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Nacktschnecken

hier wird über Anbau , Pflege und Ernte von Pflanzen und Kräutern diskutiert

Moderatoren: Angelika, MOB

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 6. Mai 2002, 17:15

Ich bin schon wieder fleißig am Nacktschnecken sammeln ;-((

In "Du und Dein Garten" im Fersehen habe ich folgendes gehört:
Seit kurzem ist ein neues biologisches Präparat im Handel auf Eisen-III-phosphat-Basis.

Schneckenkorn Ferramol (Fa. Neudorff, gibt es im Gartencenter). Es enthält als Wirkstoff Eisen-III-phosphat. Es soll gegen alle Schneckenarten wirken und dabei gleichzeitig Regenwürmer und Laufkäfer schonen. Es kann im Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie in Erdbeeren eingesetzt werden. Die Pellets sind regenfest und bewirken bei den Schnecken einen schnellen Fraßstop. Die Schnecken verkriechen sich und sterben. Die Aufwandmenge von 5 g /m2 (1 leicht gehäufter Teelöffel pro Quadratmeter) darf 4 mal pro Jahr angewendet werden. Igel, Laufkäfer und Haustiere sind laut Firmenprospekt nicht gefährdet. Der Wirkstoff wird im Boden durch die Bodenmikroorganismen in Eisen und Phosphat umgewandelt...
MfG
Kräuterfee


Ratte
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Beitragvon Ratte » 3. Jun 2002, 17:38

vorsicht bei bierfallen! die locken schnecken aus grösserer distanz an und die schnecken fressen alles was auf ihrem weg liegt ab.
das einzige was wirklich gegen schnecken hilft und noch dazu mweltverträglich ist, das ist ein schneckenzaun. kann man zur not auch selber bauen. der trick bei der sache ist, dass man am oberen rand des bleches einen winkel haben muss den schnecken nicht überqueren können (d.h. zweimal abgewinkelt).
die schnecken fallen dann einfach runter.
bei grösseren gärten kann das natürlich sehr kostspielig werden.
hier noch ein bild von einem schneckenzaun:
http://www.fh-weihenstephan.de/va/infos ... 326/51.jpg



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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 27. Jun 2002, 13:09

Hallöchen Schneckengaplagte,

dies habe ich gerade in meinen Newletter vom Stern gefunden:

Gewöhnlicher Kaffee vertreibt Schnecken aus Haus und Garten. Auf Erde oder Blätter aufgesprüht, reichen schon geringe Konzentrationen einer Kaffeelösung, um die schleimigen Eindringlinge zu töten, beziehungsweise sie vom Fressen abzuhalten. Dies berichten amerikanische Forscher im britischen Fachblatt »Nature« (Bd. 417, S. 915) vom Donnerstag. Da Kaffee als Naturstoff der Umwelt nicht schade, stelle er eine gute Alternative zu herkömmlichen, oftmals giftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln dar, so die Wissenschaftler.

Nun, ich hatte immer Kaffeesatz gestreut ;-( ...gewußt wie - eine Probe ist es wert !
MfG
Kräuterfee

Ratte
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Beitragvon Ratte » 28. Jun 2002, 07:56

habs auch grad gelesen.

hier der bericht aus dem online spiegel:

Koffein macht Schnecken den Garaus: Auf Erde oder Blätter aufgesprüht, vertreibt oder tötet es die schleimigen Eindringlinge, berichten US-Forscher in der aktuellen Ausgabe des britischen Fachblatts "Nature". Da Koffein nicht als umweltschädlich gelte, stelle es eine mögliche Alternative zu herkömmlichen, oftmals giftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln dar, so die Wissenschaftler.
Bei seinen Versuchen tauchte das Team Kohlblätter in Koffeinlösungen. Bereits bei einer 0,01-prozentigen Lösung - normaler Pulverkaffee enthält rund 0,05 Prozent Koffein, gebrühter sogar etwas mehr - hatten die untersuchten Nacktschnecken deutlich weniger Appetit auf das Grünzeug. Wenn sie die Wahl hatten, zogen sie unbehandelte Kontrollblätter vor. Höher konzentrierte Lösungen hatten für die Schnecken oft tödliche Folgen.

Die verheerende Wirkung von Koffein auf Schnecken hatten die Forscher um Robert Hollingsworth vom Agricultural Research Service in Hilo auf Hawaii entdeckt, als sie ein Mittel gegen eine eingeschleppte Froschart suchten. Nachdem die mit Koffeinlösung besprühten Versuchspflanzen der Wissenschaftler plötzlich frei von Schnecken blieben, untersuchten sie die Wirkung in mehreren Experimenten.

Die Koffeinlösung ist, wie sich herausstellte, teilweise sogar effektiver ist als herkömmliche Pflanzenschutzmittel. Auf welche Weise das Koffein die Schnecken tötet, ist noch unklar. Vermutlich wirke es ähnlich wie ein Nervengift, so Hollingsworth und seine Kollegen. Sie hatten beobachtet, dass sich die Schnecken vor ihrem Tod unkoordiniert krümmten.

Bei kleinen Dolchschnecken untersuchten die Forscher sogar den Herzschlag. Weichtiere, die einer 0,1-prozentigen Koffeinlösung ausgesetzt wurden, hatten nach einer Stunde eine deutlich verminderte Herzfrequenz. Viele waren nach vier Tagen gestorben. Bei Lösungen von 0,5 und von 2 Prozent verendeten alle Schnecken.

Einen Nachteil der Methode konnten die Forscher in vorläufigen Versuchen aufdecken: Zwar wurden die behandelten Blätter verschiedener Pflanzen nicht beschädigt, allerdings traten bei Salat, Farnen und Ananasgewächsen gelbe Verfärbungen auf. Diese ließen sich aber durch Beimischung eines agrartauglichen Polymers vermeiden, schlägt das Team vor.

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Chrissie
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Beitragvon Chrissie » 2. Mai 2003, 13:30

Aber leidet bei dem Kaffee dann nicht der Geschmack der Pflanzen?
Ich habe letztes Jahr letztlich Schneckenkorn gestreut. Da war die Hälfte meiner Erdbeeren schon vernichtet :sad:
Jetzt habe ich gelesen dass Sägespäne für Schnecken ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Die Sägespäne trocknet auch sehr schnell wieder, wenn es mal geregnet hat. Ich werds mal ausprobieren....
Ansonsten finde ich den "Schneckenzaun" eine gute Lösung, allerdings sieht das ziemlich hässlich aus im Garten.
Ich habe sogar schon eine Miniversion des elektrischen Weidezauns zur Schneckenabwehr entdeckt....

Gruß
Chrissie
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dinchen
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Beitragvon dinchen » 2. Mai 2003, 13:42

:achtung: Die Sache mit dem Bier hat leider auch einen Hacken. Das Bier lockt auch die Igel an, die sind von dem Bier mit Schnecken total gegeistert und bekommen dann einen Schwips, fallen in einen tiefen Schlaf ohne voher in seinen Unterschlupf aufzusuchen - der nächste Fuchs freut sich über die leichte Beute.

Wenn man eine alte Kaffeekanne mit Bier füllt und sie eingräbt das der Schnabel herausschaut. Der Deckel sollte geschlossen werden.

Ich weiß nicht ob das hilft, habe es erst vor kurzem in einem Buch gelesen.

lg
Dinchen :wink:


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 2. Mai 2003, 14:38

Hat jemand schon Niem ausprobiert ?

Ich spiele schon mit dem Gedanken die Anzahl der natürlichen Feinde zu erhöhen und wenn ich Laufkäfer umsiedeln muß - meine Petersilie ist jetzt schon abgefressen, 2 Pflänzlein sind noch übrig.
Eigentlich will ich kein Schneckenkorn streuen, sei es auch den biologischen...

Und die Eiergelege suchen, immer dieses "fröhliche" Wühlen :eek:

So sammle ich dann morgens, zwischendurch und abends vor dem Dunkel werden immer noch wie wild - blöde Nachtschnecken :evil:
MfG
Kräuterfee

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Chrissie
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Beitragvon Chrissie » 7. Mai 2003, 13:11

Habe Schneckenkorn gefunden, dass angeblich Igel nicht schädigt.
Heißt Limex.
Und die ersten 2 Schnecken habe ich auch schon gefunden...
:evil:
Gruß
Chrissie
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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 27. Mai 2003, 13:31

Hallo Schneckengeplagte,

nach dem fast-Dauerregen reichts mir mit Schneckensammeln, sogar an meine Pfefferminze gehen sie und die ersten jungen Schnecken sind jetzt da :evil:

Ich sammle wie eine Bekloppte, mit den anderen Vorsichtsmaßnahmen eingeschlossen.
Nun ist schluß.
Netzt suche in Läden Nematoden. (zur biologischen Schneckenabwehr.)

Nematoden, auch Fadenwürmer oder "Älchen" genannt (Phasmarhabditis hermaphrodita) befallen ausschließlich Schnecken und sind für andere Lebewesen harmlos :) Sie sind eigentliche Schmarotzer, machen die Schnecke krank, was dann zum Tode führt - so nach spätestens einer Woche; ein Fraßstopp setzt bereits nach wenigen Tagen ein.
Da junge Nacktschnecken besser befallen werden als ältere, ist ein Einsatz von Mitte April bis Ende Juni sinnvoll. Es werden nur die Nacktschnecken bekämpft. Gehäuseschnecken, wie z.B. die geschützte Weinbergschnecke, bleiben verschont.

Na, wär das was ? :D
:wink:
MfG
Kräuterfee

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Kikki
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Beitragvon Kikki » 27. Mai 2003, 21:11

Super Idee! Werd mich dann auch mal direkt auf die Suche begeben.
http://www.wdr.de/tv/service/heim/inhalte/990721_6.html
Ein Tip zur Wirkungssteigerung von einem Biogärtner: Durch den Zusatz von etwa der doppelten Menge Weizenkleie zum Nematodenpräparat wird die Vitalität der Nützlinge drastisch erhöht, und die Wirkung tritt deutlich schneller ein.

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Chrissie
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Beitragvon Chrissie » 28. Mai 2003, 07:51

Hm... Nur über eventuelle Nachteile wird gar nix gesagt.
Bei mir in Hannover in den Herrenhäusergärten sind massen von Buchsbäumen durch Nematodenbefall kaputtgegangen... :roll:
Ich weiß nicht, welche Pflanzen dadurch noch kaputt gehen können...
Aber Endeffekt hört es sich so an, als würde man den Teufel mit dem Belzebub erschlagen...

Gruß
Chrissie
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Beitragvon Kräuterfee » 28. Mai 2003, 12:10

Hallo Chrissie,

keine Panik - Nematoden gibts nicht nur eine Sorte !

Es gibt pflanzenparasitäre und tierparasitäre Nematoden.
Alle pflanzenparasitären Nematoden saugen mit dem Stichrüssel den Pflanzenzellsaft heraus. Auf diese Weise können von manchen Nematoden-Arten auch Bakterien und Viren auf Pflanzen übertragen werden.
Tierparasitäre Nematoden befallen Tiere (bekannt durch Seefischbefall z.B.). Sie gelangen über Körperöffnungen oder über Wunden in den Wirt.
MfG
Kräuterfee

Magister Botanicus

Beitragvon Magister Botanicus » 18. Jun 2003, 09:03

:bounce:

Guten Morgen,

ich habe dieses Jahr eine Schneckenabwehr installiert und die wirkt - bisher keine Schnecke in meinem Garten!

Man nehme:

Einen Spaten und ziehe um den Garten / die Beete einen ca. 20 cm tiefen und ca. 20 cm breiten Graben. Nun ca. 25 cm breite Holzbretter (Rauhspund oder Schwarten) hochkant leicht schräg (so daß oben breiter wie unten) hineinstellen und mit Sand (kein gelber Bausand!) ca. 20 cm hoch verfüllen. Auf den Sand nun gebrauchtes Kaffeepulver - fertig.

Selbst wenns regnet, wirkt das - es rinnt Kaffeeextrakt in den Sand. Ich habe Schnecken beobachtet, die über den Holzrand krochen, spätestens aber bei der Berührung mit dem Sandkaffee sofort den Rückwärtsgang einlegten.

Grüße
MB

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Angelika
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Beitragvon Angelika » 19. Jun 2003, 19:34

Hallo Schneckengeplagte,

die Schnecken mögen wirklich keinen Kaffee.
Habe meine Beete rund um mit gebrauchten Kaffeesatz bestreut, und auch den 2. Aufguß um die Beete gegossen.
Und siehe da, die Schnecken haben sich wirklich verzogen. :)

mfg
Angelika

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Chrissie
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Beitragvon Chrissie » 23. Jun 2003, 09:44

Ich muß ja zugeben, dass ich mich des Schneckenkorns bedient habe (*schäm*, aber auf der Packung stand nicht schädlich für Igel und so)...
Also zum Tathergang: Ich habe Anfang April 1x das Schneckenkorn gestreut und seither noch keine einzige Schnecke im Garten gehabt!!!
Und sonst hatten die Schnecken die reifen Erdbeeren im schneller entdeckt als ich. Also war sonst immer ne echte Plage. Und dieses Jahr nix!
Naja, dafür habe ich überall die Spuren der Minierfliege im Garten...
Man bleibt wohl von nix verschont...
Beste Grüße
Chrissie
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