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Depression - Lithium absetzten ?

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Moderator: Angelika

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Josi
Beiträge: 124
Registriert: 23. Jan 2002, 01:00

Depression - Lithium absetzten ?

Beitragvon Josi » 18. Feb 2002, 23:48

Hallo, vielleicht kann ja jemand einen Tip geben.
Ich habe einen Bekannten der seit Jahren unter schweren Depressionen leidet. Er ist deshalb arbeitsunfähig. Um dies einigermaßen unter Kontrolle zu halten, nimmt er seit mehreren Jahren Lithium, möchte jetzt jedoch von den Medikamenten weg.
Hat jemand Erfahrungen, wie dies mit klassischer Homöopathie gelingt, kennt jemand Kliniken, die so etwas auf naturheilkundlicher Basis therapieren oder kann jemand andere gute Tipps geben ?

VG, Josi

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Josi am 2002-02-18 23:49 ]</font>


SeeBär
Beiträge: 816
Registriert: 27. Jan 2002, 01:00

Beitragvon SeeBär » 20. Feb 2002, 13:33

Huhu Josi,
ich denke mal absetzen ohne Fachäztliche Kontrolle auf keinen Fall. Lithium ( meistens wird in der Schulmed. Quilonum oder Lithium Duriles Drg. gegeben ). Der Pat. hat nach einigen Jahren einen Wirkstoffspiegel aufgebaut.
Frage 1 ) Manisch - Depressiv oder endogene
Depression ???
Frage 2 ) Welche anderen Präparate werden angewendet ( Aufheller o.ä.- Saroten oder Insidon z.B.)??
Ich mach mich mal schlauer.
Tip: Allgäu-Clinic - Klinik für Naturheilverfahren, Bad Wörrieshofen . Ich schick Dir via Mail morgen noch Telefon und Faxnummer rüber.
Küstengrüße
SeeBär

jf1970
Beiträge: 1
Registriert: 25. Feb 2002, 01:00

Beitragvon jf1970 » 25. Feb 2002, 21:34

Hallo SeeBär,

danke für Deine Nachricht. Ich bin der Bekannte von "Josi" und seit heute wieder im Netz, hier angemeldet und möchte Dir direkt auf Deine Fragen antworten.

1.) Ob ich manisch-depressiv oder an endogenen Depressionen leide, kann ich nicht genau sagen. In letzter Zeit verstärkt sich der Verdacht auf mittlere manische Phasen, die sich bei mir in Arbeitswut/fanatik widerspiegelt.



2.) Ich nehme Hypnorex retard als Lithium ein (800 mg Lithiumcarbonat pro Tag = 2 Tab.)weiterhin Anafranil 75 mg und Stangyl 75mg (beides Antidepressiva, ersteres gegen Angst und für Antrieb, Stangyl zum Schlafen)

Ich würde gerne die Medikation austauschen und reduzieren, aber nicht um jeden Preis und wie Du schon sagst unter ärztlicher Aufsicht.

Was kannst Du mir raten!

VG JF1970

SeeBär
Beiträge: 816
Registriert: 27. Jan 2002, 01:00

Beitragvon SeeBär » 27. Feb 2002, 16:44

Moin,
um aus diesem Kreislauf wieder herauszukommen, sollte man sicherlich der Art der Depression und ggf. ihren Ursachen auf die Schliche kommen. Neben einem naturheilkundlich orientierten Neurologen/Psychiater ( ich kenne z.B. hier vor Ort einen, der gleichsam als Heiler aktiv ist, mit Homöopathie wie auch mit Bachblütentherapie arbeitet )solltest Du mal einen guten Psychotherapeuten hinzuziehen, aber auch den Besuch bei einem / r KinesiologIn nicht ausschließen.
Letzteres mußt Du sicher bezahlen, aber ggf. es sollte schon nach Störungen im Regelkreis geschaut werden.
Was die Medikamente betrifft:
Clomipramin ist schon ein ziemlich starkes Antidepressivum ( in Deinem Fall sicher in Kombination mit dem Lithium als Aufheller eingesetzt ). Auch das Lithiumpräparat Hypnorex ist nichtgerade geringfügig.Interessant dabei: Anafranil ist ein trizyklisches Antidepressivum, und diese Gruppe ( die trizyklischen Antidepressiva ) können die Wirkung von Lithium erheblich verstärken. Auch das Stangyl ist ja schon ziemlich hoch dosiert....
Gerade bei letzterem als Nachtmedikation lässt sich vielleicht als erstes ansetzen, was ein Umstellen auf pflanzliche Präparate oder Erneuerung der Schlafhygiene betrifft..
Aber wie gesagt: Du solltes keinesfallsbei solchen Pharma - Keulen ohne fachärztliche Betreuung an der Dosierung bzw. am Einnahmerythmus etwas verändern, da alle Präparate Wirkstoffspiegel aufgebaut haben.
Ausschleichen ( keinesfalls Absetzen ) kann nur bei gleichzeitiger Umstellung und Therapie erfolgen.
Versuche an Deinem Wohnort in Erfahrung zu bringen, ob ein naturheilkundiger Nervenarzt niedergelassen ist, parallel suche einen guten Psychotherapeuten auf und ggf. einen Psychotherapeuten und Heilpraktiker, der Dich begleitend mittherapieren kann.

Ich hoffe ich habe Dir ein wenig helfen können und bin jederzeit für weitere Fragen offen.
Grüße von der Orkanzersausten Küste
SeeBär


   

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