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Aufregung!!!

Klatsch & Tratsch

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Mäuschen
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Aufregung!!!

Beitragvon Mäuschen » 21. Okt 2005, 15:21

Hallo Ihr Lieben,
es ist mal wieder soweit..... :evil: , ich könnte platzen vor Wut.
Meine Nachbarin erzählte mir eben, dass ihre Tochter (20), vor einer Woche im Badezimmer nach dem Haarewaschen zusammengesackt sei, sie sei nicht mehr richtig ansprechbar gewesen, war leichenblass und hat am ganzen Körper gezittert. Die Nachbarin war dabei, als es passierte und hat gleich die Rettungsleitstelle angerufen. Dort hat man nach dem behandelnden Arzt gefragt und sie vertröstet, es würde sich gleich jemand melden. Daraufhin hat die Praxis des Hausarztes angerufen und der Arzt hat sich am Telefon schildern lassen, was passiert ist....(die junge Frau war noch immer nicht richtig bei Bewußtsein!), er meinte dann, sie solle sich noch bisschen hinlegen und am Nachmittag zur Sprechstunde erscheinen, da er jetzt leider keine Zeit hätte :???: , was sagt Ihr denn dazu...., dass darf doch nicht wahr sein..... . Sie sind dann wahrhaftig erst am Nachmittag zum Hausarzt (ich wäre vermutlich hysterisch geworden und hätte doch einen Notarzt gerufen), -der Tochter ging es nach ca. 1/2 Stunde etwas besser-, er meinte nur: "Ach, so schnell stirbt es sich nicht, du bist ja noch jung....., das ist alles der Streß!" . Die Tochter hatte sowas noch nie vorher gehabt!
Derselbe Arzt wurde gestern vom Altenpflegeheim, welches er auch betreut, angerufen, weil eine ältere Dame gestürzt war. Sie hatte eine große Platzwunde an der Stirn und hat außerdem aus der Nase geblutet. Er meinte zum Pflegepersonal, sie sollen ein Pflaster auf die Wunde kleben und er käme dann mal am nächsten Tag am Nachmittag vorbei. Die Schwester sagte noch zu ihm, dass es sich um eine sehr große Wunde handele und diese bestimmt genäht werden müße..... , darauf meinte er nur, ach die Wunden an der Stirn sehen immer schlimmer aus, als sie sind ( :evil: und das per Telefon!).
Ich hab mich jetzt so aufgeregt, dass ich richtig Magenschmerzen habe.

Bitte seid so lieb und sagt mir doch mal Eure Meinung dazu! Vielleicht bin ich zu aufgeregt, um klar denken zu können!
LG
Iris
Mein Motto: Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr......


lordvader
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Beitragvon lordvader » 21. Okt 2005, 21:58

Hallo Iris!

Solche Fälle sind leider nicht die Ausnahme ... es kommt leider öfter vor :-?
Bei uns in Ösiland gabs vorigen Winter helle Aufregung als eine Ärztin sich weiterte in der Nacht zu einem Patienten zu fahren der dann aber auch verstorben ist ... es hatte geschneit und sie wollte das Auto nicht von Schnee befreien ...

Leider habe ich den Eindruck, dass sich nicht wenige Ärzte nicht sehr um das Wohl der Patienten scheren sondern sie öfter gar als Bittsteller ansehen. Da wird gejammert dass sie sowenig verdienen, dabei sind grad die Praktiker die denen es noch am besten geht ...
Ich hör jetzt mal auf, sonst wird mir noch schlecht wenn ich weitere Geschichten erzähle.

SeeBär
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Ändern...

Beitragvon SeeBär » 22. Okt 2005, 08:49

Ändern können wir nur, indem wir die Einstellung der Behandelnden zu ihren Patienten wieder auf den richtigen Weg bringen....in diesem Fall wäre eine Andeutung / "Anzeige " bei der zuständigen Landesärztekammer ( Hessen / Wiesbaden ) mit Hinweis auf unterlassene Hilfeleistung allerdings angebracht, um einen Stein ins Rollen zu bringen.
Gruß vom Meer, wo es gerade heftig stürmt und schüttet...
SeeBär :wink:

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Mäuschen
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Beitragvon Mäuschen » 22. Okt 2005, 10:35

@Lordvader,
ja, mir ist auch richtig schlecht...., ich kann das einfach nicht akzeptieren. Mir hat mal ein Bekannter gesagt, ich wäre weichlich und hätte ein "Helfer-Syndrom", das wäre in der heutigen Zeit nicht mehr angebracht. Nach diesem Gespräch bin ich ihm fast ins Gesicht gesprungen...., bin aber in einem guten Elternhaus aufgewachsen :o , also hab ichs darauf belassen und führe seitdem keine Gespräche mehr mit dieser Person. :evil:

@Seebär,
das mit der Anzeige an die Ärztekammer habe ich auch der Nachbarin vorgeschlagen - sie will es sich noch überlegen, es sei ja, Gott lob, nichts passiert.....ich könnte schreien, bringt aber nichts. Ich habe auch gesagt, soll denn erst was passieren oder wie...., für meine Person ist dieser Arzt jedenfalls erledigt, der kriegt meine Familie nur noch zu sehen, wenn wir uns zufällig im Dorf begegnen <<<< ich bin wahnsinnig enttäuscht!

Alles das, was ich mir immer geschworen habe, treten diese ignoranten, egoistischen, geldgierigen, miesen Ärzte, mit Füssen und haben noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei. Ich versteh nicht, warum sie Ärzte geworden sind, das ist mir zu hoch :eek: .

Trotzdem vielen Dank für Eure Antworten!
LG
Iris
Mein Motto: Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr......

SeeBär
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Aber bitte...

Beitragvon SeeBär » 22. Okt 2005, 16:21

Liebes Mäuschen...
bitte.... verpauschalisiere niemals durch Deine Erfahrungen...ich kenne eine Menge Ärzte / Ärztinnen, mit denen ich sogar gut & gerne zusammenarbeite, ebenso weiß ich auch von Kolleginnen/Kollegen in meinem Berufsstand, denen es nur ums Geld geht und die Dir dafür auch Humbug als Heilmittel andrehen.... das ein oder andere schwarze Schaf wirst Du also überall finden, aber das darf Deinen Zorn und Groll nicht zum Rundumschlag werden lassen...

Om namah shivay!

Einen lieben Gruß vom Meer

SeeBär :wink:

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Mäuschen
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Beitragvon Mäuschen » 23. Okt 2005, 18:13

:o Hallo Seebär,
wie wirke ich denn nur..... :eek: ,
ich werde mich doch nicht hinreißen lassen, einen "rundumschlag" auszuführen. Ich kenne auch eine Menge Ärzte, denen ich wirkllich blind vertraue (z.B. unserem Kinderarzt) :wink: .
Ich habe wirklich nur von den "schwarzen" Schafen gesprochen.

Also keine Bange, ich schätze ich gehöre immer noch zu den Menschen, die sehrwohl auch positiv denken können und ich glaube auch, ich habe einen recht guten Verstand, mir nichts von den Miesmurksern vormachen zu lassen..... ;) .
LG
Iris
PS: Finde ich aber extrem nett von Dir, wie Du um mein "Seelenheil" besorgt bist! :wink:
Mein Motto: Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr......


antsche
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Beitragvon antsche » 29. Okt 2005, 02:53

Eine ähnliche Geschichte hat mir meine Ex-Dozentin erzählt: Ein Patient hat sie sonntags angerufen und um Hilfe gebeten, weil er ein komisches Kribbeln in beiden Armen habe. Auf die Antwort, er möge sich bitte ins Krankenhaus begeben, weil sie Verdacht auf Apoplex habe, sagt er, er sei schon dagewesen und man habe ihm gesagt, das kommt aus der Schulter.

Sie hat den Patienten also untersucht, war sehr im Zweifel an der o.a. Diagnose, vermutete weiterhin Apoplex und riet dem Patienten auf jeden Fall am nächsten Tag den Hausarzt aufzusuchen.
Dessen Diagnose: Bandscheibenvorfall im HWS-Bereich, Therapie: Spritze (wahrscheinlich Procain o.ä.) und CT zwei Tage später.

Also musste wieder die HPin ran, die sich nun also halbherzig der Diagnose zweier Ärzte anschloss und den Patienten vorsichtig chirotherapeutisch behandelte. Dies zweimal mit allen "Turnübungen", die dazu notwendig waren. Weiterhin Zweifel an der Richtigkeit der Diagnosen.

Patient war wieder bei Hausarzt, erneut Spritze! War aber nicht rauszukriegen, was für eine.

Gleicher Tag abends, regnerisch, dunkel.
Die Taubheit in den Armen sei sehr schlimm und trotz des Arztbesuchs nicht besser. Die HPin soll doch unbedingt noch vorbeikommen. Sie kommt!
HPin machte Akupunktur - und siehe da, es trat eine heftige Entlastungsblutung auf. Sie verliess den Patienten - neben entsprechender Unterweisung - noch mit den Worten: Da bin ich ja mal aufs CT gespannt - sie jedenfalls bezweifle weiterhin einen Bandscheibenvorfall!

Keine halbe Stunde später kam ein Anruf von der Frau des Patienten, dass er mit hängender Unterlippe von der Toilette zurückgekommen sei und ganz komisch aussehe. Was könne man den nun unternehmen?

Die HPin riet zu sofortiger Alarmierung des Rettungsdienstes und Verbringung ins Krankenhaus, da sich ihr Verdacht auf Apoplex gerade bestätigt habe.

Das war dann nochmals eine Geschichte für sich. Der Rettungsdienst kam nämlich nicht, weil kein Wagen da war. Der zusätzlich(!) angerufene Hausarzt riet nur dazu, der Sohn solle doch kommen und den Patienten ins Auto packen. Na klar, bei Nacht und Regenwetter ... da kommt man nicht gerne!

Fazit vom Ganzen: Natürlich war`s ein Apoplex!
Aber noch heute (3 Jahre danach) geht der Patient zu genau diesem Hausarzt - zur Heilpraktikerin kam er nie mehr! Den letzten Teil der Geschichte erfuhr sie auch nur auf Nachfrage von der Tochter des Patienten.
Was sagt man dazu?

Meine Dozentin sagt immer nur, dass sie froh ist, ihrem klaren Verstand und ihrem Können vertraut zu haben und wie froh sie ist, dass dem Mann nichts passiert ist. Sie habe aus dieser Sache ausserdem viel gelernt.

Aber mich lässt einfach nicht los, wie dieses Patientenverhalten Einblick in das "Gottvertrauen" dem Arzt gegenüber gibt, das ja unumstösslich scheint - besonders in der älteren Generation. Schrecklich!
LG, antsche

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Mäuschen
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Beitragvon Mäuschen » 29. Okt 2005, 13:45

Hallo antsche,
Du hast vollkommen Recht, ich habe auch bereits mehrfach erleben "müssen", wie "anhänglich" die ältere Generation ist...., hier bei uns ist mit besagtem Doktor schon einiges schiefgelaufen aber die "Alten" rennen nach wie vor hin...., bei den "Jungen" habe ich das Gefühl, dass sich das Blatt wendet (wünsch ich mir auch!).
LG
Iris :wink:
Mein Motto: Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr......

antsche
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Beitragvon antsche » 31. Okt 2005, 20:25

Ach, weisste, da bin ich mir nicht so sicher mit den jungen Leuten! Solange die Kassen zahlen, geht man halt zum Arzt und wenn der sich seit neuestem auch noch als "Naturheilkundler" geriert ... dann zahlt man auch dort schon mal für Akupunktur, Eigenblut oder "Homöopathie".

Ich könnte an die Decke springen über manche Sachen, die ich so zu hören kriege! :evil:

Man merkt absolut das Unwissen und die Ignoranz der Schulmediziner in Bezug auf die Naturheilkunde. Aber nach dem Motto "Wenn`s der Patient will, dann soll er/sie es kriegen und ich habe die IGELeistung" wird heutzutage haufenweise verfahren.
Ich selbst erlebe es immer wieder in der Praxis, wenn ich Akupunktur vorschlage. Dann heisst es immer "Hatte ich schon bei dem und dem Arzt ... hat aber nix gebracht!"
Wenn ich mir dann schildern lasse, wie die Akupunktur abgelaufen ist, dann wundert mich das auch gar nicht! Wie soll`s denn wirken, wenn ein paar Nadeln nach Arzneibuch gestochen werden, der Patient irgendwie mit chinesischem Gedudel eine halbe Stunde ruhiggelegt wird und dann die Sprechstundenhilfe die Nadeln rausnimmt! ?
Da kriegste echt zuviel!!!!
LG, antsche



   

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