Zum Inhalt

Goldrute

Hier können Sie ihre Tee Rezepte (zum Trinken!) veröffentlichen

Moderator: Angelika

Sporler
Beiträge: 145
Registriert: 8. Jun 2004, 18:36

Goldrute

Beitragvon Sporler » 19. Nov 2005, 10:43

Hallo,

ich habe mal ne frage in Bezug auf Goldrutentee. Kann wenn man jeden Tag 500-750ml Goldrutentee trinkt ich mische den meist mit Vollmers Grüner Hafertee es zu einseitigen Nierendruck kommen. Ist so eine Art druck der Morgens nicht da ist Mittags anfängt und Abends wenn man im Bett liegt schmerzartig wird.

Mein Arzt schibt das auf den Goldrutentee und will keinen Blutuntersuchungen veranllasen. Die Sono war unaufällig der Urintest bei Ihm in der Praxis ergab nichts auffälliges.

Danke schonmal


Benutzeravatar
Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitragvon Rosenfee » 19. Nov 2005, 12:07

Hallo Sporler:

Die Trinkmenge in Liter ist wenig aussagekräftig, denn sie gibt zunächst keinen Hinweis auf die Konzentration des Tees - interessanter ist die Menge der eingesetzten Droge: Die Goldrute (Solidago vigaurea) ist als Teeanwendung für sich normalerweise sehr gut verträglich. Die empfohlene Tageshöchstdosis beim Trinken von Goldrutentee beträgt in etwa je nach Person 6-10 g Teedroge (1-2 Teel. entsprechen dabei ca. 3-5 g Teedroge) - musste jetzt mal umrechnen wieviel Teedroge Du für deinen Tee einsetzt. Bei Einer Solidago-Kur ist immer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr im Laufe des Tages zu achten (mindestens 2 Liter).

Für Goldrutenteeanwendungen gibt es auch Kontraindikationen, z.B. bei Ödemen in Folge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit. Bei chronischen Nierenerkrankungen darf eine Anwendung nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Ich persönlich würde nach meinem Empfinden Solidago nicht mit Vollmers Grünem Hafertee mischen wollen ;). Wenn Du´s denn unbedingt willst - ist auf alle Fälle die Dosierung von Solidago, die ich oben beschrieben habe zu reduzieren, da ja weitere durchspülende Teedrogen (Brennessel..) in Deiner Rezeptur enthalten sind und zu berücksichtigen sind.

Hast Du denn Deinem Körper schon einmal einen paar Tage Pause von dieser Teekur gegönnt? Dann kannst Du doch sehr schnell erkennen, ob ein Zusammenhang besteht ;) .

:wink: LG Fee

Sporler
Beiträge: 145
Registriert: 8. Jun 2004, 18:36

Beitragvon Sporler » 19. Nov 2005, 13:53

Ja ich habe seit 3 Tagen keinen Goldruten Tee mehr getrunken. Und seit einem Tag keinen Vollmers Grüner Hafertee. Die Nierenbeschwerden waren trotzdem da. Warum auch immer.

Ich habe immer einen Esslöffel Vollmers und einen Esslöffel Goldruten Tee für 1Liter Wasser genommen.

Warum würdest du beide Tees nicht mischen? Gibt es Kontraindikationen?

Danke

Benutzeravatar
Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitragvon Rosenfee » 19. Nov 2005, 14:21

Hi Sporler,

rein intuitiv :D :D :D - naturwissenschaftlich kann ich Dir keine Erklärung anbieten :D

:wink: LG Fee

Sporler
Beiträge: 145
Registriert: 8. Jun 2004, 18:36

Beitragvon Sporler » 20. Nov 2005, 12:29

achso dankeschön. Ist die Menge an Goldrutentee vielleicht schuld an den Beschwerden oder eher nicht?

Benutzeravatar
Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitragvon Rosenfee » 20. Nov 2005, 12:56

Bei einem Essl. Goldrutentee tgl. auf 1 l Wasser sehe ich für eine Erwachsenen keine Probleme (zumindest sind mir in dieser Dosierung keine Nebenwirkungen bekannt), sofern keine obengennnten Kontraindikationen bei Dir bestehen.

Wenn Deine Beschwerden trotz absetzen des Tees weiter bestehen, würde ich sicherheitshalber zusätzlich eine erneute therapeutische Abklärung der Nieren in Erwägung ziehen, bevor Du mit Deiner Kur fortfährst.

:wink: LG Rosenfee


annefrohlich
Beiträge: 1
Registriert: 15. Feb 2010, 19:46

Re: Goldrute

Beitragvon annefrohlich » 15. Feb 2010, 20:04

hallo! ich hab auch mal eine frage zum goldrutentee. ich bin medizinstudentin und habe gerade praktikum in einer allgemeinarztpraxis. heute kam eine patientin in die praxis, die ende 70 und hatte synkopen immer um die mittagszeit. sie hat jeden tag goldrutentee konsumiert und erst als sie diesen absetzte, hatte sie keine keine ohnmachtsanfälle mehr.
die kardiologische und der allgemeine check-up mit blutbild hat nichts pathologisches ergeben. die neurologische untersuchung steht noch aus. die pat. und ihre töchter schieben es jetzt auf den tee, was sich die ärztin und ich mir nicht wirklich erklären kann.

haben sie vielleicht eine erklärung oder gibt es solche nebenwirkungen?

mfg

annefrohlich

Azrael
Beiträge: 186
Registriert: 16. Mai 2009, 11:35

Re: Goldrute

Beitragvon Azrael » 15. Feb 2010, 21:16

Mit was wurde die Patientin denn Behandelt.

manche Inhaltsstoffe von Heilpflanzen wirken ja auf den Enzymhaushalt des Körpers und die angeschalteten Systeme (P-Glykoprotein undso)
----
Eine Retardierung eines Medikamentes (das meiste wird ja frühmorgens eingenommen) würde da Sinn machen
auch eine Allergie gegen einen Bestandteil des Ätherischen Öles könnte hier mit reinspielen

mfg Azrael


p.s. ich glaube deine Frage wäre in einem Schulmedizinbasiertem Forum fast besser aufgenommen und verarbeitet als hier...

Benutzeravatar
Angelika
Beiträge: 5457
Registriert: 3. Mai 2001, 02:00

Re: Goldrute

Beitragvon Angelika » 21. Sep 2017, 20:54

Die Goldrute wird auch Gold- und Edelwundkraut genannt.

Goldrutenkraut wird auch zur Behandlung von Wunden und Mundentzündungen verwendet, daher auch die Namen Gold- und Edelwundkraut.

Für Harnwegsinfekten ein bis zwei gestrichene Teelöffel mit einem Viertelliter kaltem Wasser ansetzen, aufkochen, kurz ziehen lassen.
Dreimal täglich eine Tasse trinken.

Für Behandlung von Wunden und Mundentzündungen den Tee 1 : 1 mit Wasser verdünnen.


mfg
Angelika



   

Zurück zu „Tee“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Yahoo [Bot] und 1 Gast