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Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

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Ursula
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Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Ursula » 26. Aug 2012, 16:30

Hallo,

mein sieben Monate alter Hund hat seit zwei Monaten eine diagnostizierte Allergie gegen tierisches Eiweiß, bzw. eine Nahrungmittelallgie gegen Rind, Schwein, Huhn, Lamm, Milchprodukte und Mais :eek: .

Futtermittel für Allergikerhunde habe ich inzwischen kennengelernt und bin überrascht, wieviel Hunde davon betroffen sind. Die Verkäufer sind allgemein der Meinung: einmal Allergiker immer Allergiker. Das kann ich nicht wirklich glauben und suche nach Möglichkeiten, die Ursache der Erkrankung zu finden und entsprechend zu behandeln.

Hat schon jemand Erfahrungen in diesem Bereich?

LG Ursula


pierroth
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon pierroth » 26. Aug 2012, 22:33

Hallo Ursula,
natürlich müssen Hersteller von Futter für Allergiker sagen, dass sie das immer benötigen...die wollen das ja auch verkaufen.
Schwein is eh nicht gut für Hunde. Ich würde an Deiner Stelle mit Barfen beginnen. Hier kannst Du selbst bestimmen, was drin ist und auch ggf. mal das eine oder andere ausprobieren. Allergieteste bei Hunden sind leider oft nicht besonders aussagefähig. Ich hatte vor ein paar Jahren mal einen entsetzen Anruf einer TH, weil der Hund hochgradig allergisch auf Rind getestet wurde. Er hatte aber, trotz fast ausschließlich Rindfütterung, keinerlei Probleme, bis heute..... Es bleiben ja noch z.B. Fisch, Pute, Pferd, Wild. Wie hast Du denn bisher gefüttert? Vielleicht ist er auch schlichtweg gegen diverser Inhaltsstoffe vom Trofu allergisch.
Ich würde Dir empfehlen den Hund von einem guten klassischen Tierhom. behandeln zu lassen. Es gibt zwar keine Garantie, aber ich denke, der Hund ist noch sehr jung und je nach Symptomatik stecken da vielleicht auch noch andere Dinge dahinter, sodass man evtl. zumindest eine Stabilisierung erreichen kann.
LG Pierroth

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Ursula
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Ursula » 27. Aug 2012, 10:31

Hallo Pierroth,

danke für die ausführliche Antwort.
Ich versuch mal die Hintergründe verkürzt wiederzugeben: es ist ein Bordercollie, intelligent und sehr sensibel. Ein Wurfgeschwister hab ich wiedergefunden - hier gibt es keine Allergie.
Im Nachhinein hat sich herausgestellt, das die Welpen mit Schlachtabfällen gefüttert wurden :eek: , was den Helicobacter erklären könnte, den er hatte und der behandelt wurde.

Anfangs hat er alles gefressen, hatte aber schon immer ein stumpfes Fell und Juckreiz.

z.Z. gibt es Trockenfutter Strauß mit Hirse oder Hypoallergenic von RC und Knochen von Hirsch und Strauß sowie Thunfisch als absolute Leckerei. (Pute geht leider auch nicht).

Ans Barfen habe ich auch schon gedacht, trau mich nach der Vorgeschichte mit wochenlangem immer wiederkehrendem Durchfall und Operation wg. Darmverschlingung (Folge des Durchfalls), Klinikaufenthalt ect. aber nicht wirklich ans experimentieren... -
Den Durchfall habe übrigens mit der klassischen Durchfallmethode "Hühnchen mit Reis und Möhren" sowie Hüttenkäse zu behandeln versucht, was alles eher noch schlimmer machte :eek:

Wie haben leider in der Gegend keinen TH, der sich mit klassischer Homöopathie gut auskennt und ich habe mit einem HP gesprochen, der gelegenlich auch Tiere behandelt. Er hat Carsinosium in einer C-Potenz empfohlen, ein Globuli gab`s schon.

kennst du einen guten link fürs barfen?

LG Ursula

Ich lad mal ein paar fotos hoch ;)

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paul
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon paul » 27. Aug 2012, 12:18

Hallo Ursula,

differenzierte und umfassende Allergietests- und Behandlungen sind mit der Bicom-Bioresonanzmethode möglich. Auch kann mit dieser Methode das sog. Hauptallergen (welches meist die Ursache aller anderen Allergien ist) ermittelt und natürlich auch eleminiert werden.

Es gibt mittlerweile viele Tierheilpraktiker und Tierärzte, die diese Methode anbieten. Einen Therapeuten in Deiner Nähe kannst Du bei Regumed erfragen. Die Erfolgsquote liegt eigentlich sehr hoch; von daher ist es immer einen Versuch Wert.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

pierroth
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon pierroth » 27. Aug 2012, 17:34

Hilfe...ich habs geahnt....RC....mein Lieblingsfutter... :eek: Da ist soviel Chemie und unnützes Zeuch drin, dass ich an Deiner eher den Versuch der Rohfütterung wagen würde. Im Ernst, eigentlich müsste ich RC dankbar sein, die Fa. bescherte mir schon so einige Patienten... ;)
Schlachtabfälle sind ja zunächst nichts Negatives, was glaubst Du denn, was in den Trofusorten drin ist.... 8) Wenn Du magst, kannst Du mich wegen des Barfens auch mal anrufen, das geht über Telefon besser als mit Geschreibsel. Ich denke einen Versuch ist es in jedem Fall wert. Natürlich kann er dann mit Durchfall reagieren, das ist aber zunächst völlig normal, da sich die Magensäure anders zusammensetzt und er auch eine Art Entgiftungsfunktion besitzt.

Ob Carc. jetzt das Mittel der Wahl ist, kann ich ohne Anamnese nicht sagen, würde aber jetzt eher denken, dass es nicht allzuviel bewirken wird. Wann hat er es bekommen? Gab es eine Reaktion?
Link: http://www.barfers.de Swanie Simon hat auch einige Broschüren geschrieben, die sehr gut sind.
Übrigens wird diese klassische Durchfallrezeptur immer wieder empfohlen, allerdings halte ich davon nichts. Wenn, dann eher die Moro-Suppe evtl. mit Hühnchenbrust dazwischen.
LG Pierroth

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Ursula
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Ursula » 27. Aug 2012, 18:47

Hallo pierroth,

danke für den link, ich werde mich da mal durchackern. Das das Thema Ernährung bei den Fellfüssen wie bei den Menschen immer aus vielen Perspektiven gesehen und ebenso heiß diskutiert wird, ist klar. Was dem einen hilft, muß für den zweiten nicht das Mittel der Wahl sein ;) . Mir geht es allgemein gesagt an erster Stelle um die Gründe für das Entstehen einer solchen Allergie.

Ich bin Pauls Rat gefolgt und habe Adressen von bicom-Therapeuten für Tiere aus der Umgebung angefordert. Es wird sicher eine Weile dauern, bis sich neue Ergebnisse zeigen (auch mit dem hom. Mittel). Ich melde mich dann :wink:

LG Ursula


greenbeans
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon greenbeans » 28. Aug 2012, 12:05

Hallo Ursula,
ist ja ein ganz Goldiger, Dein neuer Hausgenosse!

Was die Ursachen für die Allergien angeht, welche Symptome hat er denn, neben dem Durchfall? Wie ist er denn gehalten und behandelt worden, was hat er erlebt, beim Züchter meine ich?
Also z.B. großartige Kämpfe ums Essen, zu frühes Abstillen (ehm, wie nennt man das bei Tieren?), zu frühes Trennen von der Mutter, Verlust von Geschwistern, die früh weggegeben wurden? Usw.
Ich denke, da sind nämlich die Zusammenhänge.

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Ursula
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Ursula » 28. Aug 2012, 12:55

Hallo greenbeans,

ich freu mich über jede anregung, denn ich habe das berühmte "brett vorm Kopf" :eek:

1) tatsächlich hat der Züchter erzählt, das die Hundemutter früher als üblich "abgestillt" hat.
2) Kampf ums essen? - weiß ich nicht, es waren 5 Welpen und da wird doch immer mal ums essen gerangelt
Das Frauchen des Wurfgeschwisters berichtete, Gizmo wären am Hals gebissen worden (allerdings war sie sich zu der Geschichte nicht sicher und ich hatte davon keine Spuren bemerkt)
3) alle Welpen sind am selben Tag abgeholt worden und hatten bis dahin auch immer Kontakt zu Eltern, Geschwistern und den anderen Vierbeinern auf dem Hof.
4) in der Welpenzeit ist er isoliert von der "Zivilisation" aufgewachsen und hat in den ersten Tagen bei uns viele dinge wie z.B. Radfahrer, Busse, Menschenansammlungen = mehr als Drei! offensichtlich zum ersten Mal gesehen. Von daher war er auch sehr empfindlich wenn es um unbekannte Geräusche ging. ich würde sein verhalten aber nicht als ängstlich sondern eher als vorsichtig/umsichtig beschreiben.

Fällt dir dazu etwas ein?

LG Ursula

greenbeans
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon greenbeans » 29. Aug 2012, 10:43

Was hat er denn genau für Krankheiten und Symptome? "Nur" den Durchfall? Und was hat er da als medizinische Ursache sozusagen? Vielleicht kann man dann aus der Vorgeschichte einen Bezug finden.

Wenn man den nämlich kennen würde, könnte man da genau ansetzen (hundepsychologisch sozusagen), bzw. vielleicht auch homöopathisch.

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Ursula
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Ursula » 29. Aug 2012, 11:42

Hallo greenbeans,

die Symptome sind am ehesten zu beschreiben wie bei einer Laktoseintoleranz, also erst Krämpfe und dann Durchfall, wobei das zu harmlos umschrieben ist...- Wasserförmige Fontänen trifft es eher - tschuldigung :eek:
Möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang zwischen dem vorzeitigen "abstillen" durch die Mutter und der Milchunverträglichkeit :???: . Milch bzw. Milchprodukte könnten - wie Paul es beschreibt - das Hauptallergen sein, welches die Ursache für die anderen allergien, also die verschiedensten Fleischsorten und Mais ist.

Zunächst erstmal eine Vermutung und ich bin gespannt, wann die Bicom-therapeutenliste kommt, die ich bestellt habe, um mit der Bioresonanzmethode die tatsächliche Ursache für die allergie zu finden.

Die BARF-Methode nach Swanie Simon, die pierroth hier empfohlen hat, gefällt mir. Das könnte der zweite Schritt sein, um die Ernährung wieder artgerecht hinzubekommen.

Was ich noch nicht erwähnt hatte: die Lymphknoten waren vor der OP um ein vielfaches vergrößert (was ja medizinisch gesehen sinn macht, wenn der Körper sich gegen unliebsame Fremdstoffe wie die allergieauslösenden Nahrungsmittel zu wehren versucht).

LG Ursula

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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Bilsenkraut » 31. Aug 2012, 09:51

Hallo Ursula.

bevor Du Dich in endlose Behandlungskosten und für lebenslange Spezialnahrung für Deinen Hund stürzt, solltest Du vielleicht einen Versuch mit der Bioresonanz oder Radionik machen und den Hund einfach versuchen gegen seine angeblichen Allergien zu desensibilisieren.
Einen Versuch ist es allemal wert und wenn es klappt zudem auf Dauer viel billiger, denn man braucht ja nicht einmal hinzufahren, denn das funktioniert ja auch mit der Post. 8)

Lieben Gruß

Bilsenkraut

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Ursula
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Re: Hund mit Allergie gegen tierisches Eiweiß

Beitragvon Ursula » 31. Aug 2012, 10:14

Hallo Bilsenkraut,

zwei menschen ein Gedanke: die Idee kam mir gestern auch, nachdem die Therapeutenliste von Regumed gekommen ist und leider im Umkreis von 100 km kein passender Therapeut zu finden ist.

Mir fiel dann ein Kollege aus Dresden ein, der in seinem Institut für Radionik u.a. Haaranalysen durchführt. Seine Arbeitsweise kenne ich schon einige Jahre und glaube daher, hier eine gute Kombination von Diagnose und Therapieangebot gefunden zu haben.

In der nächsten Woche wird das Ergebnis per Post kommen und ich bin schon sehr gespannt darauf.

LG und danke euch allen für eure Zeit und das Interesse

Ursula



   

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