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Plantago

Moderator: Angelika

sam2
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Plantago

Beitragvon sam2 » 21. Feb 2007, 15:40

Hallo!

Könnte bitte jemand so nett sein, mir einige nähere Informationen zum Mittelbild von Plantago zu geben, das ist leider in meinen Anfänger-Hausapotheke-Büchern nicht drin.

Hintergrund sind meine super-empfindlichen Zähne, die aber gesund sind. Manchmal ist es fast weg, aber z. Zt. durch eine Erkältung noch zusätzlich so schlimm, daß ich Heißes nur in der rechten Backe und Kaltes nur in der linken Backe kauen kann. Könnt Ihr Euch diese Sortiererei beim Essen vorstellen? Echt nervig. In der Mittagspause verzieht das Ziehen in den Zähnen meine Gesichtszüge so, daß die Kollegen denken, mir schmecke das Essen nicht ;-) Im Netz habe ich jetzt eben Plantago gefunden für dieses Problem. Und auch wenn ich - solange es sich um Niedrigpotenzen handelt - recht experimentierfreudig bin, würde ich vorher aber gerne nochmal checken, ob es auch nach einer näheren Beschreibung paßt.

Vielleicht hat ja auch schon jemand Erfahrung gesammelt mit dem Mittel und bei genau diesem Problem.

Vielen Dank im voraus für Eure Hilfe

lg,
Silke


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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 21. Feb 2007, 19:00

Hallo Silke,

es ist zwar weitverbreitet (gerade in den Ratgebern für Laien), dass Plantago major bei ziehenden Nerven-/Zahnschmerzen helfen soll (und dies auch manchmal tut, vor allem wenn es sich um die Überbrückungszeit bis zum Zahnarzttermin handelt ;)), trotzdem ist Plantago nicht d a s Mittel bei "super-empfindlichen" Zähnen wie Du sie beschreibst (d a s Mittel gibts eigentlich ned).

Gerade diese Warm-Links-Kalt-Rechts-Verschlechterung beim Essen hat Plantago nicht.

Aus dem Phatak: "Mund: Speichelfluss bei den Schmerzen (besonders bei den Zahnschmerzen), Verlängerungsgefühl der Zähne, Zahnweh, besser während des Essens (!!!), Mundgeschmack wie von Dreck und faulig."

Aber versuchen kannst du es natürlich - wer weiß :)

Liebe Grüße, Brigitte

sam2
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Beitragvon sam2 » 22. Feb 2007, 08:53

Hallo Brigitte,

Danke Dir erstmal für Deine Antwort. Ja, stimmt, d a s Mittel für Zahnweh gibt es nicht. Meine letzte Zahnärztin versuchte immer einen Rundumschlag mit Hypericum, aber das hat bei mir nie angeschlagen. Und weil meine Empfindlichen Zähne im Moment mit Sicherheit durch die Erkältung so extrem reagieren, dachte ich mir, ich google mal. Schau mal hier:

http://www.panthenius.de/ratg-homoeopathie.shtml

Aufgrund dieser Aufzählung habe ich Plantago gewählt, alle anderen passen eigentlich noch weniger. Vielleicht noch Aconitum - aber das scheint auch nicht wirklich das Mittel zu sein, denn das ist ja in Meditonsin auch drin und das nehme ich bei Erkältung immer durchgehend. Hm - Staphisagria vielleicht noch - aber so rein intuitiv bin ich irgendwie bei Plantago gelandet. Deine Beschreibungen passen nun auch gar nicht, trotzdem sagt mir komischerweise meine Intuition, es mal zu versuchen. Ich denke, ich werde es mal 1 bis 2 Tage nehmen. Wenn dann keine Besserung eintritt, dann schwenke ich um auf Staph.

Und dann ist die Erkältung bestimmt auch wieder weg und damit hoffentlich auch diese extreme Empfindlichkeit. Und wenn nicht, gibt es ja immer noch den Gang zum Homöopathen...

lg,
Silke

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 22. Feb 2007, 11:50

Na dann, Silke,

dann wünsche ich Dir einfach, dass Deine Intuition Dir doch das richtige Mittelchen beschert hat - und Du bald wieder richtig essen kannst (das stelle ich mir ja total besch...eiden vor :roll: ...!).

Alles Liebe für Dich - und Du, ich würde mich freuen, wenn Du mal kurz posten könntest, ob Dir Plantago oder doch etwas anderes geholfen hat *neugierig guck - und immer gerne dazu lerne*

LG :wink: Brigitte

sam2
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Beitragvon sam2 » 22. Feb 2007, 13:22

Hallo Brigitte,

Mittagszeit liegt hinter mir, und ja, es hat sich was verändert: jetzt ist die Seite, die auf heiß reagiert hat, zusätzlich auch noch auf kalt empfindlich. Den knackigen Salat heute zu essen, war ein bißchen mühsam, da ich alles erst im Mund anwärmen mußte, aber es gibt Schlimmeres. Hm - ich weiß nicht, ich glaube Plantago war dann wohl doch nicht das Richtige.

Ich denke, ich werde mal auf Staph umschwenken. Sind auch wieder eher subtile Gründe, die mich vermuten lassen, daß es das vielleicht sein könnte: Früher habe ich oft meinen Ärger nach außen ausgelebt, wie man das eben so macht. Mittlerweile habe ich gelernt, wesentlich gelassener zu bleiben, mich nicht gleich über jeden und alles zu ärgern und wenn es dann doch etwas gibt, andere Wege zum Abbau der inneren Aggression zu suchen. Es gibt da zur Zeit ein, zwei Dinge, die mich so latent beschäftigen. Vielleicht sucht sich das, was sich früher über den typishen Ärger Luft gemacht hat, nun seinen Weg über die Zähne - *dahinspekulier* - und dann könnte Staph eigentlich ganz gut passen - - -

Klar, kann ich gerne machen, meine Erfahrungen erzählen :-)

Bis denne,
Silke

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 22. Feb 2007, 19:09

Jo, Silke,

und manchmal hilft es Mensch auch, wenn er sich ein bißerl Gedanken drüber macht, w o oder bei w e m oder in welcher Situation er sich (noch) nicht durchbeissen kannt oder traut - wo hat man noch was zu knacken Bild oder zeigt "zuwenig Biss" - und es reicht auch, wenn Mensch sich so etwas bewusst macht, man muss nicht immer gleich durch alles durch (sich durchbeißen) - bewusst zu werden ist oft genug ;) !

Alles Liebe und viel ERfolg mit Staph :wink: Brigitte


spurlos53
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Beitragvon spurlos53 » 26. Feb 2007, 23:47

Hallo,
sowohl der Spitz- als auch der Breitwegerich sind in der Arzneimittellehre von BOERICKE beschrieben.

sam2
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Beitragvon sam2 » 13. Mär 2007, 10:25

Hallo Brigitte,

da Du ja immer so interessiert bist, wie es weitergeht, wollte ich nur mal kurz Rückmeldung geben. Also - zur Einahme von staph ist es dann doch nicht mehr gekommen. Meine Erkältung habe ich diesmal recht schnell auskurieren können und damit ging auch die Empfindlichkeit der Zähne wieder auf das vorherige erträgliche Maß zurück, so daß ich nicht weiter herumexperimentieren wollte.

Jetzt verfolge ich aber eine andere Spur. Am Wochenende bin ich auf das Thema Schleiftrauma und das Mittel pulpa dentis aufmerksam gemacht worden. Zur allgemeinen Info: ein Schleiftrauma kann, so wie ich das verstanden habe, bei dafür empfindlichen Menschen nach Zahnbehandlungen entstehen, einfach dadurch daß durch diese irrsinnige Geschwindigkeit, mit der sich der Bohrer durch den Zahn frißt, bestimmte energetische Gleichgewichte gestört werden. Das führt dann zu einem dauerhaften Gereiztsein des Zahnnervs. Weitere Anzeichen, neben der Temperaturempfindlichkeit, sind auch allgemeiner Mattigkeit und Abgeschlagenheit. Das trift bei mir auch zu. Ich dachte eigentlich, daß ich im Moment dazu neige, mich in meiner Freizeit zu überfordern mit Sport und Draußensein und all den schönen Dingen, die sich immer auf Feierabend und Wochenende konzentrieren müssen. Aber eigentlich geht es mir schon lange so, daß ich allgemein ziemlich schnell urlaubsreif werde, daß mir körperliche Anstrengung bei der Anstrengung selbst nichts ausmacht, ich aber irgendwann hinterher merke, daß es mich sehr müde macht, manchmal sogar so, daß ich nachts Kopfschmerzen bekomme - trotz zusätzlicher Magnesiumeinnahme und viiiieeel Trinken. Irgendwie scheint das alles zusammenzupassen. Ich meine auch, daß ich diese Symptome zeitlich gut mit der Zahnsanierung (alles Amalgam raus) in Zusammenhang bringen kann. Auch wenn sich die Behandlung insgesamt über vier Jahre hingezogen hat, war es vielleicht doch ein bißchen viel - oder vielleicht gerade weil immer im Abstand von einem Jahr wieder gebohrt wurde, noch bevor sich alles von der vorigen Behandlung erholen konnte - wer weiß..... Scheint mir aber recht plausibel.

Mein nächster Zahnarztbesuch steht eh an, ich werde ihn mal auf das Problem ansprechen. Ich bin auch sicher, daß er mir pulpa dentis spritzen wird, es muß wohl in das Zahnfleisch direkt neben den "Problemzähnen" gespritzt werden. Ich kann dann gerne berichten, ob es hilft.


Hallo spurlos,
ich kann Deinen Hinweis leider nicht so recht einordnen. Ist Plantago der Wegerich? Selbst wenn. Leider habe ich den BOERICKE nicht und wollte mir für meine Selbstversuche, die ja nur ab und zu stattfinden, nicht so ein Fachbuch zulegen. Die sind ja meistens ziemlich teuer und das lohnt sich dann nur, wenn man sich tiefer mit der Materie beschäftigen will. Und das sehe ich bei mir zur Zeit zumindest nicht. Daher die Anfrage hier. Aber hat sich ja nun eh erstmal erledigt. Trotzdem Danke!

lg,
Silke

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 15. Mär 2007, 19:08

Hallo Silke,

vielen lieben Dank für Deine Rückmeldung (ja, es interessiert mich einfach immer, wie es weitergegangen ist)!

Dann wünsche ich Dir für die weitere Behandlung einfach viiiiel Erfolg!

Liebe sonnige Grüße :wink: Brigitte

sam2
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Re: Plantago

Beitragvon sam2 » 31. Mai 2014, 21:40

Hallo zusammen,

nach langer Zeit mal wieder hier....
Eigentlich habe ich etwas ganz anderes gesucht, aber da bin ich auf diese Thema hier wieder gestoßen. Um mal das Abenteuer Diagnose abzuschließen....
Die empfindlichen Zähne hatten ihre Ursache wo ganz anders. Was ich damals nicht wußte: ich hatte ein recht großes Myom in der Gebärmutter, was zu jahrelangen heftigen Blutungen und letztlich natürlich zu ausgeprägtem Eisenmangel geführt hat. Das erklärt auch, warum ich immer so matt und müde war. Nun ist das Myom draußen, Blutungen wieder normal, Eisenmangel ausgeglichen und siehe da, auch die Zäähne sind wieder ruhig. Leider nicht mehr ganz so ruhig wie früher und manchmal gibt es noch den einen oder anderen Tag, an dem die Zähne wieder etwas empfindlicher sind, aber insgesamt ist doch wieder alles im Gleichgewicht und ich kann das Essen, egal ob heiß oder kalt, wieder genießen.

Eigentlich weiß man ja, daß alles zusammenhängt, aber trotzdem bin ich bei solchen Geschichten immer erstaunt...

Liebe Grüße,
Silke



   

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