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Ausbildung zum/zur Tierheilpraktiker/in - aber wo??

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderatoren: Angelika, Ernst

Shamea*
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Beitragvon Shamea* » 5. Okt 2006, 20:32

Hallo anke

das ist zwar jetzt off topic beim ASB Darmstadt-Starkenburg sind wir (also mein Hund und ich)
~Shamea*~


Kleo
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Beitragvon Kleo » 13. Okt 2006, 08:22

Hallo zusammen,

also das ist ja ein sehr interessantes Forum hier. Ich bin froh, das ich auf Euch gestoßen bin.

Ich möchte gern THP werden mit der Fachrichtung Pferde (wie ungewöhnlich hier :D ) So nun hatte ich zwei Institute zur engeren Auswahl genommen - Kurator, der Pferdeheilpraktiker und Impulse Tierheilbehandler. Alle anderen kann ich mir auch gar nicht leisten, leider außerhalb meines Budgets. Nun habe ich hier gestöbert und so wie ich die Beiträge gelesen habe, sind hier wesentlich mehr positive Erfahrungen zu IMpulse zu lesen. Leider gibt es aber bei dieser Schule keine Fachrichtung für Pferde. So nun meine Frage. Wenn ich jetzt den allg. THB lerne, kann ich mir dann über Fachliteratur selbst die Fachrichtung Pferde beibringen? Oder ist es wirklich der sinnvollere Weg gleich bei Kurator nur in Richtung Pferde zu lernen? Und viele empfehlen ja zusätzlich noch Seminare zu belegen, damit neben dem reinen Fernstudium noch entsprechend Praxis dazu kommt. Wo kann man denn diese Seminare belegen, wenn es jetzt nicht "meine" Schule anbietet? Kann man dann z. B. bei Paracelsus oder so Kurse belegen?

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fuertuefel
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Beitragvon fuertuefel » 14. Okt 2006, 09:24

Hallo Kleo,

wenn ich vor dieser Wahl stehen würde und nur diese beiden Institute zur Wahl stehen würde ich Impulse wählen.

- Zum einen weil immerhin einige Seminare dazu gehören
- Zum zweiten weil ich die Unterlagen beider Institute kenne und Impulse doch ausführlicher ist; für Kurator spricht auf jeden Fall dass du am Ende schon zwei Therapien (Bachblüten - der Kurs ist sehr gut, und Akupunktur - da weiß ich es nicht wie der ist) zur Verfügung hast während die Therapien bei Impulse nur angesprochen werden
- Zum dritten weil Impulse eine wirkliche Lernkontrolle bietet und nicht nur Fragen die man selbst kontrolliert. Da steckt dann schon ein "Muss" hinter das streckenweise beim Lernen zu Hause dringend notwendig ist
- Zum vierten weil es passieren kann wenn du Pferde erfolgreich behandelst dass deine Pferdekunden anfangen dich auf Probleme mit ihren Hunden, Katzen, Kaninchen... anzusprechen.

Zusätzliche Literatur brauchst du in jedem Fall, alle Fernkurse die ich kenne bieten nur einen Rahmen, ein Grundwissen. Und je mehr man lernt um so mehr merkt man wie wenig man noch weiß :-? und muss noch mehr lernen :lol:

LG, fuertuefel!
Niemand ist perfekt; außer mich!

nektarine
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Beitragvon nektarine » 17. Okt 2006, 11:06

Kurator, der Pferdeheilpraktiker und Impulse Tierheilbehandler. Alle anderen kann ich mir auch gar nicht leisten, leider außerhalb meines Budgets.
Ganz ehrlich, Kleo, wenn nur Geld Dein Argument ist, solltest du es lieber lassen. Grundsätzlich kannst du als Faustregel nehmen: Je weniger Geld desto schlechter die Ausbildung. Warum? Weil der praktische Teil fehlt. Dir nützt keine gute theroretische Ausbildung, wenn du keine Praxis bekommst. Und da nützen auch vor Ort-Seminare wenig. Den THP kann man nicht im reinen Fernstudium erlernen.
such Dir ein Institut, was dich in die Lage versetzt, die Prüfung vor DEN KOOPERATIONSVERBÄNDEN abzulegen.

Für eine vernünftige Ausbildung musst du 4-5 Tausend Euro rechnen. Was Du nicht an Schulgebühr bezahlst, musst du in Bücher und anderes investieren.

Anna555
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Wo macht Ihr jetzt Eure Ausbildung ?

Beitragvon Anna555 » 31. Okt 2006, 17:58

Hallo,
möchte meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin machen. War schon bei Paracelsus in Aachen als Gasthörerin. Die Dozentin hatte es noch nicht mal nötig, sich bei den zwei Gasthörern vorzustellen. Nachdem ich dann auch noch gefragt habe, welche Bücher sie empfehlen könnte und ich zur Antwort bekam, dass sie immer ihre eigenen Bücher mitnehmen würde..... Auf eventuelle Zwischenfragen reagierte sie gar nicht, zog nur den vom Blatt gelesenen Stoff durch. Kapiert habe ich so gut wie nichts. Bin zwar schon 51 aber dafür noch nicht senil. Außerdem tausche ich mich schon seit Jahren mit meiner Human-Heilpraktiker-Freundin aus und behandele meine Tiere auch auf homöopathischer Basis. Habe zwar wenig Ahnung von Anatomie aber das wollte ich ja dort lernen. Habe dann auch noch für Kopien 0,80 Euro bezahlt wo noch nicht mal die Seiten durchnummeriert waren. War also sehr enttäuschend. Die Qualität des Unterrichts ist das Geld nicht wert.
Am Wochenende habe ich einen Gasthörer-Termin bei ATM in Köln und Ende November noch einen Termin bei AfT. Dann muß ich mich entscheiden. Habe heute mit Frau Woelki telefoniert, fand sie sehr sympathisch am Telefon und hat mir auch sehr kompetent und freundlich meine Fragen beantwortet.
Nun die Frage an die Einzelnen von Euch, die sich noch nicht für eine Ausbildung entschieden hatten:
Bei wem oder wo macht Ihr jetzt Eure Ausbildung ??
Vielen Dank für Eure Antworten.
LG Anna555

tinkerbell
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Beitragvon tinkerbell » 31. Okt 2006, 19:23

Hi,

ich mache meine Ausbildung bei Frau Liebeskind. Thp Pädagogik Liebeskind.

LG

Nadine
Tiere lieben und bitte leben lassen


Globuli01
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Beitragvon Globuli01 » 1. Nov 2006, 13:45

Hallo Anna 555
ähnliche Erfahrungen bei Paracelsus hatte ich damals auch gemacht...wirklich erschreckend!
Ich bin bei der AfT. Ich find es klasse, dass Frau Wölki nicht nur sympathisch ist, sondern, dass sie sich auch wirklich um Dinge kümmert.z.B. Praktikumsplätze, Messebesuche etc.,also Dinge, die weit über die "normale " Ausbildung hinaus gehen.
Zu ATM kann ich nicht so viel sagen. Mir war die Fahrerei nach Bad Bramstedt zu viel und nicht mit meiner Planung vereinbar. Außerdem war sie mir zu teuer, wenn man alles zusammen zählt kommt man da auf ca.8000 Euro!

@nektarine: also wir brauchen keine Prüfung vor dem Verband ablegen, da meine Prüfung ( wenn ich sie dann bestehe;-)direkt von dem FVDH anerkannt wird und ich ein Zertifikat vom FVDH bekomme.Find ich gut, da mich das nicht nochmal extra Geld kostet ( 150 Euro bei der Kooperation find ich schon ganz schön viel), die Prüfung ist schulintern und außerdem ist der FVDH ein staatlicher Berufsverband! Find ich bei dem ganzen Tumult um den Ruf des THP´s schon recht wichtig und beruhigend.
LG
Globuli01

Anna555
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Beitragvon Anna555 » 1. Nov 2006, 15:30

Hallo zusammen,
schon mal Danke fürEure Antworten.Hoffe, es kommen noch mehr.
Werde am Samstag und wahrscheinlich auch am Sonntag zu ATM nach Köln fahren. Was ich aber hier im Forum so gelesen habe, hat mich schon abgeschreckt. Beim Praktikum und im Blockunterricht so viele Leute. Das gefällt mir schon gar nicht.
Ende Nov.habe ich dann Termin bei AfT und freue mich schon richtig darauf. Habe auch hier gelesen, dass direkt praktische Übungen am Tier bzw. Hund durchgeführt werden. Das finde ich wichtig. Wie soll ich z.B. bei einem Fernstudium fühlen, wo die Katze oder der Hund die Nieren hat usw. Deswegen habe ich mich auch gegen ein Fernstudium entschieden. Blut abnehmen z.B. lernt man auch nicht auf dem Papier. O.K., wenn man dann irgendwo bei einem Tierarzt ein Praktium machen kann, auch gut. Aber die meisten Tierärzte sehen sowieso die THP als Konkurenz, deswegen lohnt sich das Fragen meistens sowieso nicht. Werde es aber trotztdem mal versuchen, wenn ich soweit bin.
So, noch einen schönen Sonntag wünscht
Anna555
Globuli01: Wo bei AfT bist Du denn??

Globuli01
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Beitragvon Globuli01 » 3. Nov 2006, 09:49

Entschuldige Anna 555, ich hatte gar nicht gesehen, dass du eine Frage an mich gestellt hattest.
Ich bin in Karlsruhe.
LG
Globuli.

Anna555
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Beitragvon Anna555 » 7. Nov 2006, 09:50

Danke für Deine Antowort Globuli, ich bin aus der Nähe von Aachen, für mich käme dann Köln in Frage.
Kleiner Bericht vom Wochenende bei ATM in Köln.
Bin mit sehr gemischten Gefühlen nach Köln gefahren, nachdem ich hier doch eine negative Berichte über die Gruppenstärke bei ATM gelesen habe usw.
Ich kann nur sagen, dass ich mich dort direkt wohl gefühlt habe. Die Dozentin ist seit 6 Jahren praktizierende Tierheilpraktikerin aus Oldenburg und konnte mir zumindest noch ganz viele Sachen beibringen. Ich arbeite zwar schon seit Jahren mit homöopathischen Mitteln bei meinen Tieren und meiner Familie, aber mein Wissen ist natürlich nicht sehr hoch angesiedelt.
Ich kam mit dem Unterricht zur Homöopathie sehr gut zurecht, die anderen Schüler waren auch durchaus gesprächsbereit und auskunftsfreudig. Nachteilige Argumente habe ich kaum gehört, obwohl ich immer wieder gefragt habe. Das einzige Argument war, dass die Gruppenstärke bei den Blockseminaren z.B. in Siegen sehr hoch ist, ca. 100 Personen. Platzbrobleme gibt es aber keine. Bei den praktischen Seminaren in Bad Bremstedt sollen die Gruppenstärken bis höchsten 20 liegen.
Ich war alles in allem sehr angetan und mir hat es gut gefallen. Bin auch beide Tage hingegangen.
Ende November habe ich dann noch den Gasthörer-Termin bei AfT in Köln im Kolpinghaus. Mal sehen, was ich da für Erfahrungen mitnehme. Danach werde ich mich sofort entscheiden, bei welcher Schule ich meine Ausbildung beginnen werde.
Ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen Paracelsus in Aachen und ATM in Köln !!!!! :D :D
Gruß Anna555

Nerthus
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Beitragvon Nerthus » 9. Nov 2006, 15:13

@nektarine: also wir brauchen keine Prüfung vor dem Verband ablegen, da meine Prüfung ( wenn ich sie dann bestehe;-)direkt von dem FVDH anerkannt wird und ich ein Zertifikat vom FVDH bekomme.Find ich gut, da mich das nicht nochmal extra Geld kostet ( 150 Euro bei der Kooperation find ich schon ganz schön viel), die Prüfung ist schulintern und außerdem ist der FVDH ein staatlicher Berufsverband! Find ich bei dem ganzen Tumult um den Ruf des THP´s schon recht wichtig und beruhigend.
LG
Globuli01
Hallo,

das ist ja interessant zu lesen allerdings weiß ich nicht wer dir da diese Dinge so schön geredet hat?

Fakt ist: der FVDH ist zwar die Dachorganisation aber zertifiziert ist erstmal nur die Ausbildung an der AfT..... und zwar durch die Untergruppe ADT, der Arbeitsgemeinschaft deutscher Tierheilpraktiker und die sind in erster Linie der Paracelsus - Schule sehr verbunden ( die meisten Mitglieder kommen von da ) und haben da ihre eigenen Ansprüche.
Der Vorsitzende des ADT, Herr Schierstedt, ist gleichzeitig auch der Vorsitzende des FVDH.

Der ADT ist NICHT in der Kooperative der THP, die deutschlandweit die Standards der Prüfungsrichtllinien in Gemeinschaft mit TA's, dem Vetämtern etc. und auch intensiv Verbindung mit Väterchem Staat steht, abstimmt ... eben zwecks der möglichen, staatlichen Anerkennung.
Das ganze läuft also augenscheinlich nicht über die Humanheilpraktiker sondern über den ADT, der seine eigenen Richtlinien hat.
Falls es also zu staalichen Annerkennng kommen soll, werden die, die angeblich via FVDH geprüft sind, nicht automatisch anerkannt, egal auf welcher Schule man war. Das geht nur bei den Human HP's nach der Amtsarztprüfung.

Es wird dann geprüft, ob man den Richtlinien ( die ja derzeit die Kooperative mit dem "Staat" bearbeitet ) geprüft und ausgebildet wurde und ob es dann ev. zu einer Nachprüfung / Zusatzprüfung oder sofortigen Annerkennung kommt.

Wer also behauptet, das man mit der schulinternen Prüfung auch, im Falle der staatlichen Annerkennung der THP, auch ebenso das staatliche "Diplom" erhält, der wagt sich sehr weit , zu weit, aus dem Fenster.

Das die AfT durch den ADT zertifiziert wurde, die im Dachverband FVDH Mitglied ist, kann das hier nachlesen:
unter Ausbildungsstätten.

Ganz ehrlich, ich bin lieber in der Kooperative und lege eine Prüfung ab, die in ihren Standards wirklich sehr hoch ist und die wirklich was für die THP macht.
Zur Prüfung der AfT kann ich nichts sagen aber da ist doch noch keiner geprüft worden, oder ?

Gut's Tägle
Nerthus

Globuli01
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Beitragvon Globuli01 » 9. Nov 2006, 18:16

Hallo Nerthus,

ich kann doch auch ohne Probleme meine Prüfung vor der Kooperation ablegen, daran hindert mich doch keiner. Ob ich nun von einer anderen Schule komme und die Prüfung vor der Kooperation ablege und 150,00 Euro bezahle oder von der AfT ist doch egal.
Aber dennoch....ob ich später eine gute THP werde oder nicht, liegt ganz sicher nicht an der Prüfung vor der Kooperation, sondern wie ich durch die Schule vorbereitet werde und was ich an Eigeninitiative aufbringe....
Da derzeit gar nichts gesetzlich ist, kann auch gar niemand behaupten auf dem richtigen Weg zu sein....und ich konzentriere mich lieber auf das Fachliche, als auf Diskussionen, die sich sehr im Dunklen bewegen. ( Und das sich FVDH und die Kooperative etwas ungrün sind und gegenseitig schlecht machen ist ja längst bekannt)
Apropos Paracelsus...der Verband der Paracelsus Schulen heisst übrigens "Verband deutscher Tierheilpraktiker e.V." und nicht "Arbeitsgemeinschaft deutscher Tierheilpraktiker" ( ADT), die die Untergruppe des FVHD´s bilden.

Nerthus
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Beitragvon Nerthus » 9. Nov 2006, 23:59

Hallo Globuli,

hhm, macht man sofort schlecht, wenn man kritisch hinterfragt? Ich denke nicht, das irgendwo etwas abwertendes steht. Tatsachen sind nunmal Tatsachen.

Fakt ist, das es es keine Zertifizierung gibt ( für jedwede Schule ) die derzeit irgendwie Vorteile bzgl einer staatlichen Annerkennung geben. Allerding arbeitet die KOOP an den gemeinsamen Prüfungsrichtllinien, deren Standard sehr hoch ist und auch so sein muß. Nur so trennen wir die Kaffeklatsch - THP von denen, die wirklich gelernt haben und auch verantwortungsvoll die Tiere behandeln können. Ebenso ist es Fakt, das die KOOP an der staatlichen Annerkennung arbeitet und auch deswegen diese Prüfungs - Standards so hoch setzt. Die Prüfung wird nicht nur vor einem Dozenten gemacht sondern vor einem unabhängigen Gremium, das aus erfahren THP UND Tierärzten besteht. Die Prüfung ist mündlich, praktisch und schriftlich.
Wie deine Schule das macht, wirst du dann ja erzählen können.

Für mich als bereits praktizierender THP stellt sich bei solchen Gedanken aber auch die Frage: Warum will ein Student diese Prüfung nicht machen? Tatsächlich nur wegen dem Geld oder einfach, weil er nicht genug gelernt hat. Dabei ist es egal ob da die ursache die eigene Faulheit war oder die Schule ( welche nun auch immer ) nicht genug Wissen vermittelt hat.
Auch stellt sich die Frage, warum eine Schule nicht daran teilhaben will? Vielleicht weil der Unterrichstoff von den Profi's dann nicht so gut bewertet wird oder vielleicht ein noch höherer Anspruch seitens der Schule besteht?
Es gibt viele THP -Schulen, deren Scripte zwar für den Laien ganz wild und fachlich aussehen....aber dennoch absolut nicht ausreichen. Wissen setzt sich immer aus Script und Unterricht zusammen. Eine Freundin erzählte mir mal, das in ihrer Schule ( irgendwo bei Hamburg ) die Scripte dann am Unterrichts - WE vorgelesen wurden. Fürchterlich!Das "Fähnchen " war keine 50 Seiten stark und das soll zum praktizieren reichen? Ne, wirklich nicht und genau solche Schulen, die nicht nur den Schülern das Geld aus der Tasche ziehen sondern auch verantwortunglos den Tieren gegenüber handeln, die gehören schlichtweg vom Markt genommen.


Die Zertifizierung deiner Schule ( über deren Qualität ich nichts negatives schrieb ) erfolgte durch den ADT, dem "Unterverein" des FVDH.
Selbst die Natura - Med Schule schreibt auf ihrer HP: vom FVDH anerkannt. Es kommt nicht automatisch zur staatlichen Annerkennung deiner Prüfung im Falle des Wunders, das wir THP ebenso anerkannt sind.

Der ADT hat nichts mit den hohen Prüfungsstandards der Kooperative zu tun, geschweige denn bei der Arbeit zur staatlichen Annerkennung. Der Verein kocht sein eigenes Süppchen, wobei das keine Wertung seines Standards ist. Der mag gut oder schlecht sein.

Ob deine Schule gut ist oder nicht, das steht hier ja nicht zur Debatte. Ich hinterfrage das ganze nur und es sind einige Dinge, die da nunmal geklärt werden sollten. Das hat mit "grün" sein und diesem kindischen Zicken - Verhalten nun wirklich nichts zu tun. Der FVDH, als Verein für Humanheilpraktiker , hat mit der KOOP nichts zu tun. Wenn da einer nicht grün ist, dann der ADT ;-).

Ich schrieb auch nicht, das der ADT DER Verein der Paracelsus ist sondern nur: verbunden. Wie gesagt, ich bin da schon länger bei und kenne die "Szene" sehr gut ;).

Sicher gebe ich dir recht das das fachliche wichtig ist und du etliches an eigeninitiative aufbringen mußt. Aber eine Schule setzt den ersten Standard und der sollte hoch sein!
Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg für deine Ausbildung und eine erfolgreiche Prüfung ( egal wo ) die dich dann befähigt, verantwortungsvoll und mit guten Wissenbackround, Tiere zu behandeln.


Gut's Nächtle
Nerthus

Anna555
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Beitragvon Anna555 » 10. Nov 2006, 21:49

Hallo Nerthus,
wenn ich mich dann auch einmal einmischen dürfte:
"Wo hast Du Deine Ausbildung absolviert ??"
Konnte ich leider aus Deinem Beitrag nicht rauslesen.
Für eine Antwort wäre ich Dir dankbar, weil ich gerade vor der Entscheidung stehe, wo ich meine Ausbildung mache.
Über ATM kann ich mir das Urteil erlauben, dass die Schule gegenüber Parcelsus eine m.E. sehr gute Ausbildung bietet.
Über AfT kann ich leider noch nichts sagen, da mein Termin dort erst Ende November ist.
Ich arbeite mit meiner Freundin zusammen, die seit 10 Jahren Humanheilpraktikerin ist und habe mir schon so einige Sachen, was die homöopathischen Mittel anbelangt, selbst angelesen und durch ihre Hilfe auch angeeignet. Meine Tiere behandele ich, andere selbstverständlich (noch) nicht - auch wenn ich es durchaus dürfte. Aber mir ist sehr an einer guten Ausbildung gelegen.
Gruß
Anna555

Nerthus
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Beitragvon Nerthus » 11. Nov 2006, 15:15

Hallo Anna,

deine Einstellung ehrt dich. Bevor ich aber nun einfach platt schreibe, wo ich damals ausgebildet wurde gebe ich dir lieber Auswahlkriterien an die Hand, damit du für dich selber entscheiden kannst.

1. Der Unterrichtsstoff: Wer nicht aus dem medizinischen Bereich kommt, für den lesen sich sicher die jeweiligen Skripte recht beeindruckend, alleine schon weil es vor Fachwörtern nur so wimmelt. Bedenkt aber: die Fachterminologie habt ihr sicher nach einem Jahr ( wenn ihr eure Ausbildung ernst nehmt ) drin und schon ist die "Ehrfurcht "dahin. Achtet darauf, das die Skripte ausführlich sind und jeweils Anatomie UND Pathologie ( ruhig in getrennenten Skripten ) besprochen wird. Es sollten grundsätzlich Ursache, Erreger, Symptome, Diagnostik, Therapie und die Differentialdiagnose vorhanden sein.
Die Anatomie der jeweiligen Organsysteme sollte gründlich erklärt worden sein und physiologische Werte müssen angeben werden. Kommen Sprüche wie: das braucht ihr nicht am Anfang wissen, oder , das ist für euch am Anfang zu gefährlich: FINGER WEG.
Fakt ist: z.B. Das Hormonsystem. Wir als THP dürfen zwar keine Hormone substituieren ABER wir sollten doch eine solche Krankheit erkennen können... oder nicht? Außerden gibt es genug homöopathische und naturheilkundliche Mittel, die wir bei vielen dieser Krankheiten erfolgreich einsetzten können.
Zusätzlich zu den Scripten ist der Unterricht wichtig. Dort wird in guten Schulen noch zusätzliches Wissen zum Script aufgestockt. Es werden also nicht nur die Dinge aus dem Skript erklärt sondern es wird noch weiter in die Tiefe gegangen. Wird da dann das vorhandene Skript, wie bei meiner Freundin z. B., mehr oder weniger nur vorgelesen, dann ist das definitiv zu wenig. Vor allem dann wenn das "Fähnchen" 50 Seiten stark ist und drei Themen gleichzeitig behandelt *grusel*.

Die Dozenten: Als Gasthörer achtet darauf, ob ihr einen kompetenten Dozenten habt. Das erkennt ihr daran, das dieser das Wissen gut erklärt, euch fachlich versiert auf alle eure Fragen aus unserem Metier antworten kann ( und zwar beides aus dem Kopf und nicht selber erst ständig nachlesen muss ) , selber bereits entsprechende Berufserfahrung hat und natürlich gut auf das Skript eingeht und deutlich ZUSÄTZLICH in die Tiefe geht. Kommt da häufiger: Sorry, weiß ich nicht oder aber sogar falsche Antworten, dann sucht lieber weiter.


Die Schule: Wichtig ist der gute Ruf der Schule..... nicht weil die Organisation so toll und nett ist sondern weil die bereits fertig ausgebildeten THP als fähig bekannt sind. Ferner sollte die Schule einer guten Organisation angehören.... ich bin da natürlich vorgeimpft und nenne da die KOOP. Aber auch der FNT ist da ok. Die setzen nunmal hohe Maßstäbe und das kommt den Schüler zugute.
Auch der "wiederholen" von verpassten Seminaren oder einfach nur, weil man es möchte, sollte möglich sein aber das ist bei den wirklich guten Schulen sowieso möglich und zwar kostenlos.
Gute Schulen organisieren gute Fortbildungen, werden sowies über Messetermine und auch Angebote/ Fortbildungen der Pharmafirmen unterrichet ( machen damit aber keine Werbung ).
Außerdem gibt es guten Unterricht zur rechtlichen Seite unseres Berufes denn auch die THP müssen da einiges beachten..... nicht nur beim Praxisaufbau sondern auch beim Erstellen einer Homepage, das Arzneimittelrecht, die Seuchenverördnung etc. Auch das gehört dazu.

Praktischer Unterricht findet eh in den guten Schulen statt und zwar an Tieren, die wirklich krank sind. Ich persönlich würde ein Tier NIE z.B. einfach pieken, katheterisieren etc nur um zu üben und zu zeigen.... sorry ich sage da nur : Tierschutzgesetz.
Praktika sind grundsätzlich schwer zu finden aber die guten Schulen helfen da weiter, zusätzlich zum praktischen Unterricht.

Sind diese Kriterien erfüllt, so kannst du sicher sein das du einen wirklich guten Grundstock an Wissen erhälst..... wenn das ganze dir dann auch noch Spaß macht umso besser.
Sicher, das lernen an einer solchen Schule bedeutet viel Arbeit, Enthusiasmus und auch Intitative und die WE sind verdammt anstrengend. Aber wer wirklich lernen will um dann verantwortungsvoll Tiere zu therapieren, dem ist das durchaus bewußt und sicher egal ;-). Das ist dann die Stelle, an der sich der Kaffeklatsch - THP vom wirklich guten und verantwortungsbewußten THP in Spe unterscheidet.
Ein guter THP zu werden, das ist verdammt harte Arbeit und jenseits jedweder romantischen Vorstellung. Denkt daran, ihr seid den Tieren gegenüber verpflichtet!

Ich persönlich halte die FAT in Gelsenkirchen und die ATM mit den vielen Studienorten für die, die diesen Kriterien entsprechen.

Ich hoffe, das ich dir etwas helfen konnte und wünsche dir eine gute Entscheidung und ein "Sicheres" Händchen.

Viel Erfolg

Nerthus



   

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