Zum Inhalt

Homöopathie

Moderator: Angelika

Baumkrone
Beiträge: 32
Registriert: 12. Dez 2011, 10:53

Homöopathie

Beitragvon Baumkrone » 12. Dez 2011, 11:19

Hallo an Alle,
freue mich, dass ich dieses Forum gefunden habe. Wünsche mir gute Zusammenarbeit mit Euch.
Mein Hausarzt, auch Homöopath, hat mir in den vergangenen Wochen auf Grund meiner Erkrankungen 3 verschiedene homöop. Mittel (Tropfen) verschrieben. Muss zu meiner Schande gestehen, dass sie noch unberührt sind. Bin verunsichert, obwohl ich gerne an die Wirkung glauben möchte, da ich schon viel an Chemie einnehmen muss.
Dies sind die homöopathischen Tropfen:

Sepia D12
Fraxinus excels. Urtinktur
Phosphoricum D12

Jetzt habe ich vergessen, welches Mittel gut ist für was?? Traue mich aber nicht beim Doc nachzufragen, denn das würde ihn sicherlich ärgerlich stimmen, was ich auch verstehen könnte.
Also ich habe einen chronischen Herpes in Verbindung mit Energielosigkeit.
Blasenentzündung mit festsitzendem Schleim (Schnupfen).
Schwere Arthrose.
Vielleicht könnt Ihr mir behilflich sein beim Zuordnen.

Advents-Gruß
Baumkrone


greenbeans
Beiträge: 326
Registriert: 24. Aug 2003, 23:45

Re: Homöopathie

Beitragvon greenbeans » 12. Dez 2011, 17:30

Hallo Baumkrone,
warum sollte ihn das ärgerlich stimmen, wenn Du nochmal nachfragst? Aber selbst wenn, rufe ihn trotzdem an und frage bei ihm nach. Denn er weiß am besten, warum er was und wofür verordnet hat.
Alles Gute. :wink:

Baumkrone
Beiträge: 32
Registriert: 12. Dez 2011, 10:53

Re: Homöopathie

Beitragvon Baumkrone » 12. Dez 2011, 19:59

Guten Abend, greenbeans,
wenn ich bei meinem Arzt nachfragen würde, dann müsste ich ihm bei meiner Frage zu den homöopathischen Tropfen beichten, dass ich sie noch nicht genommen habe. Schließlich ist das erste Rezept schon 5 Wochen alt. Ich hatte einfach nicht den Mut, mit ihm über meine Skepsis und Zweifel zu reden. Ich möchte es mir nicht bei ihm verscherzen, weil er so sympathisch ist.
Mal sehen, wie ich das jetzt anstelle. Danke!

Gruß
Baumkrone

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Re: Homöopathie

Beitragvon pierroth » 12. Dez 2011, 22:26

Hallo Baumkrone,
eines der wichtigsten Faktoren in der homöopathischen Behandlung ist die Ehrlichkeit. Ohne dem kann keine adäquate Verordnung stattfinden. Wenn Dein Arzt ärgerlich reagieren sollte oder sauer ist oder wie auch immer, dann ist die Homöopathie nichts für ihn.... ;)
Deswegen bin ich mir fast sicher, dass er vielleicht nicht gerade begeistert sein wird, aber Dein Zögern ihm u.U. wieder ein Symptom liefert, das er für die weitere Behandlung verwerten kann... ;)
Das zweite Mittel sagt mir nichts. Sepia ist für seeeehr viele Dinge zuständig. Phosphoricum...hm...entweder ist es Phosphorus oder Phosphoricum acidum. Insgesamt ist diese Verschreibung nicht unbedingt als klassisch-homöopathisch zu bezeichnen. Da sich Dein Arzt bei dieser Verschreibung aber etwas gedacht hat, sollte er Dir selber erklären, für was er welches Mittel vorgesehen hat.
LG Pierroth

Baumkrone
Beiträge: 32
Registriert: 12. Dez 2011, 10:53

Re: Homöopathie

Beitragvon Baumkrone » 12. Dez 2011, 22:51

Hi pierroth,
gut, ich werde mich meinem Arzt wohl anvertrauen müssen. Er wird mir wohl nicht so schnell wieder etwas Homöopathisches verschreiben aufgrund meines Misstrauens.
Ich nehme seit 5 Tagen versuchsweise Acidum phosphoricum D12 (4x10 Tr.), aber meine genannten Beschwerden??? haben sich nicht gebessert. Habe es seit gestern wieder abgesetzt. Vielleicht hätte ich es länger nehmen sollen?
Leider brauche ich immer etwas Zeit, bis ich Vertrauen zu etwas aufgebaut habe. Werde versuchen, daran zu arbeiten.

Gruß
Baumkrone

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Re: Homöopathie

Beitragvon pierroth » 13. Dez 2011, 07:15

Hm....warte doch erst einmal ab, was er dazu sagt. Wenn es wirklich so sein sollte, dass er Dir dann nichts hom. mehr verschreibt, dann ist er der falsche Arzt. Ich möchte ihm kein Unrecht tun, aber nachdem, was Du schilderst, scheint er nicht klassisch-hom. zu behandeln, sondern behandelt eher so "nebenher" homöopathisch. Von daher wäre es vielleicht sinnvoller, Dir einen guten klassischen Hom. zu suchen, die leider eher selten unter den Ärzten zu finden sind. Die meisten Ärzte behandeln eher klinisch, weil der Zeitaufwand neben einer normalen Kassenpraxis dafür zu hoch ist. Es sollte aber ein Arzt oder Heilpraktiker sein, der ausschliesslich homöopathisch arbeitet.
LG Pierroth


Statrolis
Beiträge: 4
Registriert: 12. Dez 2011, 20:18

Re: Homöopathie

Beitragvon Statrolis » 13. Dez 2011, 08:34

Dem möchte ich mich auch anschließen.

Darüber hinaus sollte zu dem Behandler ein absolutes Vertrauensverhältnis bestehen. Du hast anscheinend Skrupel mit ihm deine Skepsis etc. zu besprechen. Wenn du zu ihm kein konkretes Vertrauen aufbauen kannst, würde ich deswegen auch erwägen, mich anderweitig umzuschauen.
Denn mit einem vertrauensvollen Behandler kann man dies auch besprechen und man wird auch gut beraten und aufgeklärt, z.B. auch in Bezug auf Einnahmezeiträume, Unsicherheiten usw.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Behandler findest, dem du voll vertrauen kannst, und bei dem du dich auch aufgehoben fühlst.

Und noch zu dem Thema, dass die Tropfen nach kurzer Zeit Einnahme keine merkliche Besserung eingeleitet haben:

du hast geschrieben, dass du eh schon viel Chemie einnehmen musst. Es könnte natürlich auch sein, dass durch die permanente Medikamenteneinnahme natürlich diese Mittel etwas länger brauchen, um zu wirken. Vielleicht kann jemand, der sich mit der klassischen Homöopathie besser auskennt, noch etwas dazu sagen. Ich bin eher phytotherapeutisch angesiedelt und da ist es immer so, dass bei Einnahme von sehr schweren Medikamenten (Kortison, Antibiotika, Antidepressiva etc.) es längere Zeit und Einnahme braucht, um einen Effekt zu erziehlen.

Damals, als ich (insgesamt 10 Jahre lang) noch unter Kortison-Behandlung war, wollte ich zu einem Homöopath wechseln und bat ihn um eine Behandlung meines Asthmas und Heuschnupfens. Er meinte nur, ob ich mit Kortison behandelt werde. Als ich ihm die Behandlung schilderte war sein Kommentar hierzu nur: "dann müssen wir Sie erst einmal entgiften". Dies gab mir für die Zukunft zu denken.

Ganz liebe Grüße und gute Besserung,

Andrea

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Re: Homöopathie

Beitragvon pierroth » 13. Dez 2011, 11:21

Jein.... Man kann auch während schulmedinischer Medikationen hom. behandeln. Das richtige Mittel wird auch hierbei einen durchgreifenden Erfolg zeigen. Allerdings sind in diesen Fällen, vor allem bei Dauerkortisongaben, oft andere Potenzen und Dosierungen notwendig, meist sind da die Q- oder LM-Potenzen sinnvoll, weil hier jeden Tag ein Schubs gegeben wird, ich habe aber auch schon mit C-Potenzen erfolgreich behandelt, niedrige D-Potenzen kommen oft nicht durch, egal wie lange man sie nimmt. Aber auch das kommt auf den Gesamtzustand, auf den Gesundheitszustand oder die Lebenskraft an.

Das eigentliche Problem bei den parallelen Behandlung unter schulmed. Medikationen ist nicht, dass die hom. Mittel nicht wirken, sondern die Auswahl der Symptome zur Mittelwahl. Durch Cortison und Co. werden Symptome oft verlagert oder die wahren Grundsymptome verschleiert. Für solche Behandlungen sollte daher schon Erfahrung in der klassischen Hom. vorhanden sein.
Das mit dem Entgiften mag man so oder so sehen, ich habe bisher nie gesonderte Entgiftungen vorgenommen, sondern in diesen Fällen hat das passende hom. Mittel gewirkt. Oft ist es ja auch gar nicht möglich oder gar unverantwortlich diese Medikationen einfach mal eben abzusetzen um zu sehen, welche wahren Symptome zurück bleiben, was aber getan werden müsste, wenn man "entgiften" will, sonst kommt ja immer wieder was dazu.
LG Pierroth

Baumkrone
Beiträge: 32
Registriert: 12. Dez 2011, 10:53

Re: Homöopathie

Beitragvon Baumkrone » 13. Dez 2011, 20:02

Guten Abend,
mein Hausarzt hat noch die Zusatzbezeichnung "Naturheilkundliche Verordner".
Bevor er mir diese homöopathischen Tropfen verschrieben hat, machte er auch eine Anamnese. Als Laie kann ich natürlich nicht wissen, wie gut er auf diesem Gebiet ist und muss ihm vertrauen. Ich nehme zwar viele chemische Medis ein, aber keines kommt von den genannten (Antibiotika usw) infrage.
Vielleicht kann mir jemand von Euch sagen, wie ich mit meinem Dauer-Herpes umgehen soll? Das Virus? bleibt ja in den Nervenbahnen erhalten und aktiviert sich immer wieder. Ist es eigentlich sinnvoll, etwas Homöopathisches gegen den Herpes einzunehmen? Es wäre ja dann nur eine Symptombekämpfung, oder? Mein Körper ist wegen meines überstandenen Krebses sehr geschwächt und ich habe ein Untergewicht von ungefähr 30 Pfund. Aufgrund meines kranken Stoffwechsels kann ich nicht mehr zunehmen und bin fast immer am "schwächeln." Aber das gehört jetzt schon nicht mehr unter Homöopathie.
Danke und noch einen schönen Abend wünscht 'Euch die
Baumkrone

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Re: Homöopathie

Beitragvon pierroth » 13. Dez 2011, 22:27

Hm....aber genau das alles gehört sehr wohl zur Hom. und all diese Dinge müssen in die Mittelwahl mit einfliessen, denn in der Hom. behandeln wir keine isolierten Krankheiten (es sei denn, es besteht wirklich nur diese eine isolierte Krankheit...Herpes gehört aber nicht dazu), sondern den ganzen Menschen, denn alles hängt miteinander zusammen. Solange der Herpes Dich nicht sehr stark belastet, wäre er für mich zunächst zweitrangig, wenn ich so Deine "Nebenbeschwerden" sehe. Der hat sich ja nur auf das geschwächte Immunsystem draufgesetzt. Wie sagte Paracelsus schon sinngemäss: das Bakterium ist nichts, das Milieu ist alles. Wenn sich also Dein "Mileu" ändert, dann hat der Herpes auch keine Angriffspunkte mehr. Als Erstes muss Deine Schwäche in Stärke umgewandelt und Dein Stoffwechsel wieder angekurbelt werden und das geht nur mit einem hom. Mittel, welches auf Deine momentane Situation angepasst ist.
Eine Zusatzbezeichnung "Naturheilkunde" heisst noch lange nicht, dass jemand klassisch-hom. arbeitet.... ;) . Aber das ist ja eine andere Sache.
LG Pierroth

Baumkrone
Beiträge: 32
Registriert: 12. Dez 2011, 10:53

Re: Homöopathie

Beitragvon Baumkrone » 14. Dez 2011, 09:24

Einen schönen guten Morgen,
ich weiß, der Herpes wird durch ein geschwächtes Immunsystem hervorgerufen, deshalb war ja auch meine Frage, ob das etwas bringt, wenn man ihn "bekämpft?" Er würde sicherlich nicht mehr so oft auftreten, wenn sich mein Immunsystem stabilisiert hätte. Das verstehe ich auch so.
In den "gesünderen Zeiten" brach der Geselle immer an den Lippen aus. Dann rutschte er eine Etage tiefer (Herpes genitalis) und dort ist er jetzt beheimatet. Manchmal kommt er mit Verstärkung und das ist dann schon eine unangenehme und schmerzhafte Angelegenheit.
Gut, mein Stoffwechsel muss angekurbelt werden, aber wie? Der kann die Nahrung nicht mehr richtig verwerten auf Grund der fehlenden Verdauungsorgane. Ich bin ja den ganzen Tag schon am futtern, aber es schlägt nicht an, wie es sollte. Vielleicht hast du ja eine Idee? Ich würde mich sehr freuen.

Liebe Grüße
Baumkrone



   

Zurück zu „Homöopathie“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast