Wasser

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Rese
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Wasser

Beitrag von Rese »

Wasser ist die beste Erfrischung

Nicht jedes Wasser, das in Flaschen abgefüllt verkauft wird, ist Mineralwasser. So darf es nur genannt werden, wenn es z. B. aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammt. Es muss außerdem von "ursprünglicher Reinheit" sein, darf also ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Und es müssen darin auch tatsächlich Mineralien gelöst sein, die auf dem Etikett aufgelistet werden.

Heilwasser dagegen muss außerdem nachgewiesen vorbeugende oder heilende Eigenschaften besitzen. Es gilt als Arzneimittel und unterliegt damit dem Arzneimittelgesetz. Es sollte nur in Absprache mit einem Arzt getrunken werden.

Quellwasser muss ebenfalls an der Quelle abgefüllt werden. Es muss nicht vor Verunreinigungen geschützt sein, darf aber nur so viel Schadstoffe enthalten wie auch im Leitungswasser erlaubt sind.

Tafelwasser muss nicht aus einer bestimmten Quelle kommen, sondern wird aus Trinkwasser, Natursole, Meerwasser, Mineralwasser, Salz und anderen Zusatzstoffen "gemischt". Es darf auch in Container abgefüllt und aus Zapfanlagen in Gläser gefüllt werden.

An warmen Tagen ist der Durst besonders groß und er lässt sich am besten mit Wasser löschen. Wenn Mediziner raten, im Normalfall bis zu drei Litern täglich zu trinken, so sollte diese Menge an heißen Tagen das Minimum sein.

Wichtig ist es auf alle Fälle, den durch Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust mit Mineralwasser wieder auszugleichen. Wobei auch heiße Getränke durchaus zu empfehlen sind - auf Urlaubsreisen in warme Gegenden haben viele deren labende Wirkung sicher schon erfahren.
Inzwischen trinken immer mehr Deutsche Wasser. Es entwickelt sich allmählich zum Bestseller auf dem Getränkemarkt. Und Verbraucher können auch unbesorgt sein: Mineralwässer sind nach aktuellen Untersuchungen frei von Schadstoffen. Allerdings ist Wasser aus der Leitung durchaus eine Alternative. Es gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln.
Bei 144 Litern pro Kopf der Bevölkerung lag der bundesweite Verbrauch von Mineralwasser 2002 - ein Rekordergebnis. Für dieses Jahr erwartet die Genossenschaft Deutscher Brunnen in Bonn bei Mineralwasser und mineralwasserhaltigen Erfrischungsgetränken sogar nochmals eine Steigerung auf 150 Liter.
Die Verbraucher sind heute körper- und gesundheitsbewusster. Wasser ist kalorienarm beziehungsweise kalorienfrei und ein idealer Durstlöscher. Ob aus der Flasche oder aus dem Hahn spielt dabei keine Rolle. Leitungswasser ist grundsätzlich genauso gesund wie Mineralwasser. Es ist günstig und in der Regel absolut sauber.

Zur Beliebtheit vom Mineralwasser trägt sicher auch das Image bei, das diesem Produkt durch die Lifestyle - Werbung verliehen wird. Doch auch wenn es durch die differierende Zusammensetzung der Mineralienanteile gewaltige Geschmacksunterschiede gibt, raten Verbraucherschützer zu einem Wasser aus der näheren Umgebung. Es gebe in Deutschland 250 Quellen, da müssten es nicht immer unbedingt die "hippen" ausländischen Marken sein. Jetzt an warmen Tagen wird bedeutend mehr Wasser gekauft als im übrigen Jahr. Am meisten wird noch kohlensäurehaltiges Wasser verlangt, wenn auch immer mehr Verbraucher stilles Wasser und vor allem Medium bevorzugen.
Stilles Wasser gewinnt an Beliebtheit. Sein Mineralwasser enthält sehr wenig Natrium und ist daher auch für Säuglingsnahrung geeignet.
Um sich über die einzelnen Inhaltsstoffe zu informieren - wenn man sie denn nicht herausschmeckt -, sollte man schon genau auf das Etikett schauen. Ein sehr hoher Natriumgehalt zum Beispiel kann schädlich sein, dagegen ist ein hoher Anteil an Kalzium, Magnesium und Eisen durchaus wünschenswert. Kalzium kann Osteoporose vorbeugen, Magnesium ist wichtig für die Muskelfunktionen und hilft etwa bei Sportlern gegen Wadenkrämpfe.
Doch sollte man von den Mineralien im Wasser nicht zuviel erwarten: 90 Prozent aller Mineralien nehmen wir über die Nahrung auf.
Eine wichtige Entscheidung muss der Verbraucher vor dem Kauf noch fällen: Kohlensäure ja oder nein? Stille Wasser sind für viele leichter verträglich.
Andererseits gilt Kohlensäure als verdauungsfördernd und sie verhindert, dass sich das Wasser trübt. Ernährungsphysiologisch spielt Kohlensäure aber keine Rolle. Das ist eine reine Geschmacksfrage.

(aus: Ratgeber Essen und Trinken, OZ)
Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat. Saint-Exupéry

Viele Grüße
RESE

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Kräuterfee
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Re: Wasser

Beitrag von Kräuterfee »

Rese hat geschrieben:Wasser ist die beste Erfrischung

Eine wichtige Entscheidung muss der Verbraucher vor dem Kauf noch fällen: Kohlensäure ja oder nein? Stille Wasser sind für viele leichter verträglich.
Andererseits gilt Kohlensäure als verdauungsfördernd und sie verhindert, dass sich das Wasser trübt. Ernährungsphysiologisch spielt Kohlensäure aber keine Rolle. Das ist eine reine Geschmacksfrage.

(aus: Ratgeber Essen und Trinken, OZ)
Stille Wasser sind auch besser für Kreislaufgeschädigte/Herzgeplagte) - Kohlensäurehaltige Getränke puschen den Kreislauf nämlich hoch ! ;-)
Man einer fragt sich warum er abends schlecht einschlafen kann nach einem Glas Mineralwasser - mal darauf achten, ob's die Kohlensäure da drin sein könnte ;-) (Einfach mal mit "Kranwasser" austauschen und beobachten).
:wink:
MfG
Kräuterfee

med-con

Beitrag von med-con »

Ergänzend als Information (nicht Werbung) ein Beitrag aus unserem Heilpraktiker-Newsletter vom 10.8.2003

GEDANKEN ZUR THERAPIE DER DEHYDRIERUNG

Der Beitrag zur Hypertonie und der damit in Zusammenhang stehenden Dehydrierung hat viele Anfragen dahingehend ausgelöst, wie denn nun wirklich eine Dehydrierung therapiert werden sollte. Dabei muß man sich zunächst darüber im Klaren sein, daß es sich bei der Dehydrierung um eine gefährliche Krankheit handelt, die jedoch subjektiv vom Patienten nicht als solche empfunden wird. Der Patient fühlt sich wohl und vielfach werden die Symptome sogar als positiv eingeschätzt. Andere Symptome wiederum werden nicht mit der Dehydrierung in Zusammenhang gebracht.
Es erhebt sich daher zunächst die Frage, wie man eine Dehydrierung erkennt. Eine Dehydrierung liegt dann vor, wenn die Ziele des menschlichen Flüssigkeitshaushaltes nicht mehr erreicht werden können. Das Erkennen wird dadurch erleichtert, daß der menschliche Flüssigkeitshaushalt abgestuft funtkioniert:
1. Zunächst wird vom Körper versucht, den Blutkreislauf insofern stabil zu halten, als das erforderliche Volumen an Flüssigkeit im Kreislauf gehalten wird.
2. Im weiteren Verlauf dient die Flüssigkeit als Transportmittel, um die Versorgung der Körperzellen sicherzustellen.
3. Hierfür nicht benötigte Flüssigkeit wird ausgeschieden, wobei mit der Ausscheidung Schadstoffe transportiert werden

Probleme treten meist bei den nachgelagerten Punkten 2 und 3 auf, insbesondere bei der Ausscheidung, da diese auf den unterschiedlichsten Ebenen erfolgt und bei nicht ausreichender Versorgung mit Flüssigkeit zunächst hier Problemstellungen auftreten. Da beispielsweise auch die Tränenflüssigkeit eine Ausscheidung darstellt und die Versorgung des Auges über Kapillargefäße erfolgt, merken Augenärzte oft sehr frühzeitig die Folgen einer Dehydrierung. Nur ist der Augenarzt eben kein Dehydrierungstherapeut und so verhallten seine Appelle ''Sie müssen mehr trinken...'' meist unbeachtet.

Ein Kennzeichen der Dehydrierung ist, daß das natürliche Durstgefühl verloren gegangen ist, ein zweites, daß gegen eine erhöhte Flüssigkeitzufuhr eine gewisse Abneigung besteht und das dritte, daß Gewohnheiten entstanden sind, ungeeignete Getränke zuzuführen. Insbesondere die Ausscheidungen werden oft als lästig empfunden, so daß ganz absichtlich gegengesteuert wird. Vor einer längeren Reise wird wenig getrunken, um nicht so oft auf die Toilette zu müssen und das Schwitzen wird so weit als möglich unterdrückt.

Dazu kommt, daß auch im medizinischen Bereich sehr wenig über die Wirkung der Getränke auf den Flüssigkeitshaushalt bekannt ist und hier bezüglich der einzelnen Getränke nicht ausreichend differenziert wird. Das beginnt schon damit, daß über den normalen Flüssigkeitsbedarf eines Menschen unterschiedliche Vorstellungen herrschen. ''Normal ist eine Flüssigkeitsaufnahme zwischen einem halben Liter und drei Liter Wasser...'' heißt es in einem medizinischen Lehrbuch.
Damit ist wenig anzufangen. Als Faustregel kann aber gelten, daß eine zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme von eineinhalb bis zwei Liter täglich die Gefahr einer Dehydrierung ausschließt und geeignet ist, alle Funktionen, einschließlich der notwendigen Ausspülung von Schadstoffen durch die Ausscheidung sicherzustellen.

Nur: Eine Menge von eineinhalb bis zwei Liter Wasser kann kein Mensch trinken. Und würde er dies tun, wäre er sehr schnell krank. Denn mit dieser Menge und Wasser ruiniert er zunächst den ph-Wert und dann den Säurehaushalt des Magens vollständig. Also mit reinem Leitungswasser geht es schon aus diesem Grunde nicht. Aber auch andere Gründe sprechen dagegen. Und da sind wir mitten in dem Problem, daß die Wissenschaft praktisch nicht weiß, wie der Körper wirklich mit der Flüssigkeit umgeht.
Reines Wasser geht sofort in den Blutkreislauf, wird dort schnell umgewälzt und dann über den Harn oder den Schweiß ausgeschieden. In einer knappen halben Stunde ist alles vorbei und der Darm hat nichts abbekommen, der Blutkreislauf wieder im Urzustand.
Fügen wir dem Wasser andere Stoffe bei, kommt es zu einem anderen Verhalten. Bereits Quellwasser mit mineralischen Schwebstoffen verbleibt ungefähr die doppelte Zeit im Körper und mit den Schwebstoffen werden auch Flüssigkeitsbestandteile ausgesondert und über den Darm abgeführt. Ist dann noch der ph-Wert herabgesetzt, haben wir ein einigermaßen verträgliches Getränk. Ein Effekt, der beim stillen Mineralwasser in etwa vorhanden ist, sieht man von den Schwebstoffen ab. Und daher bei stillem Mineralwasser keine Chance für den Flüssigkeitsbedarf des Darms.
Und damit kommen wir zum ersten Reizthema Kohlensäure. Und wir hören die Proteste: Kohlensäure ist ungesund! Warum eigentlich?
Kohlensäure geht nur zu einem sehr geringen Teil in den Blutkreislauf, durch die Erwärmung kommt es zu einer Volumenvergrößerung und das bedeutet, daß ein kleineres Volumen Flüssigkeit gebraucht wird, um den Kreislauf zu stabilisieren. Kohlensäure schmeichelt auch dem ph-Wert des Magens und durch die größere Oberflächenstruktur des kohlensäurehaltigen Getränkes ist auch der Kälteschock nicht so groß. Dabei erreicht man die besten Ergebnisse für den Kreislauf, wenn das Getränkt kalt getrunken wird, damit der Ausdehnungseffekt bei der Erwärmung optimal ist.
Der Hauptteil der Kohlensäure und damit ein Teil der Flüssigkeit wird in den Darm abgeleitet, soweit überflüssige Kohlensäure nicht durch ein Rülpsen zurückgewiesen wird. Das Ableiten der Kohlensäure über den Darm ist medizinisch äußerst positiv, gesellschaftlich führt es allerdings zu den verpönten Blähungen.
Das tatsächliche Problem kohlensäurehaltiger Getränke ist die Gefahr, daß bei einer durch Kohlensäure gestütztem Kreislauf plötzlich die Flüssigkeitmenge nicht mehr ausreicht, wenn das aufgeblähte Volumen (z.B. durch körperliche Anstrengung oder Sport) zusammenfällt und keine weitere Flüssigkeit nachgeschoben wird. Die Warnung vor der schnellen Kreislaufstabilisierung durch Kohlensäure kommt daher aus der Sportmedizin und kann nicht einfach auf eine Dehydrierungstherapie übertragen werden.

Kommen wir zu den von vielen Heilpraktikern so bevorzugten ''gesunden Getränken'' Tee und Fruchtsäfte. Je schwieriger spaltbar ein Getränk ist, desto ungeeigneter ist es für eine Dehydrierung. Entweder sieht der Körper keine Gefahr und leitet die Flüssigkeit einschließlich der unspaltbaren Inhaltsstoffe in den Blutkreisklauf, oder es schrillen die Alarmglocken und das Getränk wird in den Darm geleitet. Letzteres passiert häufig mit Fruchtsäften und Obst, so daß es hier nicht zu einer Stürzung des Blutkreislaufs kommt, sondern allenfalls zu einer Verdünnung des Stuhlgangs (was auch nicht negativ ist, aber der Dehydrierung nicht abhilft).

Ob beispielsweise bei Tee das Mitführen von Inhaltsstoffen im Blutkreislauf erwünscht ist, ist eine andere Frage und muß im Einzelfall entschieden werden. Da es aber wie so oft auf die Dosis ankommt, ist es in der Regel nicht empfehlenswert, große Mengen von Tee-Inhaltsstoffen über den Blutkreislauf zuzuführen. Wie auch bei Kaffee kann das sehr leicht zu einem Nullsummenspiel werden, indem beispielsweise bei den hierzulande üblichen Zubereitungen die Blutgefäße erweitert werden, so daß der Flüssigkeitsbedarf zur Stabilisierung des Kreislaufes nicht gedeckt wird, sondern eher steigt. Das Glas Wasser im Wiener Kaffeehaus oder in der italienischen Espressobar hat also durchaus logische Überlegungen.

War schon die Kohlensäure ein Reizthema, wird es beim Alkohol sicher emotional. Wir haben schon Heilpraxen, wo homöopathische Tropfen wegen einer grundsätzlichen Ablehnung des Alkohols mit destilliertem Wasser veordnet und Auszüge von Bachblüten ebenfalls alkoholfrei hergestellt werden (daß man mit Wasser keine Essenz herstellen kann, sei nur am Rande erwähnt, aber es ist eben ohne Alkohol!). Aber jedem sei sein Voruteil gegönnt, nicht nur der Schulmedizin ihre heiligen Kühe.
Fakt ist, daß die Dehydrierung als Zivilisationskrankheit bei uns in Westeuropa in dem gleichen Maße zugenommen hat, wie der breite Konsum von Wein und Bier. Die alten Traditionen des Haustrunks von Wein über Obstwein bis zum Bier gibt es kaum noch und in den Gebieten, wo dies üblich ist, gibt es auch keine Probleme der Dehydrierung. Das geht so weit, daß in den französischen Weinbaugebieten Herz- und Kreislauferkrankungen so gut wie unbekannt sind. Was zu der schulmedizinisch falschen aber typischen Schlußfolgerung geführt hat, daß im Rotwein ein diesbezüglicher Wirkstoff enthalten sein muß, den es nun auch in Tablettenform gibt. Daß es aber nicht der Rotwein oder dessen Wirkstoff ist, sondern die Flüssigkeit in einer für den Körper optimalen Zusammensetzung (sieht man vom bösen Feind Alkohl ab), merkt kaum jemand.

Tatsächlich gibt es bei Wein und Bier keine Abneigungssperre; der ph-Wert des Magens wird nicht wesentlich beeinflußt, die Magensäureproduktion nicht gestört. Der Körper teilt die Flüssigkeit schön fein in Darm- und Blutkreislaufversorgung auf, läßt genügend für die Zellversorgung und die Ausscheidungsfunktionen über und das Ausscheiden von Schadstoffen wird unterstützt. Insofern sollte ein mit Mineralwasser verdünnter Wein oder aber auch Bier (unter Umständen alkoholfrei) zu jeder Dehydrierungs-Therapie gehören, wenn nicht wirkliche kompakte Gründe gegen die Alkoholzufuhr bestehen. Die Ansicht ''schon ein Tropfen kann die Sucht auslösen'' wird der Problematik bei nicht Alkoholgefährdeten nicht gerecht. Natürlich ist auch Alkohol in geringen Mengen bei der Teilnahme im Straßenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen nicht unbedenklich. Auch die Alkoholfahne muß dabei berücksichtigt werden, sie ist einfach in vielen Berufen nicht mehr möglich.

Industrielle Erfrischungsgetränke eignen sich meist in der erforderlichen Menge aufgrund ihres hohen Zuckergehalts nur bedingt zu einer Dehydrierungstherapie. Die in den Light-Getränken enthaltenen Süßstoffe werden oft nicht vertragen und lösen vielfach Allergien aus. Werden sie vertragen, sind sie eine gute Alternative, insbesondere Cola-Light, da darin Bestandteile enthalten sind, die der Magensäure und dem Gallensaft ähneln und daher besonders verträglich sind.

Abschließend soll eine Gefahr nicht unerwähnt bleiben, die bei Erfrischungsgetränken latent vorhanden ist: Die Gefahr einer bakteriellen Vergiftung oder Infektion. Insbesondere stille Mineralwasser in Großflaschen sind - einmal geöffnet - sehr schnell unter Bakterienbefall. In etwa 30% der Fälle sind bereits Originalflaschen beim Kauf verdorben. Bei einer Kühlung kann sich die Gefahr noch verschärfen, da dann auch bei einem fortgeschrittenen Verderb ein fauliger Geschmack kaum wahrzunehmen ist.
Bei kohlensäurehaltigen Getränken (Mineralwasser oder Erfrischungsgetränke) ist die Gefahr weniger groß, wenn darauf geachtet wird, daß die Flasche beim Öffnen zischt und das Getränk perlt. Aber auch hier kann es binnen weniger Stunden zu einem gefährlichen Bakterienbefall kommen.
Getränkedispenser für den Hausgebrauch sollen nicht verwendet werden, hier ist die Keimbelastung besonders hoch. Ebenfalls sollte man in Gaststätten keine Getränke aus den sogenannten Postmix-Zubereitern (Cola, Fanta, Sprite) trinken, da diese Geräte alle bakterienverseucht sind. Wenn, dann bitte auf der Portionsflasche bestehen. Die Unsitte, aus der Zweiliter-PET-Flasche für 99 Cent 10 Portionen Cola zu 2,80 Euro auszuschenken, sollte ebenfalls nicht unterstützt werden. Postmix-Zubereitungen und Großflaschen-Ausschank enthalten auch meist nicht die erforderliche Kohlensäute-Durchdringung, so daß die Verträglichkeit herabgesetzt ist.
Für Mineralwasser-Verkauf in Gaststätten gibt es die gesetzliche Bestimmung, daß dieses nur in der Orginalflasche verkauft werden darf, die am Tisch zu öffnen ist. Halten tun sich daran viele nicht, wobei auch zu sagen ist, daß diese Bestimmung nur für Mineralwasser gilt, nicht aber für das sogenannte ''Tafelwasser'' (z.B. Bonaqua von Coca-Cola).

Nach einer amerikanischen Studie sind 75% aller Amerikaner chronisch dehydriert, die deutschen Zahlen dürften ähnlich liegen. Selbst geringe Dehydrierung verlangsamt den Stoffwechsel schon um 3%; Wassermangel ist der Auslöser Nummer Eins für Tagesmüdigkeit.
Anlaufende Studien zeigen, daß eine Dehydrierungstherapie Rücken- und Gelenkbeschwerden bei bis zu 80% der Leidenden lindern. Schon 2% Flüssigkeitsverlust des Körpers können ein gestörtes Kurzzeitgedächtnis, Schwierigkeiten bei den Grundrechenarten und Probleme bei der Fokussierung eines Bildschirms oder einer gedruckten Seite auslösen.
Bei Ausschluß einer Dehydrierung reduziert sich das Risiko von Dickdarmkrebs um 45%, das Risiko für Brustkrebs um 79%, und man hat ein um 50% geringeres Risiko, Blasenkrebs zu bekommen.

Die praktische Umsetzung einer Dehydrierungstherapie gestaltet sich außerordentlich schwierig. Der bloße Appell mehr zu trinken, ist nicht von Erfolg gekrönt. Hier muß der Heilpraktiker den Patienten wirklich an der Hand nehmen und die Dehydrierung in eine faßbare und nachvollziehbare Therapie integrieren. Im IKM (siehe nächster Beitrag) wird die Dehydrierungstherapie als standardisiertes Verfahren aufgenommen. Hier erfolgt zunächst eine Anamnese und eine Abklärung der Ernährungs- und Trinkgewohnheiten. Dann werden die erforderlichen Getränke aufgelistet und mengenmäßig rezeptiert, wobei in den Vordergrund eine homöopathische Behandlung gestellt wird, die mit den entsprechenden Getränken zu ergänzen ist.
Um hier Selbstmedikationsexzesse zu vermeiden, publizieren wir hier die zum Einsatz kommenden Mittel nicht. Gehen Sie aber davon aus, daß die Grundlage Phosphor-Potenzen zwischen D 12 und D 30 sind. Diese können vor allem das verlorengegangene Durstgefühl wieder in den Normalbereich regulieren.

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Kräuterfee
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Beitrag von Kräuterfee »

Tja, wie sagt man ganz salopp ? Das wat rein muß, muß auch raus ;-)
(einschließlich der Flüssigkeitszufuhr über das Essen).
Das Trinkbedürfnis ist in echt unterschiedlich - zu viel trinken schadet im Allgemeinen nicht (wenn die Nieren voll funktionstüchtig sind).
Deshalb mein obiger Hinweis als einfache Knrolle zur Dehydrierung: Der Urin muß hell sein, je dunkler, desto dehydrierter.
Und das "Gleichgeicht" Mineralzufuhr/Schwitzen und Zufuhr und Ausleitung von Flüssigkeiten sollte stimmen.
Geeignete Flüssigkeiten bei Extrembelastung sind für mich: Gemüsesäfte, Mineralwasser, Kräuterrtees, Apfelessig mit Leitungswasser, Wasser mit Mineralstofftabletten...
weniger im allgemeinen werden vertragen: Fruchtsäfte, teilweise auch bei Schorlen
Finger weg von Alkohol: er erweitert die Gefäße und man schwitzt hinterher noch mehr und ein Teufelskreis beginnt, durch diesen Genuß werden Wassereinlagerungen begünstigt.
und erst recht von diesen "Zuckerlösungen" - die belasten den Köper noch mehr ;-)
:wink:
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 11. Aug 2003, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

Bernadette
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Beitrag von Bernadette »

Jetzt habe ich richtig Durst gekriegt. Ich bleibe allerdings trotzdem meinem Plose ohne Kohlensäure treu, giesse aber mit der angebrochenen Flasche jetzt lieber die Blumen und nehme mir öfter mal eine neue. Der Bakterienvortrag ließ mich echt schütteln vor Ekel. Werde in Zukunft auch mal im Lokal darauf achten.
Bernadette

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Rese
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Re: Wasser

Beitrag von Rese »

Kräuterfee hat geschrieben: Stille Wasser sind auch besser für Kreislaufgeschädigte/Herzgeplagte) - Kohlensäurehaltige Getränke puschen den Kreislauf nämlich hoch ! ;-)
Man einer fragt sich warum er abends schlecht einschlafen kann nach einem Glas Mineralwasser - mal darauf achten, ob's die Kohlensäure da drin sein könnte ;-) (Einfach mal mit "Kranwasser" austauschen und beobachten).
:wink:
Es kommt aber darauf an, welche Probleme man mit dem Kreislauf hat. Wer niedrigen Blutdruck hat, kann schon öfters mal zu Blubberwasser greifen. Denn das regt ja dann den Kreislauf an. Oft wird da ja sogar auch empfohlen, ab und an ein kleines (!) Gläschen Sekt zu trinken. Das bringt den Kreislauf auch etwas in Schwung. ;)

Prost.
Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet hat. Saint-Exupéry

Viele Grüße
RESE

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Kräuterfee
Beiträge: 7693
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitrag von Kräuterfee »

Hi Rese,

es gilt wie oben erwähnt bei kranken Menschen diese "Regel" (auch bei niedrigem Blutdruck).
Klar regt das an, aber so viel Anregung kann man einer nicht gebrauchen :lol: spätestens wenn man nicht schlafen kann, hört der "Spaß" auf (viele kommen in echt nicht hinter dem Wasser, wenn sie net schlafen können, da Wasser ja gesund ist ;-)
Meine Schwägerin (sehr niedriger Blutdruck ! und Herz-OP-Patientin) kann nach ca. 6 Jahren immer noch keine kohlensäurehaltigen Wasser trinken.
Selbst mit dem einem Glas Sekt, egal ob nachmittags oder abends ist es aus mit ruhigem Schlafen und das Herz ackert ganz schön...
Mein Mann hingegen (2x Herz-Op, 2x tot + Hirnschaden und hoffnungsloser Fall und super niedriger Bludruck (Puls findet man nicht :D , so das die im Krankenhaus meinten ihn hochpuschen zu müssen, dem ich aber gegengesteuert habe) kippt sich das Blubberwasser rein und das Einzige was ich bei ihm bemerke, ist eine bessere Aufmerksamkeit ... :lol:
:wink:
MfG
Kräuterfee

Anja
Beiträge: 6
Registriert: 14. Aug 2003, 14:09

Beitrag von Anja »

Hallo,

ehrlich gesagt, bin ich jetzt ziemlich verwirrt :???:

Bei mir ist gesundheitlich alles i.O.
Früher habe ich viel Kräutertee und Rooibos-Tee getrunken, bis ich gelesen habe, das Kräutertee nicht einfach so planlos getrunken werden sollte, weil er eben wie "Medizin" zu betrachten ist.
Da ich aber kohlensäurehaltige Getränke (außer alk-freiem Bier) nicht mag, trinke ich jetzt sehr viel Leitungswasser.

Das ist also echt falsch? Ich kann es kaum glauben.

Bitte nochmal eine kleine Aufklärung. Was kann ich denn nun in großen Mengen trinken?

Danke
Anja

med-con

Beitrag von med-con »

Hallo,

ich habe das im obigen Artikel über Dehydrierung und die Therapie ausführlich behandelt, wie die einzelnen Getränke wirken. Und auch die Bedeutung der Kohlensäure. Also wenn Kohlensäure mit im Blutkreislauf ist, bedarf es weniger Flüssigkeitsvolumen, um den Kreislauf aufrechtzuerhalten. Bei zuviel Kohlensäure kann es dann unter Umständen zu einem geringeren Flüssigkeitsanteil im Volumen kommen und das Herz fängt an zu pumpen.
Im Normalfall wird bei Kohlensäurezufuhr über den Darm reguliert, d.h. überzählige Kohlensäure geht nicht ins Blut, sondern in den Darm.
Nun kann es zwei Komplikationen geben: Entweder die Aufteilung in Blut und Darm funktioniert nicht oder aber der Darm ist träge und kann die Kohlensäure nicht abführen, dann gibt es Bauchschmerzen.
Dbei erkennst Du schon, daß das Verhalten des Körpers gegenüber Flüssigkeiten ein sehr wichtiges Diagnosehilfsmittel für andere Störungen ist.
Nur gefährlich ist dabei, die Selbsteinordnung: "So wie ich mich selbst wohl fühle, ist das richtig". Denn gerade bei der Flüssigkeitszufuhr kann dieses subjektive Gefühl völlig falsch sein, z.B. bei der Überfrachtung mit Tees (die ins Blut gehen) oder bei dem fehlenden Durstgefühl.

Wolfgang Lammery

Blubb
Beiträge: 2
Registriert: 17. Sep 2003, 19:20

mh...

Beitrag von Blubb »

Mh...Hallo,
ich weiß zwar ned ob das hier reingehört und ob ich einfach so drauf los fragen kann....aber...
weiß zufällig jemand warum man nach Obstgenuss nicht zu viel wasser trinken soll?

Bitte um Antwort :)

Dankesehr

Hardi
Beiträge: 4
Registriert: 17. Sep 2003, 20:06

versuchs besser nicht!!!

Beitrag von Hardi »

Auf Obst kein Wasser!!!
Dein Darm wird sich bei der Mischung bedanken... mit einer "beschleunigten Magen-Darm Flora" :roll: :(

Blubb
Beiträge: 2
Registriert: 17. Sep 2003, 19:20

Beitrag von Blubb »

jetz is auch schon zu spät :eek:
brauchte das für die schule...aber habs woanders her beantwortet bekommen, trotzdem danke *lächel*

Ein kompliment an euch , die ihr so viel wisst :D ...echt verrückt :)

bis denne, blubb

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Kräuterfee
Beiträge: 7693
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitrag von Kräuterfee »

Hallo Blubb,

herzlich wilkommen hier ;-)
Zu spät ? Die Antwort kam doch nach einer Stunde - dann doch eher fragen, denke ich :D
:wink:
MfG
Kräuterfee

DFNT ..
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