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unbekannter, wuchernder baum -> Lösg = Esche

Was ist das denn für ein Kraut....

Moderatoren: Angelika, MOB

omega79
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unbekannter, wuchernder baum -> Lösg = Esche

Beitragvon omega79 » 23. Aug 2003, 19:26

hi ihr :)

wir haben in unserem garten einen baum den wir einfach nicht los werden :???:

er wird sehr schnell sehr gross ... hab ihn dieses jahr mal wieder abgeschnitten, und er war sicher 3-4 meter hoch, wenn nicht noch höher.

das war im mai ... diese prozedur muss man 2x im jahr machen ....

am anfang war es ein baum mit einem stamm ... mitlerweile sind es unzählige neue treibe die aus dem stumpf kommen ...

ich hab auch schon versucht rostige nägel in den baum zu schlagen ... das beeindruckt ihn überhaupt nicht ...

man kann ihn absegen wo man will es hilft nicht ... wir schlagen uns mit dem baum sicher schon 5 jahre rum ... ich glaube wenn man ihn nicht ständig abschneiden würde wäre ehr sicher schon 5 meter breit und locker 6 meter hoch :evil:

ich hab mal einen zweig mit blättern abgebrochen und eingescannt, ich hoffe ihr könnt mir helfen, ihn endlich zu schlagen ... sonst dreh ich noch durch :eek:

hmmm... man kann ja garnix anhängen :-?
werd mal schaun ob ich das irgendwo hochgeladen bekomme

//edit
HIR IS DAS BILD (KLICK)
//ich hoffe das der link geht


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Lichterkind
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Beitragvon Lichterkind » 23. Aug 2003, 21:46

Hm, so ein Ding hatten wir auch mal im Garten, keine Ahnung, was das ist. Jedenfalls kann ich bestätigen, was du sagst, das Zeug wächst wie Unkraut.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 24. Aug 2003, 17:31

Hallo Omega79,

sieht aus wie ein Eschenblatt - kaum einer unserer Waldbäume, abgesehen von der Pappel wächst so rasch wie die Esche.
Er hat eine Pfahlwurzel und die Blätter werden im Herbst merkwürdigerweise grün abgeworfen.

Lies mal unter dem Thema Mond nach und nutze die "Schwendtage". Schwendtage sind Rodungs- und Auslichtungstage - der nächste ist der 8.9.
http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... chwendtage
:wink:
MfG
Kräuterfee

omega79
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Beitragvon omega79 » 25. Aug 2003, 14:46

danke für den tip :)
ich glaub ja normal nicht an so nen kram ... a´ber der baum bring mich dazu das mal zu versuchen *G*

leider hab ich ihn am samstag weiter abgeschnitten ... aber so wie ich den baum kenne kann ich den nächsten termin im februar nutzen.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 25. Aug 2003, 15:13

Hi omega79,

ist ist auch in der Forstwirtschaft selber bewiesen ;-)
Letzter Samstag war gut zum Heckenschneiden, da wird sie dichter, da langsamer, gedrungener Wuchs :lol:
Willste die Esche nicht ganz raushaben - nacher haste es mit der Pfahlwurzel und ausgraben noch schwerer, wie's schon ist.
Die Esche nimmt doch so viel Platz weg.
:wink:
MfG
Kräuterfee

omega79
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Beitragvon omega79 » 25. Aug 2003, 16:17

jo ganz raus will ich das schon haben ...ich weiss nicht wie die wurzeln wachsen, wenn die sich seitlich ausbreiten wird es ein problem da sie genau an einem weg wächst :(

ist eine pfahlwurzel eine wurzel die hauptsächlich nach unten wächst ?
wenn ja wie viel muss ich von den wurzeln entfernen ?
nich das mir aus den wurzeln plötzlich ein wald entsteht ;)

ohne ausgraben wäre mir aber lieber ;)


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 25. Aug 2003, 16:27

Hallo

bei einer Pfahlwurzel ist die Hauptwurzel dominierend (sie wächst nach unten) - Seitenwurzeln sind kaum vorhanden. Die Pfahlwurzel geht aber tief in den Boden.
Pfahlwurzel tief wie möglich ausgraben, hebeln und somit lockern, so läßt sich beim kleinen Exemplar die Wurzel noch mühselig ziehen. Bei großen ein Problem, da hilft nur weit buddeln; auf das Ende der Wurzel hoffen und irgendwann wenn einem die Kraft und Lust versagt, mit dem Spaten kappen und hoffen, daß nicht mehrere Wildtriebe wachsen :eek:
MfG
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omega79
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Beitragvon omega79 » 25. Aug 2003, 22:58

hmmmm....

das habe ich befürchtet ... so ein schei** baum :evil:

mal sehn ob ich den dieses jahr noch ausgrabe ... der 3.9 würde sich ja anbieten ... um auf nummer sicher zu gehn *g*

dank dir auf jedenfall für deine hilfe ... und dafür das der "baum des teufels" (wie wir ihn nennen) jetzt einen echten namen hat :)

sihema
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Rhus typhina

Beitragvon sihema » 26. Aug 2003, 08:08

Hallo,
dies ist wohl KEINE Esche. Ob eine Esche diese Behandlung überlebt hätte, wage ich auch zu bezweifeln.
Bei dem Baum handelt es sich nach Wuchsbeschreibung und Blatt um Rhus typhina, der sogenannte Essigbaum oder Hirschkolbensumach. Dies ist ein Sumachgewächs (Anacardiaceae), stammt aus Nordamerika, ist aber hier vielfach verwildert anzutreffen. Er ist allenfalls schwach giftig.
Ach ja, und die Blätter des Essigbaums werden im Herbst sehr schön rötlich - daran ist es ja dann einfach zu unterscheiden.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 26. Aug 2003, 08:54

Hallo Sihema,

Rhus typhina ist es nicht, er hat mehr "ledrigere", gefiederte, bis 45 cm lange Blätter in einem sattem Grün ... wobei die einzelnen Blattfiedern auch schmaler sind .... und außerdem hat der Rhus typhina mehr scharf gesägte Blätter ... und wiederum ist die Endfieder sowie alle Fiederblätter beim Rhus typhina sitzend - hier bei seinem Bild ist die Endfieder gestielt ... ;-)

So, Eschen gibt's mehrere - nicht nur die Gewöhnliche (diese hat: Blätter (7-)9-15-zählig gefiedert, ca. 15 cm lang, Blattfiedern schmal eiförmig bis breit lanzettlich, zugespitzt, ungestielt, gezähnt.) - also zusammengesetzte Fiederblätter, deren Einzelblättchen bis auf das Endblatt ungestielt sind.

Aber zur Sicherheit kann er ja noch mal ein Gesamtbild hier reinstellen, um Zweifel auszuschließen. Blattzahnung ist noch sehr undeutlich und man erkennt die Adern und evt. Farbigkeiten am Stiel net so.
Warum nicht Fraxinus excelsior ?
http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/~stueb ... _small.jpg


:wink:
MfG
Kräuterfee

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 1. Sep 2003, 14:26

Hallo Omega,

Schreibfehler ? - Wieso kommst Du auf den 3.9. ???
MfG
Kräuterfee

omega79
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Beitragvon omega79 » 29. Jul 2004, 13:22

ich bins wieder *g*
ist jetzt fast 1 jahr her ... und heute wollten wir den baum ausgraben weil wir so wie so den garten sanieren.

wir haben den baum mal wieder bis auf den stumpf gekürzt, denn er war wieder gewuchert (schön breit, wie oben beschrieben :eek: )
geschnitten haben wir ihn schon am sonntag, die blätter sind immernoch grün und saftig, nur schlapp :o
die wilden mirabellen bäume die ich zur gleichen zeit abgeschnitten habe sind schon total welk und spröde (als vergleich)

beim graben sind uns armdicke wurzeln aufgefallen die zur seite wachsen, und die kleineren wurzeln bilden eine, mit dem sparten, nahezu undurchdringliche fläche.

in ca 2m entfernung wächst erschreckender weise noch so ein teufelsding (noch jung)

ich denke die dicken wurzeln sind triebe.

ich werde mal versuchen noch einige bilder von dem rest zu schiessen und hier dann posten.

spricht das immernoch für eine esche ?



   

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