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Habt Ihr gestern Nachrichten auf RTL II gesehen? Schnauf...

Klatsch & Tratsch

Moderatoren: Angelika, MOB

Aniere
Beiträge: 46
Registriert: 11. Feb 2005, 23:34

Beitragvon Aniere » 2. Okt 2005, 21:03

Hallo Ihr,
vielleicht sollte man doch wirklich mal fragen wer die Studie bei Stiftung Warentest bezahlt hat.
Ist mal so ein Gedanke von mir, da doch auch häufig Firmen mit viel Geld immer wieder gut abschneiden.

Gruß Aniere


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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitragvon Rosenfee » 21. Dez 2005, 00:27

Die Stiftung Warentest muss ihr Buch "Die andere Medizin" nun nach einem Rechtsstreit wohl vom Markt nehmen. In diesem Buch waren die Ergebnisse der "Analysen" wohl veröffentlicht. Unter anderem wurde dort behauptet es gäbe für homöopathische Mittel keinen Wirkungsnachweis - in diesem Zusammenhang wurden ganz konkrete homöopathische Komplexmittel benannt, die aber bereits eine offizielle Zulassung als Arzneimittel mit Studien zum Wirkungsnachweis besitzen.

:wink: Immerhin :D :D :D
ich finde diese Nachricht sehr erfreulich,
denn es zeigt:
es lohnt sich für seine Überzeugung zu kämpfen

LG Rosenfee

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paul
Beiträge: 3200
Registriert: 5. Mai 2001, 02:00

Beitragvon paul » 21. Dez 2005, 10:49

... in diesem Zusammenhang wurden ganz konkrete homöopathische Komplexmittel benannt, die aber bereits eine offizielle Zulassung als Arzneimittel mit Studien zum Wirkungsnachweis besitzen...
Ja .. sehr erfreulich .. diese Meldung habe ich gestern auch bekommen.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

Tini2
Beiträge: 14
Registriert: 22. Sep 2005, 10:59

Beitragvon Tini2 » 22. Dez 2005, 09:08

Hallo,

mich hat dieser Bericht sehr wütend gemacht.Abgedruckt wurde er schon vor längerer Zeit .

Nun hat Ökotest einen Leser weniger!!!
Seitdem ignoriere ich diese Zeitschrift.

An unabhängige Tests glaube ich nun auch nicht mehr!!!

Und immerhin gilt nach wie vor,

WER HEILT HAT RECHT !!! ;)

Liebe Grüße Tini2

Richard Friedel
Beiträge: 113
Registriert: 1. Jan 2004, 19:53

Tröstliche Worte

Beitragvon Richard Friedel » 23. Dez 2005, 10:25

Die Sendung „Nano“ im 3Sat am 16.2.05 über die Homöopathie brachte außer der Annahme einer überlegenen Wissenschaft bei der Schulmedizin auch den Kommentar des Funktionärs einer Krankenkasse dahingehend, daß sich mit Homöopathie behandelnde Patienten gesünder und bei der Kasse relativ beliebt seien. Im Internetarchiv des Senders ist dieser Betrag leider nicht auffindbar.

Ich habe mich oft über die extrem schulmedizinische Grundeinstellung der Stiftung Warentest gewundert, deren Buch "Die andere Medizin" Auslöser dieses Threads war. Könnte es daran liegen, daß die Stiftung so viele Techniker hat? Die Vermutung der Manipulation (siehe oben im Thread) trifft wahrscheinlich nicht zu.

Es mag schon sein, daß einige schulmedizinischen Behandlungformen der Vorstellung einer exakten Wissenschaft nahestehen. Andere dagegen basieren offenbar auf Verdrehungen der Physiologie. Das ist ja das Markenzeichen von Quacksalbern, vor denen die Stiftung uns retten möchte.

Bei der Behandlung des Bluthochdrucks und der Herzleiden überhaupt wird der ganz erhebliche Beitrag der Atmung zur Hämodynamik übersehen und ausgeblendet. D. h. das Blut wird auch durch die Bewegungen der Atmungsmuskeln durch die Blutgefäße getrieben. Nach seinem Vortrag über die alleinseligmachenden Medis gegen Bluthochdruck vor seinen Schäfchen in einem KreisKH über die wissenschaftliche Wirkung von Atemübungen (nach Benjamin Gavish) gefragt, gab der Referent - der ärztliche Direktor des Krankhauses – die Wissenschaftlichkeit zu, meinte aber, es würde an Langzeitstudien fehlen. Beim Schulmediziner sollte man also immer nach wissenschaftlichen pharmafreien Heilverfahren, und nicht etwa nach „alternativen“ Methoden fragen.

Bei Asthma geht es doch noch grotesker in der Schulmedizin zu. Einerseits wird, wie Alle wissen, zwar dem Asthmatiker eine Unfähigkeit, tief einzuatmen, attestiert. Andererseits aber durch ein perverses Verständnis der Atmung wird ein Hauptmerkmal des maximalen Einatmens – der dosierte Widerstand in der Nase oder zwischen den Lippen – allen Beteiligten vorenthalten, da dieses Merkmal in den in Übermaß vorhandenen Printprodukten der Pharma und in dem Medizinerlehrstoff nicht erwähnt wird. Das kann ja fast zu einer Hexenjagdmentalität und einem merkwürdigen Rettersyndrom führen. Siehe die schauderhafte Seite http://www.gsf.de/Aktuelles/Zeitschrift ... /51-53.pdf

Warum müssen übrigens die bei Lungen- und Herzleiden wirksamen Atemtechniken als Meditation oder Entspannung so quasi abqualifiziert werden? Die Pharmapillen und –sprays sind doch kein direkterer Weg zum zu behandelnden Gegenstand als andere Vorgehensweisen und ließen sich wohl als schammanische Substanzen umtaufen, die den Patienten in das erwünschte Armersünderbewusstein oder in die Weißkittelhörigkeit versetzen helfen, mehr nicht.

Man empört sich allzu gern über die Päpste im Mittelalter, die Inquisition, die Hexenverbrennung, den Kolonialismus, die verhältnismäßig weit zurückliegenden Kriegsverbrechen und weiß, der Geier was, aber über die Unmenschlichkeit von Teilbereichen der Schulmedizin wird geschwiegen. Das Publikum sollte für die Zirkelhaftigkeit bei der Schulmedizin sensibilisiert sein. Pharmapillen können große und durch spitzfindige Tests feststellbare Veränderungen eintreten lassen, die Relevanz für die Gesundheit des Patienten wird aber oft nicht kritisch genug beurteilt. Gruß, Richard Friedel

Kala Tara
Beiträge: 33
Registriert: 11. Jan 2006, 19:11

Beitragvon Kala Tara » 23. Jan 2006, 20:43

Ich liebe die Schulmedizin.
Ich bin Schwanger und geh zum Frauenarzt, weil ich wusste, das was nicht stimmt mit der Schwangerschaft.
Der Arzt untersuchte mich mit ultraschall und konnte nichts finden. Darauf gab er mir die Diagnose ich wär Hysterisch und nicht Schwanger.
3 Tage später kam ich mit extzremen Schmerzen im Unterleib ins Krankenhaus und muste Notoperiert werden, weil die Schwangerschaft sich nicht Uterus befand sondern im Eileiter.
Ich hätte nie im leben gedacht, das frau von einer hysterie eine Eileiterschwangerschaft bekommen kann. naja, sachen gibt es...
Die Schulmedizin hat mir zwar das leben gerettet, aber wenn der Schulmedizinische Frauenarzt mich ernst genommen hätte, wär ich nie in Lebensgefahr gewesen.(Er hätte einen urintest machen können)
Und eine Eileiterschwangerschaft ist lebensgefährlich wennn sie nicht Operiert wird.
Am schlimmsten fand ich, als ich nach meinem Krankenhausaufenthalt in eine Medizinische Buchhandlung getappert bin und dort in einem Buch genau die Symptome für eine Eileiterschwangerschaf standen die ich dem Arzt aufgesagt hatte. Ich war ein typischer Lehrbuch Fall und keine Hysterikerin.

Ein anderes mal hatte ich eine Unterleibsentzündung. Ich bin mit fürchterlichen Schmerzen zu einem anderen Frauenarzt gegangen. Dieser wollte mich nicht untersuchen weil ich die Tage hatte, und gab mir nur ein schmerzmittel und den Rat mich wegen periodenschmerzen nicht so aufzuregen und mir eine Wärmflasche aufzulegen.
Eine Woche später waren die Schmerzen immernoch da und ich ging wieder zu ihm. Er konnte nichts finden.
noch eine Woche später konnte ich schon fast nicht mehr laufen und bin mit dem Taxi zu diesem Frauenarzt. Er konnte immer noch keine Unterleibsentzündung feststellen oder irgendetwas was auf sein Fachgebiet hinweisen würde.
Er meinte ich solle am nächsten Tag zu meinem Hausarzt und mich auf eine Blindarmentzündung untersuchen lassen.
Ich bin dann sofort ins Krankenhaus. Dort wurde mir dann geholfen.

So gehen meine Erfahrungen mit Ärzten eigentlich fast immer aus.
Gibt es eigenlich untersuchen darüber wieviel die Ärzte falsch machen? Ich habe einen wegen der Schulmedizin Ruinierten Unterleib und kann wahrscheinlich keine Kinder mehr bekommen. Soweit hätte es aber nie kommen müssen....
ICh hatte damals leider noch nicht den Mut gegen eine Arzt etwas zu sagen. Ich dachte mir, mensch der hat doch studiert, der muss das doch wissen.

Nach dieser Unterleibsentzündung hatte ich über Zwei Jahre extreme Periodenschmerzen. Keiner konnte mir helfen ich taperte von Frauenarzt zu Frauenarzt. Ich bekam immer nur schmerzmittelt.
Wenn ich nach dem Grund der schmerzen Fragte sah ich nur zuckende Schultern.
Der letzte Arzt gab mir dann ein Homöpatisches Mittel. Ich schaute ihn nur groß an und dachte mir nur, das der sie wohl nicht mehr alle hat. Ich probierte das Mittel trozdem und es wirkte fast sofort. ich konnte es am anfang nicht glauben. Zwei Jahre jeden Monat 3 Tage Schmerzhölle und dann hilft einen so ein deppertes Mittelchen wo die anderen Ärzte die mir nicht helfen konnten, wahrscheinlich darüber sagen, es wäre humbug.


Ich denke jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen.
Und meine ist, das auch Schulmediziner fehler machen nur wenn sie einen Fehler, kann er auch sehr Fatal sein für das Persönliche Leben der Betroffenen.

Ausserdem sollte man sich immer vor augenhalten, das weder ein HP noch ein Arzt immer recht hat. Vorallem nicht dann wenn es dem eigenen Gefühl wiederspricht.

Wenn ich mir dann aber noch den Hype der Massenpresse anschaue der immer zu irgendwelchen Themen gemacht wird, ist das Gerade im gesundheitlichen Bereich fatal. Wir haben leider keine Presse die aufklärt, sondern eine Presse in der es häufig um verkaufszahlen und einschaltquoten geht. Der heutige Mensch hat leider nicht nur ein mehr an Information, sondern leider auch ein mehr an Fehlinformation.

Liebe Grüße
Kala Tara


Bumble Bee
Beiträge: 11
Registriert: 1. Jun 2005, 04:43

Beitragvon Bumble Bee » 24. Jan 2006, 20:12

Ich finde auch nicht ein differenziertes Testergebnis wie meist bei STIFTUNG WARENTEST zu bemängeln, sondern die miserable Berichterstattung der meisten Medien. Die dritten Programme, 3sat, Arte, Phoenix sind in der Regel wesentlich besser. Die anderen Programme, besonders RTL und Sat1 werden doch wohl eher für's denkfaule Konsumenten-Publikum und schnellen, häufig seichten Verbrauch konzipiert.

Das ist meine Meinung. Die Antworten sind eben nicht immer EINFACH und SIMPEL wie die Überschriften, auf die viele reinfallen, weil sie ihren eigenen Keks nicht mehr anstrengen wollen bzw. im günstigeren Falle, der auch mal was entschuldigt, nicht können. Ich finde, ein gesundes Misstrauen oder eine erhebliche Vorsicht ist bei den Medien durchaus angebracht. Es geht denen um Marktanteile und sonst nichts.

Bumble Bee
Beiträge: 11
Registriert: 1. Jun 2005, 04:43

Beitragvon Bumble Bee » 24. Jan 2006, 20:20

Im vorliegenden Fall, vermute ich, hat wohl eher Richard recht, das St. Warentest eher etwas von anderen Tests als von medizinischen Dingen versteht. Aber deshalb eine andere Zeitschrift wie Öko-Test abzubestellen, finde ich ehrlich gesagt mehr als komisch ...



   

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