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Hat jemand Erfahrung mit Ritalin ?

Moderator: Angelika

mabel
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Hat jemand Erfahrung mit Ritalin ?

Beitragvon mabel » 5. Mär 2004, 08:23

Hallo, mein 10 jähriger Sohn :cool: "leidet" an Hochbegabung verbunden mit ADS, das wurde jetzt in Untersuchungen bestätigt. Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser Kombination?
Eine Behandlung in irgendeiner Form ist wirklich dringend notwendig. Gegen Medikamente in Form von Ritalin oder ähnlichem hatte ich mich am Anfang strikt gesperrt, aber mittlerweile komme ich wirklich ins Wanken und denke daran es wenigstens auszuprobieren.
Wisst Ihr von einer Behandlungsmöglichkeit mit Coffein, ich habe davon mal gehört aber nichts genaues darüber gefunden. Es soll sozusagen homöoppathisch wirken, der Zappligkeit und Unkonzentriertheit entgegenwirken.
Von Kaffee wird meinem Junior übel, aber Cola schon zum Frühstück ... Was mir da noch einfällt, wäre Guarana, aber ob man das einem Kind geben kann? :eek:
Vielen Dank für einen Rat sagt Mabel


SeeBär
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Ritalin

Beitragvon SeeBär » 5. Mär 2004, 11:21

Moin Moin,
ja...ein hochbegabtes Kind zu haben ist nicht einfach...dem Fordern und Durst nach Allem nachzukommen und dabei als Eltern noch die Kraft behalten ruuhig zu bleiben...schwer...ich weiß, da wir selbst einen hochbegabten Sohn haben, bei dem dann noch eine musikalische Hochbegabung als Besonderheit hervortrat...auch er ist 10 Jahre alt, und schon seit der ersten Grundschulklasse wissen wir, was das manchmal bedeutet und an schwierigen Situationen mit sich bringt.
Aber ich sperre mich gegen die zeitgenössische schulmedizinische Diagnose ADS, da sich die Schulmedizin mal wieder ein Syndrom gebastelt hat, um einer Sache entgegenzuwirken, mit der sie nicht umgehen kann oder will.
Hyperaktivität - betrachte die als Spiegel unserer Zeit.
Betrachten wir die Kinder mit diesen " Symptomen " doch lieber im Sinne von Anne Tappe als " Indigo - Kinder ", Indigo deshalb, da dies die Farbe in der Aura selbiger Kinder ist.
Die Ursachen für Hyperaktivität, ADS, sind nicht geklärt . Aber klar ist, das Anwendung von Ritalin keine positiven Langzeitwirkungen einstellt.
Ritalin ist ein stimulierend wirkendes Psychopharmakon, welches als gehirnfunktionsausgleichendes Medikament gegeben wird...innerhalb von 8 Jahren ist in Deutschland der Ritalin Verbrauch um mehr als das zwanzig fache gestiegen..Spiegel unserer Zeit und Spiegel der Medizin.Als Ursachen für ADS vermuetet mensch:
- zu häufige Sonographien in der Schwangerschaft
- wehenhemmende und wehenfördernde Mittel
- zu viele Impfungen
- falsche Ernährung
- zu viele und zu häufige Antibiotika Gaben
- falsche Erwartungshaltung der Eletern gegenüber dem Kind
- ungelöste seelische Konflikte in der Familie
- Elektrosmog
- Schwermetalle und Lösemittel Intox
- Nichtbeachten der Weiblichkeit als Stärke

Alternative und Ganzheitlich orientierete Behandlungen:
- Elektrosmog, Wasseradern und Amalgambelastung abklären
- Zimmer des Kindes mit dem Kind nach FengShui Kriterien einrichten
- passendes homöopathisches Arzneimittel / Konstitutions-Mittel bzw. passende Bachblüte herausfinden.
Wenn Du dem Kind mehr Ruhe geben willst hat sich die Basismischung der Bachblüten Holly, Impatiens und CherryPlum sehr gut bewährt.
Bei Wutanfällen oder wenn das Kind Gegenstände leicht fallen lässt oder umwirft Agaricus muscarius D 12. Bei motorischer Unruhe das Schüssler Salz Calcium Phosphoricum D6
Bei Null-Bock Stimmung / Haltung Psy-stabil spag. von Pekana.
Zur Stärkung der Nervenkraft z.B. NEU-regen-spag. von Pekana.

- Ernährungs -und Farbberatung ist wichtig
- Spieltherapie bzw. Ergotherapie mit einem Therapeuten der möglichst auch NLP ( Neurolingusitisches Programmieren ) beherrscht.
- Aus-Zeiten regeln und dabei z.B. mit autogenem Training oder Traumreisen MIT dem Kind halten.
- klare Regeln und Rituale im Alltag erreichen

ADS ist keine Willenschwäche, kein Zeichen für Defizite in Intelligenz oder geistiger Stärke...diese Kinder sind etwas Besonderes und diese kinder müssen mit unserer, erwachsenen Hilfe lernen, daß sie etwas besonderes sind und nicht ganz der Norm entsprechen.

Diese Kinder fordern uns letztendlich herraus, mit neuer Klarheit, mehr Krativität, Liebe und Struktur das eigene Leben zu führen und vorzuleben.

Ein interessantes Projekt hierzu gibt es in der Schweiz. Auf Schloss Glarisegg haben Eltern und Kinder ( Familien ) eine neue Lebensgemeinschaft mit Indigo.Kindern gegründet. Sie leben, Lernen und Arbeiten gemeinsam, inzwischen sogar mit eigener Schule.
Auf meiner Webseite kannst Du den Link von Schloss Glarisegg finden.


ADS
A= Aufmerksamkeit der Eltern sollte das
D= Defizit nicht losgelöst von der Genialität des Kindes sehen um die
S= Störung konstruktiv beheben zu können
( Beate Loos-Kirchmann )

Einen lieben Gruß von der eisigkalten Nordseeküste
SeeBär

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tigerin
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Erfahrungen Ritalin

Beitragvon tigerin » 5. Mär 2004, 11:57

Hallo mabel, :wink:

ich kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen. ADHS gehört zu den, von Pharmafirmen "erfundenen", Krankheiten. (Dazu gehört auch Osteoporose z.B.). Die Ärzte sind schnell dabei, Ritalin zu verordnen, und wollen von Nebenwirkungen, Abhängigkeit oder Spätschäden nichts wissen.

Es gibt ein Buch:
"Es geht auch ohne Ritalin"
von Judyth Reichenberg-Ullmann u. Robert Ullmann
Michaelis Verlag.

Darin werden reichhaltige homöopathische Alternativen angeboten und beschrieben. Warst du schon mal bei einem Homöopathen? Es ist zwar mit Ausgaben verbunden, ich finde aber, dass die Investition sich auf jeden Fall rentiert.

Bei überaktiven Kindern ist eine Familienaufstellung auch äußerst erfolgreich. (Habe ich selbst erlebt und könnte man nicht glauben, wenn es einem erzählt wird.) Dahinter stecken oft tote Kinder, die vergessen wurden, oder auch andere Gründe, die mit dem Thema "Tod" zu tun haben. Hört sich grauslig an, ist aber nicht so schlimm, wie vermutet. :roll: Im Gegenteil.

Lg tigerin

rocky

Beitragvon rocky » 5. Mär 2004, 14:19

hallo mabel :wink:

ich kann dir nur eine ärztin empfehlen,sie war vor kurzem bei jürgen fliege in der talkshow,sie hat auch über ads gesprochen vielleicht magst du sie ja mal anrufen und info holen.sie hat ihre praxis in der nähe von frankfurt.
http://www.drpetrabracht.de

liebe grüsse rocky :)

Suza
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Beitragvon Suza » 6. Mär 2004, 02:16

Hallo Ihr Lieben,

wie kann ADS oder ADHS eine Erfindung der modernen Medizin sein? Kennt Ihr nicht die Geschichten von Hans-Guck-in-die-Luft und vom Zappelphilipp?
Diese " kleine neurologische Schwäche" ist vererbbar! Natürlich ist es heutzutage für Kinder enorm schwierig, sich mit einer zunehmenden Reizüberflutung auseinanderzusetzen. Teilweise schaffen sich die Kinder dann ihre reizarme Umgebung und schalten in gewissen Situationen einfach ab oder das Gehirn verlangt ständig neuen "input"
und die Kinder kommen einfach nicht zur Ruhe.

Cola, Redbull etc. die ebenso wie Ritalin "normalerweise" als Aufputschmittel fungieren können, bewirken in solchen Fällen tatsächlich das Gegenteil. Die Kinder kommen zur Ruhe...bleibt die Frage nach dem Gewöhnungseffekt und der Suchtgefahr!!!

Liebe Mabel, wie auch immer Ihr Euch bei der Behandlung entscheidet, ich wünsche Euch alles Gute :wink:
...und immer schön tief durchatmen ;)

Suza

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Angel95
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Erfahrungen mit Ritalin

Beitragvon Angel95 » 6. Mär 2004, 16:50

Hallo,
ob es die *Krankheit* ADS gibt, oder nicht, die Eltern und Kinder leiden; und das ganz massiv! Ich habe ein völlig *normales* Kind und selbst das fordert mich so, dass ich ab und zu fertig bin.
Das größte Problem unserer Zeit ist, dass alle in irgendeine Schublade passen müssen, in ein Schema gezwängt werden...
Menschen die da irgendwie rausfallen, sind *krank* und müssen normaliesiert werden. :x
Leider ist es auch kaum möglich, z.B. mit den Symtomen von ADS ein normales Leben zu führen, sprich ein Angepasstes, arme Welt in der wir leben....
Ritalin ist meiner Meinung nach nur kurzfristig angezeigt, wenn unbedingt Ruhe in die Familiensituation gebracht werden muss, damit sich die Situation wieder entspannen kann, für alle! ABER niemals als Dauerlösung, denn Ritalin steht im Verdacht, zu verdummen und was für ein Verschwendung von Denkern, die wir doch alle so sehr brauchen!

Also das mal als meine persönlichen Gedanken zu dem Thema (stehe selber im *Verdacht* ADS (Träumervariante) zu haben, ist mir aber egal :eek: ).
Die Ausführungen von Seebär sind übrigends toll und enthalten tolle Therapiemöglichkeiten, jenseits von Ritalin, super!
LG
Angelika
Man lebt nicht lange genug, um aus seinen Fehlern zu lernen.
La Bruyére


SeeBär
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Ritalin

Beitragvon SeeBär » 6. Mär 2004, 20:36

Moin Ihr Lieben...Namaste`...
Ich denke, wir sollten keinesfalls Cola ( Coffein haltige Limonade, welche beim Verzehr von ca. 5 Litern innerhalb 2 Stunden zu Rauschererscheinungen führt ...) RedBull ( Stärker Coffein - und Taurin haltige Limonade mit entsprechend stärker aufpuschendem Charakter ) und Ritalin ( Methylphenhydat mit der Nebenwirkung von eventuellem Hirngefäßverschluss, einem Narkoleptikum!!, welches zu einer " erwünschten " Reaktionsverlangsamung " führt ) in einen Topf werfen....dass zu Deinem Beitrag liebe Suza....
Natürlich sind auch mir Synomyme wie " Zappelphilipp Syndrom " oder "Hans Guck in die Luft " bekannt...nicht nur aus dem Struwelpeter...sondern in den 90er Jahren wurde in populär-pädagogischer Literatur ( Rogge, Auerbach usw. ) das ADS / ADHS Syndrom gleich elterntauglich verarbeitet.
" Hans Guck in die Luft "...das Sinnbild des Träumers...( früher wurden Denker und Dichter daraus...) passt eben nicht in unsere Zeit...und was nicht passt wird passend gemacht...
Ich bin in den 60 er Jahren groß geworden...wir haben als Kinder an der Aue Suppe aus Gras und Regenwürmern gekocht..und wir sind entgegen jeder Meinung nicht verreckt - und die Würmer lebten auch nicht in uns weiter !! - wir haben uns Schießgewehre aus Ästen, Flitzebogen & Pfeile aus Weiden gebastelt und wir sind nicht zu Killermaschinen geworden...
wir haben uns Rennwagen aus Seifenkisten gebaut.und erst nach diversen Platzwunden und Schürfen und verlorenen Zähnen haben wir gemerkt, dass die Bremse fehlt...wir sind aus dem Haus und musstenm nach Hause wenn die Straßenbeleuchtung anging-und niemand wusste wo wir waren... wir haben Mistbock gebaut und mussten feststellen, dasss unsere Eltern auch noch der gleichen Meinung waren wie die Polizei...wir haben Bandenkrieg geführt und uns verprügelt - und sind nicht zu Schlägertypen verkommen, ....
und das alles OHNE Handy, ohne GameBoy, ohne Fernsehgerät im Kinderzimmer, ohne PC und Chatrooms, ohne SMS....
puha...wie habe ich das bloß überlebt...

Frage ich heute im Kindergarten danach, woher die Milch kommt, bekomme ich zur Antwort : von Aldi- ---Spiegelbild der Zeit ??

Ich denke, mensch muss solche Syndrome mehr aus ganzheitlicher Perspektive betrachten, sich tief damit und mit sich selbst auseinandersetzen, um zu erkennen was passiert:

Die Kinder der heutigen Zeit verlieren sich mehr und mehr in Reizüberflutung, in Hinterfragung nach dem Sinn der eigenen Entwicklung und in Perspektivlosígkeit...und dann so ein Syndrom...bah...
was nicht passt wird passend gemacht....

Und Dir liebe Mabel...denke daran, das auch Dein Indigo Kind letztendlich eine Zukunft braucht. Gestalte diese Zukunft MIT Deinem Sohn, versuche andere Wege zu gehen aber halte Dein Kind dabei an der Hand...
Es geht wirklich ohne Ritalin...ich habe 10 Jahre für diese Erkenntnis gebraucht - und habe mich für meinen Sohn verändert...positiv...

Einen lieben Gruß von der Küste
SeeBär
:wink:

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Shari
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RE: Erfahrungen mit Ritalin

Beitragvon Shari » 7. Mär 2004, 11:09

hallo ihr lieben.....
ich denke man sollte grad bei ads, mit oder ohne h sehr vorsichtig sein mit strikten meinungen wie für oder gegen ritalin. ich bin sicher nicht für ritalin, nicht dass das hier falsch verstanden wird....ich weiss sehr genau bescheid über nebenwirkungen, spätfolgen etc. trotzdem bin ich der meinung das man bei dieser krankheit, behinderung, entwicklungsstörung, körperlichen behinderung oder wo man ads nicht noch überall reinstecken kann, situativ gucken sollte. das ritalin keine dauerlösung sein kann unterstütze ich voll und ganz. trotzdem sollte man nicht strikt dagegen sein. ich kenne ein ads-h kind, das mir schon natürlich unabsichtlich die nerven geraubt hat ;) , fragt man dieses kind, warum musst du diese tabletten nehmen, antwortet es darauf, weil ich dann nicht mehr so zappelig bin und ich kann dann viiiel besser mit meinen freunden spielen. es ist sicher wirklich lobenswert, wenn die familie hinter dem kind steht, auch ohne ritalin, aber denkt an die zum teil schon sehr eingefahrenen erzieher und lehrer....denkt an die "buhmann"rolle, die gerade solche kinder sehr schnell einnehmen müssen. auch unter den kindern! "der bescheuerte blödmann hat mir wieder mein gebautes schrott gemacht!" natürlich gibt es eltern die ihrem kind ritalin geben um es schlicht und ergreifend ruhig zu stellen, das kann natürlich nicht sein.....viele viele unterstützende massnahmen, angefangen natürlich bei der bedingungslosen liebe, die jedes kind erfahren sollte....aufgehört bei evtl. ergotherapie, reittherapie, psychomotorik und was man da nicht noch alles machen kann....
naja lange rede kurzer sinn.....*grins* situativ und familiär schauen....bevor man sich für oder gegen ausspricht......

liebe grüsse, shari :)
Wenn das Leben Dir eine Zitrone gibt, dann mach Limonade draus!

mabel
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RE: Erfahrungen mit Ritalin

Beitragvon mabel » 8. Mär 2004, 13:22

Hallo an Euch alle, erst mal muss ich wirklich danken für die vielen konstruktiven und wohlgemeinten Ratschläge. Ich habe ein klein wenig befürchtet, gleich "gesteinigt" zu werden, wenn ich auch nur mit dem Gedanken spiele :???: , meinem Kind Ritalin zu geben.
Es sind wirklich sehr viele, auch erfolgversprechende Tipps von euch gekommen.
Unser Sohn :cool: (hat noch drei Geschwister) ist wirklich ein ganz besonderes Kind. Aber neben seinen genialen Gedanken, seinem Sprachwitz und seiner aufgeschlossenen Art ist er oft unerträglich in seiner Verbohrtheit, Pedanterie und Unbeherrschtheit und Uneinsichtigkeit in viele Regeln. Und auch in der Schule tut er sich hart, da er oft unterfordert ist, ihn das dauernde Wiederholen anödet, und er diesen ständigen ununterdrückbaren Bewegungsdrang hat.
Im Gespräch mit einer Psychologin gab er letzthin richtige "Bilderbuchantworten" auf die Frage nach seinen Lieblingsbeschäftigungen: Klettern, Lesen, draußen sein, Lego-Spielen, Pfeil- und Bogen selber aus Holz schnitzen.., erst auf genaueres Nachfragen fiel ihm ein, dass er ja auch noch ab und zu Computer spielt und fernsehschaut.
Sag mal, Seebär, ist das wirklich dein Ernst, diese Sache mit den Indigo-Kindern?
Also meine Kinder behaupten ja manchmal, ICH wäre ein Alien :o , vor allem seit Sie meine"Kosmische Bedienungsanleitung zur planetaren Evolution – Vereinfachte Notausgabe Erde"(Zweitausendeins – war das jetzt unzulässige Werbung?) im Bücherregal fanden.
Aber war das nicht diese Geschichte mit den ADHS-Kindern, die außerirdische DNS in sich haben und uns in ein neues (besseres) Zeitalter führen sollen? Vielleicht weiß ich zu wenig über die Indigo-Sache, oder bin nicht ganz richtig informiert, aber das, in Verbindung mit dieser strikten Abneigung gegen Ritalin erinnert doch sehr stark an diese Sekte Sc..., die trotz allem immer noch als Kirche gilt.
Bei aller Aufgeschlossenheit, aber das ist fast genau der Plot einer Folge dieser amerikanischen Science-Fiction-Serie "Outer-Limits", die vor einigen Jahren in der Glotze lief, ich erinnere mich daran so gut, weil ich die Idee schon ziemlich faszinierend fand.
Nichts für ungut, aber deine anderen Gedanken und Hinweise sind prima!
Nochmals danke und liebe Grüße an alle von der Mabel

SeeBär
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Registriert: 27. Jan 2002, 01:00

Hallo, Moin Mabel-

Beitragvon SeeBär » 8. Mär 2004, 17:42

Moin Mabel...
ja, Indigo-Kinder, dass ist mein ernst, hat aber nichts mit Kirche,Sekten,Scientology oder ähnlichem zu tun...

Die Psychologin und Kinderpsychologin Nancy Anne Tappe, stellte fest, dass all die Kinder welche unter dem einen oder anderem Syndrom ( ADD das Attention Deficit Disorder, ADS Aufmerksamkeits Defizitz Syndrom, ADHD Attention Deficit Hyperactive Disorder = ADHS, HKS Hyperkinetisches Syndrom ) etwas besonderes miteinander haben:
in ihrer Aura dominiert die Farbe Indigo-Blau.
Sie stellte fest, dass alle Kinder hochbegabt, kreativ, phantasievoll, offen für neue Eindrücke und bereit neue Wege zu gehen sind.
Sie teilte die Kinder zudem in 4 Typen ein:
1) Der humanistische Typ: außerordentlich gesellig und hyperaktiv, ausgeprägte Meinung und körperlich eher ungeschickt: verkörpern Ärzte,Anwälte und Geschäftsleute von morgen.
2) Der ideenorientierte Typ: Aufmerksamkeit ist auf Ideen ausgerichtet, oft sportlich, will den gegengeschlechtlichen Elternteil kontrollieren, verkörpert die Designer, Architekten und Piloten von morgen.
3) Der künstlerische Typ: eher kleinwüchsig, kreativ, kann bereits im Alter von 4 - 10 Jahren bis zu 15 verschiedene Künste ergreifen, befasst sich 5 Minuten mit einer Sache intensiv und legt sie dann wieder hin. Verkörpert die Lehrer(innen) und Künstler( innen ) von morgen.
4) Der interdimensionale Typ: lässt sich schon im Alter von 2-3 Jahren kaum noch was sagen, kontert mit " Das weiß ich doch ", "Ich kann das allein " oder "Lass mich ". Er kann ein Grobianb sein, weil er sich schwer eingliedern lässt. Verkörpert diejenigen, die neue Philosophien oder Religion auf die Welt bringen.

Nochmal zum Ritalin, einem - das muss ich nochmal betonen - Psychopharmakon mit hohem Abghängigkeitspotential.
Noradrenalinhaltige Nervenbahnen durchziehen im Hirnstamm alle wichtigen Hirngebiete und kontrollieren mit vielen Verzweigungen das Denken, das Fühlen, das Wollen und die Muskelspannung.
Ritalin erhöht den Noradrenalingehalt in den Hirnsynapsen und steigert dadurch Wachheit, Aufmerksamkeit und Ausdauer.
Bei dieser Therapie werden jedoch die Rezeptoren desensibilisiert, die Dosierungen müssen gerade bei der langfristigen Kinder-und Jugendtherapie gesteigert werden, es entsteht ein hohes Abhängigkeitspotential. Nach dem Absetzen von Ritalin werden Entzugssymptome ausgelöst.
Nebenwirkungen sind zudem Wachstumsstörungen, Kopfschmerzen, Appetit - und Schlaflosigkeit, Übereregbarkeit bis hin zu Wahnvorstellungen. Ausrastende Kinder, oftmals in den Medien dargestellt,
vielfach unter Ritalintherapie!!


Alles in allem: unsere Indigo-Kinder sind hoch intelligent, haben zahlreiche Fähigkeiten und Interessen, sie sind stark und energiegeladen, sie wissen was sie wollen und was sie brauchen. Sie sind eine Herausforderung für alle traditionell ausgerichteten Eltern, Erzieher und Lehrer. Aus Frustration und Verzweiflung der Erwachsenen folgt dann der Griff zu Medikamenten / Psychopharmaka, die diese Kinder lenkbar machen!

Diese Kinder sind die Zukunft ! Wir haben kein Recht sie mit Medikamenten so hilflos zu beeinflussen. WIR müssen lernen, sie auf gesunde Art und Weise groß zu ziehen.

Liebe Grüße von der Küste, vom Vater eines Indigo-Kindes...
SeeBär

rocky

RE: Erfahrungen mit Ritalin

Beitragvon rocky » 8. Mär 2004, 18:22

hallo @ all

der seebär hat das sehr schön geschrieben,doch viele wollen das nicht sehen,ich habe selbst in der verwandschaft ein "INDIGO KIND"aber leider möchten das die eltern überhaupt nicht war haben.
und zwar es ist der 2.sohn von 3 söhnen.extrem auffällig,aber die eltern machen das ganz toll :achtung: das kind mit ads wird im sommer 6 wochen in kur geschickt,und mit den anderen 2 fahren die eltern 3 wochen badurlaub machen nach spanien. :-?
:achtung: das beste ist aber,habe ich heute erst erfahren der junge soll ab sommer in eine andere schule wechseln und zwar,in die psychiatrie in der es eine schule für kinder gibt.
nebenbei erwähnt bekommt er immer bomben (STARKE TABLETTEN)wie der junge es sagt die geben ihm seine eltern damit er erträglich wäre.

hilfe möchte sie nicht darüber reden wollen sie auch nicht.
ist schon echt schade,denn abschieben ist woll die einfachste lösung :sad:

liebe grüsse rocky

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Scapulla
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Beitragvon Scapulla » 8. Mär 2004, 19:08

Hallo tigerin´,

darf ich fragen woher du die Erkenntnis hast, das Krankheiten wie Osteoporose Erfindungen sind??
Meinst du das es diese Erkrankung nicht gibt? Oder wie muß ich das nun verstehen?

Gruß Scapulla

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tigerin
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Beitragvon tigerin » 9. Mär 2004, 16:06

Hallo Scapulla,

die Krankheiten gibt es wirklich, ohne Frage. Allerdings werden sie von der pharmazeutischen Industrie hochgespielt, damit sie ihre teuren Medikamente verkaufen. Von Pharmafirmen werden Ärzte zu Seminaren eingeladen und über die aktuellen Entwicklung der Krankheiten unterrichtet. Das geschicht aus Sicht der Pharmaindustrie. Und an den Spätfolgen der Medi´s verdient sie dann auch wieder.

Jörg Blech geht in seinem Buch "Die Krankheitserfinder" darauf ein. :wink:

Lg tigerin

hoik
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Erfahrungen mit Ritalin

Beitragvon hoik » 15. Mär 2004, 21:00

Hallo mabel,
ich habe einige Erfahrung mit der Anwendung von Ritalin bei Kindern.
Erstens habe ich auch einen Sohn, bei dem das Medikament seit Jahren in Zusammenarbeit von Kinderärztin, Psychotherapeut und uns als Eltern und noch ganz vielen anderen Beteiligten (Lehrer, Erzieher im KiGa, früher Ergotherapie......nicht zuletzt Freunden). zum Einsatz kommt.

Da ich sehr offen mit der ganzen Sache umgehe, außerdem noch auf dem Jugendamt arbeite und sehr viel mit den dortigen Sozialarbeitern und Heimerziehern zu tun haben, kenne ich viele Leute die ganz falsch mit Ritalin umgehen und vor allem die Eltern vorverurteilen, sobald die nur an Ritalin denken. "Oh machen die es sich aber leicht".

Aber es ist ganz anders. Klar, nur Ritalin ist wie ein Ruhigstellen des Kindes und das kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein.
Das Ziel von Ritalin ist (meine Meinung) : dem Kind soll die Möglichkeit geschaffen werden, sich so verhalten zu können wie es das möchte, und ihm die Möglichkeit geben, das erreichen zu können was es will UND mit Hilfestellung auch könnte. Ritalin ist ein Hilfsmittel für das Kind und vor allem im Interesse des Kindes !!!

Nicht jedes ADHS-Kind braucht für seine Entwicklung Ritalin !!!
(Ich habe 2 Söhne, die ADHS haben, aber nur einer davon braucht und nutzt Ritalin.)
Ohne dieses Medikament wären alle Therapien und Bemühungen um unser Kind erfolglos verlaufen. (Wir hatten es ja schließlich zuerst ohne probiert. )

Wichtig ist, dass man dahinter steht, wenn man sich zur Ritalin-Gabe entschlossen hat! Die Dosierung muss bei jedem einzelnen Kind sehr sehr speziell mit sehr viel Beobachtung und Rücksprachen mit anderen Personen - man ist ja schließlich nicht immer mit dem Kind zusammen- erfolgen und langsam angepasst werden.
Und bitte nicht erschrecken, falls die Dosis über das Normale hinausgehen sollte - aber was bitte ist denn NORMAL ??? Mein Kind ist speziell und seine Bedürfnisse auch !
Oh jeh ich glaube ich könnte ein Buch über meine Meinung und Erfahrungen schreiben, im Moment bräuchte ich nicht mehr aufzuhören....

Noch ein Tip : Cordula Neuhaus (Autorin und Kinderpsycho....) hat mehrere Bücher rausgebracht und ist wirklich sehr zu empfehlen.
Frau Neuhaus lebt in der Nähe von Tübingen und hat sogar eine sog. "Schule" (für die ADHS-Kinder, die aus der Regelschule hinauskatapultiert wurden).
Außerdem gibt es den Bundesverband Aufmerksamkeitsstörung/Hyperaktivität e.V. mit Sitz in 91291 Forchheim
Internetseite unter bv-ah.de(vorher natürlich die 3w´s).... dort gibt es auch viel Interessantes.

Zu guter letzt : mein Sohn (jetzt 12 1/2 Jahre alt) nimmt seit 6 Jahren Ritalin und wir sind ALLE(s.o.) davon überzeugt, dass es für DIESES Kind der Richtige Weg war und vorerst auch noch sein muss.

Gerne gebe ich mehr Auskunft auf Nachfrage.
Ich hoffe, ich konnte eine Hilfe sein. :wink:

Monika D.
Beiträge: 5
Registriert: 15. Mär 2004, 07:56

Beitragvon Monika D. » 15. Mär 2004, 21:15

Hallo Mabel,

Ich hatte vor 4 Jahren das selbe Problem mit meinem Sohn. Nach langem Ringenmit mir selbst und vielen alternativen Heilmethoden habe ich ihm schließlich doch Medikinet (anderer Hersteller - gleiche Wirkung) gegeben. Das es richtig war zeigte mir mein Sohn mit den Worten: Endlich bin ich so wie alle anderen Kindern!

Alles Gute für Euch
Monika



   

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