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Basische Rezepte

Rezepte zum Kochen, Einmachen etc... Hier können Sie ihre Rezepte verraten, über Rezepte diskutieren, fragen wenn Sie Rezepte suchen ......

Moderator: Angelika

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Chaosgoettin
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Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 21. Feb 2010, 12:48

Hilfe! Seit Tagen versuche ich klar zu kriegen, was basische Ernährung ist und ganz ehrlich: Nachdem ich völlig verwirrt und mir echt verar***t vorkomme: Was ist Basisch?
Hier zb aus einer Seite:

Apfel-Vanille-Milchreis
300 ml fettarme Milch (1,5 % Fett) --> Milch soll doch sauer sein?
50 g Milchreis --> ist der nicht sauer?
etwas Vanillinzucker --> Zucker???
1 kleiner Apfel (100 g)
1 EL Zitronensaft
1 Becher Vanille-Sauce --> Fertigprodukte?

Ich komm echt nicht mehr klar und suche Hilfe!
1. hätte gerne einen seriösen link zu einer Tabelle
2. Tips und Rezepte

Wer ist so lieb und hilft mir? Vielen Dank!


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cala
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon cala » 21. Feb 2010, 14:19

Hi !

Es gibt im Handel Bücher über die Erhaltung der Säure-Basen-Balance. Aber auch Tabellen von z.B. Gräfe und Unzer, die sind ganz übersichtlich. Wenn du hier im Forum ein bisschen Recherchierst findest du auch einige Threads darüber.
Guck mal:
http://www.natur-forum.de/forum/search. ... ernaehrung

Ach so, über dein Rezept wunderst du dich ja selbst, ich kann dir nur sagen, dass Lebensmittel nicht "sauer" oder "basich" sind, sondern verstoffwechseln im Körper erstmal, dadurch entstehen dann die Säuren- und Basenflüssigkeiten im Körper. Je nach Ernährung und aber auch nicht zu vergessen: Lebensumstände (Stress, Rauchen, mangelnde Bewegung, etc. ) und Lebenseinstellung in Disbalance geraten kann.

Zucker ist also ein kristaliner Feststoff und somit weder sauer noch basisch. Aber trägt zur Übersäuerung des Körpers bei. Im Bereich Milchprodukte gibt es große Unterschiede... die mit Zucker angereichert, also dein Fertigprodukt schiebt sich bestimmt in die Säurebildende Seite hin. Und Getreide auch. Ich weiss, dass Hirse, Weizenkeime, Grünkern sind neutral.

EDIT : Ein Rezept kenne ich doch, es ist eine BASENSUPPE, die zur Entgiftung kenne. Nichts Spektakuläres, sie ist von Mauch: Es wird saisonalles Gemüse 15 min in kochendes Wasser gegart, nur soviel Wasser, dass es das Gemüse gerade bedeckt. Danach abseihen und Gemüse wegtun, denn nur die Brühe davon wird verwendet: in dieser wird frisches Gemüse wie Kartoffeln, Blumenkohl, Möhren und Kohl hingerieben mit Naturgewürzen (Kräutern und co.) und Salz abgeschmeckt.
Grüße
Cala

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Chaosgoettin
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 21. Feb 2010, 17:00

Hallo Cala,
danke für Deinen Beitrag. Die Suchfunktion habe ich davor schon benutzt, aber so richtig schlau wurde ich daraus auch nicht. Zum Beispiel ist immernoch offen, ob nun Dinkel basisch ist oder nicht.

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Angelika
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Angelika » 21. Feb 2010, 20:22

Chaosgoettin
Zum Beispiel ist immernoch offen, ob nun Dinkel basisch ist oder nicht.

dann schau mal hier nach

http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... kel#p88014

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Seven A.
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Seven A. » 21. Feb 2010, 20:28

Einfacher ist es, wenn man säurebildende Nahrungsmittel weglässt.
Dazu gehören:
• Jede Art von Fleisch, Fisch, Geflügel, Wurstwaren, Schinken
• Fleischbrühe
• Fette (Gehärtete und raffinierte Fette und Öle)
• Alle Fische und Schalentiere
• Milchprodukte (auch fettarme) sowie Quark, Joghurt und alle Käsesorten
• Ei, Eiweiß (Eigelb ist basenbildend)
• Senf und Essig
• Hülsenfrüchte, Spargel, Rosenkohl, Artischocken, Lauch, Zwiebeln, Spinat, Sauerampfer
• Alle Nüsse besonders Erdnüsse und Haselnüsse außer Mandeln und frischen Walnüssen, Paranüsse.
• Alle Weißmehlprodukte
• Teigwaren
• Polierter Reis
• Margarine
• Orangen, Aprikosen, Pflaumen, Rhabarber
• Kohlensäurehaltige Getränke (auch Mineralwässer)
• Softdrinks wie Limonaden und Cola
• Bohnenkaffee (Purine sind stark säurebildend)
• Schwarze Tee
• Früchtetee
• Alkohol
• Fertigprodukte, die Säurebildner enthalten
• Alle Süßigkeiten, insbesondere die mit Fabrikzucker hergestellten
• Zucker

Was den Dinkel betrifft. Als Keimling ist der basenbildend. Als weiterverarbetetes Mehl zählt er meistens zu den Säurebildner. :eek:

Noch ein Rezept:
Gemüsesuppe mit Reis
150g Gemüsemischung (Lauch, Karotten und Sellerie) mit 1 EL kalt gepressten Olivenöl anbraten. Mit 300ml Gemüsebrühe ablöschen und 100g gegarten Naturrreis zugeben. Mit Schnittlauchröllchen bestreut servieren.
LG Seven

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Chaosgoettin
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 21. Feb 2010, 20:35

Hallo Angelika,
ich hab das gelesen, aber gerade der letzte post hat mich verwirrt über Deine Aussage, Dinkel sei basisch. Ich habe jetzt beschlossen, wieder locker zu werden und nach meinem gefühl zu gehen. So sollte es wohl am Besten sein.

Hallo Seven,
diese Liste kenne ich schon. Hier stört mich schon wieder sehr stark, dass Spinat sauer sein soll. In anderen Tabellen soll er STARK basisch sein oÔ
Dein Rezept finde ich jut. Hier noch eins:

Ingwerbrühe
150 ml Gemüsefond
10 g frische Ingwerknolle
50 g Tofustücke
1 TL Schnittlauchröllchen

Den Gemüsefond und die frische Ingwerknolle in Scheiben erhitzen.
Die Tofustücke in der heißen Brühe erwärmen.
Mit 1 TL Schnittlauchröllchen servieren.
Beim Tofu bin ich grade nicht ganz sicher, der könnte durch Sellerie oder Karottenstücke vertauscht werden bzw angereichert als Einlage.
Zuletzt geändert von Chaosgoettin am 21. Feb 2010, 20:53, insgesamt 2-mal geändert.


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Seven A.
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Seven A. » 21. Feb 2010, 20:46

Spinat sauer sein soll.
Ja. Als Salat, roh gegessen, soll er basenbildend sein. Die Liste geht von gegartem Spinat aus. Bei Spinat ist bekannt, dass er auf keinen Fall zu lange erhitzt oder wieder erwärmt werden soll. Wahrscheinlich ist das der Grund.
LG Seven

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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 21. Feb 2010, 20:53

Spinat sauer sein soll.
Ja. Als Salat, roh gegessen, soll er basenbildend sein. Die Liste geht von gegartem Spinat aus. Bei Spinat ist bekannt, dass er auf keinen Fall zu lange erhitzt oder wieder erwärmt werden soll. Wahrscheinlich ist das der Grund.
Also gehen alle basenbildnerische Listen von ROHEM Material aus, was gekocht wieder ganz anders ausschaut. Wer ißt denn aber schon Spinat roh? Soll roher Spinat nicht ungesund sein, wie zb auch die Kartoffel?

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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 25. Feb 2010, 14:18

Eine Frage hätte ich da mal.
Da Dinkel basisch ist und Eigelb ebenfalls, dürften Nudeln, die aus Dinkelmehl und Eigelb gemacht wurden eigentlich nicht sauer sein. Oder? Oder gilt das nur für ganzen Dinkel und ungekochtes Eigelb? Olivenöl wäre noch drin, wenn ichs selbst mache. Mein Mehl selbst mahlen kann ich leider nicht. Aber evtl würde Eigelb und Olivenöl aufwiegen, was Dinkelmehl sauer ist?

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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Seven A. » 26. Feb 2010, 00:14

Wer ißt denn aber schon Spinat roh?
Im Handel wird roher Blattspinat als Salat angeboten. Also muss er auch genießbar sein. Vielleicht hat jemand eine Anbaumethode entwickelt, um den Nitratgehalt im Spinat niedrig zu halten.
Aber ob er deshalb basenbildend ist? :ratlos:
LG Seven

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Seven A.
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Seven A. » 26. Feb 2010, 00:24

Eine Frage hätte ich da mal.
Da Dinkel basisch ist und Eigelb ebenfalls, dürften Nudeln, die aus Dinkelmehl und Eigelb gemacht wurden eigentlich nicht sauer sein. Oder? Oder gilt das nur für ganzen Dinkel und ungekochtes Eigelb? Olivenöl wäre noch drin, wenn ichs selbst mache. Mein Mehl selbst mahlen kann ich leider nicht. Aber evtl würde Eigelb und Olivenöl aufwiegen, was Dinkelmehl sauer ist?
Das habe ich in einem anderen Thema gefunden:
Dinkel enthält mehr Eiweiss, als ein Hühnerei. Gerade bei einer Azidose ist ein möglichst geringer Eiweiss-Anteil wichtig.
Dieses auch:
Dinkel enthält alle basischen Mittel und reagiert im Gegensatz zu allen anderen Getreidearten im Körper basisch.
Das Dinkel extrem gesund sein soll und auch noch basisch wirken soll, kommt alles aus der Hildegard-Küche. Nirgends wird sonst soviel wert auf Dinkel als Getreide gelegt.
Ich halte Dinkel für einen Säurebildner.
LG Seven

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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 26. Feb 2010, 10:40

Es wird fast überall Dinkel als entweder neutral oder Säurebildner bezeichnet. Dinkel, Hafer und noch was sind oftmals als die Getreidesorten ausgezeichnet, die am wenigsten säurebildend sein sollen und somit für die (vorwiegend) basische Küche geeignet sind.
Mir ist nur nicht klar, ob Getreide als Mehl gelagert dann noch mehr Säurebildend ist oder ob es egal ist, in welchem Zustand es ist. Schrot ist ja auch nicht mehr ganz.

Zumindest ist Dinkelmehl schon mal gesünder als Weißweizenmehl und man kann es gut eintauschen ohne geschmackliche und konsistielle (schwieriges Wort, richtig?) Veränderungen hervorzubringen. Immerhin etwas. Ich benutze schon seit Jahren Dinkelmehl Typ 650 (?), statt Weizenmehl. Nur in letzter Zeit, das Geld war sehr knapp, habe ich doch wieder zu Weizenmehl gegriffen. Jetzt versuche ich es möglichst ganz wegzulassen, was mir natürlich sehr fehlt.

Bei Lidl gibts Dinkelmehl inzwischen auch, find ich klasse!

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cala
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Re: Basische Rezepte

Beitragvon cala » 26. Feb 2010, 13:58

Hi,

zum Thema Mehl fällt mir ein, dass vollkornmehle und frischgemahlene Mehle gesünder sind als raffinierte (gesiebte) und 2 Jahre lang gelagerte Ware. Aber was heißt "gesünder" eigentlich?

Mit Auszugsmehl sind alle Mehlsorten gemeint, bei denen die wertvollen Teile des Getreides entfernt wurden. Dies ist nicht nur das allseits bekannte weiße Mehl, auch Roggen- Dinkel- und andere Mehle können auf diese Weise entwertet worden sein.

Die Zahlen der Mehltypen kann man sich grob so merken: Je höher die Zahl, um so mehr vom ursprünglichen Korn ist noch im Mehl enthalten. Fertig gekauftes Vollkornmehl ist jedoch auch bei hoher Nummer nicht wirklich gesund, denn es ist bearbeitet, damit es lange haltbar bleibt. Die genaue Definition lautet: "Die jeweilige Mehltype gibt an, wie viele Mineralstoffe (genannt Asche) in Gramm durchschnittlich in 100 kg wasserfreiem Mehl enthalten sind". Das heißt, je kleiner die Typenzahl ist, umso kleiner ist auch der Mineralstoffgehalt des Getreides.

Wenn man direkt vor der Teigbereitung das Getreide mahlt, oxidieren die wertvollen Vitalstoffe nicht. :achtung: In Bioläden, Reformhäuser und Drogeriemärkte gibt es die Möglichkeit kostenlos Getreide zu mahlen. Hast du schon mal gesehen?

Ein Heilpraktiker sagte mir mal, daß Menschen mehr Unvertgräglichkeiten für Weizen als für andere Getreide haben, weil Weizen viel gezüchtet wurde.
Dinkel ist ein Vorfahre von Weizen, aer das hochwertige Eiweiß unterscheidet sich in der Aminosäurenzusammensetzung von Weizen. Menschen, die auf das Eiweiß von anderen Getreidesorten allergisch reagieren, vertragen daher Dinkel gut. Die hl. Hildegrad von Bingen machte Dinkel sehr bekannt und stufte dieses Getreide als die wertvollste Art überhaupt ein.

Ich backe Brot und andere Backwaren gern aus Kamut (auch eine Urform von Weizen), ist schön hell vollkorn gemahlen und ist in der Konsistenz weniger sandig als Dinkel, aber auch teurer. Kamut ist neutral in der Tabelle für basische Ernährung.

Seitdem ich eine Unverträglichkeit von Weizen hatte, habe ich mein Konsum an Brot stark reduziert, auch wenn sie geheilt ist, irgendwann muss man die Ernährung und Gewohnheiten umstellen. Viel Glück bei dir!
Grüße
Cala

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Re: Basische Rezepte

Beitragvon Chaosgoettin » 26. Feb 2010, 14:09

Hallo Cala,
vielen Dank für diese wertvolle Zusammenfassung.
Ich kenne die Mahlstationen aus größeren Bioläden hier in Berlin. In kleineren Läden kenne ich es nicht. Vielleicht versuche ich mal Kalmut, da ich zwar kein Brot groß esse (noch nie), aber teigige Gerichte gerne mag. Die Frage ist nur, ob es dann noch schmeckt, wie ich es gerne habe.

Beim Versuch nur aus Olivenöl, Zitronensaft und Salz (als Basis) Salatsoßen zu amchen scheiterte ich am Geschmack. Sonst kam da immer Gemüsebrühpulver (ohne Glutamat) und etwas Zucker rein. Ein Schuß Sahne hat es etwas besser gemacht, aber ich glaube, da muss ich noch dran feilen :D

Ansonsten sitze ich gerade an einem Teller mit Schnitzen von Kohlrabi und Äpfeln, sowie Radieschen, mandeln und selbst gezogene Alfalfasprossen. Diese Abwechslung mag ich. Habe sonst kaum Obst und wenig Rohkost zu mir genommen. Ich lerne gerade das richtige Kauen, schwerer als ich dachte :P



   

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