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Deprivationssyndrom - Training unterstützen

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

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Nordlicht
Beiträge: 1
Registriert: 22. Okt 2011, 19:54

Deprivationssyndrom - Training unterstützen

Beitragvon Nordlicht » 22. Okt 2011, 23:06

Hallo :wink: ,

unsere Hündin ist vor rund eineinhalb Jahren bei uns eingezogen. Sie kommt aus einem Tierheim und ist bis zu ihrem sechsten Monat in einem Messihaushalt groß geworden. Nach einigen schlechten Erfahrungen in der Hundeschule haben wir vor kurzem eine kompetente Trainerin gefunden.
Diese vermutet ein Deprivationssyndrom (genau diagnostizieren kann man so etwas ja nicht) und wir arbeiten gemeinsam daran, ihr das Leben möglichst angenehm zu machen.

Im Haus ist sie ruhig und entspannt. Sie döst viel und sucht unsere Nähe. Zwischendurch spielt sie mit unserer Zweithündin, die im April eingezogen ist. Angst vor lauten Geräten (Staubsauger, Bohrmaschine o.ä.) oder merkwürdigen Dingen (Besen, Folien…) hat sie nicht.
Beim Verlassen des Grundstücks ist sie bereits hektisch-angespannt. Das Training hat inzwischen bewirkt, dass sie sich auf Signal hinsetzt und nicht mehr völlig gedankenlos in die Leine prescht. Auf dem Hinweg zieht sie noch oft und rennt oft in die Leine, unabhängig davon, ob wir mit der kurzen Lederleine oder mit der Schleppleine unterwegs sind. Auf dem Rückweg – vorausgesetzt wir gehen den gleichen Weg zurück – ist sie wesentlich konzentrierter und sie geht streckenweise sondern freiwillig neben mir und pflegt zum Teil von sich aus Blickkontakt.
Ich kann mit ihr keine neuen Wege gehen. Die Hauptstraße ist für sie ein Graus, ebenso wie neue Strecken. Sie rennt dann aufgedreht von links nach rechts, schnüffelt hektisch, ist nicht mehr ansprechbar, hat panisch aufgerissene Augen, z.T. eine eingeklemmte Rute und zieht stark an der Leine. Sie will dann einfach nur weg. Wir müssen jeden Meter einer neue Wegstecke mühsam trainieren.
Menschen können wir inzwischen meist ohne Probleme passieren, wobei es immer wieder Situationen gibt, in denen sie unsicher ist und dann mal nach hinten geht (wenn wir auf jemanden zugehen) oder nach vorne prescht (wenn jemand auf uns zu kommt). Oftmals bleibt sie brav im Sitz und lässt den Menschen vorbeigehen. Wobei sie auch da unsicher ist und auf Blickkontakt zum Menschen besteht.
Hundebegegnungen an der Leine sind nach wie vor eine große Baustelle. Auch weit entfernte Hunde sind ein Problem und werden verbellt. Sie bleibt sofort stehen und fixiert. Schon in diesem Moment ist sie weder ansprechbar, noch von der Stelle zu bewegen. Dann bellt bzw. knurrt sie und hängt schließlich in der Leine. Auch wenn ich mich mit ihr an der Leine entferne, zieht sie zum anderen Hund hin und lässt sich nicht auf ein Signal ein. Sie beruhigt sich nur langsam, wobei dies inzwischen etwas besser geworden ist. Hundekontakt im Freilauf hingegen ist überhaupt kein Problem. Allerdings gibt es für sie nur selten Freilauf, da sie schnell ablenkbar ist und dann Vögeln, Kaninchen, Rehen oder Katzen hinterherläuft. Sie ist nicht zuverlässig abrufbar.

Zusammenfassung
Unsere Hündin leidet unter dem Deprivationssyndrom und wir versuchen mit Training (welches professionell begleitet wird) einen für alle stressfreien Alltag zu ermöglichen. Ziel ist es, auch mal neue Strecken gehen zu können, stressfrei an der Hauptstraße entlangzugehen, mit beiden Hunden gleichzeitig eine Runde zu gehen und andere Hunde ohne Radau mit etwas Abstand zu passieren. Dann wären auch kleinere gemeinsame Ausflüge in die Natur möglich…

Wir suchen nach einer passenden Bachblütenkombination und /oder anderen Naturheilmitteln, um ihr den Stress draußen zu nehmen, um somit ein Lernen zu ermöglichen und das Training zu unterstützen.

Leider habe ich in unserer Region noch keinen kompetenten THP gefunden und ich gebe zu, dass ich auch etwas skeptisch bin (weil es keine anerkannte Ausbildung gibt und viele verdammt jung sind).
Ich habe jetzt ein paar Bachblüten ausgewählt.
- Aspen
- Impatiens
- Mimulus
- Rock Rose
- Star of Bethlehem
Wie findet ihr die Wahl? Mischt die Apotheke die Kombination gleich zusammen?

Was könnte ich noch tun, um das Training zu unterstützen?

Gruß
Nordlicht


Beatrice
Beiträge: 15
Registriert: 13. Dez 2011, 01:36

Re: Deprivationssyndrom - Training unterstützen

Beitragvon Beatrice » 21. Dez 2011, 18:42

Sehr interessantes Thema. Durch eure Posts habe auch ich mal einen Einblick bekommen :)



   

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