierter Kirschenmichel

Beitragvon Angelika » 17. Jun 2007, 17:41

Soufflierter Kirschenmichel

10 Zwieback
1/8 l Milch
35 g Butter
3 Eier, Eigelb und Eiweiß getrennt
30 g Puderzucker
1 Vanilleschote
1/2 TL Zimt
geriebene Schale von 1/2 Zitrone

1 Pfund Kirschen, entsteint
1 EL Mandeln geröstet und grob gehack
Butter zum Fetten der Form

Zwiebackbrösel oder gemahlene Mandeln zum Ausstreuen der Form

Butter schaumig rühren, Eigelb, Zucker, Vanilleschote, Zimt und Zitronenschale nacheinander hinzugeben und schaumig rühren.

Zwieback zerbrechen, mit Milch beträufeln und etwas durchziehen lassen,
dann mit den entsteinten Kirschen unter die Butter-Ei-Masse heben und die steifgeschlagenen Eiweiße unterheben. Förmchen buttern, ausstreuen mit Bröseln oder Mandeln und bei 200 °C ca. 15 Minuten backen.

Mandeln grob hacken, und zusammen mit etwas flüssiger Butter in einer
Pfanne etwas karamellisieren, Kirschenmichel damit bestreuen und mit Vanillesauce servieren.

Quelle: Klink-Rezepte

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Re: Kirschen

Beitragvon Angelika » 4. Jul 2008, 21:12

Kirsch-Strudel

6 Blätter Strudelteig
600 g Kirschen entsteint
100 g Butter
50 g geriebene Nüsse
50 g Semmelbrösel
3 Eß. Zucker
gem. Zimt
Butter und Eigelb zum Bestreichen

Strudelblätter nach Verpackungsanleitung vorbereiten.
Semmelbrösel und Nüsse in Butter leicht anrösten und abkühlen lassen. Vorsichtig mit den Kirschen vermengen. Die Hälfte der Kirschenfülle auf das untere Teigdrittel verteilen und mit Zucker und Zimt bestreuen. Seitenränder einschlagen. Strudelteig mit Hilfe des Küchentuches eng einrollen und mit der Nahtseite nach unten in eine befettete Kastenform legen. Mit zerlassener Butter und einem Eigelb bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 180 °C ca. 20 Min. goldgelb backen. Mit Staubzucker bestreuen und servieren.

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Re: Kirschen

Beitragvon Angelika » 25. Jun 2009, 22:13

Hirse- Auflauf mit Kirschen

250 g Hirse,
1 l Apfelsaft

250 g Quark
2 Eier
200 ml Sahne
80 g Zucker
1 Vanillezucker
1-2 Eßl. Zitronensaft

300 g Kirschen

Hirse in Apfelsaft ca. 30 Min. garen. Abkühlen lassen.
Quark mit Eier, Sahne, Zucker und Zitronensaft verrühren, danach den Hirsebrei unterrühren. Die Hälfte des Quarkbreis in eine gefettete Auflaufform geben, die entsteinten Kirschen darüber verteilen, anschließend die andere Hälfte darüber geben.
Mit Butterflocken, etwas Zucker und Zimt darüber streuen und ca. 45 Min. bei 200°C backen.

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Re: Kirschen

Beitragvon Angelika » 19. Jun 2016, 20:58

Kirschenschmarren

750 g Kirschen
750 ml Milch
2 EL Butter
1 Prise Salz
250 g Grieß
Kokosöl
Puderzucker


Milch mit Butter und einer Prise Salz langsam erhitzen. Den Grieß einrieseln lassen. Dabei stetig rühren. Aufkochen lassen und weiter rühren, bis sich der Brei vom Boden loslöst. Nachquellen und auskühlen lassen.
Kirschen waschen und entkernen.
In einer flachen Pfanne das Kokosöl erhitzen. Die Grießmasse einfließen lassen und goldbraun backen lassen. Dabei mit einem Kochlöffel zerreißen und umrühren. Die Kirschen untermengen und kurz mitbacken.

Vor dem Servieren den Kirschenschmarren mit Puderzucker bestreuen.

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Re: Kirschen

Beitragvon simma » 9. Jul 2016, 11:29

Danke für das Rezept. Weisst Du ob man statt normalem Zucker dafür auch braunen Zucker verwenden kann?

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Re: Kirschen

Beitragvon Angelika » 12. Jul 2016, 18:33

Natürlich kann man auch braunen Zucker nehmen. Man kann ihn auch fein mahlen.

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