Walpurgis - Nacht der Hexen?

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Ursula
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Walpurgis - Nacht der Hexen?

Beitrag von Ursula »

Walpurgisnacht

Die Nacht vom 30.4. zum 1.5. eines jeden Jahres war für unsere Vorfahren von besonderer Bedeutung. In dieser Nacht versammelten sich im Harz die alten Sachsen zu einem Opferfest, zündete Freudenfeuer an und begrüßten den Frühling mit Liedern und Tänzen.

Nach dem Sieg Karls "des Großen" über die Sachsen wurde es anders: bei Todesstrafe war es verboten, sich an den alten Plätzen zu treffen und die alten Lieder zu singen.

Zunächst konnten die heidnischen Feiern nicht unterbunden werden und militante Missionare begannen die alten Götter zu Teufeln und Zauberern zu erklären. Wer ihnen weiterhin huldigte, galt als Besessener oder Hexe und im Jahre 1398 erklärte die Theologische Fakultät der Pariser Universität die "Teufelsbündnisse" der Hexen für Tatsache; erste Hexenprozeße fanden statt.

Das Volk sollte Angst haben vor den "Teufeln", es sollte seine weisen und in vielen Dingen erfahrenen Frauen hassen und verachten. Dabei waren es die Frauen, die bisher bei Geburten geholfen hatten, kräuterkundig waren und sich mit natürlichen Heilweisen befaßten.
Zuletzt geändert von Ursula am 9. Jul 2003, 18:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Ursula
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Beitrag von Ursula »

Die Heilige Walpurga und ihre Nacht....

Die Heilige Walburga war eine angelsächsische Äbtissin, die um 710 in England geboren wurde. Ihre Mutter war die Schwester von Bonifatius, dem "Apostel der Deutschen".

Auf seine Einladung hin ging Walburga 750 nach Deutschland, wurde zunächst Ordensfrau, übernahm dann die Leitung des Doppelklosters von Heidenheim, Mittelfranken. Dort sollen Männer und Frauen die alten Kulte gepflegt haben.

Dargestellt wird Walburga als Klosterfrau mit Äbtissinnenstab und mit Ähren und mit einem Ölfläschchen. Ein flüssiger Niederschlag von ihrem Grab gilt als heilkräftig und wird seit dem Mittelalter als Walpurgis-Öl in alle Welt vermarktet.

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