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Herzrythmusstörungen, die vom Verdauungsapparat ausgelöst we

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Moderator: Angelika

MaHey
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Herzrythmusstörungen, die vom Verdauungsapparat ausgelöst we

Beitragvon MaHey » 21. Apr 2002, 15:54

Ich möchte hier kurz Probleme schildern, zu denen sich Mediziner seit Jahren nicht schlüssig äußern können. Ich bekam vor Jahren urplötzlich schwere Herzrythmusstörungen (Arythmien), deren Ursache auch in einem dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt nicht abklären ließ. Drei Monate später stellte sich eine akute Magenschleimhautentzündung ein, als deren Auslöser eine extremer Befall mit Heliobakter Pylori festgestellt werden konnten. Die durchgeführte Therapie hatte im zweiten Anlauf erfolg, was den Heliobakterbefall anging. Geblieben sind mir jedoch recht häufig, anfallweise auftretende Arythmien, die von Nahrungsmitteln ausgelöst werden. Dazu gehören zum Beispiel Wallnüsse, alter Gouda (nicht junger Gouda) und Schokolade. Die Anfälle treten 6 bis 9 Stunden nach der Mahlzeit auf und dauern zwischen 6 und zwölf Stunden. Eine Ärztin hat auch schon mal recherchiert und einen Stoff gefunden, der als Auslöser in Frage käme. Es ist allerdings unmöglich dessen Vorhandensein vorher zu erkennen. Hat irgend jemand eine Idee zu dieser Krankheitsgeschichte und den chronischen Erscheinungen?
Freundliche Grüße, MaHey


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 22. Apr 2002, 08:55

Hallo Manfred,

ich vermute, daß da das Histamin dahinter stecken könnte. Histamin ist ein biogenes Amin.
Die Histaminmengen in Lebensmitteln werden im Normalfall gut vertragen - bei Aufnahme großer Mengen kann der Körper das anfallende Histamin nicht mehr verarbeiten . Erscheinungen wie: Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Herzjagen, Kreislaufbeschwerden und Magen- und Darmbeschwerden und Hautrötungen und Juckreiz treten auf.
Leider gibt es auch besonders histaminempfindliche Personen - dies ist dann so schlimm, daß schockartige Erscheinungen und lebensbedrohende Situationen auftreten können.
In Lebensmitteln entsteht Histamin durch die Tätigkeit von Bakterien bei Reifungsvorgängen (z.B. in Sauerkraut, Salami, Käse, Rotwein, Bier, Sekt). Je länger die Reifung dauert, desto höher ist der Histamingehalt. Das Histamin findet sich besonders auch in leicht verderblichen eiweißreichen Lebensmitteln (z. B. Fisch und Fischprodukte - besonders in Thunfisch und Sardine). Bei Käse ist es Emmentaler und Harzer. Somit gelangt Histamin auch direkt über die Nahrung in den Körper.
Wichtig :achtung:
- Mit zunehmender Lagerungsdauer steigt der Histamingehalt in Nahrunsmitteln an !
- Histamin ist hitzestabil, und kann daher weder durch Kochen, Braten oder Backen, noch durch Einfrieren zerstört werden !
- In Lebensmitteln kann Histamin bei unsachgemässer Verarbeitung, Reifung und Lagerung durch Einwirkung unerwünschter Mikroorganismen entstehen !

Falls es am Histamin liegen sollte und Du Käsefan bist - Frischkäse bevorzugen oder Tilsiter. - Auf keinen Fall Rohmilchkäse (aufgrund der Flora noch mehr Histamin drin)
Über Histamin findest Du im Netz sicherlich noch mehr, besonders mal über die Lebensmittel, die viel davon enthalten.

Welchen anderen Stoff wird denn vermutet ?

Zusatz: zu den Histaminunverträglichkeiten
Damit meine ich, wenn der Körper Entgiftungsstörungen hat (nicht richtig ausleiten kann) treten auch schon "Histaminunverträglichkeiten" auf.
U.a. können auch noch andere Stoffe dafür veranntwortlich sein. - Ich weiß bloß nicht welche bei Deinen drei erwähnten Lebensmitteln es noch sein könnte.
Wenn man es genau weiß, könnte man vielleicht etwas tun und vorbeugen (bestimmte Nahrungsmittel meiden) bzw. auch den Körper bei der Verstoffwechslung/Entgiftung helfen.
_________________
MfG
Kräuterfee

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MaHey
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Beitragvon MaHey » 22. Apr 2002, 11:58

Hallo Kräuterfee, vielen Dank für die Aufklärung. Meine Erfahrungen decken sich nicht ganz mit den genannten Lebenmitteln. Ich vertrage zum Beispiel Rotwein sehr gut. Was den von mir erwähnten Stoff angeht, so bin ich mir nicht ganz sicher, aber es könnte Serotonin gewesen sein. Zu den Anfällen läßt sich noch sagen, daß der Herzrhythmus vom Sonnengeflecht ausgehend gestört zu werden scheint.

Freundliche Grüße, MaHey

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 22. Apr 2002, 12:39

Hallo Manfred,

oh Sonnengeflecht, da haste mich auf den falschen Fuß erwischt. Kenne mich nicht aus mit Mantra's und so.
Dann wäre doch autogenes Training oder Meditation was für Dich, um wieder seelischen Einklang zu finden und Streß abzubauen...
Ich erkläre es Dir dann lieber von der organisch-chemischen Seite:
In allen Lebensmitteln, die Eiweiß enthalten, ist die Aminosäure Tryptophan enthalten.
Wird mehr Tryptophan mit dem Essen aufgenommen, kann mehr Serotonin und Melatonin gebildet werden.
(Der Mechanismus, der dem zu Grunde liegt, ist einfach: Essen wir viel Schokolade, produziert unsere Bauchspeicheldrüse mehr Insulin, um die Kohlenhydrate abzubauen. Darüber hinaus werden viele Aminosäuren, die Bausteine der Eiweiße, zur Muskulatur transportiert. )
Eine Ausnahme bildet hierbei die Aminosäure Tryptophan. Da sie nicht abtransportiert wird, erhöht sich ihre Konzentration im Blut. Dadurch kann mehr Tryptophan ins Gehirn gelangen, wo es in Serotonin umgewandelt wird.) Auch mit erhöhter Fettzufuhr kann man Tryptophan aktivieren.
Das Hormon Serotonin ist ein Glücks-Botenstoff im Gehirn und regelt beim Menschen den Gemütszustand UND steuert auch die Verengung der Blutgefäße.
Eine Erhöhung des Serotonin-Wertes scheinen besonders Bananen, Walnüsse, Tomaten, Ananas, Melonen, Auberginen und Kiwis zu bewirken - bei Walnüssen sprichst Du eben an. Ja und erst der typische Glücksbringer Schokolade trifft auch zu.
Ist Dein Magen auch wieder vollkommen okey ? (Bei Entzündungen des Magens bestimmt man auch den Serotoningehalt, da könnte man schon sehen, ob da was nicht stimmt).
Also die Wirkung ist der Anstieg des Seretoniespiegels DURCH Tryptophan.
Tryptopan wird meiner erachtens in der Leber abgebaut. Und scheint auch der Haken zu liegen . Wie genau die Leber das Tryptophan abbaut weiß ich nicht. Aber da liegt wahrscheinlich der Hase im Pfeffer, die zu den Dir bekannten Erscheinungen führt und vielleicht klappts mit dem Magen auch nicht so reibeungslos.
MfG
Kräuterfee

MaHey
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Beitragvon MaHey » 30. Apr 2002, 15:33

Hallo Kräuterfee,
vielen Dank für die Erläuterungen. So ganz nachvollziehen kann ich es allerdings noch immer nicht. Deshalb möchte ich der Beschreibung noch ein paar ganz einfache Aussagen hinzufügen.
Ich habe keine erkennbaren Grunderkrankungen, nicht am Herzen und auch nicht am Magen. Ich habe eine erworbene Unverträglichkeit gegenüber Stoffen, die meiner Erkenntnis nach mit Vorgängen wie Gärung, Reifung und Schimmelbildung von Lebensmitteln zusammenhängen. Ich kann zum Beispiel eine frisch zubereitete Kartoffelsuppe essen, vertrage sie aber nicht mehr wenn sie einen Tag gestanden hat und wieder aufgewärmt worden ist. Ich vertrage Kaffee, aber keine Kaffeesorten, die extrem bitter schmecken ("Nichtvertragen" bedeutet Arithmie). Ich vertrage zum Beispiel die Schokolade, die für "Mon Cherie" verwendet wird, aber nicht die Nougat-Sorten, die meine Frau so mag. Vielleicht läßt sich daraus noch etwas mehr ableiten.
Freundliche Grüße, Manfred

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 30. Apr 2002, 18:33

Hallöchen,

>>Ich habe keine erkennbaren Grunderkrankungen, nicht am Herzen und auch nicht am Magen. Ich habe eine erworbene Unverträglichkeit gegenüber Stoffen, die meiner Erkenntnis nach mit Vorgängen wie Gärung, Reifung und Schimmelbildung von Lebensmitteln zusammenhängen. Ich kann zum Beispiel eine frisch zubereitete Kartoffelsuppe essen, vertrage sie aber nicht mehr wenn sie einen Tag gestanden hat und wieder aufgewärmt worden ist.
-> Histamin und Schimmelpilze kommen in Frage...

>>Ich vertrage Kaffee, aber keine Kaffeesorten, die extrem bitter schmecken >>
kann auf Magen/Leber hin deuten und ebenfalls auf Schimmelpilze

>>Schokolade dito

...das kann auch alles auch auf Schimmelpilze zutreffen...in Frage kämen: Ochratoxine - sie werden gebildet bzw. aufgenommen mit der Nahrung; Aspergillus­ und verschiedene Penicillium­ Arten bilden ebenfalls Ochratoxin.

Also irgendwie drehen wir uns hier im Kreis, wenn bei Dir nicht der Auslöser konkret gefunden wird ;-((
Ja und wenn Tryptophan nicht richtig in der Leber verstoffwechselt wird, ist das auch ein Problem.

Aber wie soll ich etwas empfehlen auf den blauen Dunst hinein ? (wenn die Ärzte den/die Stoffe oder Funktionsstörung nicht aufschlüsseln ?)

Da kannste ja nur solche Nahrungsmittel meiden und das kann doch nicht die Lösung des Problems sein !
Noch keine Rückinfo vom Arzt ? Hat der das Handtuch geschmissen ?

Das ist wirklich sehr schwierig eine Lösung zu finden.
MfG
Kräuterfee


Gwendana
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Beitragvon Gwendana » 1. Mai 2002, 20:33

Hallo Manfed, zum Thema Solarplexus kann ich Dir etwas sagen. Der Solarplexus, auch Sonnengeflecht genannt oder 3. Chakra, spricht folgende Körperbereiche an: obere Leber, Magen, Milz, Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse. Das Solarplexus-Chakra steht für Selbstvertrauen, Verarbeitung von Gefühlen und Entschlußkraft. Ein ausgeglichenes Solarplexus-Chakra fördert Selbstvertrauen, entspannt und baut Streß und Angst ab. Es fördert die Verarbeitung von Gefühlen und Erlebnissen, schafft Klarheit und es fördert die Fähigkeit zur Gestaltung des Seins auf dem spirituellen Bereich. Das Grundprinzip des Solarplexus-Chakras ist Lebensgestaltung, der Sitz der Persönlichkeit und Weisheit. In harmonischer Funktion bewirkt es: innere Zufriedenheit mit sich selbst, Selbstakzeptanz und Akzeptanz von Eigenarten andere Menschen.
In disharmonischer Funtkion bewirkt es:
Wunsch nach Kontrolle anderer, starker Egoismus, innere Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit. Ein Grund dafür kann unter Umständen ein Mangel an Anerkennung in der Kindheit sein.
Die eigenen inneren Wünsche und unerwünschten Gefühle werden unterdrückt, dadurch kommt es zum Emotionsstau.
Bei der Entladung verliert man die Kontrolle über sich selbst.
Aussschließlich streben nach Reichtum und Anerkennung.
Keine dauerhafte Zufriedenheit, daraus folgt Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit und negative Lebenseinstellung.
Du wirst selbst wissen ob und wenn ja, was auf Dich zu trifft. Ich würde an Deiner Stelle nicht nur auf der körperlichen Ebene nach einer Lösung Deiner Probleme suchen. Sowohl die körperliche, als auch die geistige Seite ist bei Erkrankungen zu beachten.
Als Reiki-Meisterin und Lehrerin empfehle ich Dir Reiki als eine Möglichkeit auf der spirituellen und geistigen Ebene eine Besserung herbei zu führen.
Liebe Grüße
Gwendana



_________________
Reiki-Meisterin/Lehrerin

<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Gwendana am 2002-05-01 20:40 ]</font>


   

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