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Mein Hund mißtraut mir

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

lilazeit
Beiträge: 40
Registriert: 14. Feb 2007, 08:26

Mein Hund mißtraut mir

Beitragvon lilazeit » 20. Feb 2007, 08:39

Hallo
In der Diskussion um das Thema Kastration sind wir bei einem ganz anderen Problem gelandet.
Meine Hündin, die ich sehr liebe, hat nach 3 Jahren ständig notwendiger Behandlungen so ziemlich das Vertrauen verloren. Es ist schlimm für mich, dass sie sich sofort verkriecht, wenn ich sie verarzten muss und inzwischen verkriecht sie sich schon, wenn ich nur etwas verdächtiges in der Hand halte oder sie sich nicht sicher ist, was gleich passiert.
Sie lebt total auf, wenn sie bei unseren Freunden ist, ist dort lustig und verspielt. Bei uns ist sie irgendwie nur auf der Hut und liegt meist nur auf ihrem Platz bzw unter dem Bett. Spielen möchte sie mit mir nicht mehr.
Kann mir da jemand helfen?? Vielleicht Bachblüten??
lilazeit


Christie
Beiträge: 337
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Beitragvon Christie » 20. Feb 2007, 08:56

Guten Morgen!
Ich würde dir dringend raten, zu einem Hundetrainer zu gehen und dir dort zeigen zu lassen, wie man das Vertrauen seines Hundes wieder kriegt.

Mit Bachblüten geht das nicht!

pierroth
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Beitragvon pierroth » 20. Feb 2007, 10:35

Nun ja, mit BB kann man u.U. das Gemüt stabilisieren, das wird aber nicht die Ursache beheben. Du kannst auch einen Hundetrainer konsultieren, der kann u.U. das Gemüt auch stabilisieren, aber auch das wird die Ursache nicht beheben. Die Ursache ist ja, dass sie ständig irgendwelche Medikamente benötigt. Es gilt also schon mal, die Ursache dafür zu klären, bzw. zu beheben, weshalb sie ständig irgendwelche Medikamente braucht.
Ich würde Dir daher zusätzlich zu einem guten Hundetrainer/-psychologen raten, einen THP aufzusuchen, der/die klassisch hom. arbeitet, evtl. auch BB-Therapie. Ausserdem würde ich Dir empfehlen Deine Hündin in nächster Zeit aus der Hand zu füttern. Damit kannst Du ihr wenigstens signalisieren, dass nicht immer nur Schlechtes von Dir kommt.
Spielen kann man auch lernen. Es gibt da immer mal wieder sog. Lind-Seminare, die sehr gut sein sollen und auch Hunde zum Spielen "erweckt", die das sonst mit Herrchen/Frauchen nicht so machen wollen.

LG Pierroth

lilazeit
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Beitragvon lilazeit » 20. Feb 2007, 11:02

Vielen Dank!! Du hast ja recht pierroth und ich hatte ja an anderer Stelle schon gesagt, dass ich das mit dem TH in Angriff nehmen werde.
Sie weiß schon, dass von meiner Hand auch Gutes kommt, denn auf Spaziergängen gibt es Leckerli und da tobt sie auch mal mit mir, aber schon auf dem Grundstück ist damit Schluss. Da habe ich aber wohl den Fehler gemacht, sie auch draußen zu verarzten, wenn sie mir aus der Haustür entwischt ist und sie dann um nichts in der Welt mehr reinkommt.
Draußen sitzt sie dann mit Mine und Haltung "Letztes Stündlein" und lässt es über sich ergehen.

pierroth
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Beitragvon pierroth » 20. Feb 2007, 13:00

Eine Frage noch: wie verhälst Du Dich, wenn Du sie verarztest? Viele machen den Fehler und verfallen in Mitleid mit dem Hund, wenn der doch so arme Hund eine Zecke hat und diese dann unter "ach Du armer Hund" entfernt wird. Damit erzieht man den Hund, dass ängstliches Verhalten richtig und erwünscht ist.

LG Pierroth

lilazeit
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Beitragvon lilazeit » 20. Feb 2007, 13:52

Hallo pierroth- ich bin da nicht sehr zimperlich. Ab und zu verfalle ich natürlich doch mal in einen mitleidigen Ton, aber ich bin da recht bestimmt (sagt mir jedenfalls die TÄ und auch mein Mann). Ich rede ruhig mit ihr, aber ich muss sie oft festhalten dabei und sie mir regelrecht einklemmen. Mein Mann hilft mir da überhaupt nicht- (guckt aber zu)-er sagte mir klipp und klar, dass er auf keinen Fall als der Böse dastehen will. Also kämpfe ich oft mit der Maus und muss sehen, wie ich die Tropfen ins Ohr bekomme oder die schlimmen Pfoten verarztet. Klar hat man da auch Frust, aber ich denke mir wenn ich allein leben würde hätte ich das Problem genauso. Also durch, was hilfts?!


Satja
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Beitragvon Satja » 20. Feb 2007, 16:17

Hallo Lilazeit,

ich habe deinen Beitrag verfolgt und es tut mir in der Seele weh was da zwischen euch beiden abgeht. Pierroth hat recht, zu zimperlich sollte man nicht sein ich finde aber auch nicht zu rabiat. Ich bin nach wie vor der Meinung das deine Hündin mit dem Verarzten und der Eingabe von Medikamenten nur schlechtes verbindet und deine Verunsicherung spürt. Mit Gewalt oder Druck erreicht man da leider gar nichts. Du schreibst du klemmst sie ein um ihr Ohrentropfen zu geben oder die Pfote zu verbinden oder erwischt sie vor der Haustür weil sie weg läuft. Ich darf mir eigentlich kein Urteil darüber erlauben weil ich euch nicht kenne und nicht gesehen habe wie das abgeht. Aber für mich hört sich das nicht gut an. Beherzige die Ratschläge von Pierroth und Christie und suche dir fachmännischen Rat damit sie wieder Vertrauen zu dir bekommt.
Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg.

Lieben Gruß Satja

P.S. Die Ausrede deines Mannes finde ich ....... Sorry.

lilazeit
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Beitragvon lilazeit » 20. Feb 2007, 21:21

Hallo Satja!
Danke für Deine offenen Worte. Vielleicht liest sich das schlimmer als es ist. Aber schlimm ist das alles inzwischen, sonst wäre ich nicht so beunruhigt. Ich weiß mir doch auch keinen Rat- sie MUSS die Tropfen in die Ohren kriegen!!Ich hoffe so sehr, dass wir das nachhaltig in den Griff bekommen, zumal wir noch den tauben Tom dazugenommen haben und der uns viel Ausgeglichenheit abverlangt. Da geht es NUR mit Ruhe.
Ich finde die Reaktion meines Gatten genauso.............Ob er auch mal Hilfe braucht??
Jedenfall hat mir Dein Mitgefühl heut sehr geholfen und die Tropfen gingen fast von allein in die Ohren!
LG von Lilazeit

pamy
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Beitragvon pamy » 20. Feb 2007, 22:04

Hallo
vielleicht, wenn du versuchst, ihr klar und genau zu sagen, warum du das machst, dass du das für ihre Gesundheit tust,.... Ganz ruhig. Dann mal sehen, was passiert. Wenn die Tropfen drin sind - unbedingt loben / Leckerle,...
Ich bin da auch immer ehrlich, kein Austricksen oder so. Die Tiere sind auch so - also warum sollen wir anders sein.
So krieg ich ganz gut zb Augensalbe an die Hühs. Die kommen schon an, wenn ich die Tube auf mache und kriegen dann auch ihr Leckerle dafür.

Viel Glück und gute Besserung
Pamy

lilazeit
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Beitragvon lilazeit » 21. Feb 2007, 08:00

Danke Pam!
Ich weiß ja...es war auch schon mal besser. Aber seit sie noch den ekligen Saft (gallebitter) 2 mal am Tag bekommt ist es ganz aus. Das ist seit 2,5 Wochen. Den muß ich ihr ja irgendwie einflößen. Da hilft auch das feinste Leckerli wenig. Aber diese Sache geht nur noch eine Woche! Dann geht es hoffentlich bergauf.
LG lilazeit

pierroth
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Beitragvon pierroth » 21. Feb 2007, 10:38

Kannst Du den Saft nicht irgendwie lecker "verpacken"?
Probiers doch mal so: so tun, als ob Du ihr Medizin gibst, sie bekommt aber was ganz Leckeres (Wurst oder Käse usw.), das tagsüber mehrfach ganz selbstverständlich machen und dann die Medizin, sofort Wurst o.Ä. hinterher, ganz doll freuen und motivieren. Mach ein Spiel draus, freu Dich, flipp aus, auch wenns blöd aussieht und klingt, flöte in den höchsten Tönen, von mir aus quietsch dabei.
Ich habe mit meinen Hunden von anfang an ein regelrechtes Gesundheitstraining gemacht. Regelmässige Übungen wie ins Maul schauen (die haben auf Kommando "AAAAHHH" gemacht, in letzter Zeit nicht mehr so gut, da ich nicht mehr so intensiv übe... :( ), in die Ohren gucken, Analbereich kontrollieren usw. und hinterher das Kommando "OK" geben und ganz doll freuen, die fanden diese Kontrollen klasse und ich kann ohne Probleme alles mögliche mit ihnen anstellen, wenns denn sein muss.
Wenn man schon mit der Einstellung an die Sache geht: Ohgottohgott, jetzt fühlt der Hund sich wieder gequält..., dann spürt das auch der Hund und denkt dann, dass wirklich was gaaanz schreckliches passiert. Versuch selbstverständlicher damit umzugehen, wie das tägl. Füttern.

LG Pierroth

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 22. Feb 2007, 13:12

Hallo Lilazeit,
nun weiß ich ja nicht, was Dein Hund hat, aber willst Du es nicht mal bei einer Tierheilpraktikerin versuchen? Die Idee kam mir so beim lesen, anscheinend hat der Hund ja schon recht lange Beschwerden und die Medizin (was auch immer es ist) scheint nicht viel zu helfen.
Ich muß gestehen, daß ist mit ein Grund, weshalb ich so für Homöopatie bei Tieren bin, die Globuli sind viiiel leicht in die Tiere hineinzubekommen als schulmedizinische Präparate. Die Hühner reißen mir die Globuli aus der Hand und die Katzen nehmen sie in Leckerli auch problemlos. Außerdem helfen die Mittel auch besser und nachhaltiger.
Auf alle Fälle drücke ich Dir die Daumen für Deinen Hund
Liebe Grüße
Regina

Sibylle1
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Titel

Beitragvon Sibylle1 » 23. Feb 2007, 11:04

Hallo Lilazeit,

was ich so gelesen habe, geht das mit der Behandlung schon einige Zeit. Irgendwann ist es dann bei den meisten so wie bei dir. Der Hund ist ständig auf der Lauer, ob du ihm nicht schon wieder etwas antust.

Schau mal in der Naturheilkunde, bzw. einen guten THP, da gibt es viele Möglichkeiten eine Ohrenentzündung innerlich mit gutschmeckenden Mitteln zu behandeln.
Vielleicht gibt es ja da auch eine Alternative zu deinem gallebitteren Saft.

Du wirst sehen, dann kommt das Vertrauen wieder von ganz alleine!!!!!!!!!

Sehe ich täglich bei meiner Arbeit.
LG
Sibylle1

Satja
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Beitragvon Satja » 24. Feb 2007, 16:27

Hallo Lilazeit,

in der Umfrage Kastration haben Dir noch einige Leute geantwortet die mir aus der Seele sprechen.
Aber ich sagte ja bereits das ich der Meinung bin das du wieder Vertrauen schaffen musst.
Ich bin auch der Meinung das du unbedingt aus deinem Kopf herauskriegen solltest das du deinen Hund quälst. Sie merkt deine VERUNSICHERUNG.

Viele liebe Grüße Satja

lilazeit
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Beitragvon lilazeit » 26. Feb 2007, 08:05

Hallo- habt vielen Dank. Ich habe mich in den letzten Tagen bemüht, die Ratschläge zu befolgen. Leider kann ich den Saft nicht verpacken, dazu ist die Menge zu groß. Sie bekommt es mit einer Spritze in die Schnauze (wie bei Katzen). Aber wir haben das flott und lustig gemacht und es hat recht gut geklappt. Heut früh hat sie sich allerdings wieder unterm Bett versteckt. Aber ich habe sie am Wochenende oft gerufen und es gab Käse oder Wurst (ganz selten und sehr begehrt) ohne dass etwas unangenehmes passiert ist. Das machen wir erst mal so weiter, sie kam dann gern. Bin voller Hoffnung, dass es wieder wird, wenn die Kur durch ist!
lilazeit



   

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