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Heilpraktikerausbildung

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderatoren: Angelika, Ernst

Marie Luise
Beiträge: 75
Registriert: 15. Sep 2004, 14:31

Beitragvon Marie Luise » 8. Nov 2004, 11:01

Hallo, liebe Bianca,
es ist immer die Frage, was denn "Halbwissen" in Anatomie ist. Ich habe einiges Lernmaterial für Medizinstudenten, z.B. von mediscript, und Anatomietaschenbücher, dagegen ist vieles, was wir lernen müssen, noch "Halbwissen", ganz so wild ist es für uns nicht. Aber das NUR KOnzentrieren auf die Krankheitserkennungen /Prüfungsrelevantes hat einige unsichere Ecken in der Lernseele zur Folge, manches willst Du ja wirklich für dich selbst und Deine Tätigkeit verstehen, nicht nur für die Prüfung. Ich denke, danach sollltest Du Dich auch richten - so mache ich es jedenfalls: ich versuche die Gratwanderung zwischen meiner Neugier, manches genug zu verstehen, und dem, was in der Prüfung verlangt wird. Das Krankheitsverständnis ist nun mal einfacher, wenn man sicher weiß, wie es normal funktionieren muss - dann kann man sich manches logisch ableiten, wenn man weiß, dass ein Bindeglied des Funktionszusammenhanges gestört ist Wenn ich z.B. weiß, wie das Herz funktioniert und wo die Strömungen laufen, kann ich logisch ableiten, was passiert, wenn sich wo was staut, und wohin sich das stauen muss. und was das dann für Zeichen haben muss.
eine Schwierigkeit besteht eher noch darin, dass es, abgesehen vom Grundwissen, in der Medizin viele Annahmen gibt, die für bewiesen gehalten werden, und dass in der Naturheilkunde da ganz andere Annahmen gelten. Am deutlichsten wird das bei den Klassifikationen der psychiatrischen Krankheiten.
Manches muss man also wirklich "nur für die Prüfung" lernen. Das kriegst Du mit der Zeit auch raus.
Das Nervensystem, das mich beispielsweise am meisten nervt, lerne ich soviel wie möglich tiefer, weil das eine der zentralsten Sachen für Heilpraktiker ist: Nerven und Hormone verbinden ja alle Systeme als Kommunikationsnetz und da liegen auch die Übergänge zum Geistigen/Psychosomatischen, z.B. wenn man sich klarmacht, dass in den Endvernetzungen, an den Erfolgsorten der Nerven gar keine so klare Trennung mehr zwischen "sensorisch, motorisch, vegetativ" besteht, wie in den Lehrbüchern auf den ersten Blick zu sein scheint, und dass trotz aller angeblich genau lokalisierter Rindenfelder im Gehirn bei allen Aktionen unendlich viele Kreuz- und Quervernetzungen mitwirken...
Die Gratwanderung beinhaltet natürlich auch immer, mit dem eigenen Ärger zurechtzukommen über die Art der Prüfung. Viele Fragen dienen weder dem Aussschluss der Gefahr für die Volksgesundheit noch der Abfrage des soliden Grundwissens, sondern der Verunsicherung und dem Ausschluss von so viel wie möglich Leuten ...da steckt ein politisches System dahinter. Ich sitze maqnchmal da und muss erstmal wieder meine Wut beruhigen, ehe ich weiterlernen kann.
Immer, wenn mir der Mut sinkt, gucke ich tiefer bei SAchen, bei denen mir mein Wissen noch zu sehr wie Halbwissen vorkommt, denn ich stelle fest, dass dann auch verunsichernde Fragen einen nicht so leicht ins Bockshorn jagen können.
Wo ich mir unsicher bin, ist die ganze SAche mit der Biochemie. In manchen Lerntexten sieht es aus, als müsse man auch noch ein Chemiestudium absolvieren....
Was in der Anatomie kein Halbwissen bleiben sollte, ist natürlich die Lage der Organe, und die Lage z.B. der großen Blutgefäße. Wichtig ist besonders (auch in der Prüfung immer wieder): wie kriege ich die Milz zu fassen (nämlich eigentlich überhaupt nicht, außer bei Anschwellung, und dann ists meistens ernst)...
In manchen SAchen tun sie in der Prüfung so, als könnten wir "Diagnosen" stellen, wo es doch nur darum geht, zu erkennen, dass ein System derartig zentrale Probleme hat, dass der Mensch erstmal zur Abklärung zum Spezialisten geschickt werden muss. Wenn ich an einigen Reflexen und Zeichen merke, da stimmt was nicht, muss ich weiterschicken, fertig, also ist dann das ganz tiefe Spezialwissen eigentlich nicht mehr nötig, um keine "Gefahr für die Volksgesundheit" zu sein. Andererseits wird von manchen Kraynkheiten behauptet, da müsse unbedingt das Antibiotikum ran, und wir die Hände von lassen, und da könnten Dir massenhaft Heilpraktiker aus der Erfahrung was ganz anderes erzählen (und auch naturheilärzte), aber für die Prüfung musst Du sagen: da hilft nur noch Antibiotikum.
Na, und so weiter ...
naja, wie dem auch sei, wir können uns eben nur immer wieder gegenseitig Mut machen, und ein Stück Glück ist eben auch dabei.
Viele Grüße Marlis


blue-banana
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Beitragvon blue-banana » 9. Nov 2004, 11:20

Hallo Marie-Luise,

ich danke Dir für Deine lange Antwort.

Das mit den Prüfungsfragenist ja wirklich gemein. Was soll den politisch dahinterstecken? Meinen sie es strömen sonst zu viele HP auf den Markt?

Ich bin ja nun erst am Anfang, aber mir fiel auf, daß selbst hier schon in unterschiedlicher Literatur verschiendene Annahmen stehen. Z.B. Mitose. In einem Buch gibt es 6 Phasen der Zellteilung, im nächsten sind es 5 und in den Übungsfragen ist dann 4 richtig. :-?

Wie soll man da ordentlich lernen können? Naja, müssen wir wohl durch, aber wenn mir sowas schon am Anfang begenet, weiß ichja was mich noch alles erwartet.

Ich werde es so handhaben wie Du vorgeschlagen hast und die Anatomie so gut wie möglich lernen auch wenns länger dauert. Ich will es ja auch für mich wissen und wenn ich mal berufl. tätig sein werde, ist das Wissen vielleicht wichtiger als alle Krankheiten auswendig zu können.

Apopos Krankheiten: Wie merkt man sich bloß all die vielen Krankheiten? Gibts da einen Tip?
Ist ja fast unmöglich, oder?

In anderen Aubildungen werden ja Prüfungen immer Themenbezogen durchgeführt. Das wäre viel einfacher. Aber alles wissen zu müssen und nicht zu wissen was drankommt, finde ich schon ziemlich krass.

Du scheinst ja schon fast durch zu sein. Wann hast Du denn Prüfung oder hattest Du schon?

Liebe Grüße Bianca

Marie Luise
Beiträge: 75
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Beitragvon Marie Luise » 12. Nov 2004, 14:13

hallo, Bianca,
ich bereite mich für März 05 vor. Ob ichs sxchaffe, steht in den Sternen., ich will dann aber nicht aufgeben.

Du kannst hier im Forum etwas rumschnüffeln, da findest Du alle möglichen Lerntipps, auch von mir, zum besser Einprägen.
Wichtig ist immer: "multisinnlich" - also nicht nur Text, sondern Bilder, gebastelte Modelle, Lernreime, selbst formulieren, Visualisieren, das heißt: dir Plakate an die Wände hängen, auch Zettelchen überall, usw.muss nicht küsntlerisch und ganz operfekt sein - hauptsache selber gemqacht - so lernt das Hirn tiefer, anfangs langsamer, dafür dann später schneller.

Inhaltlich: Verbindenendes merken , TRhemengruppen rausfinden, ich hab mal das Beispiel der "Pause" gebracht: bei vielen Krankheiten spielen symptomfreie Pausen eine Rolle.
Also auch querdenken.

Lies mal hier rum unter "Selbststudium", und anderen Rubriken, ich glaube es gab auch eine zur Lernplanung, da steht auch einiges.
Beste Grüße, viel Erfolg
marlis

Lunzi
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Beitragvon Lunzi » 12. Jan 2005, 21:58

Hallo,
bin über den Suchbegriff "Heilpraktikerausbildung" auf diese Seite gestoßen und hoffe so an einige Informationen und Tipps zum Thema Ausbildung bekommen zu können.

Zurzeit studiere ich etwas anderes, was mit dem Heilberuf nur wenig gemein hat, und bin auch nicht wirklich glücklich damit. Somit überlege ich derzeit mein bisheriges Studium abzubrechen und zu meinem langjährigen Wunsch - der Heilpraktikerausbildung - zurückzukehren (Leider war ich vor 2 1/2 Jahre zu feige mich für diesen Weg zu entscheiden - meine Eltern, beide Steuerberater, haben mir beide vorgerechnet wie schlecht doch die Berufsaussichten seien und dementsprechend Kosten-Nutzen in keinem ihnen zumutbaren Verhältnis stünden).
Vielleicht kann mir ja jemand der schon Erfahrungen gesammelt hat den einen oderen anderen Hinweis zu meinen Fragen geben.

Ist es grundsätzlich leistbar sich den Stoff im Alleingang anzueignen?
Ist eine Ausbildung zum Heilpraktiker neben einem Studium (nicht medizinorientiert) möglich und schaffbar?
Sind Fernlehrgänge sinnnvoll?
Reicht es aus sich zB die Skripte der Seite "....." zu bestellen, um inhaltlich ausreichend (bzw. gut) auf die Prüfung vorbereitet zu sein?
Habe mir bereits einige Beiträge zum Thema Bücherliste usw. durchgelesen. Gibt es denn ein "Standard-Werk" für die Ausbildung?

In jedem Fall schon mal vielen Dank für eventuelle Antworten.
Mit besten Grüßen,

Alena

Zentrum_Z
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Beitragvon Zentrum_Z » 13. Jan 2005, 07:14

Guten morgen Lunzi,

der Ausbildungsstoff ist auch für Personen zu verstehen und zu lernen die nicht aus der Richtung der Heilberufe kommen. Ich bin in einem Ingenieurbüro für Vermessung und Planung tätig. Und mir macht das sehr viel Spaß. Ich beschäftige mich in meiner Freizeit sehr viel mit den Unterlagen. Ich bin an einer kleinen Schule und lerne auch sehr viel zu Hause. Die Heilpraktikerin die den Kurs hält hat die Ausbildung im Alleingang gemacht und bestanden. Ist zu schaffen, denke ich, ist sicherlich noch viel schwerer als mit SChule.

cu Zentrum_Z

Lunzi
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Beitragvon Lunzi » 13. Jan 2005, 09:55

Hallo Zentrum,

zuerst einmal vielen Dank für die Antwort.
Ist ja ulkig daß Du in einem Ingenieurbüro arbeitest. Derzeit studiere ich Landschafts- und Freiraumplanung, denke jedoch ständig darüber nach ob "Heilpraktiker" nicht die passendere Entscheidung gewesen wäre. Ließen sich Studium und HP-Ausbildungsstoff kombinieren wäre dies natürlich optimal - schon allein um meine Eltern zu besänftigen.
Gibt es denn Materialien die für ein Selbststudium empfehlenswert sind?

Viele Grüße,
Lenchen


Zentrum_Z
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Beitragvon Zentrum_Z » 13. Jan 2005, 11:32

Hallo Lunzi,

deine Studienrichtung finde icht gut, außer kann es im Moment keine Jobs dafür gibt. Viele würden das Wissen gerne nutzen, nur das Geld wird gespart. Meine Cousine hat das auch studiert und sucht wie die meisten im Semester nach einer Vollzeitstelle.

Beruf und Hobby läßt sich sehr gut kombinieren, weil sehr viele irgendetwas haben. Sei es psychisch, oder sonst was. Oder eine Winterdepression.
Über Literatur findest du hier genug unter dem Heilpraktikerausbildungstree. Falls du noch Fragen hast kannst du dich ja mal melden.

Ich denke, dass die Ausbildung eine Bereicherung ist.


cu Norbert

Lunzi
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Beitragvon Lunzi » 13. Jan 2005, 14:14

Herzlichen Dank,

das waren jetzt mal ein paar ermutigende Worte für mein Bestreben.
Dann werde ich jetzt zunächst noch ein wenig recherchieren und Material zusammensuchen.

Bis demnächst - möglicherweise komme ich auf Dein Angebot hinsichtlich der Nachfragen zurück - und viele Grüße,
Alena

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Hexenhaar
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Beitragvon Hexenhaar » 25. Jan 2005, 10:11

Hallo :sun1:
ich bin ganz neu hier im Forum, habe das Anmelden schon letzte Woche geschafft und hatte auch schon mal einen Beitrag geschrieben, der aber dann nie aufgetaucht ist. :???: Darum jetzt also nochmal ein Versuch... Ich habe letzte Woche meine HP-Ausbildung in der ARDEA-Schule bei Dr. Rommelfanger in Nürnberg angefangen. Die wurde mir von einer befreundeten Heilpraktikerin empfohlen und nach einer Schnupperstunde war ich auch überzeugt davon, dass das für mich die bessere Alternative ist als ein Fernstudium (das hatte ich mir vorher überlegt, aber ich kenne meinen inneren Schweinehund doch zu gut :D ) Im Moment behandeln mir Notfallmedizin und ich komme ganz gut mit. Ich würde mich freuen, hier in regen Austausch mit Gleichgesinnten zu kommen und vielleicht auch zusammen zu lernen... Ich komme aus einem der Medizin fremden Gebiet, mache die Schule nebenher und hoffe sehr, meine Motivation und mein Interesse bleiben noch lange so stark wie im Moment. Hier im Forum habe ich schon einige Male rumgestöbert und finde es super! Macht weiter so! Da weiß ich jetzt, wo ich mir immer wieder Anregungen und Hilfe und Motivation holen kann, wenn mal ein Hänger kommt oder Rauchwölkchen aus dem Kopf qualmen oder das einzige meinem Hirn bekannte Wort nur noch BAHNHOF ist...
Bis hoffentlich bald :wink:

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Hexenhaar
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Beitragvon Hexenhaar » 25. Jan 2005, 10:12

Juhu.... jetzt hat's geklappt!!!! :lol2:

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anna_tonja
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Beitragvon anna_tonja » 25. Jan 2005, 10:35

hallo herzlich willkommen hier. na da bist du an einer guten schule gelandet, viel erfolg beim lernen.
gruß anna
Das Leben kann rückwärts gedacht muß aber vorwärts gelebt werden!

Lunzi
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Beitragvon Lunzi » 25. Jan 2005, 17:41

Hallo Ihr Lieben,

nach meinen ersten Überlegungen und Erkundigungen zum Thema "Selbststudium" tendiere ich wohl auch eher zu einer Abendschule. Kennt sich da jemand im Raum Hannover aus oder hat da vielleicht sogar schon eigene Erfahrungen sammeln können?

Einen wunderschönen Abend noch,

Lenchen

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Malin
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Beitragvon Malin » 25. Jan 2005, 19:33

Hallo Hexenhaar! ;)

Ich habe auch letzte Woche meine HP-Ausbildung in Nürnberg angefangen, allerdings am Ausbildungsinstitut in der breiten Gasse!
Ich wünsch` Dir viel Spaß am Lernen und bin gespannt, wie es Dir bei Ardea gefällt!

lg, Malin

*Sternchen*
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Beitragvon *Sternchen* » 25. Jan 2005, 21:45

Hallo Ihr Lieben!! :wink:

Bin auch neu hier und suche Anschluss.Fange im April an mit meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin .Mache ein Wochenendstudium an der ZNH in Ravenmsburg.Kennt die jemand?
Habe 2 kleine Kinder (3 Jahre und 11 Monate)
Habe schon bißchen aufgeregt.Hoffe dass ich das mit meinen 2 kleinen Mädchen himbekomme.Wie geht es euch so auf den Schulen?
Kann mir jemand etwas erzählen?Irgend was!!Bin schon sehr neugierig

Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
BIs dann Liebe Grüße :wink:

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Hexenhaar
Beiträge: 7
Registriert: 20. Jan 2005, 13:31

Beitragvon Hexenhaar » 26. Jan 2005, 07:23

Hallo Malin :wink:
die Ardea-Schule finde ich wirklich gut! Ich hatte gestern den dritten Abend und es macht Spaß! Die Zeit vergeht wie im Flug und schon raucht einem wieder der Kopf von all den netten lateinischen Begriffen, die schon beim Versuch, sie auszusprechen, einen Zungenkrampf verursachen... :cool: Nein, so schlimm ist es auch wieder nicht. Wie läuft es bei dir in der Breiten Gasse?

Hallo Anna :wink:
kennst du die Ardea-Schule auch? Bist du aus der Gegend?

Viele Grüße :flower:
Hexenhaar



   

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