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Konstitutionsmittel!

Moderator: Angelika

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 16. Nov 2006, 18:28

Hallo Globuli,

hab Dir eine pm geschrieben.

Liebe Grüße, Brigitte


Pe61
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Beitragvon Pe61 » 8. Mai 2007, 14:33

Hallo,
erst einmal vielen Dank, dir Brigitte - zu meiner Frage zu Medorrhinum.
Ich bin jetzt auch etwas verunsichert, nachdem ich diese Rubrik hier gelesen habe.
Meine Tochter bekommt von ihrer HP auch ein Mittel in einer C200 - jeden Tag SEIT ca. 8 Wochen!!!! Ihr geht es irgendwie auch nicht besser. Durch dieses Forum ist mir klar, dass man nach einer Erstverschlimmerung in eine Mittelprüfung gerät (wenn man das Mittel nicht absetzt).
Meine Tochter war zuvor schon psychisch etwas angeschlagen - es geht ihr aber noch immer nicht besser.

Wie funktioniert es: alles ab C30 ist eine Hochpotenz und wird nur 1x eingenommen????

Lieben Dank
Pe61 -?)
Pe61

pierroth
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Beitragvon pierroth » 8. Mai 2007, 15:09

Hallo Pe61

normalerweise werden Hochpotenzen (ab C30) einmalig gegeben, dann wird abgewartet. Es gibt aber Ausnahmen, in denen auch Hochpotenzen in kürzeren Abständen wiederholt werden, z.B. bei akuten Erkrankungen, hier aber nur solange, bis eine Besserung eintritt.

Wenn eine C200 über 8 Wochen tgl. gegeben (was ich persönlich in dieser Form nicht verordnen würde), noch immer keine Besserung erzielt hat, dann würde ich als Hom. davon ausgehen, dass es das falsche Mittel ist.

LG Pierroth

Pe61
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Beitragvon Pe61 » 8. Mai 2007, 16:28

Hallo Pierroth,

ganz lieben Dank für deine prompte Antwort. Das Wichtigste für mich ist, dass es keinen Schaden anrichten kann!
Akut u. chron. ist die Gemütslage meiner Tochter.
Ich blicke da zurzeit überhaupt nicht mehr durch. Seit 4 Wochen besuche ich einen Grundkurs Homöopathie. Dort lernen wir bei akuten Erkrankungen C30 jeden Tag 3 Globuli - über einen längeren Zeitraum - zu geben.
Ist das okay?
Ich habe das nie hinterfragt gestellt bis ich auf dieses Forum kam..... und nun bin ich verunsichert!

Ganz lieben Gruß
Pe61
Pe61

pierroth
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Beitragvon pierroth » 8. Mai 2007, 17:40

Hallo Pe61,

es gibt mittlerweile unter den Hom. viele verschiedene Handhabungen, leider. Rein klassisch-hom. (nach Hahnemann) gesehen ist eine pauschale Wiederholung von Arzneimitteln strenggenommen nicht so ganz korrekt. Vor jeder Wiederholung sollte überprüft werden, ob es denn noch angezeigt ist, bzw. ob eine Verbesserung der Symptome eingetreten ist. Ist dies der Fall, darf das Mittel in dieser Form nicht mehr weiter gegeben werden, eine Wiederholung erfolgt erst, wenn erneut Symptome auftreten und das Mittel eben noch passt.
Etwas anders sieht es bei LM-Potenzen (oder auch Q-Potenzen) aus, bei denen eine längere Einnahme durchaus Sinn macht, aber auch immer unter dem wachsamen Auge eines Hom., der den Verlauf genau kontrolliert.
Was heisst "über einen längeren Zeitraum"?
Ein nicht passendes Mittel über einen so langen Zeitraum gegeben, kann u.U. zur Arzneimittelprüfung führen.

LG Pierroth

Pe61
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Beitragvon Pe61 » 9. Mai 2007, 16:27

Hallo Pierroth,

ist mir schon fast unangenehm, aber ich habe noch einige Fragen:

Bedeutet es, wenn man eine Hochpotenz jeden Tag über mehrere Wochen einnimmt - egal ob für eine akute/chron. Behandlung - dass man eigentlich aus einer Mittelprüfung überhaupt nicht mehr raus kommt??? Ist für mich eigentlich die natürliche Reaktion.
Warum gibt es so unterschiedliche Behandlungsverfahren???
Es kann doch nicht beides richtig sein - oder??

Ganz lieben Gruß

....und schon mal ganz, ganz lieben Dank
:wink: :wink:
Pe61


pierroth
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Beitragvon pierroth » 9. Mai 2007, 17:26

Eine Arzneimittelprüfung muss nicht zwangsläufig stattfinden. Wenn doch und das Mittel wird abgesetzt , dann sollte sich eine Arzneimittelprüfung innerhalb weniger Tage reguliert haben. Wie das bei einer so langen Gabe aussieht und wie lange die Regulierung dann dauert, kann ich Dir nicht sagen. Deshalb ist es ja so wichtig, dass bei wiederholten Gaben auch eine Kontrolle stattfindet, damit man dies eben beurteilen/ausschliessen kann.
Warum so unterschiedliche Behandlungsverfahren? Tja, es kommt immer auf die Ausbildung an. Es gibt mittlerweile viele Richtungen. Jeder hat seine eigenen Erfahrungswerte. Antonie Peppler z.B. gibt gerne 2-4 Mittel auf einmal und dann in der C 50 000 mehrmals tgl. über einen längeren Zeitraum hinweg. Das hat mit klassischer Hom. wenig bis gar nichts zu tun, aber sie hat ihre Erfolge damit.
Es gab und es wird immer Menschen geben, die die Hom. wie Hahnemann sie verstanden und gelehrt hat, anders auslegen. Manchen gibt der Erfolg recht, andere wiederum scheitern.

LG Pierroth

Pippi Langstrumpf
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Beitragvon Pippi Langstrumpf » 10. Mai 2007, 15:51

Lese gerade eifrig im Homöopathie-Forum und kam spontan zu einer Frage, die mir hier vielleicht beantwortet werden kann.
Habe vor längerer Zeit ein Konstitutionsmittel (LM-Potenz) von meiner HP bekommen zur Behandlung von Blasenentzündung. Da diese Potenzen ja v.a. auf "höheren Ebenen" ansetzen und weniger ausschließlich auf körperlicher, frage ich mich jetzt, ob ich das Mittel auch bei anderen organ. Beschwerden einsetzen kann. Blasenprobleme habe ich momentan nicht. Dafür aber häufig Magenschmerzen.

pierroth
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Beitragvon pierroth » 10. Mai 2007, 16:28

Hallo pippi langstrumpf,

nu ja, normalerweise wird ein hom. Mittel (vor allem die Hochpotenzen) nicht wegen der Erkrankung XY gegeben, sondern aus konstitutionellen Gründen, also abgestimmt auf die Gesamtheit. D.h., wenn das Mittel passt, wird es auch "organische" Beschwerden heilen können.
Wenn jemand aber ein Mittel wegen, bzw. hauptsächlich wegen, XY bekommen hat, dann muss es bei diesem Pat. nicht aus zwangsläufig andere Beschwerden beseitigen können, die später auftauchen. Dies müsste dann der Hom. beurteilen können, ob das gleiche Mittel angezeigt ist oder ein neues Mittel. Ausserdem könnte die Ursache jetzt eine andere sein, z.B. ein Ereignis, bei dem Du den Ärger heruntergeschluckt hast. Damit würde sich z.B. eine ganz andere Hierarchisierung ergeben.

LG Pierroth

Tantesam1
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Re: Konstitutionsmittel!

Beitragvon Tantesam1 » 12. Mär 2009, 17:46

Hallo hier Tantesam, wie bereits angekündigt, denke ich, dass ich nicht in der richtigen Reihe bin.
Ich probiers trotzdem:

Wollte mal anfragen, ob man einfach aufgrund weniger Angaben das Konstitutiosmittel finden kann:
Jähzornig,begriffstutzig, streitsüchtig fleißig aber nach Gutdünken Menschen ausnützen,oder bevorzugen,schnell beleidigt.

Dankeschön erstmal für die Mühe und Entschuldigung,sollte ich an der falschen Stelle getextet haben.

Ganz liebe Grüße

Tantesam :oops: :???:
Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
A.Einstein

pierroth
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Re: Konstitutionsmittel!

Beitragvon pierroth » 13. Mär 2009, 07:14

Hm, das ist natürlich etwas wenig. Ein guter Homöopathi wird so lange Fragen, bis er mehr hat... ;)
LG Pierroth

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Manuela
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Re: Konstitutionsmittel!

Beitragvon Manuela » 18. Mär 2009, 13:10

Hallo tantesam 1,
die Angaben sind effektiv zu wenig :D um ein genau auf den Menschen passendes Arzneimittel zu finden.

Grüßle Manuela

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Careless
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Re: Konstitutionsmittel!

Beitragvon Careless » 29. Dez 2010, 12:39

Hallo Tantesam,

grundsätzlich macht es tatsächlich keinen Sinn, aufgrund einiger Beschreibungsmerkmale ein Konstitutionsmittel zu verordnen, zumal die Beschreibung ja sehr subjektiv ist.
Dennoch sage ich dir, was mir spontan u. intiutiv zu diesen Begriffen eingefallen ist:
Staphisagria, wobei ich Staph. nicht als jdm. erlebt habe, der bewusst andere ausnutzt und dann noch Acidum Nitricum. Staph. habe ich als sehr schnell beleidigt/gekränkt erlebt u. auch als streitsüchtig/jähzornig. Und Acid. Nitric. habe ich ebenfalls als sehr streitsüchtig erlebt. Dennoch will ich ganz deutlich sagen, es kann auch ein vollkommen anderes Mittel sein! Dies ist nur eine spontane Idee von mir u. ich würde nicht empfehlen, dieses Mittel aufgrund meines Hinweises zu geben, sondern die Mittel viell. mal zu googeln od. im besten Fall einen kompetenten Homöopathen zu Rate ziehen.

Careless

Novasecond
Beiträge: 11
Registriert: 24. Mai 2011, 15:01

Re: Konstitutionsmittel!

Beitragvon Novasecond » 25. Mai 2011, 00:01

Mein Vorposter hat ja schon alles gesagt.
Zumal sich die Frage stellt, was davon ein Symptom und was davon wirklich die charakterliche Konstitution ist.

ElchFrankfurt
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Registriert: 22. Jun 2012, 13:14

Re: Konstitutionsmittel!

Beitragvon ElchFrankfurt » 22. Jun 2012, 13:30

Hallo,
ich bin neu hier und gerade erst am lesen.. und lesen... - kam eigentlich daher,weil ich momentan eine Konstitutionsbehandlung mache - bei einer Ärztin, zahlt die Kasse. Sie hat mir erst natrium muriatum verordnet, dann sulfur, dann wieder natrium muriatum. Richtig geholfen hat es nicht. D.h. mit Natr. wurde der Heuschnufpen besser aber die Haut - katastrophal (Neurodermitis) - mit Sulfur wurde die Haut besser aber der Heuschnupfen war wie neu :eek: fragte mich die Ärztin, was für mich schlimmer wäre - also sagte ich Heuschnupfen (den ich ja gerade nicht hatte) - also wieder Natrium... sie ist jetzt in Urlaub und ich kratze mich jede Nacht... Geholfen hat mir das Zeugs gar nicht mener Meinung nach - außer gegen Heuschnupfen. Haut Katastrophe, Schmerzen Katastrophe (u.a Karpaltunnel). Daher habe ich gegoogelt und gelesen und gelesen und mir Lycopodium rausgesucht - ein Männermittel und ich bin bestimmt niemand, der nach oben buckelt und nach unten tritt aber sonst fand ich es passend (ich weine nie vor anderen, hatte schnell Stirnfalten, bin ernster Mensch usw.).

Kann es sein, dass das so stimmt oder bin ich da auf dem Holzweg? Und - ich nahm erst 5 Tropfren direkt (LM-Potenz) und jetzt Tropfen ins Wasser aber ich habe die ganze Tasse mit den 3 Tropfen morgens getrunken. Fühle mich eigentlich wohler, auch die Haut wird zusehends besser. Aber ich bin unsicher, weil ich morgens so verquollen ausschaue und mir morgens schlecht ist - aber sonst scheint es mir besser zu gehen... Ich will ja wieder zu der Ärztin aber momentan ist sie halt in Urlaub... wäre toll, wenn mir jeamdne helfen könnte!!!

LG
Elke



   

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