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Pilzerkrankungen

Rund um die Probleme der Frau

Moderatoren: Angelika, Beate

pettra
Beiträge: 13
Registriert: 3. Aug 2003, 20:22

Pilzerkrankungen

Beitragvon pettra » 3. Aug 2003, 20:29

hallo!
ich bin neu hier und durch zufall auf das forum gestossen.
ich habe seit jahren immer wieder probleme mit pilzerkrankungen im genitalbereich. bekomme von meiner frauenaerztin immer wieder zaepfchen, cremen etc. die meist wirken. nur leider kommt der pilz immer wieder zureuck.
hat von euch jemand tipps, was ich dagegen tun koennte? ernaehrung, oder was auch immer?
vielen dank fuer eure hilfe, pettra


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paul
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Beitragvon paul » 3. Aug 2003, 22:06

Hallo,

dieses Thema gibt es hier immer wieder. Klicke mal auf "Suchen" und gebe als Stichwort "Pilze" ein.

Einige Ratgeber dieses Forums stehen auf Aloe Vera in allen Variationen. Ich empfehle Dir, mal zu einem Heilpraktiker zu gehen und dort einen Check machen lassen. I.d.R. wird er Dir nach Abklärung der Ursache auch eine adäquate Therapie empfehlen - einschl. Ernährungshinweise.

Gruß: Paul

pettra
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Beitragvon pettra » 4. Aug 2003, 09:25

danke!!!
leider hatte ich davor nur nach pilz und pilzerkrankungen gesucht, und da steht nicht viel. "pilze" war gleich viel effektiver!
gruss pettra

Oliver-Michael
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EM

Beitragvon Oliver-Michael » 8. Aug 2003, 20:07

Hi!

Wenn du ein Problem mit Befall von schädlichen Pilzen hast,
probiert doch mal die "guten" Pilze.

Die Effektiven Mikroorganismen bestehen aus 80 Bakterien
und Pilzkulturen. Man kann sie verdünnt auf die Stelle
sprühen, und mit der Zeit werden die "schlechten Pilze"
dann unterdrückt.
Arzt und Arsch reimt sich, das ist kein Zufall.

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paul
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Beitragvon paul » 8. Aug 2003, 20:17

Das stinkt nach Werbung - und das ist wohl kein Zufall Bild

med-con

Beitragvon med-con » 8. Aug 2003, 23:59

Hier noch einmal eine Zusammenfassung der Problematik aus Heilpraktiker-Sicht (Stand NL 590 v. 10.8.2003):

BEHANDLUNG VON MYKOSEN

Seit der gesetzlichen Änderung 2001, nach der Heilpraktiker auch Beschwerden im Intimbereich behandeln dürfen, ist auch die Beratung und Behandlung bezüglich Pilzbefall akut geworden. Das wirkt sich in vielen Praxen noch nicht signifikant aus, weil viele Heilpraktiker auf diesem Bereich noch eine gewisse Zurückhaltung zeigen und sich im Patientenbewußtsein hierfür noch keine Heilpraktiker-Kompetenz entwickelt hat.
Allerdings ist der Beratungsbedarf bei Irritationen im Intimbereich gegeben und er wächst ständig. Die einschlägigen Leserbriefredaktionen werden von der Flut einschlägiger Anfragen erfaßt und auch in den Internetforen ist dies vielfach Thema Nummer eins. Und vieles geht eben dann über eine Do-it-yourself-Selbstmedikation oder über eine Scharlatanierie-Beratung von MLM-Verkäufern. Klagt eine Betroffene beim Arzt oder Frauenarzt über diesbezügliche Irritationen, wird meist ohne viel Untersuchung ein Antimykotikum verschrieben.
Die Unsicherheit des Heilpraktikers rührt vielfach auch daher, daß er subjektiv das Empfinden hat, sich mit der Mykosenbehandlung auf ein wackeliges Rechtsgebiet zu begeben und zweitens aus der Tatsache, daß medikamentöse Antimykotika zwar nicht alle der Verschreibungspflicht unterliegen, aber dennoch in ihren Zulassungsbedingungen für eine Heilpraktikertherapie bedenklich sind.

Mykosen unterliegen dann dem Behandlungsverbot (wozu nicht das Erkennen aber bereits das Feststellen gehört), wenn es sich um ''Sexuell übertragbare Krankheiten'' handelt.Hierbei wird auch Candida albicans diskutiert. Der Vollständigkeit halber hier nochmals eine Übersicht, was dem Behandlungsverbot unterliegt, wenn die Krankheit sexuell übertragen worden ist

(a) die 'klassischen' bakteriell bedingten Geschlechtskrankheiten Syphilis (Erreger Treponema pallidum), Gonorrhoe (Erreger Neisseria gonorrhoeae), Ulcus molle (Weicher Schanker - Erreger Haemophilus ducreyi) und Lymphogranulomatosis (in Deutschland seltene Serovare von Chlamydia trachomatis) .
(b) Infektionen mit folgenden weiteren Bakterien: Chlamydia trachomatis sowie genitale Infektionen mit Mucoplasma hominis oder Ureaplasma urealyticum .
(c) Infektionen mit folgenden Viren: Herpes simplex Virus (bei genitaler Infektion vor allem Typ 2), Hepatitis B Virus, Zytomegalievirus, Papillomviren, Molluscum-contagiosum-Virus, HIV (AIDS) .
(d) Genitale Mykosen: Candida albicans.
(e) Ektoparasiten: Sarcoptes scabiei (Krätze)

Dies bedeutet beispielsweise, daß eine Hepatitis B - Erkrankung beim Kind vom Heilpraktiker behandelt werden kann, da hier der sexuelle Übertragungsweg ausscheidet. Diese Abgrenzung, daß Hepatis B den sexuell übertragbaren Krankheiten zugeordnet werden kann, sie aber nicht immer sexuell übertragen wird, führte beispielsweise in der letzten Ausgabe der Zeitschrift Ökotest über Impfen zu der (falschen) Empfehlung, daß Kinder nicht gegen Hepatitis B geimpft werden müssen, weil es sich eben um eine sexuell übertragbare Krankheit handelt.
Noch komplizierter wird dies beim Candida albicans, hiezu heißt es in unserer Fachbroschüre HP_GYN:

''Der bekannteste Hefepilz ist der Candida albicans, der normalerweise bei fast allen Menschen in der Haut- und Darmbakterienflora vorkommt und von unserem Immunsystem und den Darmbakterien unter Kontrolle gehalten wird. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel durch Langzeiteinnahme von Kortikosteroiden (Kortison) oder die Darmbakterien durch Breitband-Antibiotika zerstört werden, dann beginnt Candida (Hefepilz) zu wuchern.
Sie verwandelt sich aus der rundlichen Hefezellform in die fädige eines Pilzmyzels, das in die Schleimhaut hinein wächst und schließlich innere Organe besiedeln kann. Es gibt Toxine ab, die eine große Zahl verschiedener Krankheitserscheinungen verursachen und das Immunsystem noch weiter schwächen.
Unter Candida-Mykosen können Männer und Frauen leiden. Bei Frauen ist die Erkrankung aber wesentlich häufiger und meist schwerer. Auch bei Kindern kann eine schwere Candida-Mykose auftreten.
Die Ursachen von Candida-Mykosen sind meist Arzneimittel wie Antibiotika, Hormone, Kortison, Abführmittel, Magensäurehemmer, Immunsuppressiva, Chemotherapeutika, Arzneimittel bei Allergien, Desinfektionsmittel, antibakterielle Salben und Pasten oder Therpieformen wie Bestrahlungen, häufige Darmspülungen, Katheter- und Sonden, Sondennahrung, Operationen an Verdauungsorganen, kohlehydratreiche, ballaststoffarme Ernährung''

Bereits an diesen Ausführungen zu den Candida-Mykosen erkennen wir aber bereits, daß es nicht ausreicht, bei einem Mykose-Befall ein Medikamt zu verschreiben, sondern daß hier eine ganzheitliche Anamnese und Exploration unerläßlich ist. Dies ist aber auch die große Chance für Heilpraktiker, denn dazu hat der Arzt oder Frauenarzt weder Zeit noch Lust und deshalb kommen dann auch die Behandlungsversager und die Beschwerden der Patientinnen: ''Geht zwar weg, kommt aber immer wieder....''

Zur ganzheitlichen Betrachtungsweise gehören aber auch die Verhaltensgewohnheiten der Patientin im Umgang mit dem Intimbereich. In den allermeisten Fällen von Irritationen im Intimbereich liegt eine schwere Störung der Vaginal- und Vulva-Flora vor. Durch viele - sogannnte hygienische - Maßnahmen wird das natürliche Klima beeinträchtigt, was dazu führt, daß Jucken, Brennen, Entzündungen und Pilzbefall entstehen.
Vielfach entstehen Irritationen im Intimbereich auch durch autoerotische Handlungen. Vom Verbleib von Fremdkörpern in Vaginal- und Vulva-Falten über Verletzungen und Reizungen durch Verwendung ungeeigneter Stimulata bis zu Blutergüssen und Überdehnungen ist alles möglich.

In einigen Foren haben sich Heilpraktiker zu Wort gemeldet und empfehlen bei Mykosen Aloe-Vera-Präparate. Es sei nochmal darauf hingewiesen, daß Aloe-Vera Produkte tatsächlich antimykotische Eigenschaften haben, diese jedoch für einen Einsatz im weiblichen Intimbereich nicht geeignet sind. Aloe-Vera zerstört die Intimflora, indem erstens der ph-Wert verändert wird und zweitens erforderliche Bakterien abgetötet werden. Was aber viel entscheidender ist: Aloe-Vera verändert die Konsistenz des Zervix-Schleims, so daß hier negative Auswirkungen auf die Gebärmutter und den Zyklus auftreten.
Auch in der Selbstbehandlung wird Aloe-Vera vielfach von Frauen im Intimbereich bevorzugt, da es sanft als Gleitmttel wirkt. Aber gerade Gleitmitteln muß sehr skeptisch gegenübergetreten werden, da sie leicht zu Überdehnungsschäden führen. Was im natürlichen Ablauf nicht geht, sollte man tunlichst lassen. Es mag Prostituierten zugestanden werden, Gleitmittel - ggf. noch mit einem Procain-Zusatz zur Linderung des Schmerzes - zu verwenden; im üblichen Sexualverhalten sollten andere Prämissen gelten.

Zu einer Sofortbehandlung akuter Irritationen eignet sich am besten Bio-Joghurt, der unmittelbar ein an die natürliche Intim-Flora angenähertes Klima schafft. Das Verordnen von sanften Antimykotika auf pflanzlicher Basis hat sich nicht bewährt. Bei Verdacht auf Pilzbefall sollte auf handelsübliche Mittel (z.B. Canestan-Salbe) abgestellt werden, wobei darauf hingewiesen werden muß, daß eine längere Anwendung als drei Tage ohne ärztliche Kontrolle nicht erfolgen darf.


Oliver-Michael
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Beitragvon Oliver-Michael » 9. Aug 2003, 11:25

Das stinkt nach Werbung - und das ist wohl kein Zufall Bild

Nö ist keine Werbung sondern logik. Hat man pathogene Keime
nimmt man einfach die lebensfördernden und heilenden
Bakterien; dann werden die Krankmacher unterdrückt.
Man kann auch antibiotische Geschichten Probieren, z.B.
Grapefruchtkern-Extract.
:roll:

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Baba
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Beitragvon Baba » 9. Aug 2003, 20:41

na Med-con, mal bissel Pharmazeug empfehlen? Canesten ist schon was wirklich Gutes! Schmier es Dir am besten auf die Finger, dann bleibt das Forum hier wenigstens sauber.
ich könnte.. ich sollte .... ich müsste .....! Nur wann anfangen?

ed
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Pilzerkrankung

Beitragvon ed » 24. Aug 2003, 18:37

Hallo Natur-Foris,

warum seid ihr eigentlich nicht froh wenn jemand zu einer Erkrankung so umfangreiche Hintergrundinformationen und Tipps gibt - es kostet schliesslich eine Menge Zeit und ist für viele Betroffenen sehr hilfreich.

Nun zum eigentlichen Thema:

Meine Frau hat auch Jahre mit diesem Problem rumgemacht.
Frauenarzt und letztlich Pharmapräparate hatten lediglich zur Folge, dass sich Bakterielle- und Pilzinfektionen gegenseitig ablösten.
Grund dafür ist die Veränderung des Scheidenmiliös durch das jeweilige Medikament, das die rapide Vermehrung des jeweils anderen Erregers bestens unterstützt.
Als die Zahl der noch wirksamen Medikamente gegen null tendierte zog meine Frau die Notbremse und visitierte einen Arzt, der sich auf naturheilkundliche Behandlung spezialisiert hat.

Therapie:
Vollständige Darmentleerung mit Glaubersalz - dabei unmengen trinken,
Reaktivierung und Wiederaufbau der "guten" Darmflora durch Mutaflor.

Nach etwa 14 Tagen war wieder alles im grünen Bereich und sie hat seit dem nie mehr Probleme in dieser Richtung gehabt.

Ist mit Sicherheit kein Allheilmittel, solltest Du aber mal mit einem naturheilkundlich ausgerichteten Arzt besprechen. (Bei einem Schulmediziner wirst Du damit wohl keine Resonanz finden)

Gute Besserung wünscht Dir

Ed

p.s. Hallo med-con bitte weiter so!



   

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