Zum Inhalt

psychische? körperliche? Ohnmacht

hier können Sie ihre Tipps weitergeben und um Rat fragen

Moderator: Angelika

julia23
Beiträge: 9
Registriert: 10. Jun 2004, 09:00

psychische? körperliche? Ohnmacht

Beitragvon julia23 » 22. Nov 2004, 08:10

Guten Morgen

ich hab seit etwa einem Monat ein Problem und weiss eigentlich gar nichts was mir helfen könnte geschweige denn, warum ich auf einmal so bin.

Um es kurz zu machen: mir wird sehr oft schwindlig. Hitze im Kopf, meine Knie werden schwach, in meinen Ohren rauscht es und mir wird schwarz vor den Augen. Bis jetzt bin ich noch nicht endgültig umgekippt, aber ich habe jedesmal panische Angst davor.

Ich werd jetzt mal meine Vermutungen aufschreiben bzw erzählen wann das auftritt.

Am häufigsten in Geschäften wenn ich in einer langen Schlange vor der Kassa stehe. Prinzipiell passiert es mir nur im Stehen, v.a. in Räumen wo sich viele Menschen aufhalten.
Aber auch in öffentlichen Verkehrsmittel, in denen ich stehen muss oder in der Bibliothek wenn ich vor den Regalen stehe und nach einem Buch suche.

Am meisten Angst habe ich davor, dass mir auf der Uni schwindlig wird. Ab morgen muss ich 2 Wochen lang jeden Tag von 9-17 Uhr im Labor stehen. Ich weiss nicht, wie ich das durchstehen soll.

Eine Vermutung ist, dass ich einem zu niederen Blutdruck habe. In dem Fall würden mir wohl Kreislauftropfen o.ä. helfen.

Eine andere Vermutung, die ich eigentlich gar nicht wahrhaben will ist die, dass ich Angstattacken bekommen habe. :sad: Angst davor, mit vielen Leuten zusammen in einem Raum zu sein. Vielleicht ist es Angst, aufzufallen (wenn ich umkippe).

Ganz schlimm wird es auch, wenn ich vor jemanden stehe und diese Person mir etwas erklärt,empfiehlt oder anbietet. 2 min reichen völlig aus um mich außer Gefecht zu setzen, d.h. ich kann mich nur noch darauf konzentrieren: wo kann ich mich festhalten/abstützen, ich kriege keine Luft mehr, ich höre gar nicht mehr zu, was er/sie sagt.

Irgendwie ist es sehr schwer für mich, das alles zu erklären. Ich wüßte nicht, warum es psychisch bedingt sein sollte. In letzter Zeit hatte ich zwar viel Stress aber ich weiss nicht, ob mich das so beeinflussen kann. Ich habe eine glückliche Beziehung, Erfolg in meinem Studium, eine gute Freundin und keine familiären Probleme. Ich fühle mich in meiner Haut wohl und mag mich.

Wäre diese Sache körperlich bedingt wäre ich nicht so beunruhigt.

Vielleicht kann mir jemand helfen. Ein Tipp, was ich machen könnte oder einen Hinweis was oder woher das kommen könnte.

Ich verlange keine Diagnose :)

liebe Grüße,
julia


Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 22. Nov 2004, 09:54

Hallo, liebe Julia,

so zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass Du die Sache medizinisch nicht abgeklärt hast; das solltest Du vorher auch noch tun.

Außerdem lese ich heraus, daß Du sehr unter psychischem Druck stehst und Panikattacken bekommst.
Bei einer Angststörung bekommt man z.B. u.a. auch Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder ist der Ohnmacht nahe.

Außerdem sprichst Du von Angst/Panik in Gegenwart von anderen Menschen(massen) - Vielleicht unbewusst Angst davor, von anderen prüfend betrachtet und möglicherweise kritisiert zu werden und im Blickpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen ? - Das sieht so etwas nach einer sozialen Phobie aus. Wer darunter leidet, will die gefürchteten Situationen tunlichst meiden, da er sie nur unter Anstrengung überstehen kann, und wird seine sozialen Kontakte dadurch mehr und mehr einschränken.

Angst ist in gewissen Maße eine notwendige Empfindung, die vor gefährlichen Situationen schützt.
Wenn man unter Angst leidet, ohne dass eine akute, reale Bedrohung besteht und diese sich auf Situationen oder Objekte bezieht, werden sie als Phobie bezeichnet.

Diese Panikattacken treten mit oder ohne Anlass körperlicher Symptome auf (meist rasche Atmung, Herzklopfen und Schwindelgefühle). Diese Symptome erzeugen ihrerseits Angst, etwa wenn man befürchtet zu ersticken, einen Infakt zu erleiden oder ohnmächtig zu werden.
Treten Panikattacken immer in ähnlichen Situationen auf, entwickelt der Betroffene Vermeidungsstrategien.
Übermäßige Ängstlichkeit kann auch auf eine Depression hinweisen.

Der Übergang zwischen normaler und krankhafter Angst ist fließend.
Je ausgeprägter die Störung ist und je länger sie besteht, desto notwendiger ist eine Behandlung !
(Psychoanalyse/Therapie, Verhaltenstherapie, gesunde Lebensweise, Heilpflanzen, Entspannungsübungen, Akupressur, Homöpathie, Bach-Blüten...).
:wink:
MfG
Kräuterfee

mabel
Beiträge: 54
Registriert: 16. Okt 2003, 08:19

Eigene Erfahrung mit Panikattacken

Beitragvon mabel » 22. Nov 2004, 10:52

Hallo Julia,
was du berichtest, kommt mir sehr bekannt vor.
Vor ca. 5 Jahren wurde mir aus heiterem Himmel beim Anstehen an einer Kasse so schwindlig,
dass meinte, ich werde gleich ohnmächtig. Ich war so grau im Gesicht, dass mich die nette Ladenbesitzerin gleich in ihrer Wohnung aufs Sofa brachte.
Mein Mann musste mich dann abholen, ich war so am zittern, dass ich nicht mehr heimfahren konnte.
Von da an überfiel mich der Schwindel immer öfter, mit Vorliebe beim Autofahren (wenn ich allein unterwegs war) oder beim Anstehen oder Warten.
Ich entwickelte alle möglichen Vermeidungsstrategien (wie Kräuterfee schon schrieb).
Vermied allein unterwegs zu sein, ließ andere für mich einkaufen etc. .
Aber das ging halt nicht immer.
Zuerst dachte ich auch an den niedrigen Blutdruck, aber es wurde ja immer schlimmer, immer wieder musste man mich irgendwo abholen, weil ich festsaß.
Dazu kam Atemnot und wahnsinniges Herzrasen.
Einmal eskalierte es dann dermaßen, dass ich den Notarzt anrief, da ich meinte, ich werde jetzt jeden Moment bewusstlos, mein Herz setzt aus, oder ich bekomme keine Luft mehr.
Der Rettungssanitäter erwähnte dann zum erstenmal das Wort Panikattacke.
Im Krankenhaus wurde ich von oben bis unten durchgecheckt. Krebsvorsorge, Ultraschall, Echokardiogramm, Lungenfunktionstest etc. etc. , nur beim Röntgen weigerte ich mich schließlich.
Ich bekam ein paar Tage Valium, wurde von den Krankenschwestern verwöhnt, und dann als völlig gesund entlassen.
Nur ein Assistenzarzt hatte sich mal die Zeit genommen, mir was über Panikattacken zu erzählen. Immer wieder kommen Frauen im Alter zwischen 20 und 40 in die Notaufnahme gewankt, oder rufen den Notarzt.
Aber zumindest in dem Krankenhaus wird nur körperlich untersucht, und dann entlassen, es wird nicht mal die Diagnose Angststörung gestellt, geschweige denn Hilfe angeboten!
Dieser junge Arzt hat mir aber trotzdem sehr geholfen.
Sein Rat: Auf jeden Fall vermeiden, dass es zur Hyperventilation kommt, denn sonst ist ein körperlicher Prozess in Gang gesetzt. Atme nicht schneller, sondern langsamer, am besten ein paar mal in eine Tüte oder ähnliches. Und ganz wichtig: Ein gesundes Herz hält Herzrasen durchaus aus, man wird nicht so schnell ohnmächtig oder bewusstlos, wie man befürchtet.
Wieder zuhause hatte ich trotzdem Angst vor der Angst, klammerte mich weiter an meinen Mann und traute mich kaum aus dem Haus. Aber mach das mal mit Schulkindern und einem Baby!
Je mehr ich mich damit befasste und darüber las, desto schlimmer wurde es.
Schließlich schaffte ich es ganz alleine. Ich plante einen Großeinkauf, mit Autofahrt, mindestens fünf Geschäften und – ohne – Begleitung.
Am Abend kam ich heim, verschwitzt, dass mir die Haare am Kopf klebten, mir war zwar schwindlig geworden, und mein Herz hatte teils gerast wie verrückt, aber ich hatte es geschafft!

Eine Panikattacke kam immer wieder einmal vor, erst vor einigen Wochen war ich allein mit meinem jüngsten Kind 100 km von zuhause mit dem Auto unterwegs, als der altbekannte Schwindel aus der Magengrube auftauchte. Ich mach einfach das Fenster etwas auf, lutschte ein Bonbon, versuche flach und langsam zu atmen, und freue mich meinen Willen dagegen zu setzen.
Du darfst einfach nicht nachgeben! Sobald du mit dem Auto anhältst oder jemand im Geschäft oder an der Arbeit um Hilfe bittest, hast du dich wieder aus der Hand gegeben.
Schaffen muss man es – meiner Erfahrung nach - wirklich alleine.
Ich hatte auch zu der Zeit, wie auch heute wahnsinnig viel um die Ohren, die Kinder, die Arbeit, meine Ansprüche an mich selber- ich bin viel gelassener geworden, ich kann mich heute in die Ecke setzen und lesen, selbst wenn um mich herum scheinbar alles im Chaos versinkt, oder ich trinke abends mal ein Glas Rotwein und geh dann einfach ins Bett.
Geholfen hat mir außerdem die Vorstellung, dass an diesen Orten, wo "es " immer passierte, vielleicht irgendwelche Energieströme zu fühlen wären, die nicht jeder wahrnehmen kann, aber so stark sind, dass du sie spürst. Hört sich komisch an, hilft aber.
Es wünscht dir viel Kraft und Mut - die mabel

blue-banana
Beiträge: 125
Registriert: 23. Aug 2004, 22:10

Beitragvon blue-banana » 22. Nov 2004, 11:04

Hallo Julia,

ja mit Deinem Problem bist Du nicht alleine. Das haben ganz viele Menschen (Frauen?). Ich hatte es auch jahrelang ziemlich schlimm und auch heute kommt es ab und zu nochmal vor. Nun kann ich aber besser damit umgehen.

Ich hatte auch immer Kreislauftropfen dabei (Corodin). So als psychischen Krückstock. Schon das bißchen Alkohol da drin scheint das schlimmste abzumildern.

Bin auch lange Zeit nicht allein Auto gefahren-ähnlich wie Mabel schreibt.

Weißt Du, es hilft schon wenn man sich bewußt ist, daß es sich in solchen Momenten um Panik handelt. Umfallen wirst Du sicher nicht, ich denke eher in solchen Momenten ist der Blutdruck eher hoch als zu niedrig.

Richtige Tipps kann man gar nicht geben, wie Mabel schon sagte, da mußt Du allein eine Strategie finden.

Aber wichtig ist, nicht vermeiden, sondern durchhalten. Solche Attacke geht meist ganz schnell wieder weg wenn man sie einfach kommen läßt (zumindest am Anfang, wenn man später besser damit klar kommt, kann man es auch "abwürgen"). Laß es kommen, in dem Bewußtsein, daß Dir nichts passieren kann und daß es gleich vorbei ist.

Es hilft auch, sich zu bewegen, denn die ganzen ausgeschütteten Streßhormone schwirren dann im Körper rum und durch Bewegung werden sie schneller wieder abgebaut.

Steck den Kopf nicht in den Sand, Du schaffst das schon.

LG Bianca

julia23
Beiträge: 9
Registriert: 10. Jun 2004, 09:00

Beitragvon julia23 » 22. Nov 2004, 14:38

Hallo ihr Lieben,

ich kann euch gar nicht sagen, wie gut es tut zu hören, dass ich nicht allein bin mit meinem Problem. Eure Antworten haben mir schon sehr viel Mut gemacht. Danke!!
Ich hab auch selbst schon gemerkt, dass -wenn dieses "Gefühl" kommt - ich es durch meinen Willen unterdrücken kann. Es ist dann so, als würde ich mich aus einem unwirklichen Zustand losreissen und in die Realität zurückkommen. Manchmal fällt mir das sehr schwer.
Und allein das Wissen, Kreislauftropfen dabei zu haben wie du, liebe Bianca sagst, gibt mir psychischen Halt.
Liebe Mabel - dir muss ich besonders für deine Worte danken. Ich weiss, dass ich es selbst schaffen kann. Ob ich auch so einen Einkaufsmarathon schaffe, weiss ich (noch) nicht. Aber wie ich schon in meinem ersten Beitrag erwähnte, ist meine jetzige Woche wahrscheinlich sehr gut damit vergleichbar. Ich hoffe aus ganzem Herzen, ich schaffe es!

Ich werde jedenfalls -wenns keinen stört- berichten, wie es mir ergangen ist.

Liebe Grüße und noch mal vielen Dank an alle!

Julia

Benutzeravatar
Angelika
Beiträge: 5632
Registriert: 3. Mai 2001, 02:00

Beitragvon Angelika » 22. Nov 2004, 21:50

Julia schrieb:
Ich hab auch selbst schon gemerkt, dass -wenn dieses "Gefühl" kommt - ich es durch meinen Willen unterdrücken kann.
Jawohl das mußt du, das ist genau richtig, denn wer unter Schwindelgefühlen leidet, muß lernen auf eigene Füßen zu stehen, weniger von seiner Umwelt abhängig zu sein, und mehr Sicherheit und Selbstvertrauen aus sich schöpfen. :)

Aus dem Buch, die Sprache der Symptome v. HP K. T.

Viel Erfolg
Angelika :wink:


Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 23. Nov 2004, 00:11

Halllo, liebe und noch mal's ganz deutlich gesagt: LIEBE JULIA (!),

warum, ich so schreibe ?

Ich weiß, wie es Dir geht, weil ich seit Jahren eine sehr vielseitige, genau den Problemen entsprechende Selbsthilfsgruppe leite....nicht "nur eine Depressionsgruppe" - nein, da kommt alles "Gemischtes" zutage...auch Deine Probleme ;-)

Heute ist Depression ein Schmähwort genauso, fast wie die Migräne (der Frauen) - weit gefehlt ! - In der heutigen Gesellschaft leidet schon fast "jeder" (an einer ursächlich so/ähnlich bedingten psychologischen Erkrankung) - ein fast heutiges Dauerphänomen... ;-(

Und - wo ist die Grenze ? - Aus Deinen Worten höre heraus, daß DU erkannt hast (obwohl die Angst da ist (!) - Aber gerade diese EIGENE Zweifel - Diese könnten doch vielleicht Dein eigener Triumph sein !!! (?) - (Gerade jetzt noch !!!) - Warum ? - Weil DU noch in der Phase bist (höre ich irgendwie aus Deinen Worten heraus (obwohl schon jeder von dieser psychlogischen Art einen Horror davon hast - aber DENNOCH beschäftigst Du Dich damit, obwohl Panik dahinter steckt - DU bist aber objektiv, obwohl es Dir nicht passt, wer möchte das schon haben...? ) - und Du erkennst es dennoch !

Du bist nicht abgewägt, genau diesen "irren" Punkt auszuschließen - BRAVO !!! So ist es leichter alles umzudrehen ! (Sehr wichtig, auch wenn man Angst davor hat !!! - Hallo - Du bist Du, und bringst bestimmt Deine Leistung ! - Warum zweifelst Du daran ?

Jeder Mensch hat Werte, auch wenn man lernt (z.B. mein Prof., der hat sich an mir die Zähne ausgebissen, aber er war ein Mensch, der mir mit mehr oder weniger feinfühlig "Kritik" gab - und ? Muß er Recht Haben ? - Nein, auch er lernte, von neuen Ideen, Inspirationen .... !
Leider ist es so im Leben - Ruhe findest Du nie (wäre auch blöd , Kritik...Friede, Freude Eierkuchen...Wissen, Nichtwissen...

Solch ein progressiver Typ Mensch ist aus diversen eigenen Problemen psychisch diesen stetigen Druck leider heutzutage manchmal oder besser gesagt öfters nicht gewachsen, da der Druck steigt - man kann immer weniger mit Konfliktsituationen umgehen. ;-)

Du "leidest", äh, (Kurzfassung) noch sehr (vage behauptet, normal ängstlich, aber sehr offen für genau diese "kannste/nieder machen Gesellschafft" wirst Du ohne je diesen Druck standhalten können, das bestehen, ohne die Erkenntnis, was ursächlich dahinter steckt ?
(Ursache/Wirkung ? - Auch wenn Du diese mit Deinem Intellekt alles erkannt hast - eine Person kann die Welt nicht ändern (!) - Wäre zu schön, um war zu sein... )

... Dieser Druck - (Wissen/Nicht-Wissen/andere fachliche Konflikte... ???
Ohne überdreht zu wirken ??? ?! (Zweifeln, wofür ?, Wenn man mitten im Leben steht ? .... - Warum ? - Komischer weise habe ich von 90 % der Menschen den Eindruck, daß sie entweder total emotional (egal welcher Kausalität - gibt's verschiedene Ursachen (!) ) - mit psychischen Problemen genau reagieren wie Du ? - Leider in der heutigen Zeit gesellschaftlich begründet...

Tja leider schaffen dies nur einige, progressiven Menschen (und hinterher haben diese irgendwelche Leistungskrisen...mehr oder weniger entdeckt, und diejenigen, die damit umgehen können, werden immer von der Mehrheit als nicht kompetent abgestempelt - zu recht, da leider die Mehrheit ungebildet und noch schlimmer total "all-gemein-wissend" ist (als man selbst mit seiner Bildung !)

Eine kurze Erklärungen und vor allem, das es in der heutigen Zeit leider immer mehr Menschen mit solch einem Problem /Erkrankung gibt ;-(((

Noch etwas:
Obwohl Du ahntest, was es sein könnte ...Gerade diese ERKENNNTNIS ist DEIN Triumph !!! - Jetzt noch und gerade sehr wichtig !!! )
Du unterscheidest "noch" (!!!) den Weg der Grenze ! - Das ist sehr wichtig; gerade für den Anfang !

Hey , wichtig sind die eigenen Ideen, Kritiken im Leben !

Sei so, wie Du bist, verzweifele nicht an Dir selbst !
:wink: LG
Fee

PS: Sorry, den vielleicht blöden,-Waschi-Tipps und diverse Naturheilkräuter als Heilmittel von Profi-Schwaflern (die da noch kommen könnten)...vergiss es ! (Du selsbst hast schon (unbewusst) die Ursache erkannt - mach was draus ! - Egal, ob man die Früchte erntet - weil... "blöderweise" diese Erkennntnis nicht in ein paar Sätzen zu erklären ist und man immmer "Gegner" hat ...
Hey, ich glaube, Du bist vieleicht eine kleine Powerfrau, die sich im Leben durchboxen´möchte ? - Willkommen im Club, der "leider" manchmal , blöden, emotionalen, besserwissenden... äh, ich breche lieber ab...diese blöden vieseitigen "Powerfrauen"...können ja Männnlein, wie Weiblein nu gar nicht ab... ;-)

gekiller
Beiträge: 198
Registriert: 12. Jun 2004, 18:29

Beitragvon gekiller » 23. Nov 2004, 10:46

Hallo Julia,
nachdem du hier so viele verständnisvolle Anworten bekommst und viel psychologisiert wird (ohne dich zu kennen), möchte ich nur nochmal ganz nüchtern den ersten Satz der ersten Antwort von Kräuterfee aufgreifen (falls der etwas untergegangen ist).
Bevor du anfängst, deine Symptomen zu deuten, solltest du sie medizinisch abklären lassen. Es gibt mitunter auch körperliche Fehlfunktionen, die zu solchen Symptomen führen können und dass daraus dann eine Panickattacke entsteht, ist kein Wunder.
Also - nix gegen Selbsterkenntnis und Powerfrauen - durchchecken lassen schadet erstmal sicher nicht um auszuschliessen dass es keine körperliche Ursache gibt, oder?
Liebe Grüsse
Gerda

julia23
Beiträge: 9
Registriert: 10. Jun 2004, 09:00

Beitragvon julia23 » 1. Dez 2004, 17:01

Hallo an alle!

Zuerst mal vielen Dank an euch! Eure Antworten waren alle sehr aufschlussreich für mich und ich habe vieles gelesen, was ich mir selbst auch schon gedacht hatte.
Seitdem ich (gezwungenermaßen) mit vielen Leuten in einem Raum zusammen sein MUSS und mir im Stillen gesagt habe, dass alles ok ist und ich keine Angst (wovor?) haben muss, geht es mir wieder gut. Als wäre nie etwas gewesen. Kein Schwindel, keine Schweissausbrüche und kein Kniezittern. Absolut nichts.
Vielleicht war es wirklich körperlich bedingt. Ich habe einige Probleme (pap) und mir deshalb vielleicht zu viele Sorgen gemacht.
Wie auch immer, ich bin sehr erleichtert, dass ich dieses Gefühl nicht mehr habe. Ich habe einen sehr starken Willen und weiss, dass ich (sollte es wiederkommen) "Herr meiner selbst" sein kann. Hmm...ist etwas schwer auszudrücken.

Jedenfalls wollte ich euch das nur berichten und mich noch mal für die vielen Antworten bedanken.
Ich schätze Anteilnahme, Freundlichkeit und Kompetenz (neben vielen anderen Eigenschaften und Fähigkeiten) an Menschen sehr und das ist ein Grund, warum ich dieses Forum sehr gut finde.

liebe Grüße und einen schönen Abend wünsche ich allen,

Julia

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 1. Dez 2004, 19:32

Hallo Julia,

in der Stern von voriger Woche (Ausgabe 49) ist ein großer Bericht über das Thema Angst/Angstformen/Angsttypen und einschließlich eines guten Fragebogens, ob und wie weit die Angst ausgeprägt ist und welch Angsttyp man ist.
Weitere Informationen kann man unverbindlich per Mail beim Testautor und Diplomphsychologen Dr. Burghard (dr. burghard.andersen [Klammeraffe/also das ät-Zeichen]web.de anfordern.
Kannst Dir ja mal den Stern holen; der Beitrag ist aufschlußreich und kann Dir vielleicht auch etwas behilfreich sein mit der Angst umzugehen/zu erkennen - oder seine Site mit mehr Info's/Tests/Tipps findest Du hier
:wink:
MfG
Kräuterfee

Naomi
Beiträge: 54
Registriert: 10. Dez 2004, 23:46

Beitragvon Naomi » 11. Dez 2004, 00:03

Hallo Julia!
Gegen niedrigem Blutdruck kann ich dir Sanhelios 333 empfehlen, aus Mistel, Knoblauch und Weißdorn. Gibt es z.B. bei Schlecker.

Kann es sein, dass du beim Stehen, wenn du beschäftigt bist, also abgelenkt bist, vergisst zu atmen? Beobachte das mal und versuche gezielt auch wenn du z.B. gerade in einer Unterhaltung bist, oder was am lesen oder am betrachten dich auf dich selbst konzentrierst, schön ruhig in den Unterbauch atmest. Vielleicht ist das mit ein Grund, dass es dir übel wird.

Sorge auch für einen guten Stand, beckenbreit hast du den besten Stand.
LG Naomi

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 11. Dez 2004, 08:58

Hallo Naomi,

ich würde die Ursachen angehen und nicht die Nebenwirkungen ;-)
Bei dieser Anfrage steht doch wohl eher die phychische Belastung etc. im Vordergrund und die daraus resultierende Schwierigkeit mit dem Blutdruck... ;-)
:wink:
MfG
Kräuterfee

bibi62
Beiträge: 18
Registriert: 22. Jun 2003, 14:02

Beitragvon bibi62 » 11. Dez 2005, 00:38

hallo zusammen,

da ich ab und zu mal hier mitlese und schon manchen guten tip bekommen habe, möchte ich euch mal mein problem schildern und dieses thema nochmal aufgreifen.

seit einiger zeit (ich weiss nicht wann genau es angefangen hat) habe ich regelrechte angstzustände in bestimmten situationen. an der kasse im supermarkt, beim autofahren oder bei vorträgen und versammlungen wo man still sitzt und zuhört wird mir immer gaz komisch, ich kann es nicht richtig beschreiben...es ist so als wäre alles um mich herum weit weg, so als wäre ich kurz vor dem einschlafen, dann habe ich angst das ich ohnmächtig werde, versuche mich "zusammen zu reissen", irgendwie mich zu bewegen oder fest zu halten, mir wird ganz heiss und ich weiss manchmal wirklich nicht ob ich nicht tatsächlich fü ein paar minuten "weg" war..
ich versuche solche situation zu vermeiden, was natürlich nicht immer geht.
habe auch schon versucht das gefühl zu ignorieren, dann kommt mir mit sicherheit der gedanke: was ist wenn du jetzt ohnmächtig wirst...und schwupps kommt das gefühl sodort wieder, so dass ich z.b. bei veranstaltungen ständig am "wippeln" bin, nur um mch selber aus diesem gefühl raus zu holen...
ich habe den eindruck es wird immer schlimmer, ich bin manchmal wie in trance, versuche ich aber diese benommenheit bewusst herbeizuführen, z.b. wenn ich zu hause "in sicherheit" bin, gelingt es mir nie.
körperliche ursachen schliesse ich mal aus, blutdruck ist ok, und vor zwei jahren habe ich einen hörsturz gut überstanden. vielleicht liegt es am privaten stress???

so, nun ist es aber lang geworden, danke schonmal fürs lesen und für tips ;)

Liebe grüße Bibi

Benutzeravatar
Angelika
Beiträge: 5632
Registriert: 3. Mai 2001, 02:00

Beitragvon Angelika » 13. Dez 2005, 23:21

bibi schrieb folgendes:
ich habe den eindruck es wird immer schlimmer, ich bin manchmal wie in trance, versuche ich aber diese benommenheit bewusst herbeizuführen, z.b. wenn ich zu hause "in sicherheit" bin, gelingt es mir nie.
körperliche ursachen schliesse ich mal aus, blutdruck ist ok, und vor zwei jahren habe ich einen hörsturz gut überstanden. vielleicht liegt es am privaten stress???
Hallo Bibi,

woran es liegt können wir hier leider auch nicht feststellen :???:
Lasse es bitte medizinsch abklären, dass keine körperliche Ursachen vorliegen.
Dann schau dir mal den Tipp von Kräuterfee im Stern an. ;)

Alles Gute
Angelika :wink:



   

Zurück zu „Tipps“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast