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Wasser von Möhne und Ruhr durch PFT verseucht

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Kräuterfee
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Wasser von Möhne und Ruhr durch PFT verseucht

Beitragvon Kräuterfee » 26. Jun 2006, 14:05

PFT = perfluorierte Tenside

Habt ihr das in den Nachrichten gesehen bzw. in der Zeitung gelesen ?

Bio-Kompostdünger, der das Wasser von Möhne und Ruhr mit PFT verseucht haben soll, ist auch an zahlreichen weiteren Abnehmern geliefert worden...

Als Ursache der erhöhten Schadstoffkonzentration in dem Bio-Kompost vermuten Experten im NRW- Umweltministerien die Beimengung von Nahrungsmittel-Resten. Dies ist laut Bio-Abfallverordnung erlaubt, ebnso die Mischung mit Fetten, Geflügelkot, Schweinegülle oder Klärschlamm....

Der Hochsauerlandkreis empfahl man Eltern aus Teilen der Region weiterhin kein Trinkwasser für die Aufbereitung von Säuglingsnahrung zu verwenden.

Perfluorierte Tenside sollen eine vergleichbare Toxizität wie DDT aufweisen.
Besonders problematisch: Diese Verbindungen werden praktisch nicht abgebaut.

Hier ein sehr interessanter Überblick der Uni Bonn:
http://www.meb.uni-bonn.de/hygiene/Post ... chemie.pdf
MfG
Kräuterfee


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Mag
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Beitragvon Mag » 26. Jun 2006, 20:28

Ein schwieriges Thema an der Ruhr.

PFOA und PFC lassen sich mit keinem bekannten Mittel ad- oder absorbieren.
Auch wenn Grüne-Politiker was anderes behaupten
Klaus Korn (Bündnis 90/Die Grünen) fragte nach, ob die perfluorierten organischen Tenside (PFT) nicht über das Grundwasser in den Sorpesee geraten könnten. Als Antwort wies Schwarberg auf die Filteranlagen im Wasserwerk Sorpe hin. Der "Stoff wird nachweislich durch Aktivkohle adsorbiert". Das Sorpewasser durchläuft eine Aktivkohleanlage, bevor es als Trinkwasser das Werk verlässt.
Quelle: Westfälische Rundschau/Regionalteil Sundern
Das was einmal im Wasser ist kann man nur verdünnen aber nicht trennen.

Der Zielwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter im Sinne einer lebenslangen gesundheitlichen Vorsorge soll so rasch wie möglich erreicht und unterschritten werden. Die Trinkwasserkommission habe den "lebenslang gesundheitlich duldbaren Leitwert" von 0,3 Mikrogramm pro Liter für die Summe der Stoffe Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluorsulfonsäure (PFOS) bestätigt, heißt es in der Mitteilung. Sie schließe sich auch der ausgesprochenen Empfehlung an, Trinkwasser mit mehr als 0,5 Mikrogramm pro Liter nicht für die Zubereitung von Säuglingsnahrung zu verwenden.

Allerdings weis niemand wie sich PFT auf den Menschen auswirkt.

Und hier noch ein paar PFT-Quellen für die es keine Grenzwerte gibt:
beschichtete Pfannen, Regen-Kleidung (ich darf die Marken nicht nennen aber ihr kennt das Zeug was mit wasserabweisend und luftdurchlässig wirbt), Imprägnierungs-Spray für Kleidung und Schuhe, eigentlich alles wo Teflon drin verarbeitet ist (PFT dient als eine Art weichmacher damit man Teflon verarbeiten kann)
Ich weis nicht viel,
aber da bin ich mir sicher



   

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