Zum Inhalt

Arthrose: gebt ihr Zeel, Traumeel etc. nur im Akutzustand?

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

Bell
Beiträge: 57
Registriert: 20. Okt 2004, 11:16

Arthrose: gebt ihr Zeel, Traumeel etc. nur im Akutzustand?

Beitragvon Bell » 9. Jan 2006, 13:10

Hallo,
nachdem mein Hund auf eine Arthrose-Spritzentherapie mit Erbrechen reagiert hat, habe ich gänzlich auf Homöopathie umgestellt. Zeel, Traumeel und Teufelskralle.

Nun frage ich mich, ob ich das durchgehend geben soll oder aber nur im Akutzustand oder als Kuren? Wie handhabt ihr das?

In welchem Alter bekamen eure Hunde Arthrose?

Danke für eure Antworten.
Liebe Grüße, Bell


Christie
Beiträge: 337
Registriert: 4. Jul 2005, 11:46

Arthrose Zeel, Traumeel

Beitragvon Christie » 9. Jan 2006, 15:00

Hi Bell,
hab die Erfahrung gemacht, dass es drauf ankommt wie "schlimm" die Arthrose schon ist, und an welchen Gelenken.

Die besseren Erfahrungen bei Arthrose Therapie hab ich mit Blutegeln gemacht.

LG, Christie

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitragvon pierroth » 9. Jan 2006, 16:50

Hallo Bell,

ich kanns mir nicht verkneifen: Traumeel und Zeel haben nichts mit Hom. zu tun. Dies sind Komplexmittel, also ein Mix aus diversen hom. Mitteln mit dem Motto: eine Schrotkugel wird schon treffen....
Nichts desto trotz kann Zeel über längere Zeit gegeben werden, ich selbst wende es bei meinen Pat. nicht an, habe aber schon von Einigen gehört, dass es sehr gut wirkt. Traumeel ist eher ein Akutmittel.
Das Erste, was ich Arthrose-Hunden verordne ist auf jeden Fall die Brennnesselkur (je nach Grösse 1-2 Eßl. getrockn. Brennnessel tgl., zunächst als Kur für 4-6 Wochen) und habe damit nur die besten Erfahrungen gemacht.
Harpagophytum D6 ist eines der grossen hom. Arthrosemittel. Da ich aber auch kein grosser Freund von D-Potenzen bin ( ;) ) halte ich mich an die klassische Hom. und an Hochpotenzen und zwar abgestimmt auf das jeweilige Tier.

LG Pierroth

dumbo
Beiträge: 121
Registriert: 10. Feb 2005, 21:20

Re: Arthrose: gebt ihr Zeel, Traumeel etc. nur im Akutzustan

Beitragvon dumbo » 9. Jan 2006, 19:02

Hallo,
nachdem mein Hund auf eine Arthrose-Spritzentherapie mit Erbrechen reagiert hat, habe ich gänzlich auf Homöopathie umgestellt. Zeel, Traumeel und Teufelskralle.

Nun frage ich mich, ob ich das durchgehend geben soll oder aber nur im Akutzustand oder als Kuren? Wie handhabt ihr das?

In welchem Alter bekamen eure Hunde Arthrose?

Danke für eure Antworten.
Hallo wie schon gesagt eigentlich nichts mit klass. homm zu tun. Sind aber trotzdem zumindest für den akutfall gut. Bei Arthrose. Verlasse ich mich seit Jahren zu 90 % auch auf ein bewährtes Komplexmittel. Wenn Du mehr Wissen möchtest einfach ne kurze Mail. ( da keine Werbung hier machen will )

Patrizia9
Beiträge: 20
Registriert: 19. Sep 2005, 18:00

Arthrose Zeel, Traumeel

Beitragvon Patrizia9 » 9. Jan 2006, 19:26

Hallo Bell,
Wie Pierroth schreibt, ist Traumeel für akute Schübe gedacht. Zeel und Teufelskralle eignen sich zur Daueranwendung, auch wenn ich persönlich Zeel nicht permanent verfüttern würde.

Eine Ernährungsumstellung kann auch Vieles bewirken, da es sich bei Arthrose um Ablagerungen in den Gelenken handelt - oder eben eine Brennesselkur.

Liebe Grüsse,
Patrizia

Christie
Beiträge: 337
Registriert: 4. Jul 2005, 11:46

Beitragvon Christie » 9. Jan 2006, 20:29

Naja, nur mit Brennessel ist es meiner Meinung nach nicht getan.

Am besten, wenn schon Phytotherapeutisch, denke ich wäre eine Rezeptur. So wie Teufelskralle, Weidenrinde, Brennessel und z.B. Muschelextrakt.

Damit man möglichst alle Komponenten beisammen hat, meine ich.

LG, Christie


Bell
Beiträge: 57
Registriert: 20. Okt 2004, 11:16

Beitragvon Bell » 9. Jan 2006, 23:03

Hallo und danke schonmal für die Antworten.

Ich bin für jeden Tipp dankbar. Seine Arthrose wurde vor kurzem erst festgestellt. Er konnte schwer laufen und es wurden "typische Arthrosehuckel" an den Füßen diagnostiziert. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Um ehrlich zu sein war ich ziemlich geschockt, auch wenn Arthrose nichts mit dem Alter zu tun hat.

@Patrizia: wobei denkst du an Nahrungsumstellung? Getreidefrei, was ich schon gehört habe?! Er ist sehr sensibel:kein Rind, wenig Protein - ich achte schon drauf, dass das Futter einen hohen Fleischgehalt hat und am liebsten Bio ist.

@Pierroth: wieso haben Komplexmittel nichts mit klass. Homöopathie zu tun? Gehören deren Komponenten nicht zur klass. Homöopathie?
Brennesselkur werde ich auf alle Fälle anwenden. Wie oft sollte man das wiederholen? Und kann mir bei der exakten Wahl klass. Homöopathikum ausschließlich ein THP helfen?

@Christie: Wie funktioniert die Blutegeltherapie?

Danke
Liebe Grüße, Bell

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitragvon pierroth » 10. Jan 2006, 07:33

@Christie: das war auch nicht meine Aussage, natürlich gehört da noch eine weitere (konstitutionelle) Behandlung dazu. Unterstützend ist die Brennnesselkur für mich und meine Pat. aber unentbehrlich, weil super wirksam, geworden.

@Bell: In der klassischen Hom. wird nach gründlicher Anamnese ein einziges Mittel, meist in der Hochpotenz und meist einmalig, verabreicht. Dabei werden alle Symptome, vor allem die Gemütssymptome, in die Mittelwahl mit einbezogen. Die Diagnose "Arthrose" läuft da nur am Rande mit, da sie durch eine innere Störung, bzw. einem Ungleichgewicht, verursacht wurde. Und die gilt es zu beseitigen. Eine Krankheit ist immer nur Folge davon und eine Diagnose nur der Name dieser Folge. Ein Komplexmittel wird aus vielen verschiedenen, für eine bestimmte Krankheit "typischen" Mitteln zusammengestellt. Hierbei steht die Krankheit im Vordergrund und nicht der gesamte Organismus. Es ist also eine klinische Vorgehensweise und lehnt stark an die schulmedizinische Denkweise an, die aber, wie oben beschrieben, mit der klassisch-hom. Denkweise wenig bis gar nichts gemein hat. Wie schon gesagt, nenne ich das gerne das Schrotkugelprinzip. Ein zweiter Grund, dass ich kein so grosser Freund davon bin ist, dass der Körper eigentlich in der Lage ist, nur auf ein Signal zu hören. Versuch mal, fünf Radiosender gleichzeitig zu hören.....Du bekommst zwar von jedem vielleicht irgendwas mit, aber das Wesentliche nicht.
Da die klassische Hom. sehr komplex ist, wäre eine Eigenmedikation wenig sinnvoll, da man zum Einen selbst manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht und die einzelnen Symptome schwer differenzieren kann und zum anderen man als Laie schwer abschätzen kann, ob die Behandlung jetzt in die richtige Richtung läuft, oder nicht.
Brennnesselkur lasse ich für 4-6 Wochen geben, dann sind meist die schlimmen Auswirkungen verschwunden. Erst wenn nochmals sichtbare Probleme (lahmen) auftreten wiederholen. Bei schweren Fällen kann sie auch durchweg gegeben werden.
Die Ernährung wurde bereits angesprochen und ist auch eine wichtige Komponente. Wie ernährst Du ihn? Am gesündesten ist immer noch das BARFen (=Rohfütterung). Wenn Du Trofu fütterst, würde ich genau auf die Qualität achten. Keine Konservierungsstoffe, keine chemischen Zusätze, wenig Getreideanteil (obwohl der bei den meisten Sorten am höchsten ist...).
Wie alt ist Dein Hund eigentlich und was für einer (Rasse/Mix)?

LG Pierroth

Christie
Beiträge: 337
Registriert: 4. Jul 2005, 11:46

Beitragvon Christie » 10. Jan 2006, 09:12

Hi Bell,

wenn du näheres über Blutegel wissen möchtest: http://www.blutegel.de

Da hast du mehr Infos als ich dir so in der Kürze der Mail schicken könnte.

@Pierroth: wollte nicht deine Brennessel Therapie angreifen, tut mir leid, wenns so rüberkam...

LG, Christiane

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitragvon pierroth » 10. Jan 2006, 09:49

@Pierroth: wollte nicht deine Brennessel Therapie angreifen, tut mir leid, wenns so rüberkam...

LG, Christiane
Nee, da kam nix falsch rüber, wollte es nur noch mal richtigstellen.

LG Pierroth

Bell
Beiträge: 57
Registriert: 20. Okt 2004, 11:16

Beitragvon Bell » 10. Jan 2006, 10:21

Brennnesselkur lasse ich für 4-6 Wochen geben, dann sind meist die schlimmen Auswirkungen verschwunden. Erst wenn nochmals sichtbare Probleme (lahmen) auftreten wiederholen. Bei schweren Fällen kann sie auch durchweg gegeben werden.
Die Ernährung wurde bereits angesprochen und ist auch eine wichtige Komponente. Wie ernährst Du ihn? Am gesündesten ist immer noch das BARFen (=Rohfütterung). Wenn Du Trofu fütterst, würde ich genau auf die Qualität achten. Keine Konservierungsstoffe, keine chemischen Zusätze, wenig Getreideanteil (obwohl der bei den meisten Sorten am höchsten ist...).
Wie alt ist Dein Hund eigentlich und was für einer (Rasse/Mix)?
LG Pierroth
Gut,dann fange ich so schnell wie möglich mit der Kur an. Erhältlich am besten in der Apotheke?

Da er halt sehr wählerisch ist und empfindlich,musste ich schon suchen, was er mag. Mein Favorit ist eigentlich (darf man Marken nennen?) ein Trockenfutter mit Biofleisch. Aber es gibt auch eine andere Marke, die sonst in Frage kam bisher.

Fleisch im Rohzustand bzw. leicht angedünstet,findet er nicht so toll und reagiert auch schnell mit Durchfall. Barfen kenn ich. Ansonsten weiß ich auch um den schlechten Zustand der meisten Fertigfutter.

Mein Hund ist ein Staffordshire-Mix, 6 Jahre alt.
Liebe Grüße, Bell

Patrizia9
Beiträge: 20
Registriert: 19. Sep 2005, 18:00

Arthrose Zeel, Traumeel

Beitragvon Patrizia9 » 10. Jan 2006, 11:40

Hallo Bell,
Ja, ich meinte die Umstellung auf Frischfütterung, weil damit viel schneller auf jeweilige Probleme eingegangen werden kann.

Es geht nicht hauptsächlich um Getreidefreiefütterung, sondern um die Naturbelassenheit des Futters und somit der Garantie, ohne Konservierungsstoffe, etc. zu füttern.

Falls Du Interesse hast stelle ich Dir auch gerne einen Fütterungs-Plan zusammen - schick mir doch einfach eine PM.

Liebe Grüsse,
Patrizia

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Beitragvon pierroth » 10. Jan 2006, 12:14

Hallo Bell,

dass die Hunde bei der Umstellung auf barfen mit Durchfall reagieren ist normal und mit einer Art Reinigungsprozess zu vergleichen. Meine eine Hündin mochte das zunächst auch nicht besonders, ich habe ihr das Fleisch (Gemüse sollte man eh zumindest kurz andünsten) zunächst abgekocht und dann immer kürzer garen lassen, bis es schliesslich roh war. Ausserdem hab ich ihr das mit Pansenpulver schmackhaft gemacht (was zwar fürchterlich stinkt, aber für Hunde wohl dann erst so richtig schmeckt...). Ihr Durchfall hat so ca. 1-2 Wochen angehalten, seitdem hat sie einen sehr guten Kot. Wenn Du mit Deinem Trofu gute Erfahrung gemacht hast und ein gutes Gefühl dabei hast, dann solltest Du dabei bleiben. Der Name des Trofu würde mich dann aber doch mal interessieren, kannst mir ja auch eine PN senden, wenn Du ihn nicht öffentlich nennen willst.
6 Jahre ist natürlich noch kein Alter für Arthrose. Ursachen in einem so jungen Alter kann sowohl genetisch, als auch fütterungsbedingt sein, vor allem bei falscher Fütterung in der Wachstumsphase.
Brennnessel bekommst Du in der Apotheke, aber auch im Reformhaus. Im Herbst kannst Du ihn selber sammeln und trocknen.

LG Pierroth

Bell
Beiträge: 57
Registriert: 20. Okt 2004, 11:16

Beitragvon Bell » 10. Jan 2006, 12:16

Hallo Bell,
Es geht nicht hauptsächlich um Getreidefreiefütterung, sondern um die Naturbelassenheit des Futters und somit der Garantie, ohne Konservierungsstoffe, etc. zu füttern.
Ja,ich muss eh darauf aufpassen, dass das Futter ohne Farb-und Konservierungsstoffe ist.

Ich habe nur die Befürchtung,da er auf rohes Fleisch oder gedünstetes negativ reagiert und auch ungern frisst, dass es nicht unbedingt die Fütterungsart für ihn ist. Gerade ernährungstechnisch ist er fürchterlich sensibel und erbricht es dann schnell.

Gäbe es wahlweise gutes Dosenfutter und ist es generell besser als Trocken?
Liebe Grüße, Bell

Patrizia9
Beiträge: 20
Registriert: 19. Sep 2005, 18:00

Beitragvon Patrizia9 » 10. Jan 2006, 14:48

Hallo Bell,
Es gibt auch sehr gutes Nassfutter - teilweise auch reine Fleischdosen welche Du dann selber mit Gemüse anreichern kannst.

Ich würde jedoch nicht sagen, dass Nassfutter generell besser sind als Trockenfutter, aber in der gleichen Qualitätsliga würde ich eher zum Nassfutter greifen. Nur geht das auch recht ins Geld.

Und wenn Du mal eine "weisse" Fleischsorte wählst wie z.B. Hühnchen?

Liebe Grüsse,
Patrizia



   

Zurück zu „Hilfe, mein Tier ist krank“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron