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Chili

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Kräuterfee
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Chili

Beitragvon Kräuterfee » 13. Jan 2003, 13:09

Chili gegen Muskelkater

Aus 3 Eßl Stärkemehl, einer frischgeriebenen Kartoffel, ein wenig Wasser und 2 TL Chilipulver eine Paste rühren. Diese auf die schmerzenden Stellen auftragen.
Das Chilipulver bewirkt eine verstärkte Durchblutung des Gewebes. Es kommt zu einem Wärmeeffekt, der den Schmerz des Muskelkaters mildert. Die Kartoffel dagegen wirkt oberflächlich gegen diese Wärmeentwicklung. Daher kann man die Paste bis zu 15 min auf der Haut belassen. Anschließend die Paste mit viel lauwarmem Wasser abspülen.

Quelle: Praxis täglich vom 12.11.2002
MfG
Kräuterfee


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Angelika
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Re: Chili

Beitragvon Angelika » 22. Jan 2015, 18:24

Chili-Tinktur

Eine Chili-Tinktur kann man gut selber machen, das Capsaicin löst sich besonders gut in Alkohol.
Ein paar Chilifrüchte kleinschneiden in ein Schraubdeckel-Glas geben und mit Doppelkorn übergießen, bis die Chilis komplett bedeckt sind. Im verschlossenen Glas an einem warmen Ort vier Wochen lang ziehen lassen. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.
Wegen der intensiven Schärfe sollte man so eine Tinktur aber nur verdünnt und nur mit wenigen Tropfen Chilli-Tinktur innerlich anwenden.
Man beginnt mit 1 Tropfen Chili- Tinktur, auf einen Teelöffel Tee, drei bis fünfmal täglich.
Danach die Dosierung auf 5 bis 10 Tropfen steigern, bis es scharf genug ist.


mfg
Angelika

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Krâja
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Re: Chili

Beitragvon Krâja » 23. Jan 2015, 21:31

Mit Chili hab ich ja im vergangenen Sommer Erfahrungen in der äußerlichen Anwendung gesammelt, also zitiere ich mich hier selbst von anderer Stelle am Forum. Ich bin von der Chili Methode inzwischen wieder abgekommen und verwende Eigenurin, der zwar keinen Wärmeeffekt auslöst, aber genauso gut und genauso lang anhaltend wirkt, siehe Rücken-, Gelenk-, Muskelschmerzen? Eigenurin...

Krâja hat geschrieben:Pflanzliches Schmerzmittel gesucht:

Wenn die Ursache des Schmerzes bekannt und bereits festgestellt worden ist und sich in Gelenkschmerzen, Hexenschuss, Ischias, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nackenschmerzen, Rheuma, Rückenschmerzen, Verspannungen, Zerrungen äußert, kann man an die innerliche und äußerliche Anwendung von Chili denken.

Innerlich eingenommen ist Chili nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern verfügt auch über heilende Wirkung. Er wirkt anregend, antibakteriell, betäubend, durchblutungsfördernd, schweisstreibend, bei Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenschwäche, Hämorrhoiden, Reuma und ist Kreislauf anregend.

Äußerlich aufgetragen bewirkt er eine Hautreizung. Sie kann von einer wohligen Wärme auf der betroffenen Hautpartie bis hin zu einem starken Brennen reichen. Chili wirkt durchblutungsfördernd, krampflösend, betäubend und kann dafür sorgen, dass Schmerzen durch Verspannungen, Knoten in der Muskulatur, sowie oben genannte Schmerzen nachlassen bzw. aufhören.

Wenn die Diagnose also auf beispielsweise Ischias oder Hexenschuß steht, könnte man die psychischen Grundlagen dieser Erkrankung berücksichtigen und sich überlegen, ob man die psychischen Ursachen abstellen oder ob ein Naturheilkundler diese Ursachen mildern kann (dies betrifft in gleicher Weise alle anderen Symptome), wenn dies nicht oder nicht sofort erfolgen kann, ist Chili eine Alternative, um Schmerz wirkungsvoll zu behandeln.

Der Wirkstoff von Chili ist Capsaicin, der Gehalt an Capsaicin ist je nach Paprika (Chilipfeffer) Sorte unterschiedlich.

Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet, habe ich gerade in den letzten Tagen damit den Durchbruch in einem Selbstversuch gegen einen eingeklemmten Ischiasnerv erzielt. Wer sich schon mal einen Ischiasnerv eingeklemmt hat oder unter Hexenschuß leidet, weiß wie unangenehm und schmerzhaft diese Geschichte ist, man kann sich nur mit Mühe aufrichten, der Schmerz ist immer da und kann zwischen störend bis hin zu unerträglich reichen. Gelenkschmerzen im Knie, die durch Arthrose (Verschleiß der Gelenke) verursacht werden, habe ich ebenfalls damit im Selbstversuch wirkungsvoll behandelt. Folglich stelle ich diese Methode, die wir derzeit auch real bei unseren Patienten anwenden, auch hier in diesem Forum vor.

Ich verwende Habanero-Chili (Madame Jeanette), das ist eine der schärfsten Chilisorten, muss aber dazu sagen, dass ich an diesen Chili und seine Schärfe als Würzmittel gewöhnt bin. Ich verwende dieses Gewürz seit vielen Jahren in der Küche. Wer nicht an die Schärfe von Chili gewöhnt ist, sollte eine Anwendung von Peperoni oder Cayenne-Pfeffersorten bevorzugen.

In der Küche bereite ich den Chili folgendermaßen zu: die gewaschenen Chili kommen halbiert in die Küchenmaschine und werden kleingehäkselt, anschließend stampfe ich den Chili mit seinen Körnern im Mörser, so daß auch die Körner zu Brei verarbeitet werden. Dazu kann man frischen Knoblauch stampfen und in den Chilibrei hinein geben, auch gehackte Nüsse können zur Geschmacksverfeinerung dienen. Dann vermischt man den so erzielten Brei mit einem guten Speiseöl, beispielsweise kalt gepressten Maiskeimöl dergestalt, daß ein wenig Öl auf dem Chilipesto verbleibt. In einem sauberen Glas mit Schraubverschluß hält sich dieser Pesto im Kühlschrank einige Wochen. Man kann ihn zum würzen, auch bei Käse und Wurst aufs Brot geben.

Zur äußerlichen Anwendung hächsle ich den Chili in der Küchenmaschine klein, fülle den Chili in ein sauberes Glas mit Schraubverschluß, gebe kalt gepresstes Maiskeimöl darüber und lasse diese Mischung einige Tage ziehen. Es kann im Kühlschrank aufbewahrt werden, muss aber nicht. Bei höheren Temperaturen zieht der Wirkstoff schneller ins Öl. Anstelle von Speiseöl kann man auch Doppelkorn oder Vodka nehmen. Capsaicin verbindet sich sehr effektiv mit Alkohol und ist dann wesentlich schärfer, also wesentlich stärker durchblutungsfördernd als mit Speiseöl.

Auf der Haut angewendet, sollte eine wohlige Wärme oder ein leichtes Brennen verursacht werden. Wenn die Haut zu stark brennt, hat man etwas falsch gemacht. Man sollte es zunächst mit wenig probieren und kann die Anwendung dann solange wiederholen bis man den gewünschten Effekt auf der betroffenen Hautpartie erreicht hat.

Bei starkem Brennen, sowohl bei der innerlichen als auch der äußerlichen Anwendung, empfiehlt es sich, Zucker im Topf zu schmelzen und eine abgekühlte Zuckerlösung zu sich zu nehmen oder aufzutragen, Zucker nimmt dem Capsaicin die Stärke und lindert somit das Brennen. Trinken von Flüssigkeit, Wasser verschärft die Stärke.

Auf Schleimhäuten und offenen Wunden darf Chili aufgrund seiner brennenden Schärfe nicht angewendet werden.

Bitte die Hände nach der Bearbeitung von Chili sehr gründlich und mehrfach mit Seife waschen und natürlich auch die Arbeitsfläche und alle verwendeten Arbeitsmaterialien gut reinigen.

VORSICHT bei der Anwendung im Gesicht: Chili darf NICHT in die Augen kommen!

Wenn die Wirkung nachläßt, kann die Anwendung beliebig oft wiederholt werden, bis der Schmerz weg ist, das kann durchaus einige Tage dauern, ich habs im Selbstversuch in drei Tagen geschafft.


Krâja hat geschrieben:Folgeposting: [..] Allerdings habe ich festgestellt, daß Chiliöl bei Arthrose nur wirkt, wenn man es regelmäßig morgens und abends anwendet. Wenn man die Behandlung abbricht, kommen die Schmerzen zurück und es dauert einige Tage bis der Schmerz betäubende Effekt wieder eintritt. Hier hat die Pharmacie wohl recht, Arthrose wird dadurch wohl eher nicht geheilt... oder es dauert etwas länger? Man kann es ja ausprobieren. [..]


Krâja hat geschrieben:Folgeposting: [..] Hier noch ein Hinweis: die Anwendung von Capsaicin bei gleichzeitiger Einnahme von Drogen und/oder Psychopharmaka kann tötlich enden: Der Spiegel
Schlimm jedenfalls erging es Mäusen in Mendelsons Labor: Einer Gruppe spritzte der Arzt Kokain; die Tiere einer anderen Gruppe bekamen zusätzlich noch Capsaicin verpasst, den Extrakt aus der Chili-Schote.

Als der Forscher nach 24 Stunden wieder an die Käfige trat, waren nur wenige Koks-Mäuse tot, aber gut die Hälfte der Nager, die den Koks-Chili-Mix bekommen hatten. "Capsaicin macht geringere Dosen Kokain eher tödlich", schlussfolgert Mendelson - jedenfalls bei Mäusen.
Grüße von Krâja ;)

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Re: Chili

Beitragvon Angelika » 25. Jan 2015, 20:59

Chili-ÖL

Chilis in kleine Stücke schneiden in ein Schraubdeckel-Glas geben und mit 120 ml Olivenöl übergießen. Im verschlossenen Glas an einem warmen Ort vier Wochen lang ziehen lassen. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen.
Das Öl kann sowohl in der Küche als auch für Einreibungen und für Salben verwendet werden.
Salben oder Öle, die Chili enthalten, fördern die Durchblutung. Sie helfen bei Gelenk- und Muskelschmerzen, Verspannungen, Zerrungen, Hautreizungen und Rheuma.

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Re: Chili

Beitragvon Angelika » 23. Mär 2015, 22:02

Cayenne das stärkste Mittel, das uns die Natur gegeben hat.

Der Hauptwirkstoff Capsaicin ist für die typischen Reaktionen auf Herz-Kreislauf, Verdauung und den
gesamten Stoffwechsel verantwortlich.
Wissenschaftler vom Samuel Oschin Comprehensive Cance Institut haben entdeckt, dass etwa 80 % menschlicher Prostata-Krebszellen einen programmierten Zelltod erlitten, wenn Capsaicin verabreicht wurde.
Das nur wirksam von der schärfsten Sorte Chilis ist.


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Re: Chili

Beitragvon Angelika » 26. Apr 2017, 18:47

Mit scharfen Chili-Schmerzen-lindern

Die Wirkstoffe in Chilis können Schmerzen lindern, den Stoffwechsel anregen und das Immunsystem fördern.
In den scharfen Schoten enthaltene Bitterstoffe töten Krankheitserreger im Essen und im Verdauungstrakt ab.
Auch bei leichten Kopf- und Zahnschmerzen können Chilis helfen.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/ ... li254.html

Quelle : Visite-Ratgeber

Angelika



   

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