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Natürliche Alternative zu Fortekor???

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

Tiffi20
Beiträge: 3
Registriert: 18. Jan 2006, 22:58

Natürliche Alternative zu Fortekor???

Beitragvon Tiffi20 » 14. Nov 2006, 15:35

Hallo zusammen,

der 12 jährige Dackel meiner Oma bekommt seit ca. 1 Jahr das Medikament Fortekor/Fortecor, er ist laut Tierarzt vollkommen gesund und bekommt das Mittel aufgrund seines Alter als vorbeugung...

Nun hat sie ihren TA vor einiger Zeit nach einer Alternative gefragt weil sie dem kleinen diese "Chemie" nicht mehr (grundlos) zumuten möchte, leider hält der TA generell nichts von Naturheilkunde usw. :roll: und hat jede Auskunft abgelehnt.

Jetzt wollte ich euch hier mal fragen ob ihr mir da vielleicht ein paar Info´s geben könnt ???

Lg Tiffi


pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitragvon pierroth » 14. Nov 2006, 18:20

Hallo Tiffi20

ähm, sorry, aber einem vollkommen gesundem Hund Chemie zu verordnen und dann eine solche Reaktion, da würde ich Deiner Oma als erstes empfehlen, den TA zu wechseln.
Es gibt einige homöopathische Mittel, die das Herz unterstützen, wenn es denn Probleme macht. In Verbindung mit einer entsprechenden Konstitutionstherapie habe ich schon einige (wirklich herzkranke) Hunde von diversen Medikamenten komplett entwöhnt und sie kommen zusammen mit entsprechenden hom. Herzmittel besser zurecht, als vorher. Dies sollte aber von einem Tierheilpraktiker durchgeführt werden und nicht auf eigene Faust. Ausserdem sollte man, auch wenn der Hund keine Herzprobleme hat, das Fortecor langsam ausschleichen.

LG Pierroth

strunkel
Beiträge: 16
Registriert: 1. Sep 2006, 04:58

Beitragvon strunkel » 30. Nov 2006, 21:53

Fortecor ist ein ACE-Hemmer und wird bei chronischer Linksherzinsuffiziens und/oder bei Nierenerkrankungen eingesetzt.
Einfach gesagt wirken ACE-Hemmer regulierend auf den Blutdruck, das Blutvolumen und die Natriumkonzentration im Blut. Dadurch entlasten sie das Herz und die Nieren. Also werden sie auch bei Herzschwäche eingesetzt. Ich vermute mal, diese hat Dein TA diagnostiziert.

Alle Hunde haben ja physiologisch "schlechte" Herzen. Man kann hier naturheilkundlich z.B. auch mit Weißdorn (Crataegus) was gegen das Altersherz tun. Ebenso hilft die richtige Ernährung und Bewegung.
So ein Hund ist ja eigentlich auch "nur ein Mensch".
Rauchen wird er aber hoffentlich nicht ;)

strunkel

Christie
Beiträge: 337
Registriert: 4. Jul 2005, 11:46

Beitragvon Christie » 1. Dez 2006, 09:37

Hi!

Man hört leider immer wieder, dass TAs Fortekor schon mal prophylaktisch geben, "bevors schlimmer wird". Da dreht sich mir der Magen um!!!

LG, Christie

nektarine
Beiträge: 34
Registriert: 18. Nov 2005, 17:24

Beitragvon nektarine » 1. Dez 2006, 13:46

Hallo Tiffi,

ich kann mich den anderen nur anschließen und mir einen neuen TA oder THP suchen.

1. finde ich es schon ein Ding, den Tierhalter nicht richtig aufzuklären
2. denke ich, dass auch ein TA auf die Wünsche seiner Patientenbesitzer eingehen sollte oder es vernünftig argumentativ untermauert sollte, warum so und nicht anders.

LG
nektarine

Tiffi20
Beiträge: 3
Registriert: 18. Jan 2006, 22:58

Beitragvon Tiffi20 » 1. Dez 2006, 19:31

Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten....

Wir haben mittlerweile den TA gewechselt, der Hund wurde nochmal gründlich untersucht und es wurde trotz seines stolzen alters nichts festgestellt.....bekommt jetzt auch kein Fortecor mehr :D

Hab mich mal nen bisschen umgehört wegen dem alten TA der hat auffallend viele ältere Damen mit ihren Hunden in Behandlung von denen fast alle Fortecor bekommen ( darunter auch viele jüngere Hunde )
So wie es aussieht verunsichert er die Besitzer so lange bis sie der Behandlung zustimmen...dann lässt er sie jedesmal wieder in die Praxis kommen um ein neues Rezept zu holen für das dann auch nochmal 15€ fällig sind (musste bei meinem TA noch nie für ein Rezept zahlen).

Ich finde das echt ne totale unverschämtheit meine Oma und ihren kleinen sieht der sicherlich nicht wieder.

lg Tiffi


strunkel
Beiträge: 16
Registriert: 1. Sep 2006, 04:58

Beitragvon strunkel » 2. Dez 2006, 18:18

Finde ich gut, Eure Entscheidung! Vor allem auch, dass Du so wach und aufmerksam bist! Es ist ja auch manchmal nicht leicht, langjährige Patienten (ob jetzt menschliche oder tierische) von "ihrem" Arzt wegzubringen. Ich habe da sogar in der eigenen Familie mit diesem Problem zu kämpfen, obwohl da ein Sch.... verordnet wird, der überhaupt nicht nachvollziehbar ist.

Dass der TA Deine Oma nicht aufgeklärt hat und seine Diagnose (falls er überhaupt eine gestellt hat) überhaupt nicht erklärt hat, ist ganz einfach stümperhaft und wahrscheinlich einer gewissen Raffgier zuzuordnen. Der dumme besorgte Tierhalter wird ja gerne zahlen für sein Hauzibauzi!

Aber mach Dir erstmal keine Sorgen um das Hundchen. Es gibt bei ACE-Hemmern nicht soooooo schlimme Nebenwirkungen, dass großer Schaden angerichtet worden sein könnte. Trotzdem besser, wenn unnötige Chemie nicht mehr eingesetzt wird.

strunkel


   

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