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Schüssler Salze bei Tieren -b. Abszess

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

sunflower
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Schüssler Salze bei Tieren -b. Abszess

Beitragvon sunflower » 16. Okt 2003, 13:59

Hallo,

ich bin ganz neu hier und freue mich riesig, dass ich gestern dank Google dieses Forum endlich gefunden habe.

Mein Problem ist folgendes:

Seit Mitte August hat meine Katze mit immer wiederkehrenden Abszessen im Schwanzbereich, genauer am Schwanzansatz, zu kämpfen. Ich weiß nicht, ob es eine Bisswunde war, sie kam mit aufgeplatztem Abzess heim. Vorher bemerkte ich nichts. Vielleicht hat sich der Körper auch eine Schwachstelle gesucht, um Giftstoffe abzutransportieren. Sie steht gut im Futter und hat viel schlaffes Gewebe. Versuche derzeit auch das Futter umzustellen, gar nicht so einfach bei Katzen. :eek:

Sie wurde vom Tierarzt (Antibiotika) behandelt, aber es kommt aber immer wieder. Nun habe ich homöopathische Mittel (14 Tage lang Derivatio, tgl.Pyrogen, 2 x wöchentl. Ubichinon + Lycop.)von der THP. Ich selbst habe nun noch Schüssler Salze hinzugenommen. Es ist das erste Mal, dass ich Schüssler als solches einsetze (zuvor habe ich immer die normalen DHUs gehabt) und habe somit keine Erfahrung. Seit 2 Wochen gebe ich jetzt 2-3x tgl. Silicea D12, Calcium sulfuricum D12, Kalim phos. D6 und im aktuen Fall bei Abzessreifung auch Ferrum phos. 4-6 Mal. Die heile Haut rund um die Wunden behandle ich mit Silicea oder Traumeel Salbe. Ich sprühte anfangs auch das Aloe First Spray, hatte aber den Eindruck, dass dies die Wunden zu schnell schließt und damit der Eiter nicht vollständig abfließen kann.

Es bildete sich am Sonntagabend wieder eine neue Eiterbeule, der ich mit Myristica D4 Tabl. und Umschläge auf die Sprünge half. Am Montag ging sie auf, ich machte Umschläge mit Calendula Essenz und gebe zusätzlich tgl. Traumeel-Ampullen. Jetzt hat sie ein tiefes Loch da und ich überlege, was ich da nun drauf mache. Gestern und vorgestern habe ich zunächst die Antibiotika Salbe vom TA drauf.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen, kann mir noch Tipps geben, vielleicht bin ich inzwischen auch "betriebsblind" oder sitze auf der Leitung. Ich hoffe, dass die Naturheilmittel ihr helfen, aber wie lange kann das dauern oder hat noch jemand eine andere Idee? Was kann ich denn tun, damit sich kein neuer Eiter mehr bildet, ich dachte, der Dreck muss raus, aber dass sich das so in die Länge zieht und scheinbar schon chronisch ist... :-?
Fange langsam an zu verzweifeln. :sad:


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Angelika
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Beitragvon Angelika » 16. Okt 2003, 20:46

Hallo Sunflower,

schön, daß du uns gefunden hast, und wir deiner Katze ein paar hilfreiche Tipps vorschlagen können. :)

Hast du es schon mit dem frischen Aloe-Vera-Blatt probiert?
Bei Abzessen hilft das Aloe-Vera-Gel schnell und gut, es lindert die Schmerzen, die Entzündungen und der Eiter gehen zurück.
Am besten wirkt das frische Blatt. Ein Aloe-Vera-Blatt aufscheiden, mit dem transparenten Gel die betroffenen Stellen mehrmals am Tag damit einreiben.
Am besten machst du den ganzen Schwanz damit, dann kommen so schnell keine neue. Und gibt der Katze mal von dem frischen Blatt zu schlecken, wenn der Körper es benötigt, dann schleckt sie es ab. Wenn nicht dann braucht es der Körper nicht.


Viel Erfolg
Angelika

sunflower
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Aloe

Beitragvon sunflower » 17. Okt 2003, 00:19

Hallo Angelika,

vielen Dank für deine Antwort. Das werde ich ausprobieren mit dem Aloe Gel direkt von der Pflanze. Baut das dann innerlich den Eiter ab? Nicht, dass der dann einen anderen WEg sucht und in den Körper wandert.. :???: Meine Aloe Beraterin vor Ort meinte Katzen sollen Aloe nicht oral bekommen, da ein SToff drin sei (Aloin??, weiß nicht mehr genau) den der Katzenstoffwechsel nicht abbauen kann. Ist da was dran?
Habe heute ein Foto einer rausoperierten Fistel gesehen, da packt einen ja das kalte Grausen, wenn das sowas ist, wunderts mich nicht, dass da immer wieder neuer Eiter kommt, hilft die Aloe da auch oder nur das Messer *schluck*?

Rebekka
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Beitragvon Rebekka » 23. Okt 2003, 21:35

Hallo Sunflower,
da Du Aloe First Spray benutzt, nehme ich an, dass Deine Beraterin von FLP ist. Deren Aloe Gel ist aloinfrei, da die Blattschale nicht verwendet wird. Meine Katzen bekommen das auch teelöffelweise ins Futter bei verschiedenen Unpässlichkeiten(z.B. wenn sie ihre Kotztouren haben).
Und die Katze einer Kollegin hat damit sogar eine Vergiftung besser überstanden. Also eine Unverträglichkeit bei Katzen ist mir nicht bekannt.
Aber bei Eiter würde ich an 1. Stelle Teebaumöl anwenden, das kannst Du auch pur auf den Wundrand geben oder in Verdünnung einen Umschlag anlegen.
:wink: :wink:
Rebekka

sunflower
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Teebaumöl

Beitragvon sunflower » 23. Okt 2003, 23:23

Hallo,

danke für den Tipp, das Spray ist von FLP. Aber ich habe von Angelika den Tipp bekommen, das Gel aus dem Blatt zu benutzen und das mache ich seit einigen Tagen. Jetzt sehen die Wunden sehr gut aus. Am Montag war alles noch ganz dick und knotig, hat sich aber zusehends gebessert. Mal abwarten, normalerweise bilden sich immer im Abstand von 7 Tagen neue Beulen. Meine Sorge derzeit hoffentlich zieht sich der Eiter nicht nach innen... :o

Wegen dem Teebaumöl hat mich ein Berater von der Fa. CD Vet aufgeklärt, dass das Katzen auch nicht haben sollen, das könne für sie sogar tödlich sein, in deren gesamten Produktreihe für Katzen ist kein Teebaumöl, im Gegensatz zu den Hundeprodukten :-?
Umschläge machte ich zuvor bei den offenen Wunden mit verdünnter Calendula-Essenz.

Rebekka
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Beitragvon Rebekka » 24. Okt 2003, 01:03

Hallo,
auch das kann ich aus eigener Erfahrung widerlegen.
Die ersten Erfahrungen mit Teebaumöl habe ich vor ca. 10 Jahren an meinen Katzen mit vereiterten Zeckenbissen gemacht und das hatte mich damals von der Wirkung des Teebaumös überzeugt. Beide erfreuen sich bester Gesundheit und sind heute 14 Jahre alt.
Schon öfters habe ich gehört, dass Naturheilmittel sowohl am Mensch als auch am Tier mit deren Tod in Verbindung gebracht werden. Bei genauerem Hinsehen war dann aber entweder eine falsche Dosierung
(Tod eines Säuglings nach Gabe eines Teelöffel purem Rosmarinöls, das führte in Frankreich zur Rezeptpflicht)
oder eine andere Todesursache der Grund. (ein Drogensüchtiger, der sich den goldenen Schuß setzte, nahm auch Germanium ein, das daraufhin verboten wurde) . Auch das Verbot von Kava Kava fällt in diese Rubrik. Es wurde bei Depressionen verabreicht, aber dass diese durch bereits bestehende Leberschäden verursacht waren, wird verschwiegen.

Aber wenn es Deiner Katze mit dem Aloe Vera Blatt besser geht, dann finde ich das auch in Ordnung.
:wink: :wink: Rebekka


emmanils
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Beitragvon emmanils » 24. Okt 2003, 08:27

hallo,

ich habe zwar einen hund, den ich hin und wieder behandeln muss, aber ich denke, bei katzen ist das das gleiche.
wichtig wäre es, dass die gifte aus dem körper ausgeleitet werden, das bedeutet, du müsstest die nieren anregen und gleichzeitig unterstützen. ich denke da an Solidago D4 globuli oder wenn du schüsslersalze nimmst, dann die nr. 8 natrium chloratum D6. am besten zwischen 17 und 19 uhr verabreichen, da wirken sie am besten.
Liebe Grüsse aus Wien
Emma

sunflower
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Beitragvon sunflower » 24. Okt 2003, 12:08

Hallo,

@Rebekka ja, das kann schon gut sein, dass die Dosierung bei den Mitteln ausschlaggebend ist. So ists sicher auch beim Teebaumöl...

@Emma danke, somit ist die Medikamenenwahl der THP bestätigt. Sie bekommt von ihr was für die Niere und auch Natrium chloratum :-) Das mit der Eingabezeit ist neu für mich, danke für den Tipp! :wink:

cactus
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Registriert: 5. Aug 2004, 19:11

Katzenkiller Teebaumöl

Beitragvon cactus » 9. Jan 2005, 18:41

@ Rebecca teebaumöl ist gar nicht so ungefährlich wie man denkt! Meine Dozentin (Ich bin Tierheilpraktikerin i.A. ) hat mal gemein man könnte mit Teebaumöl Sterbehilfe leisten bei sehr kranken Tiere auch unterstehendes Artikel klärt über die Risiken von Teebaumöl auf

Katzenkiller Teebaumöl
von Dr. Manfred Stein, Gyhum

Teebaumöl (Tea Tree Oil), botanischer Name: Melaleuca alternifolia (Myrtaceae) wird sowohl in der Human – als auch in der Veterinärmedizin immer beliebter. Dies beruht nicht zuletzt auf der irrigen Annahme, dass "natürlich" zwangsläufig "nebenwirkungsfrei" bedeutet.

Rasant steigende Verkaufszahlen

Während der letzten 10 Jahre stieg der Verkauf von Teebaumöl von rund acht auf 150 bis 200 Tonnen jährlich. In Broschüren, Büchern und Anzeigen wird Teebaumöl unter anderem zur Therapie bei Akne, Schuppen und Schuppenflechte, Pilzerkrankungen,

Muskelschmerzen, offenen Wunden, Rheuma, Raucherhusten und Krampfadern angepriesen (14). Nicht selten wird Teebaumöl völlig verharmlosend beworben, wie das nachfolgende Zitat von einer kommerziellen Internetseite zeigt:

>>Teebaumöl ist nebenwirkungsfrei, natürlich und einfach in der Handhabung. Durch die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten ist es eine natürliche Alternative zu vielen speziellen Präparaten und "chemischen Keulen".<<

Hochwirksame Inhaltsstoffe


Unterzieht man Teebaumöl einer Gaschromatographie, so erkennt man, dass dieser angeblich so harmlose "Naturstoff" ein Gemisch aus einer Vielzahl potenter, pharmakologisch hochwirksamer Substanzen (Terpene und Phenole) ist.

Beispiel einer Analyse: 2,6% a-Pinene, 1,01% Limonene, 20,42 % y-Terpinene, 3,1% a-Terpineol, 1,00% d-Cadinene, 0,10% Sabinene, 3,31% p-Cymene, 3,1% Terpinolene, 1,31% Aromadendrene, 0,5% Globulol, 8,4% a-Terpinene, 3,3% 1.8 Cineole, 40,5% Terpinene-4-ol, 0,7% Ledene, 0,4% Viridiflorol.

Da es sich um ein Naturstoff handelt, kann die Zusammensetzung von Produkt zu Produkt und von Charge zu Charge erheblich schwanken. Gelegentlich ist Teebaumöl auch gepanscht, wie eine Untersuchung belegt, die unter der Leitung von Prof. Hans Becker an der Universität Saarbrücken durchgeführt und in der Deutschen Apothekerzeitung im Dezember 97 veröffentlicht wurde.

Nebenwirkungen

Gleichzeitig mit der zunehmenden Anwendung werden weltweit Nebenwirkungen bei Mensch und Tier beschrieben. Humanmediziner diagnostizieren häufig eine Kontaktdermatitis oder Allergien (10, 13, 14). Ebenso mehren sich Vergiftungen mit Übelkeit, Durchfällen, Gleichgewichtsstörungen, Müdigkeit und Desorientiertheit bei Kleinkindern (8, 9) und Erwachsenen nach Einnahme von bis zu 10 ml unverdünntem Teebaumöl (11, 12).

Kritikloser Einsatz

Teebaumöl wird immer häufiger auch völlig kritiklos bei Katzen z.B. gegen Flöhe eingesetzt, ohne dass sich die Tierbesitzer über die tierartspezifischen Unverträglichkeiten beraten lassen. Folge ist, dass immer wieder Katzen mit "Teebaumöl-Vergiftungen" in der Tierarztpraxis vorgestellt werden. Taumeln, chronische Abmagerung, Zittern, Unruhe, Schwäche (5, 6) sind die nur zu gut bekannten Symptome einer Teebaumöl – Vergiftung. Nicht selten endet die Vergiftung mit Koma und Tod der Katze. Werden vergiftete Katzen frühzeitig einem Tierarzt vorgestellt, so können sich die Tiere innerhalb zwei bis drei Tagen erholen (5).

Warum?

Durch den Gehalt an Terpenen und Phenolen sind Teebaumöl und viele andere ätherische Öle (Thymian -, Oregano – und Zimtöle) für Katzen toxisch. Katzen können durch die fehlende Fähigkeit zur Glucuronidierung (Verstoffwechselung) diese Verbindungen nur sehr langsam ausscheiden (1, 2, 3, 6), die Inhaltsstoffe des Teebaumöls reichern sich im Körper der Katze an, es kommt zur Vergiftung. Selbst wenn Tierbesitzer ihren Katzen nur wenige Tropfen Teebaumöl zur Flohbekämpfung auf das Fell tropfen, so können die Katzen doch bei der Fellpflege toxische Mengen aufnehmen und erkranken.

Tierschutz

Insbesondere durch die schwankenden und für den Tierbesitzer schwer zu beurteilenden Inhaltsstoffe, ist eine Anwendung bei der Katze ein unkalkulierbares Risiko und aus Gründen des Tierschutzes abzulehnen. Selbst wenn es im Einzelfall nicht zu sichtbaren Vergiftungserscheinungen kommt, können Langzeitfolgen insbesondere nach wiederholter Anwendung nicht ausgeschlossen werden. Zudem stehen dem Tierarzt eine Vielzahl von zugelassenen und erprobten Arzneimitteln zur Flohbekämpfung zur Verfügung.

Quelle: Animal health online

lG Patries
http://www.thp-studenten.de
Plattform für angehende Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeuten und Tierpsychologen

nuby
Beiträge: 32
Registriert: 19. Mai 2004, 09:11

Beitragvon nuby » 12. Jan 2005, 08:41

hallo zusammen,

also ich finde es wichtig, erst mal raus zu finden, was die abszesse auslöst.
da sie immer wieder kommen, muß es etwas anderes sein, was nicht stimmt. und wenn du nur die abszesse behandelst, bekämpfst du nur die symptome und nicht die ursache.

ich würde entweder ein blutbild oder eine bioresonanzanalyse machen lassen.

lg
bettina



   

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