Pilze und Wildschweine "strahlen" immer noch...

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Moderator: Angelika

Azrael
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Re: Pilze und Wildschweine "strahlen" immer noch...

Beitrag von Azrael »

nunja ich hab mehr angst vor stoffen die schneller zerfallen als 30 Jahre... es ist ja je schneller sie zerfallen desto mehr Schaden richten sie dabei an. Außerdem können sich Lebewesen an Radioaktivität gewöhnen (bsp Mosaik virus)
ich bin mir schon bewusst das versch Gebiete in Russland wirklich ein Gefächrliches Pflaster sind (ich weiß um die Gefahren von Radioaktivität zumindest etwas...)

was ich jetzt noch nicht verstehe ist warum gerade Pilze aus Polen so betroffen sein sollen... nur wegen der geringeren Entfernung zu Chernobyl?

greenbeans
Beiträge: 329
Registriert: 24. Aug 2003, 23:45

Re: Pilze und Wildschweine "strahlen" immer noch...

Beitrag von greenbeans »

Hallo Azrael,
es ist ja je schneller sie zerfallen desto mehr Schaden richten sie dabei an
ja, so mancher Chemieunfall ist akut wohl gefährlicher, jedenfalls in der direkten Umgebung.
Außerdem können sich Lebewesen an Radioaktivität gewöhnen (bsp Mosaik virus)
ob man jetzt vom Mosaik Virus direkt auf Säuger schließen kann... :D Aber grundsätzlich können sich Lebewesen natürlich an alle möglichen Dinge gewöhnen, auch an Gifte, und vielleicht auch an Radioaktivität. Ich möchte es mal nicht ausschließen jedenfalls.

was ich jetzt noch nicht verstehe ist warum gerade Pilze aus Polen so betroffen sein sollen... nur wegen der geringeren Entfernung zu Chernobyl?
Vielleicht ist da besonders viel Fallout niedergegangen. Müßte man mal nachlesen.

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Mystic rose
Beiträge: 103
Registriert: 22. Mai 2009, 11:16

Re: Pilze und Wildschweine "strahlen" immer noch...

Beitrag von Mystic rose »

Azrael hat geschrieben:nunja ich hab mehr angst vor stoffen die schneller zerfallen als 30 Jahre... es ist ja je schneller sie zerfallen desto mehr Schaden richten sie dabei an. Außerdem können sich Lebewesen an Radioaktivität gewöhnen (bsp Mosaik virus)
ich bin mir schon bewusst das versch Gebiete in Russland wirklich ein Gefächrliches Pflaster sind (ich weiß um die Gefahren von Radioaktivität zumindest etwas...)

was ich jetzt noch nicht verstehe ist warum gerade Pilze aus Polen so betroffen sein sollen... nur wegen der geringeren Entfernung zu Chernobyl?
Hier was zum informieren, ein toller Link, links findest du diverse Gebiete wie gesundheitliche Folgen....wird gut erklärt. Das beantwortet deine Fragen kurz aber anschaulich.





http://www.google.de/url?sa=t&source=we ... grleVaq4Aw
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Mystic rose
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Re: Pilze und Wildschweine "strahlen" immer noch...

Beitrag von Mystic rose »

z.B:

Abb. 23: Tumorspezialisten rechnen damit, dass eine Reihe von Krebserkrankungen bei Erwachsenen erst 20 bis 30 Jahre nach dem Unfall zum Ausbruch kommen. © Greenpeace

>>>Krebserkrankungen bei Erwachsenen
Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Reaktorunfall und der Zunahme anderer Tumorarten neben Schilddrüsenkrebs sieht auch der Direktor des Münchner Otto Hug Strahleninstitutes, Edmund Lengfelder. Er stützt sich auf statistische Erhebungen der Mediziner aus dem Gebiet um das weissrussische Gomel. Dort erkrankten normalerweise 240 von 100 000 Menschen an Krebs. Inzwischen sind es 346 Fälle. In den am stärksten belasteten Kreisen (Rajons) des Gomeler Gebiets, in Wetka, Bragin, Choinikj und Narowlja ist der Anstieg am grössten. Bei Männern betreffen die Tumoren am häufigsten Lunge, Magen, Haut und Prostata. Bei den Frauen sind es vor allem Tumoren von Brust, Gebärmutter, Magen und Haut (38.2).

Die Zeitschrift «Swiss Medical Weekly» veröffentlichte im Dezember 2004 einen Bericht vom «Clinical Institute of Radiation Medicine and Endocrinology Research, Minsk, Belarus» der zeigt, dass die Krebserkrankungen zwischen 1990 und 2000 um 40 Prozent angestiegen ist. Die Forscher verwendeten Daten vom Nationalen Krebsregister welches im Jahr 1973 gegründet wurde. Sie verglichen die Krebsraten in der Zeit vor der Katastrophe mit der Zahl der Krebserkrankungen nach dem Reaktorunfall (147.1).

Der Brustkrebs bei Frauen nimmt unter den Krebsarten eine Sonderstellung ein. Dieser Tumor hat in den vergangenen 10 Jahren rund um Gomel ständig zugenommen. Die Zahl der Fälle hat sich Ende 1999 im Vergleich zu 1988 verdoppelt (38.2). Der kausale Zusammenhang zwischen dem gehäuften Auftreten dieses Tumors und dem Reaktorunglück ist inzwischen international anerkannt. Epidemiologische Studien vor allem für Frauen, die in den Wochen nach dem Reaktorunfall gestillt haben, sollen diesen Zusammenhang erhärten (39.1).
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