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Pilzbefall im Uterus

Rund um die Probleme der Frau

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Cadu
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Pilzbefall im Uterus

Beitragvon Cadu » 14. Nov 2004, 13:24

Hallo @all, :)

Dass man während einer Schwangerschaft unter vaginalem Pilzbefall leiden kann, passiert meines Wissens recht häufig. Und diesen Befall mit Joghurt & Co zu bekämpfen, erscheint mir eine gute Lösung (denn Schwangerschaft und Medikamente - beides geht meiner Überzeugung nach nur unter sehr viel schwerwiegenderen Umständen).
Nun wurde bei der Betroffenen nach ihrer Schwangerschaft von einem Gynäkologen erneuter und verstärkter Pilzbefall festgestellt. Dieser meinte, der Pilzbefall sei bis in den Uterus vorgedrungen.

Meine Frage: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, zumal die Betroffene ihr Kind weiterhin stillt? Und vor allem, kann man auch hier evtl. auf "Mutter Natur" zurückgreifen?

Herzlichst,
Cadu
Ein Lächeln ist ein Geschenk, das man immer schenken kann! :)


Moonie
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Beitragvon Moonie » 16. Nov 2004, 12:36

Hi,

der behandelnde Arzt wird doch eine Therapie vorgeschlagen haben? Er wird die Situation (Stillen) ja in jedem Fall bedenken.
Auf Hausmittel würde ich in dem Fall nicht zurückgreifen. Bei der Joghurttherapie ist der Gedanke ja, direkt das Scheidenmilieu zu unterstützen. Das sollte man während der SS übrigens nicht unbedingt machen, da jede Möglichkeit, Keime in die Scheide zu transportieren, unterlassen werden sollte.
Die Gebärmutter kannst Du ja schlecht mit Joghurt oder ähnlichem auspinseln.
Um Langzeitschäden zu vermeiden, würde ich die Behandlung unbedingt mit dem Arzt abklären.
Liebe Grüße,
Moonie

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Cadu
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Beitragvon Cadu » 16. Nov 2004, 16:11

Hallo Moonie, :)

Vielen Dank für deinen Eintrag!

Leider ist der Fall nicht so einfach, denn die Betroffene (eine mir sehr nahe stehende und blutsverwandte Person) lebt im Nahen Osten, und da wird es schon kompliziert, wenn man sich seinen Arzt nach eigenen Kriterien aussuchen möchte. Ist man "nur" Mitglied bei der staatlichen Krankenkasse, hat man selbst da schon ziemlich geringe Chancen. Leider gibt es dort immer noch sehr viele Ärzte, die zwar untersuchen und auch ihre Diagnosen stellen, es dann aber oft nicht für nötig halten, die Patienten aufzuklären. Ganz nach dem Motto: Der oder die hat eh keine Ahnung davon... Und davon kann ich ein Lied singen, denn ich habe selbst ein paar Jahrzehnte dort gelebt, u.a. als aktives Mitglied des IRK... habe also reichlich Erfahrung sammeln können.

Da ich persönlich nun meine Bedenken habe, was Medikamente anbelangt - schon mal erst recht, weil die Person ihr Kind (10 Monate) noch stillt - dachte ich mir, ich kann ja einfach mal die Frage nach eventuell möglichen natürlichen Möglichkeiten oder sogar Erfahrungswerten stellen. Es hätte ja sein können, dass sich ein guter Rat herauskristallisiert hätte.

Herzlichst,
Cadu
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micrei
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Beitragvon micrei » 16. Nov 2004, 18:14

Hallo Cadu,

eine naturheilkundliche Möglichkeit den Pilz evtl. loszuwerden oder zumindest einzudämmen wäre evtl. eine Therapie mit Grapefruitkern-Extrakt.

In dem Buch "Heilen mit dem Grapefruitkern-Extrakt" von Shalila Sharamon und Bodo J. Baginski (Windpferd-Verlag, 2. Auflage 1997) schreiben die Autoren:

"Scheidenpilzerkrankung: Hierbei handelt es sich in der Regel um einen Befall mit dem Hefepilz Candida albicans. Behandlung wie unter "Scheidenentzündung" beschrieben. Da bei dieser Erkrankung nicht selten auch ein innerer Pilzbefall vorhanden ist, empfiehlt sich die zusätzliche innere Einnahme von Grapefruitkern-Extrakt..."

Unter Scheidenentzündung ist folgende Therapie aufgeführt:

"Scheidenspülungen wie folgt mindestens eine Woche lang durchführen: 1-3 Tropfen Grapefruitkern-Extrakt auf 250 ml warmes Wasser geben und gut verrühren. (Auch der Zusatz von einigen Tropfen Teebaum-Öl oder Echinacin-Tinktur hat sich hierbei bewährt.) Diese Mischung wird mit einer sauberen, handelsüblichen Spritze (ohne Nadel) in die Scheide eingespritzt. Für diese Maßnahem werden auch spezielle Frauenduschen angeboten. Zusätzlich kann ein mit dieser Mixtur getränkter Tampon für jeweils einige Stunden eingeführt werden. Auch könnten Slipeinlagen mit Grapefruitkern-Hautspray besprüht werden. Beim Waschen der Unterwäsche sollten dem letzten Spülgang ca. 20 Tropfen Grapefruitkern-Extrakt zugesetzt werden. Wichtig: Grapefruitkern-Extrakt nie unverdünnt in der Scheide anwenden! Am Ende der Behandlung empfiehlt es sich, die körpereigene, gesunde Scheidenflora mit Joghurtspülungen oder geeignete Laktobakterien gezielt aufzubauen..."

Eine Studie über die Anwendung von Grapefruitkern-Extrakt während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit liegt meines Wissens bisher nicht vor und daher ist die Therapie auf jeden Fall mit dem Arzt abzustimmen.

Beim Grapefruitkern-Extrakt ist zu beachten, dass es auf dem Markt viele wirkungslose Imitate gibt. Das echte Grapefruitkern-Extrakt wird nach dem von Dr. Harich entwickelten und patentierten Verfahren hergestellt. Nur damit ist es möglich die ganzen Inhaltsstoffe des Kerns zu erhalten und nur dann entfaltet sich auch die antibakterielle und antimykotische Wirkung des Grapefruitkern-Extrakt in vollem Umfang. Das bloße Auspressen der Kerne etc. ist hierfür ungeeignet.

Bezüglich der inneren Einname ist bei Candidabefall sehr vorsichtig zu dosieren. Anfangs 1x tägl. 3 Tropfen auf ein volles Glas Wasser und dann langsam die Dosierung und später auch die Einnahmehäufigkeit steigern Echtes Grapefruitkern-Extrakt darf niemals unverdünnt genommen werden! Immer in reichlich Wasser geben!

Viele Grüße
Michael

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Cadu
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Registriert: 14. Okt 2004, 09:37

Beitragvon Cadu » 17. Nov 2004, 14:56

Hallo Michael, :)

Boh!!! Da hast du dir echt viel Arbeit gemacht. Bleibt mir, mich herzlichst bei dir für deine Bemühungen zu bedanken.

Ich werde mich mit dem Grapefruit-Extrakt nun intensiv befassen und mich so gut wie möglich informieren. Und natürlich alles an die Betroffene weiterleiten.

Herzlichst,
Cadu :wink:
Ein Lächeln ist ein Geschenk, das man immer schenken kann! :)


   

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