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„Die Organuhr; die Meridiane“

Aromatherapie, Ayurveda, Eigenurintherapie, Farbtherapie, .....

Moderator: Angelika

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Ursula
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„Die Organuhr; die Meridiane“

Beitragvon Ursula » 2. Okt 2003, 12:23

„Die Organuhr; die Meridiane“

Die Organuhr ist ein sehr altes Instrument, das (ca. 200 v.Chr.) in der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelt wurde. Mit ihrer Kenntnis kann auch hier im Westen bzw. in der westlichen Medizin vieles verstanden und leichter behandelt bzw. vorbeugend reguliert werden.
Chi, die alles durchströmende Lebenskraft, zirkuliert im menschlichen Organismus nach klaren Gesetzmäßigkeiten. Chi fließt hier vor allem in den sogenannten Meridianen, einem Netzwerk von energetischen Bahnen, die den gesamten Körper durchdringen. Jedem Organ bzw. dem gesamten Organsystem der chinesischen Medizinlehre sind Energiekanäle (Meridiane) zugeordnet, die sowohl oberflächlich als auch in der Tiefe verlaufen.
In der chinesischen Medizin spricht man von 12 Hauptleitbahnen = Meridianen die jeweils paarig d.h. auf beiden Körperseiten (Körperhälften) verlaufen. Die frühen chinesischen Ärzte haben erkannt, dass die Lebenskraft in Form einer Welle alle Meridiane durchflutet. Jeder Meridian und das damit verbundene Organsystem zeigt deshalb im Laufe eines Tages charakteristischerweise einen maximalen (Völle) und einen minimalen (Leere) Zustand der auch als Kreislauf der Meridiane oder das bekanntere als „Organuhr“ beschrieben wird.

Jeder Meridian wird für zwei Stunden (eine „chinesische Stunde“) maximal mit Chi durchflutet; - und genau zwölf Stunden später ist seine Energie am schwächsten.

Der Lungen-Meridian beispielsweise hat seine maximale Zeit zwischen 3.00 u. 5.00 Uhr morgens und seine schwächste Zeit zwischen 15.00 u. 17.00 Uhr nachmittags.

Diese zeitlichen Zusammenhänge werden auch als diagnostisches Mittel in der traditionellen östlichen Medizin eingesetzt.

Im Falle eines Fülle – Zustandes verstärken sich die Beschwerden in der Maximalzeit; andererseits;
im Falle eines Leere- Zustandes verstärken sich die Beschwerden in der Minimalzeit.

Umgekehrt:
Bessern sich Leere-Beschwerden in der Maximalzeit und Fülle-Beschwerden in der Minimalzeit.

Organ Maximalzeit Minimalzeit
Lunge 03.00 - 05.00 15.00 – 17.00
Dickdarm 05.00 - 07.00 17.00 – 19.00
Magen 07.00 - 09.00 19.00 – 21.00
Milz/Pankreas 09.00 – 11.00 21.00 – 23.00
Herz 11.00 – 13.00 23.00 – 01.00
Dünndarm 13.00 – 15.00 01.00 – 03.00
Blase 15.00 – 17.00 03.00 – 05.00
Niere 17.00 – 19.00 05.00 – 07.00
Perikard 19.00 – 21.00 07.00 – 09.00
Dreifacher Erwärmer 21.00 – 23.00 09.00 – 11.00
Gallenblase 23.00 – 01.00 11.00 – 13.00
Leber 01.00 – 03.00 13.00 – 15.00


Anliegende Links zeigen auch, dass auch mit Schüßler Salzen nach der Organuhr gearbeitet wird: Die Links funktionieren nicht mehr!

Beate


Future
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Beitragvon Future » 28. Dez 2003, 18:25

Hallo, ich hab mal dazu einige Frage:

Wann ist es den am besten zu essen? Die Magenzeit gibt es ja nur einmal. Also morgens? Ein Autor schrieb mal, dass es besser ist, wenn man morgens nichts esse. Und wenn man jetzt noch die 12h mit einbezieht. Wann ist es den nun am besten, frag ich mich?

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Beate
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Beitragvon Beate » 28. Dez 2003, 19:55

Hallo Future,

hast Du schon mal von diesem Spruch gehört?

Morgens esse wie ein Kaiser,
Mittags esse wie ein König,
Abends esse wie ein Bettler


Seit ich mich mit TCM beschäftige, bzw. die Organuhr kenne, kann ich den Sinn verstehen.

Also die beste Zeit wäre von 7.00 – 9.00 Magen (Kochtopf)
kann auch bis 9.00 – 11.00 Milz/Pankreas ( Aufbereitung)
sein.

Magen:
Entspricht einem großen Kochtopf, in dem die Basis für das nachgeburtliche Qi aus der Nahrung und den Getränken zubereitet wird. Die Nahrungsessenz wird zur Weiterverwertung an die Milz und den Dünndarm weitergeleitet. Für seine Aufgabe des „Einkochens“ braucht der Magen viel Flüssigkeit und reagiert daher empfindlich gegen Trockenheit.

Milz:
Sie ist verantwortlich für die Aufnahme, Aufbereitung und Verteilung der Nahrung: materielle Basis des Körpers und des nachgeburtlichen Qi
Entsprechung in einem Feudalstaat:
Minister für Wirtschaft und Ernährung, Proviantmeister.

Beziehung zwischen Magen und Milz:
Ihre Aufgaben sind eng miteinander verbunden, manchmal kaum zu trennen.
Milz ist Yin, ihr Qi steigt auf; sie neigt zu Yang-Mangel und Kälte-Symptomen; sie liebt Trockenheit und leidert unter Feuchtigkeit.
Magen ist Yang, sein Qi steigt ab; er neigt zu Yin-Mangel und zu Hitze-Symptomen, er liebt Feuchtigkeit und leidet unter Trockenheit.

Milz und Magen werden dem Erdelement zugeordnet.

Beate :wink:

kuehlmus
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Organuhr Möglichkeiten zur Untersuchung

Beitragvon kuehlmus » 20. Jul 2007, 03:50

Liebe Leser,

grundsätzlich bin ich jeglichen alternativen Medizinrichtungen äußerst skeptisch gegenüber eingestellt. Doch es gibt etwas, wozu es bisher in der ausschließlich empirisch aufgebauten Schulmedizin keine Erklärung dafür gibt.
Es kommt bei mir häufiger vor, dass ich zu bestimmten Uhrzeiten aufwache, und dann exakt 2 Stunden lang nicht wieder einschlafen kann. Genau in jetzt, in denen ich hier diesen Beitrag schreibe ist wieder genau eine solche Phase. (Vergleicht dazu doch bitte die Zeit, zu der ich hier poste.) Laut der Organuhr trifft der Zeitpunkt zu dem ich aufgewacht bin exakt mit der Hochphase der Leber zusammen. Die Umstellung auf Sommerzeit habe ich natürlich berücksichtigt.
So, und jetzt zu meiner Frage: Wo kann ich diese offensichtlich pünktlichen Zeitzusammenhänge wissenschaftlich untersuchen lassen? Es geht mir hier wirklich um "echte" und vor allem "handfeste" Untersuchungen. Ich verstehe darunter, dass man da eine Studie mit mehreren hundert Personen durchführt, und jegliche Fehlerquellen, die sich eventuell in die Studie einschleichen könnten, durch Vergleichsstudien o.ä. herausrechnet.
Ich könnte mir da z.B. vorstellen, dass man da von allen teilnehmenden Personen die Leberwerte untersucht und anschließend über einen längeren Zeitraum deren Schlafzyklen dokumentiert. Das gleiche mit der Lunge, Herz usw. Und um das ganze zu validieren müsste man dann auch noch die Schlafzyklen einer Vergleichsgruppe untersuchen, die allerdings nicht über den Mechanismus der Organuhr aufgeklärt werden, um den Placeboeffekt ausschließen zu können.
Von jeder weitergehenden Interpretation, die zu den Ergebnissen dieser Studie eventuell gemacht werden, möchte ich allerdings Abstand gewinnen. Was für mich zählt sind die knallharten Fakten.
Wenn jemand weiß, wo es solche Studien gibt, wäre ich sehr dankbar, wenn mir jemand kurz dazu Bescheid geben könnte.

So und jetzt, ich glaube es kaum - der Zeiger nähert sich der vollen Stunde, und ich werde langsam wieder müde. Da gehe ich auch gleich wieder ins Bett, schließlich muss ich morgen wieder aufstehen. ;-)

Grüße
Siegfried

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Beate
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Re: Organuhr Möglichkeiten zur Untersuchung

Beitragvon Beate » 20. Jul 2007, 09:09

So, und jetzt zu meiner Frage: Wo kann ich diese offensichtlich pünktlichen Zeitzusammenhänge wissenschaftlich untersuchen lassen? Es geht mir hier wirklich um "echte" und vor allem "handfeste" Untersuchungen. Ich verstehe darunter, dass man da eine Studie mit mehreren hundert Personen durchführt, und jegliche Fehlerquellen, die sich eventuell in die Studie einschleichen könnten, durch Vergleichsstudien o.ä. herausrechnet.
Ich könnte mir da z.B. vorstellen, dass man da von allen teilnehmenden Personen die Leberwerte untersucht und anschließend über einen längeren Zeitraum deren Schlafzyklen dokumentiert. Das gleiche mit der Lunge, Herz usw. Und um das ganze zu validieren müsste man dann auch noch die Schlafzyklen einer Vergleichsgruppe untersuchen, die allerdings nicht über den Mechanismus der Organuhr aufgeklärt werden, um den Placeboeffekt ausschließen zu können.
Von jeder weitergehenden Interpretation, die zu den Ergebnissen dieser Studie eventuell gemacht werden, möchte ich allerdings Abstand gewinnen. Was für mich zählt sind die knallharten Fakten.
Wenn jemand weiß, wo es solche Studien gibt, wäre ich sehr dankbar, wenn mir jemand kurz dazu Bescheid geben könnte.
Grüße
Siegfried
Zunächst einmal willkommen hier bei uns im Forum und zu Deinem Vorhaben wünsche ich Dir viel Erfolg.
Beate :wink:

kuehlmus
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Registriert: 20. Jul 2007, 03:18

Re: „Die Organuhr; die Meridiane“

Beitragvon kuehlmus » 28. Apr 2019, 22:07

Hallo zusammen,

ich habe es herausgefunden, weshalb ich nachts zur aktivsten Zeit der Leber nicht schlafen kann!

Aber zuerst einmal einen großen Dank an die Administratoren, dass mein Kommentar aus dem Jahr 2007 heute im Jahr 2019 noch auffindbar ist. So kann ich selbst die Antwort zu meiner damaligen Frage schreiben. :D

Seit über 15 Jahre habe ich das Problem, dass ich praktisch jede Nacht 2 Stunden lang nicht schlafen konnte. Und hier die Erklärung:
Die Leber synthetisiert Transportproteine. Diese haben die Aufgabe, Fette aus der Nahrung, die den Darm passiert, aufzunehmen und an die peripheren Stellen im Körper zu transportieren, so dass dort Energie zur Verfügung steht. Eines dieser Transportproteine ist das Lipoprotein (a). Der Medianwert der Blutkonzentration in der Bevölkerung dieses Lp(a) liegt bei 5 mg/dl. In meinem Blut schwimmen dagegen über 75 mg/dl von diesem Lp(a) herum. Nachts, wenn die Leber gemäß der Organuhr am aktivsten ist, steht mir folglich die meiste Energie zur Verfügung. Leider ist die Konzentration des Lp(a) im Blut genetisch festgelegt, so dass mir einzig die Möglichkeit bleibt, mich extrem fettarm zu ernähren. Soweit ich es bisher austesten konnte, schlafe ich sehr gut, wenn ich am Tag nicht mehr als 10 g Fett esse (Das ist anspruchsvoll wenig!). Nach diesen vielen Jahren, in denen ich schlecht geschlafen habe, wurde für mich ein guter tiefer Schlaf zu etwas sehr Wertvollem, so dass ich tatsächlich gerne auf all' die leckeren Lebensmittel verzichte. Selbst wenn ich die letzten Jahre einmal nachts schlafen konnte, war das nie ein besonders guter Schlaf.

Übrigens haben in etwa 20% der Bevölkerung einen erhöhten Lp(a)-Wert. Zugegeben nicht so ungewöhnlich hoch, wie es bei mir der Fall ist.

Und wenn ich noch etwas zu meinem 12 Jahre alten Post schreiben darf: Mittlerweile bin ich etwas aufgeschlossener (nicht nur) zu alternativen Heilverfahren und würde das was ich damals vor 12 Jahren geschrieben habe, deutlich diplomatischer formulieren.

Grüße
Siegfried


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Angelika
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Re: „Die Organuhr; die Meridiane“

Beitragvon Angelika » 2. Mai 2019, 19:16

Hallo Siegfried,

danke für deinen Beitrag, schön dass du dir selber helfen konntest!

Hast du auch schon einmal eine Leberreinigung gemacht?

https://www.natur-forum.de/forum/viewto ... =11&t=2197

Als Öl würde ich dir Mariendistelöl empfehlen, die ist besonders als Leber-Heilpflanze bekannt. Sie schützt die Leber vor schädlichen Einflüssen.

Viele Grüße
Angelika


   

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