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Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

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Vitamin-B17
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Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 24. Sep 2007, 16:57

Hallo :wink:

Da man ja mit der rein schulmedizinischen Ausbildung zur Vorbereitung auf die amtsärztliche Prüfung alleine nichts anfangen kann, frage ich mich natürlich wie man die Fachausbildungen in Akupunktur, Homöopathie u.s.w. gestalten kann.
Ich halte eigentlich nichts davon meinen zukünftigen Patienten nur eine Therapie anzubieten und mich auf etwas zu spezialisieren, sondern ich möchte natürlich so viele Therapien wie möglich anbieten. Bis ich meine Praxis aufmache möchte ich auf jeden Fall ausgebildet sein in: Akupunktur, Homöopathie, Dorn-Methode und Hypnose.
Nun gibt es ja grob 2 Wege:

entweder:

zuerst 2 Jahre sich nur auf die Amtsarztprüfung vorbereiten und dann 1 Jahr sich nur mit den Fachausbildungen beschäfigen

ODER:

zweigleisig zu fahren und in 3 Jahren sich sowohl auf die amtsärztliche Prüfung vorbereiten als auch paralell dazu Akupunktur unc co. zu lernen.
Dies hätte den Vorteil, dass ich die Amtsarztprüfung erst 1 Jahr später mache und somit noch 1 Jahr mehr Zeit habe um Erfahrung zu sammeln und zu lernen...
Denn auch in den Fachausbildungen lernt man sicher einiges neues, was man in der Amtsarztprüfung gebrauchen kann..

Dann stellt sich auch noch die Frage: Wo kann ich Akupunktur und Homöopathie lernen? Praxisnah?

Natürlich ist HP eine niemals endende Ausbildung. Denn selbst wenn man fit für die Praxiseröffnung ist, muss man sich ein Leben lang immer wieder weiterbilden, neue Methoden erlernen, sich in neue Thematiken hineinversetzen, viel lesen, lesen, lesen..

Und wie ist das eigentlch mit der Praxis-Eröffnung? Viel viel Startkapital braucht man?

Danke für eure Hilfe
Viele Grüsse
Christian :wink:


Katja P.
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Katja P. » 24. Sep 2007, 17:43

Wieder einmal nicht so pauschal beantwortbare Fragen.

Bei mir war es nun so, dass ich mich auf die amtsärztliche Überprüfung vorbereitet habe und im Anschluss daran die Fachausbildungen machen wollte. So, nun bin ich aber knapp durchgefallen und musste ein Jahr überbrücken indem ich nun Homöopathie und Akupunktur angefangen habe (ich sage angefangen, da ich noch berufstätig bin und ja auch für die Prüfung weiter am Ball bleiben muss). Wenn du Zeit hast und beides unter einen Hut bringen kannst, dann fahr zweigleisig.
Lernen kann man bei Paracelsus, finde das Preis-Leistungsverhältnis dort eigentlich stimmig.
Zur Praxiseröffnung kann ich dir nicht viel sagen, da kommt es darauf an, was du machen möchtest. Ich habe für das einrichten meiner Kosmetik- und Fußpflegepraxis ca. 10000,- DM gebraucht (viele gebrauchte Geräte, Liege usw.). Allerdings hören die Investiotionen nicht auf. Man muss halt schauen was man will und wo man es günstig bekommt.

Vitamin-B17
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 24. Sep 2007, 20:02

Danke für die Antwort!
Kann man eigentlich gutes Geld mit einer Heilpraxis verdienen? Ich bin ja nicht anspruchsvoll, aber leben muss man davon schon können..
Ich habe mich über das Thema schon mit sehr vielen unterhalten. Meine Mutter z.B. ist GANZ dagegen, dass ich HP werde.. Sie ist der festen Überzeugung, dass man damit kein Geld verdienen kann.
Das Argument, was ich von sehr, sehr, sehr vielen schon gehört habe ist:
Heut zu Tage bieten schon sehr viele Ärzte alternative Medizin an.
Diese ist zwar ebenso wie bei HP`s selbst privat zu bezahlen, aber die meisten Menschen haben in einen Arzt mehr Vertrauen als in einen HP, weil er Medizin studiert hat.
HP`s werden häufig als Kurpfuscher, Scharlatane und medizinische Halbwisser abgestempelt... :eek:

Ich weiß natürlich, dass dem nicht so ist! Aber die Leute glauben das... :-?
Und im Fernsehen gibt es ständig nur negative Berichte über HPs und alternative Medizin. HPs seien gefährlich heißt es... Als Beispiele werden dann HPs genannt, die eine reine psychologische Behandlung als Krebstherapie empfehlen, oder aber den Patienten dazu bringen Medikamente abzusetzen die der Arzt verschrieben hat... In einigen Fällen haben die Patienten dies tatsächlich getan und machen dann die HPs verantwortlich, weil sie dadurch blind oder sonstwas geworden sind...
ICH weiß natürlich, dass es unter den Schulmedizinern genauso Scharlatane gibt! Aber die LEUTE glauben das nicht. Nur weil jemand Medizin studiert hat, ist der Arzt für die Menschen ein Gott in weiß. :roll:
Schon traurig unsere Medizin...

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Manuela
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Manuela » 25. Sep 2007, 09:33

Hallo Vitamin – B17,
ich denke wichtig ist was möchtest Du für Dich?
Möchtest Du HP werden nur um eben Geld zu verdienen oder aus Überzeugung?
Warum möchtest Du HP werden?
Es ist kein einfacher Weg aber zu schaffen :D
Wenn Du planst in eigener Praxis zu arbeiten musst Du die Investitionskosten berücksichtigen, die sich neben Standarteinrichtung nach Deinen angewandten Methoden richten.
Also welche Geräte brauchst Du um zu arbeiten?
Ein Beispiel hierzu wäre, ein klassischer Homöopath braucht nicht soviel an Inventar wie jemand der Hydro Kolon, Bioressonanz ect. ausübt.
Das kommt darauf an welche Richtungen Du wählst.
Ebenfalls wie viele Räume Du brauchst.
Du brauchst zirka 2-3 Jahre bis sich eine Praxis erwirtschaftet, das sollte einkalkuliert werden.
Also bis Du Geld verdienst so dass Du alleine davon leben kannst und Deine ganzen Nebenkosten abgedeckt sind, das dauert schon ein wenig.
Du schreibst was die Leute so denken, hm, was denkst Du?
Es ist in der heutigen Zeit so das die Prüfungen die Du ablegen musst ein sehr hohes Niveau haben also mal so nebenbei die Prüfung hinlegen ist nicht.
Du wirst von einem Amtsarzt auf „Herz und Nieren“ überprüft nicht umsonst ist unter anderem die Durchfallquote so hoch.
Du schreibst sehr viel darüber was Deine Mutter denkt – wichtig ist wirklich was Du denkst und was Du möchtest.
Sei herzlich gegrüßt Manuela

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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 25. Sep 2007, 12:42

Danke für die Antwort!

Aber mal ganz ehrlich: Warum sollen die Patienten zu einem HP kommen, wenn es auch genug Ärzte gibt die die gleichen alternativen Therapien anbieten?
Natürlich möchte ich nicht nur HP wegen des Geldes werden.. sondern weil mir der Beruf Spass macht.
Aber wäre es nicht besser man würde gleich Medizin studieren und dann eine Naturheilpraxis aufmachen? Die Leute haben in einen Arzt doch viel mehr Vertrauen als in einen HP!

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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon pierroth » 25. Sep 2007, 12:48

Was die Vertrauensfrage angeht: Ich kenne einige Menschen, die das Vertrauen in Ärzte verloren haben und gezielt zum HP gehen. Und ehrlich gesagt, kenne ich bis jetzt wenig Ärzte, der so intensiv naturheilkundlich, homöopathisch oder wie auch immer arbeiten, wie ein HP, es sei denn, der Arzt hat seine Kassenzulassung an den Nagel gehängt. Die meisten Ärzte machen eine Ausbildung (sonst dürfen sie diese Zusatzbezeichnung nicht tragen) und lassen diese Kenntnis in ihren Alltag einfliessen. Eine intensive naturheilkundliche Behandlung ist i.d.R. wesentlich zeitaufwendiger, was sich die wenigsten Kassenärzte leisten können. Und genau da setzen ja die HPs an. Alleine schon das intensive Anmanesegespräch ist für viele Pat. schon die erste Therapie.

LG Pierroth


Vitamin-B17
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 25. Sep 2007, 13:08

Ich war schon davon ausgegangen, dass der Arzt seine Kassenleistung an den Nagel hängt und sich für die Patienten genauso viel Zeit nimmt wie ein HP!
Das sind die sogenannten "Wahlärzte". Davon gibt es hier in Österreich auch immer mehr. Ich kenne einen Arzt, der macht genau das gleiche wie die HP.
Der macht Akupunktur, Bioresonanztherapie und all solche Sachen..
Und er sagt aus Prinzip, dass er die Schulmedizin nicht mag... Er behandelt ausschliesslich alternativ. Nicht so ein Rumgepansche wie die meisten Ärzte, die Naturheilunde nur nebenbei anbieten...
Und er hat 400 Patienten die er regelmäßig betreut! Wie viel Patienten hat ein HP?

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Manuela
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Manuela » 25. Sep 2007, 13:21

Hier schließe ich mich ganz und gar pierroth an.
Die Patienten die zu uns kommen haben mit der Schulmedizin meist alles durch und wissen nicht mehr weiter.
Es sind sehr viele chronisch kranke Menschen die symptomatisch behandelt wurden und nun an einem Punkt stehen an dem sie gesagt bekommen, mehr können wir nicht für Sie tun.
Der HP setzt dort an wo es oftmals klemmt, Beratung, Erklärung, Ursachenforschung denn leider wirst Du oft nur als Symptomenkomplex gesehen und behandelt - der Mensch bleibt auf der Strecke.
Kann hier aber nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen resultierend aus dem Kontakt zu und mit meinen Patienten.
Aber ich denke das sind Dinge mit denen wirst Du erst in der Praxis richtig in Kontakt kommen Vitamin-B17.
Es geht ja auch nicht darum wer nun besser oder mehr frequentiert wird da für mich beide Seiten, Schulmedizin als auch Naturheilkundliche Verfahren und Sichtweisen ein Ganzes ergeben.
Sprich sich ergänzen können und dürfen :D

Herzliche Grüße Manuela

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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Gingkoblatt » 25. Sep 2007, 16:16

...Es geht ja auch nicht darum wer nun besser oder mehr frequentiert wird da für mich beide Seiten, Schulmedizin als auch Naturheilkundliche Verfahren und Sichtweisen ein Ganzes ergeben.
Sprich sich ergänzen können und dürfen...
DANKE... du sprichst mir aus dem Herzen!
Über meiner kleinen Praxis praktiziert ein gut frequentierter Internist... wir sind uns bis jetzt noch nicht auf die Füße getreten und tauschen uns manchmal (mit Einwilligung des Patienten) auch aus. Zusammenarbeit ist doch das Beste zum Wohle des Patienten!
;)
:wink: Gingkoblatt
______________________________________
Nur wo nicht Natur draufsteht, ist auch wirklich Natur drin.

Katja P.
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Katja P. » 25. Sep 2007, 16:52

Ich denke auch, dass viele Heilpraktiker-Patienten vorher schon einige Ärzte durch haben. Auch Privatärzte nehmen sich längst nicht soviel Zeit für ihre Patienten wie ein HP (ich war selbst einige Jahre Privatpatient). Viele sind von den Ärzten enttäuscht oder suchen eine andere/bessere Therapie. Mein Hausarzt z.B. ist Arzt für Naturheilverfahren, aber wenn man naturheilkundlich behandelt werden will muss man das schon genau sagen, sonst wird man mit Antibiotika totgeworfen. Und eine solche Behandlung beim Arzt ist wirklich ganz anders als beim HP, wo eine Erstberatung eine Stunde und länger dauert ist man bei Doc in 10 Minuten abgespeist. Ein ganzheitlicher Ansatz ist selten zu erkennen. Ob man von eine Heilpraxis leben kann hängt natürlich vom Engagement, den Therapien und den Patienten ab.

Vitamin-B17
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 26. Sep 2007, 01:04

danke!
Es geht ja auch nicht darum wer nun besser oder mehr frequentiert wird da für mich beide Seiten, Schulmedizin als auch Naturheilkundliche Verfahren und Sichtweisen ein Ganzes ergeben.
Sprich sich ergänzen können und dürfen
Das spricht doch ganz eindeutig dafür, dass Schulmedizin PLUS Naturheilkunde die perfekte Symbiose ist??? Wenn dem wirklich so wäre, wäre es dann nicht besser Arzt zu werden und die gleiche Tätigkeit des HPs aufzunehmen?
Es gibt in Salzburg einen Arzt, der macht genau das gleiche wie die HPs. Ist aber selbst kein HP, sondern Arzt, weil HPs sind in Österreich strengstens verboten.
Und er nimmt sich sehr wohl Zeit für seine Patienten!! Ich war beim ihm in der Sprechstunde 2,5 Std!! Habe 100 Euro bezahlt.. Das ist etwa gleich teuer wie die meisten HPs verlangen.
Ich stimme euch voll und ganz zu, dass die meisten HP-Klienten von der Schulmedizin aufgegeben wurden. Aber es gibt auch Ärzte die nichts von Schulmedizin halten und nur alternativ therapieren. Gleichzeitig verfügen sie über das Wissen der Ärzte.
Sind solche "Naturärzte" nicht die schärfste Konkurrenz für einen HP?

Noch eine Frage:
Wie sicher ist der HP-Beruf eigentlich (noch)? Deutschland ist das einzige EU-Land wo HPs erlaubt sind. Überall anders in der EU ist die Heilkunst ausschliesslich Ärzten vorbehalten.
Könnte es passieren, dass die EU den HP-Beruf in Deutschland verbietet?
EU-Recht geht über Nationalrecht! :eek:

Und noch eine Frage:
Darf man eigentlich für seine Praxis werben? Ich hab mal gelesen, dies sei verboten... Wenn das stimmt, wie soll man dann auf sich aufmerksam machen?

Danke,
Christian

Katja P.
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Katja P. » 26. Sep 2007, 10:44

Natürlich kannst du auch gerne Medizin studieren. Wir werden dich sicherlich nicht davon abhalten. Hast du dich denn überhaupt schon mal mit der HP-Beruf auseinandergesetzt? Wenn es dir hier lediglich ums Finanzielle geht, dann bist du weder für den HP geeignet noch für den Arztberuf.
Schön, dass du einen guten Arzt für dich gefunden hast, da kannst du dich glücklich schätzen. Allerdings hast du ja selbst erwähnt, dass du dort 100,-€ gelassen hast, also diese Behandlung keine Kassenleistung war. Es steht jedem Patienten frei sich für einen Arzt oder einen HP zu entscheiden.
Bezüglich der Werbung muss man sich an das Heilmittelwerbegesetz halten, innerhalb dieses Rahmens ist Werbung erlaubt.

Vitamin-B17
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 27. Sep 2007, 01:41

Mal ganz ehrlich: Wann geht es nicht ums finanzielle?
Natürlich will ich nicht HP werden wegen Geld alleine... Wenn es mir NUR ums Geld gehen würde, dann bräuchte ich kein HP werden. Zum Geld verdienen gibt es andere Berufe...
Aber LEBEN (!!!!) muss man davo schon können. Ab dem Punkt wo man von dem Beruf nicht (mehr) leben kann, fällt es nicht mehr in die Sparte "Beruf", sondern in die Sparte "Hobby"!
Ich habe wirklich keine Lust Schulden zu machen...

Am liebsten würde ich Medizin studieren, aus dem einfachen Grund weil die Patienten in einen "Naturarzt" mehr Vertrauen haben als in einen "Heilpraktiker".
Klar muss die Berusbezeichnung nichts heißen.... Es gibt Tausende HPs die zahntausend mal besser sind als so mancher Naturarzt, aber wenn man den Heiler noch nicht kennt und vor 2 Praxen steht, links gehts zum HP und rechts zum Naturarzt, dann gehen die Leute zum Naturarzt, weil der genau das gleiche ist wie ein HP nur mit Medizinstudium.
Das Problem ist jedoch, dass ich kein Abitur habe und auch nicht die nötige Intelligenz... Abi mit 3,7 oder 4,0 würde ich vielleicht schaffen.. Aber um Medizin studieren zu können braucht man 1,2 oder 1,3 wenn ich mich nicht irre?? Hier in Österreich gibt es zwar kein Nummerus Clausus, aber seitdem die Österr. Unis auch allen anderen EU-Ländern zur Verfügung stehen kamen natürlich die ganzen Deutschen die in Deutschland den Nummerus Clausus nicht geschafft haben hier her. Und seitdem gibt es hier in Österreich ein strenges Aufnahmeverfahren, also genau das gleiche wie Nummerus Clausus.
Oder gibt es doch noch andere Möglichkeiten um an ein Medizinstudium zu kommen??
Außerdem hat man mit einem Medizinstudium mehr Sicherheiten, falls der HP-Beruf eines Tages verboten werden sollte (EU lässt grüssen :eek: )

Was meint Ihr?

:wink:

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romilly
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon romilly » 27. Sep 2007, 08:18

Hallo Du,
...hm...ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass Du so garnicht weißt, was Du willst, und dass der Heilpraktiker eigentlich nur eine Notlösung zum Medizinstudium ist...ich glaube, für die meisten HP's ist der Beruf eher eine Berufung und da ist die Geldfrage nachrangig. Ich selbst habe vor 13 Jahren eine Ausbildung zur Heimerzieherin gemacht und das zu einer Zeit, als es Erzieher wie Sand am Meer gab, das war mir allerdings egal, weil ein Beruf auch meiner persönlichen Weiterentwicklung dient und ich ihn mache, weil ich ihn machen will. Ich habe trotz weniger Stellen und co. gut verdient und war ganz zufrieden. Inzwischen habe ich auf verschiedenen Wegen zu meinem Berufswunsch HP gefunden. Ich glaube, ich spreche hier für viele, wenn ich sage, dass die Lukrativität des Berufs nicht unbedingt ausschlaggebend dafür ist, man zahlt ja schon für die Ausbildung einen Batzen, anstatt wie bei anderen Berufen schon in der Ausbildung zu verdienen. Der Heilpraktiker ist, meiner Meinung nach, ein Beruf, für den man sich entscheidet, weil man es einfach für sich will, unabhängig von Marktlage, Einkommen, etc. ich weiß nicht, wie oft ich mir schon angehört habe, dass der HP ja eigentlich völlig abgehoben und sinnlos ist.Trotzdem treffe ich meine Entscheidung allein, was interessiert es mich, was andere denken, was interessiert mich die Konkurrenz, was interessieren mich Ärzte, die aus Konkurrenzdruck ähnliche Therapien anbieten?
Letztlich ist es doch so: Jeder bekommt die Patienten, die er haben soll, die ihn persönlich am meisten weiter bringen, wer zum Arzt geht, wird vielleicht nicht zum HP gehen, wer zu meiner Kollegin geht, der wird sich sicherlich nicht für mich entscheiden..so ist es doch immer im Leben, wir treffen auf die Personen und Gegebenheiten, die für uns wichtig sind und in dem Vertrauen darauf kann ich Dir nur sagen, überleg Dir was Du willst und dann triff aber auch die Entscheidung für das eine oder das andere. Das mittelalterliche Bild, des "sich Entscheidens", also das Schwert aus der Scheide ziehen und sich kampfbereit machen, das drängst sich mir ganz stark auf, Dir fehlt halt die Entscheidung für den einen oder den anderen Kampfplatz.
Viele liebe Grüße
Romilly

Vitamin-B17
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Re: Ein paar Fragen zur HP-Ausbildung

Beitragvon Vitamin-B17 » 27. Sep 2007, 13:03

Stimmt es, dass viele HPs am liebsten Medizin studiert hätten, nur dafür nicht intelligent genug waren und deshalb HP geworden sind?



   

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