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flockiger Urin

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Moderator: Angelika

jewel
Beiträge: 5
Registriert: 11. Sep 2004, 19:19

flockiger Urin

Beitragvon jewel » 16. Nov 2004, 17:52

Hallo zusammen!

Ich arbeite in der Hauskrankenpflege.
Eine Kundin hat folgendes Problem: Sie hat einen Blasenkatheter zu liegen, der zur Zeit statt alle 4 Wochen fast alle 10 Tage gewechselt werden muß, da der Katheter aufgrund des flockigen Urins verstopft und der Urin nicht mehr abfließen kann. Der behandelnde Urologe ordnete Acimol Tabletten an und alle 3 Tage eine Blasenspülung mit Cystomyacine, außerdem viel trinken. Das tut sie auch, mind 2 1/2 Liter am Tag.
All diese Maßnahmen haben kein bißchen geholfen und der Urologe weiß auch keine andere Therapie.
Hat jemand von euch eine Idee?

Danke!


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paul
Beiträge: 3200
Registriert: 5. Mai 2001, 02:00

Beitragvon paul » 16. Nov 2004, 21:00

Ein Dauerkatheter stellt eine sehr häufige Ursache für Harnwegsinfektionen dar, da es (vor allem bei unsachgemäßem Umgang mit dem Katheter und dem Ableitungssystem) viele Möglichkeiten für Erreger gibt, von außen in die Blase einzudringen. Es stellt sich mir bei diesem Thema immer die Frage, warum ein Patient Dauerkatheterträger ist. Gerade in der häuslichen Krankenpflege wird er häufig aus Bequemlichkeitsgründen verabreicht, weil der Patient inkontinent ist... und durch den Dauerkatheter weniger Pflege anfällt. Inkontinenz ist allerdings keine Indikation für einen Dauerkatheter, da es heutzutage hervorragende Inkontinenzhilfen gibt.

Nun zu Deiner Frage: Solange der DK liegt, ist m.E. die Infektion, die den flockigen Urin verursacht, nicht gut zu beheben. Ich empfehle - wenn es bei der Patientin möglich ist - den DK entfernen zu lassen, die Trinkmenge (Wasser!!) auf mindestens 3 Liter zu erhöhen und unterstützend Preiselbeerextrakt-Tabletten zu verabreichen. Auch die zusätzliche Verabreichung von Blasen-Nieren-Tee (hier im Forum gibt es einige gute Rezepte) und eine gute Genitalhygien ist sinnvoll. Trockene Wärme (Wärmflasche) kann unterstützend zur Schmerzlinderung beitragen.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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anna_tonja
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Registriert: 10. Aug 2004, 09:01

das immer wieder bekannte Problem mit dem DK

Beitragvon anna_tonja » 17. Nov 2004, 06:08

hallo Jewel,
zum ersten schließe ich mich Paul an und betone, dass auf den DK nach Möglichkeit so lange es geht verzichtet werden soll. Aber ich weiß auch, dass das nicht immer möglich ist.
Frage: Was hat die Pat. für einen DK? Ist es überhaupt ein DK mit dem man spülen darf? Der herkömmliche Katheter bietet ist nur einläufig - ein Spülkatheter ist zweiläufig, d. h. er hat eine weitere Öffnung um daran eine Blasenspülung vorzunehmen.
Hat man nur einen einläufigen Katheter
1.
verstößt man bei Blasenspülungen schon gegen das Gebot, dass das System nicht geöffnet werden soll - denn bei jeder Öffnung können Keime eintreten.
2. schießt man mit der Spülung Keime in die Blase zurück und somit treibt man den teufel mit dem Belzebub aus und verschlimmert die Sache nur.
3. erlebe ich in der Praxis immer wieder, dass beim Legen des DK´s die vorgeschriebene Hygiene nicht eingehalten wird!!!!! Und haben wir erst mal Keime in der Blase ist es schwer sie wieder rauszubekommen
Sicherlich erwartest du hier nicht, dass man Mittel nennt die jetzt eingesetzt werden könnten, denn dafür ist der Arzt zuständig und die Pflegekraft nr der "Handlanger". Aber eine rege Diskussion zwischen beiden um das FÜR und Wider der o. g. Maßnahmen kann schon fruchtbar sein.
anna_tonja :wink:
Das Leben kann rückwärts gedacht muß aber vorwärts gelebt werden!

gekiller
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Registriert: 12. Jun 2004, 18:29

Beitragvon gekiller » 17. Nov 2004, 14:06

Hallo Jewel,
zu dem Thema Dauerkatheter wurde schon so einiges gesagt, da halte ich mich raus, da ich davon auch zu wenig Ahnung habe. Grundsätzlich stimme ich meinen Vorschreibern zu.
Wenn ich jetzt aber mal davon ausgehe, dass die Situation mit dem Katheter nicht geändert werden kann, so fallen mir da einige gute Mittel ein, die helfen könnten. Allerdings kann ich aus der Distanz, ohne die Patientin zu kennen, nicht sagen, welches das Richtige wäre. Zudem müsste so etwas ja auch in Absprache mit einem Therapeuten passieren, also entweder der Urologe ist bereit, es auch mal mit naturheilkundlichen Präparaten zu versuchen, oder es wird ein Heilpraktiker dazugezogen.
Ich würde immer sehen, dass ein Mittel gegen Infektionen zusammen mit etwas speziell für die Harnwege gegeben wird, evtl. auch noch ein Schleimhauttherapeutikum.
Ich gebe nur mal ein paar Beispiele für Mischinjektionen, die mir einfallen:
von Loges: toxi-loges, uro-loges
von Heel: Solidago comp., Mucosa comp, Populus comp.
usw., es gibt fast von jeder Firma gute Präparate gegen Infekte und für die ableitenden Harnwege, sowohl zur Injektion (ist mir am liebsten), als auch als Tropfen.
Ein Versuch als Alternative zu den schulmedizinischen Mitteln wäre es sicher wert. Aber wie schon gesagt, die Entscheidung, welche Mittel und wieviel muss ein Therapeut vor Ort treffen!
Liebe Grüsse
Gerda


   

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