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Heilfasten

Aromatherapie, Ayurveda, Eigenurintherapie, Farbtherapie, .....

Moderator: Angelika

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Truidel
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Heilfasten

Beitragvon Truidel » 30. Jan 2002, 16:45

Hallo,
ich habe vor, wie schon seit vielen Jahren, ab Aschermittwoch wieder mit Heilfasten zu beginnen.
Es geht mir danach immer viel besser.
Der Körper, und was noch wichtiger ist, der Geist befreit sich von "altem Müll"
Wer hat Interesse sich hier auszutauschen, bzw. während der Fastenzeit über eigene Erfahrungen, die ja jedes Mal anders sein können, zu unterhalten.
Liebe Grüße
Truidel


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Kräuterfee
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Heilfasten

Beitragvon Kräuterfee » 30. Jan 2002, 18:27

Hallo Truidel,

Druide ? Wieso nennst Du das Thema so ? - Da war jetzt einer schneller - danke MOB ! :top:
Da habe ich erst mal überlegt wegen den festlichen Zeiten bzw. Zwischenzeiten. Und dachte ich stehe auf der leitung. Da fällt mir bloß der "Februarvorabend" der sogenannte "Imbolc" ein.
Und der hat dieses Motto: Imbolc steht für die Mitte des Winters, ab diesem Tag verliert der eisige Hauch des Winters immer mehr von seiner schneidenden Schärfe. Heute ist Imbolc wohl eher als Lichtmeß bekannt. (40 Tage nach Weihnachten - 2.2. Maria Lichtmeß oder war's früher nicht der 1. Februar bei den Kelten ? Wie auch immer, ist aus einem keltischen Fest ein christliches geworden.) An diesem Festtag ist es Brauch eine Kerze anzuzünden und über Nacht brennen zu lassen.
Da wird gefeiert zu Ehren der "großen Mutter".
Du möchtest Aschermittwoch anfangen ? "Am Achermittwoch ist alles vorbei..." *lach weg* - Spaß am Rande - ich entschlacke auch, aber nicht direktes Heilfasten (a la Kohl z.B.) .
Die 40 Tage ? Also bis Karfreitag oder bis grünen Donnerstag ???
Bin gerne bereit Tipps zu geben, bin schon voll am Entschlacken und bin vital und fit und habe Kraft von innen, ohne eine gewisse Heilfastenmethode anzuwenden.
Es gibt tolle Rezepte !
Mir fällt bestimmt noch vieles zur Ausleitung und Entschlackung ein, besonders für diejenigen, die nicht hungern wollen, aber auch gern abnehmen und den Körper entschlacken möchten. Denn ich esse fast den ganzen Tag über und nichts bleibt 'drauf *lach weg*

also nach dem Motto: "carne vale" - zu gut deutsch: Fleisch, lebe wohl !

Liebe Grüße
Fee :wink:

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Beitragvon Truidel » 31. Jan 2002, 14:21

Sorry, das mit dem Druiden war natürlich ein Irrläufer, obwohl ich das Wissen der „Alten, Weisen der Kelten“ sehr schätze!
Der Zeitpunkt Aschermittwoch als Fastenbeginn hängt damit zusammen, dass im Februar die Tage sicht- und spürbar länger werden. Der in uns schlummernde Instinkt sagt uns, dass nun eine Änderung ansteht. Der Organismus ist jetzt in Erwartungsbereitschaft.
Die 40 Tage bis Ostern werde ich auf jeden Fall ohne Süßkram und ohne Alkohol verbringen. Zur Einleitung der Fastentage stehen bei mir immer 2 - 4 sog. Entlastungstage an. Z. B. 2 Tage Rohkost und 2 Obsttage....... Muß weg, später mehr
VLG
Truidel

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 31. Jan 2002, 15:03

Hallo Truidel,

jetzt sprichst Du von Fasten allgemein.
Zwischen Fasten und Heilfasten liegt aber ein gewaltiger Unterschied - ich bin schon gespannt über Deine Ausführung - schade, daß Du keine Zeit hattest...

Es wird zwischen drei Fastenformen unterschieden.
* Klassisches Fasten - Verzicht auf feste und flüssige Nahrung, wobei der Organismus reichlich mit Flüssigkeit versorgt wird.
* Trockenes Fasten - Verzicht auf Nahrung jeder Art mit Ausschluss der Flüssigkeitseinnahme.
* Kombiniertes Fasten - wenn innerhalb einer Kur klassische sowie trockene Fastentage abwechselnd durchgeführt werden.
dann gibt's noch Fastenformen nach Buchinger, Mayr, oder Schrott - zählen aber zur Diät glaube ich. Von Urinfasten habe ich auch schon gehört....
Ich hatte schon angedeutet, daß ich kein Anhänger der verschiedenen Heilfastenformen bin. Und wenn sollte sie unter Aufsicht eines Arztes und in Kombination verwendet werden. Und was machen diejenigen die arbeiten müssen ?

Hier hat sich auch meine Meinung bestätigt:

Ernährungsexperten haben vor den gesundheitlichen Folgen von "Heilfasten" gewarnt. "Wer fastet, betreibt Raubbau am Körper", sagte Sven-David Müller vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.).
Menschen, die sich ohne ärztliche Kontrolle ausschließlich flüssig ernährten, schadeten ihrer Gesundheit, betonte Müller. "Der Körper glaubt, es ist eine Hungerszeit und mobilisiert Energie aus der Muskulatur." Der Herzmuskel könne mit Rhythmusstörungen und Kammerflimmern reagieren. Durch den hohen Flüssigkeits- und Elektrolytverlust könne Fasten auch zu niedrigem Blutdruck, körperlicher Schwäche, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Kälteempfinden führen.
Ursprünglich habe das Fasten religiöse Motive gehabt, erläuterte Müller. Inzwischen werde es eher zur Gewichtsreduktion "missbraucht". Der Körper verliere bei der deutlich niedrigeren Energiezufuhr insbesondere Flüssigkeit und baue Muskeln ab. Das Fettgewebe bleibe dagegen weitgehend erhalten.
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 1. Feb 2002, 07:51

Hu, hu Truidel,

hier schon mal ein Fastentee von Hildegard von Bingen:

Hildegard Fasten-Kräutertee
Wirkungsvoll mit Holunderblüten, Salbei, Schafgarbe, Löwenzahnblätter, Wacholderbeeren, Quendel, Schlüsselblumen und Gänseblümchen.

Liebe Grüße
Fee

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Fasten - Heilfasten

Beitragvon Truidel » 1. Feb 2002, 08:58

Merci für den Tee. Werde ihn am Wochenende ausprobieren.
Nun ist mir klar, dass es verschiedene Standpunkte über das Fasten gibt. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es mir immer wieder Kraft gegeben hat.
Fasten – fast – fest im erweiterten Sinne von festigen. Schon seit Urzeiten benutzten Menschen die Technik des Fastens als „Mittel zur Festigung“.
Schon zur Zeit des Hippokrates, im 4. Jahrhundert vor Christus wurde das Fasten gezielt eingesetzt. Pater Bernhard von Malta führte zu Beginn des 18. Jahrhunderts echte Kuren von etwa drei Wochen durch. Er setzte das Fasten bewußt therapeutisch ein. Aber das überlassen wir doch besser den Fastenärzten. Ich möchte hier nur über das Fasten von gesunden Menschen, die das vorher mit ihrem Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt haben, sprechen.
Auf keinen Fall sollten Menschen mit Essstörungen, nach Operationen, oder durch längere Krankheiten geschwächte, Schwangere oder Stillende heilfasten.
Das fasten, das ich praktiziere ist angelehnt an Buchinger und beginnt, wie schon erwähnt mit 1 – 2 Rohkosttagen, an denen man sich ausschließlich von Rohkost ernährt und reichlich Wasser oder Kräutertee trinkt. Schwarzer, grüner Tee oder Kaffe sind in dieser Zeit tabu, was bei Menschen, die regelmäßig Koffein oder Teein zu sich genommen haben, zu Entzugserscheinungen führen kann. Danach, je nach Befinden noch 1 – 2 Obbsttage, bei denen man glaubt, weniger Flüssigkeit zu brauchen, da die meisten Obstsorten sehr wasserhaltig sind. Sinn der Obsttage ist einerseits in einer Basenanreicherung des Körpers, andererseits sollen die großen Rohfasermengen den Dickdarm anfüllen und „letzte Reste früherer Mahlzeiten“, die in den Ecken und Taschen des Darmes liegen mitreißen und zur Ausscheidung bringen. Der Darm soll vor dem eigentlichen Fasten möglichst frei sein. Reste von Körnermahlzeiten verursachen Gärungsdurchfälle, Fleischreste verfaulen , was zu Übelkeit und Kopfschmerzen während des Fastens führen kann. Das eigentliche Fasten beginnt immer mit einer Darmreinigung, die in der Regel mit Glaubersalz durchgeführt wird. Bei unüberwindlicher Abneigung gegen Glaubersalz (wie bei mir) kann man zu FX Passagesalz, Sennesblätter oder Rhizinusöl greifen. Wenn der Darm gereinigt ist, beginnt die eigentlichen „Wüstenwanderung“, bei der nichts mehr gegessen wird.- Später mehr –
VLG
Truidel


Gast

Beitragvon Gast » 1. Feb 2002, 10:07

Hi Truidel,

wie wär's mit einem Kräuter-Klistier zur Darmreinigung ?
Es stimmt, Glaubersalz wäre auch nicht mein Ding. - Interesse ?

Liebe Grüße
Fee

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Beitragvon Truidel » 1. Feb 2002, 12:10

Huhu,
möchte zu Thema Muskelzellenabbau noch sagen, dass es auch da andere Ansichten gibt. In ihrem klassischen Werk „Stoffwechsel und Ernährung“ formulieren die beiden Professoren der physiologischen Chemie bzw. Physiologie, Konrad Land u. Otto Ranke folgende hochinteressante Hypothese: Wenn beim Fasten körpereigenes Material verzehrt, „eingeschmolzen“ wird, dann werden zuerst die minderwertigen Zellen verbraucht. Mit anderen Worten: Sie dienen den höherwertigen Zellen als Nahrung. Das sagt nun – für unser Verständnis in Hinsicht auf Sinn und Zweck des Fastens auch für den Gesunden sehr wichtig – aus, als dass die Arbeitskraft einer Einzelzelle Hand in Hand geht mit ihrer Fähigkeit, nicht gefressen zu werden. Siehe in der freien Natur – fressen und gefressen werden - . Nach einer Fastensperiode steht das Leistungsniveau des Körpers auf einer höheren Stufe. Der Durchschnittswert der biologischen Potenz seiner Zellen ist gestiegen. Dazu gehört natürlich – ganz wichtig – die Ernährung nach dem Fasten. Doch dazu später mehr.
Buchinger sammelte von 1919 bis 35 an 3200 Patienten seine Erfahrungen, die ihn zu folgender Hypothese brachten: In den ersten drei Tagen des Fastens wird der Energiebedarf des Körpers dnoch durch leicht verfügbare Vorräte, wie durch das Kohlenhydratdepot in der Leber und durch „andere im blut kreisende, verfügungsbereite Nahrungsstoffe“ gedeckt. Beim Weiterfasten, länger als jede drei Tage, kommt es zur „Autarkie“ des Körpers, das heißt, der Körper muß zur Aufrechterhaltung des Lebens seine eigene feste Substanz angreifen, da von außen keine Nahrung zugeführt wird und die schnell verfügbaren inneren Reserven erschöpft sind. Beim Gesunden wird nun in erster Linie das Fett angegriffen. Beim Kranken aber gibt es noch eine zweite Gruppe von biologisch minderwertigerem Material:“ Pathologische Ausschwitzungen, Ablagerungen, Fremdstoffe, Eitriges, Schwaches usw. „, schreibt Buchinger. - Es gibt da noch viele interessante Ausführungen, aber ich denke wir sollten uns hier nur mit dem gesunden Fastenden beschäftigen. – gell?
Noch zum den Herzrhythmusstörungen – unter denen ich zeitweilig auch leide – diese treten fast immer dann auf, wenn „meine Seele weint“ , d. h. wenn psychische Probleme auftauchen, mit denen ich gerade nicht zurecht komme. In der Fastenzeit hat höchstens mein Kreislauf manchmal schlapp gemacht. Aber dagegen hilft prima ein Rosmarintee, bei Bedarf noch im Bett getrunken (geht gut, wenn man ihn am Abend zuvor in einer Thermoskanne bereit stellt). Zu anderen sogenannten „Fastenstörungen“, denen man aber allen mit Kräutern (Hallo Fee), viel frischer Luft, und Körperübungen z. B Yoga begegnen kann, werde ich noch berichten. Im übrigen kann man schon auch fasten, während man arbeitet. Die kritischen ersten Tage sollte man dann auf ein Wochenende verlegen. Nach der ersten Darmreinigung, geht es mir meist so gut, dass es kein Problem macht in den Alltag einzusteigen. Kritischer sind die Tage, nach dem Fastenbrechen, wenn man beginnt wieder Nahrung aufzunehmen. Auch diese Tage sollten unbedingt auf ein Wochenende, bzw. 1 – 2 freie Tage legen.

PS an Fee, klaro habe ich Interesse an Kräuterklisier. Laß mal hören

Ein wunderschönes Wochenende wüscht allen
Truidel

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Beitragvon Kräuterfee » 1. Feb 2002, 20:07

Hallo Truidel,

Das Klistier wird am häuigsten bei Verstopfng angewendet, weil es den Darm sofort entleert.
Zu diesem Zweck nimmt man einem viertel oder einen halben Liter Wasser von 18-24 Grad.
Sollte es nicht reichen, wird nach 15-20 min ein neues gemacht (meistens bei schweren Verstopfungen).
Vorteil es werden auf raschendstem wege auch Krankheitsstoffe aus dem Körper befördert, deshalb ist es auch geeignet bei Durchfall.
Bei Darmkatarhh läßt sich ein Einlauf von Leinsamenöl (1oo g auf ¼ l Wasser) heilend einsetzen.
Bei Hämorrhoiden soll das Wasser (evt. Kamillenabsud) eine Wärme von 25-27 Grad haben.
Wie wird’s gemacht ?
Der Patient wird auf eine dichte Gummimatte auf die linke Seite gelegt. Das mit Öl eingefettete Einlaufstück schiebt man ca 5 cm tief in den darm ein und läßt die Flüssigkeit langsam einlaufen. Man tut gut, die Bettpfanne gleich beim Einlauf unterzuschieben. :grin:
Nun, in unserem Fall geht das bestimmt praktischer direkt übern WC.

Ich denke auch Kamille und Leinsamenöl bzw. reines Wasser ist für den Darm und unserem Zweck am besten, da es sehr schonend ist.

Liebe Grüße
Fee

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Beitragvon Truidel » 5. Feb 2002, 15:52

Hat keiner Lust auf´s fasten?????
Hab Dank Fee für die Tipps
mir ist noch eines unklar. Wie mischst Du Leinsamenöl mit Wasser?:-?
VLG
Truidel
PS
Die Rezepte bei dem Thema Tee sind super. Wenn man nicht unbedingt fasten will, kann man sich damit auch toll entschlacken.

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Beitragvon Kräuterfee » 5. Feb 2002, 16:01

Hu hu Truidel,

nun Wasser und Öl mischen sich nicht richtig,(da es sich nach längerem Stehen wieder teilt in seine einzelnen Bestandteile) hast vollkommen recht, da Du es kurz vorher mixt und gleich in's Klistier aufzieht, kurz davor noch mal leicht schüttelst, reicht es aus für den Zweck. Es bleibt so darmschonend und frei von jeglichem Emulgator !

Liebe Grüße
Fee

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Beitragvon Truidel » 5. Feb 2002, 16:13

Superschnelle Antwort. Danke
Hier noch ein paar Gedanken über´s fasten.
Fasten und Yoga
Fasten und Yoga haben nichts mit Religion und dogmatischen Verhaltensweisen zu tun, und dennoch bieten sie Möglichkeiten, die eigene Religion, im Sinne einer Rückbindung (in religio) an den göttlichen Ursprung zu erfahren und den Weg zur eigenen Wesensidentität zu finden.
Fasten ist nicht nur eine gute Reinigungsmöglichkeit für den Körper, sondern auch eine einmalige Chance, den emotional-psychischen Zustand zu klären und die Zukunft konstruktiv neu zu gestalten.
Verunreinigungen des Physischen Körpers wirken sich zwangsläufig auch immer auf das emotionale Verhalten aus. Manche Menschen kennen weder ihre Lebensaufgabe, noch ihr Lebensziel. Daher ist ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Außenwelt gerichtet. Fasten hingegen bringt den Menschen in intensiven Kontakt mit seiner eigenen Wesensidentität. Die Energie wird von der Außenwelt abgezogen und nach innen gerichtet. Und der innerste Kern des Menschen kennt seine Aufgabe und sein Lebensziel genau. – Jesus Christus ist nicht vierzig Tage in die Wüste gegangen um Gewicht zu verlieren, oder um seinen Körper von Schlacken und Giften zu reinigen. Das hatte er sicherlich nicht nötig. Und die Umweltbelastung war vor 2000 Jahren auch noch nicht so stark wie heute. Er ging in die Wüste, um sich zu läutern um seinen innersten Kern zu suchen und die innere Stimme zu hören, Gottes Wort zu vernehmen und eins zu sein mit dem Kosmos. Er holte sich durch das Fasten die Kraft, um seine schwere Lebensaufgabe zu meistern. Fasten bedeutet, seinen Weg zu gehen, selbst wenn dieser noch so schwer sein wird. Fasten bedeutet, die Gegenwart Gottes zu spüren und ihm zu vertrauen. Vertrauen auch dann, wenn Sie das Gefühl haben, vollkommen allein zu sein. Wenn Sie das Wort „allein“ umdrehen, dann ergibt sich daraus „en all“, also „eins mit dem All“. Und wenn sie beim Fasten das Gefühl haben, „eins mit dem All“ zu sein, dann haben Sie die Gegenwart Gottes unmittelbar erfahren. Mit dieser Haltung sollten sie das Fasten beginnen.
Die Gewichtsreduzierung und das Auskurieren von Krankheiten mögen für viele Menschen einen großen Stellenwert einnehmen. Aber das eigentliche Geheimnis des Fastens liegt hinter diesen beiden Dingen. Dieses Geheimnis ist nur persönlich erfahrbar. Und in dieser Erfahrbarkeit liegt die ganze Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft begründet. Es ist der Punkt, an dem es keine Zweiheit mehr gibt. Ein Raum, der voll ist mit Liebe, Licht, Güte, Frieden und Glück. Ein Raum, in dem auch kein Leiden mehr vorhanden ist. Es ist der Moment, in dem Sie berührt werden von einer Kraft, die Sie noch nie in Ihrem Leben vorher wahrgenommen haben und die doch seit Ihrer Geburt immer da war. Das Geheimnis des Fastens besteht darin, diese Klarheit zu bekommen, die innere Stimme wahrzunehmen und ihr zu folgen.

Aus „Fasten und Yoga, Klarheit für Körper, Seele und Geist“ von Bernd Bachmeier“

Bis bald
Truidel

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Beitragvon Truidel » 7. Feb 2002, 12:15

Hallo,

hier noch etwas zur Vorbereitung, bzw. Entscheidungshilfen für Menschen, die noch nicht wissen, ob sie überhaupt fasten wollen, und wenn ja, dann wann. :-?

Der Vorfrühling und Frühling ist geeignet für Grübelnde, Feinfühlige, Ahnungsreiche und Nachdenkliche.

Der Sommer, „um die Jahresmitte“ ist die „mütterliche Freundin des fastenden Kranken“. So eigentlich für jedermann gut geeignet, besonders aber für den Lebensbejahenden, Frohsinnigen, aktiv Suchenden..

Der Herbst für Künstler und Dichter-Menschen, die mehr Bedeutung und reife Tiefe als Glanz und Jugend suchen. Der begeisterte und begeisternde Schwärmer.

Der Winter für den korpulenten und alle, die unter Wärme mehr als unter Kälte leiden. Der Typ ,der gerne zusammenrückt, während „draußen der Sturm heult".

Grüße
Truidel

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RE: Heilfasten

Beitragvon Truidel » 11. Feb 2002, 16:40

Hallo und Helau,

trotz Rosenmontag hier ein Beitrag zu der bevorstehenden Fastenzeit.

Reinigung während des Fastens

Darmreinigung

30 g Glaubersalz oder FX-Pasagesalz (schmeckt etwas „besser“)oder
Sennesblättertee oder
Sauerkrautsaft oder
Rhizinusöl
Manche erlauben auch gekörnte Brühe (2 Liter)
zur Darmentleerung am ersten Tag.
Am zweiten Tag, abführen mit Irrigator mit warmen Wasser dem etwa 0,6 g Glaubersalz pro Liter Wasser zugesetzt wird.
Diese beiden Methoden, während des ganzen Fastens im täglichen Wechsel durchführen.
Man ist erstaunt, was da noch nach Tagen zum Vorschein kommt.

Zungenschaben
Mit einem Kaffeelöffel den weißen Belag auf der Zunge abschaben (1 mal täglich).
Wem das zu unangenehm ist, der kann auch mit der Zahnbürste die Zunge putzen.

Nasenspülung
In eine kleine Kanne mit einer Zotte abgekochtes Salzwasser füllen. Bei schräggehaltenem Kopf die Zotte in das obere Nasenloch führen. Nur noch durch den Mund atmen. Das Wasser läuft aus dem unteren Nasenloch heraus. Danach wechseln.
Auch diese Übung sollte man täglich machen. (hilft im übrigen auch bei Schnupfen)

1 – 2 mal wöchentlich ein warmes Bad (nicht über 37°).

Außer an Badetagen, tägliches Duschen

Leberwickel
Mindestens 1 mal täglich, am besten zu den normalen Essenszeiten mit einem warmen Leberwickel (zur Not tut´s auch eine Wärmflasche auf die Leber) für einige Minuten hinlegen. Das hilft der Leber zusätzlich bei ihrer Entgiftungsarbeit.

Damit die Leber etwas zu entgiften hat, ein munteres Treiben bis dahin wünscht uns allen

Truidel

angelangel
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Registriert: 14. Jan 2002, 01:00

Fasten - Heilfasten

Beitragvon angelangel » 13. Feb 2002, 00:49

Hallo, ...

Heilfasten??? Hab mir schon Gedanken darüber gemacht, aber erst jetzt bin ich entschlossen es doch zu tun. Bis vor drei Jahren war die Adventzeit und die 40 Tage vor Ostern für mich strengstens Fastenzeit. Seit zwei Todesfällen in meiner Familie (Mein Vater 51, und mein über alles geliebter Bruder 21), hatte ich mein Glauben in Zweifel gebracht. Ehrlich gesagt, nach so langer Zeit kann ich sagen, dass ich und mein Glaube noch immer daran leiden. In der letzten Zeit kann ich also nicht sagen, dass meine Glaubensbasis stabil ist. Um damit klar zu kommen bin ich durchaus bereit zu fasten und sich der Yoga widmen (derzeit beschäftige ich mich mit autogenem Training, um nicht verrückt zu werden)... also um mit mir wieder in Kontakt zu treten und mein Inneres wieder zu wecken!
Ich bin Sportlerin, in der Woche laufe ich regelmässig so 2-3 mal je eine Stunde und mache zwei Stunden Aerobic. Wird da meine Leistung gesenkt, wenn ich faste???
Kriegt man da nach dem Fasten kein Heisshunger??? Wie kann ich so was vermeiden??? Wie gesagt, würde gerne fasten, bräuchte aber welche Tipps, weil auch das Gewicht zu halten ist nicht mehr so meine Sache, nehme ab (6-8 kg)und wieder zu (innerhalb von wenigen Wochen), schon seitdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe (9 Monate und 12 Tage), bitte, bitte um jeden Rat!!!
Wie war das mit der Darmreinigung mit dem Ricinusöl??
Ist schon spät geworden, ich melde mich wieder!!!

Liebe Grüße von angelangel



   

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