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Aphrodisiakum

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dobini
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Aphrodisiakum

Beitragvon dobini » 18. Nov 2003, 16:59

In meinem letzten Türkei-Urlaub hat mir ein Einheimischer gesagt, der Granatapfel wäre ein starkes Aphrodisiakum. Der dunkelrote Saft schmeckt zwar bitter ich finde ihn aber auch sehr lecker. Haben gleich täglich ein Glas frisch gepreßten Saft getrunken. Ist da was dran an der aphrodisierenden Wirkung (kann s nich sagen, weil im Urlaub ist einem ja ohnehin viel mehr danach :D !) ? Wo kriegt man bei uns Granatäpfel und sind die teuer (in der Türkei gibts die massenweise) ? Wirkt das Äppelchen bei Frauen genauso wie bei Männern ;) ? ..ist ja auch sicher gesund, der Granatapfel (oder etwa nicht ?) !!!

:wink:
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nocoda
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Beitragvon nocoda » 18. Nov 2003, 17:03

*g Harald... ;) ;)

Den ungewöhnlichen "Apfel" gibts in jedem türkischen Lebensmittel-Laden.

Hier ein paar Infos dazu:

Granatäpfel gehören zur Familie der Granatapfelgewächse (Punicaceae) und gedeihen auf kleineren, 6 - 10 m hohen, immergrünen, strauchartigen Bäumen, die bis zu 200 Jahre alt werden können.

Aus den etwa 3 cm großen, einzeln oder in kleinen Büscheln auftretenden rötlichen, vasenförmigen Blüten entwickeln sich die 6 - 12 cm großen, annähernd runden Früchte mit ihrer in der Grundfarbe gelblichen, jedoch bei Reife rötlichen lederartigen Haut. Das Innere der Frucht ist durch Membranen unterteilt und enthält transparente Säckchen mit rotem, sosafarbenen oder weißlichem, fleischigem und saftigem Fruchtfleisch und einem weißen oder roten Samenkern. Insgesamt bestehen etwa 52% des gesamten Fruchtgewichts aus diesen Samenkernen.



Ursprung und Geschichte
Granatäpfel stammen ursprünglich wahrscheinlich aus dem Raum Iran oder den indischen Himalayagebieten und werden schon seit dem Altertum von den Menschen kultiviert und verzehrt. In der ägyptischen Mythologie, im alten Testament und im babylonischen Talmut werden Granatäpfel erwähnt. Wahrscheinlich - ein Beweis wird naturgemäß nicht möglich sein - war auch mit der Frucht des Baumes der Erkenntnis in der biblischen Schöpfungsgeschichte ursprünglich ein Granatapfel gemeint.

In der griechischen Mythologie galten Granatäpfel als Symbol der Fruchtbarkeit oder wurden einzelnen Göttinen zugeordnet (Demeter, Persephone, Aphrodite und Athene). Die Römer importierten Granatäpfel vor allem aus der phönizischen Kolonie Karthago in Nordafrika und gaben ihm daher entweder nach seiner Herkunft den Namen phönizischer Apfel (Malum punicum) oder nach den enthaltenen Körnern den Namen körniger Apfel (Malum granatum). In Rom war der Granatapfel in der Hand der Göttin Juno ein Symbol der Ehe und wurde der Baum wegen seiner feuerroten Blüten als Sinnbild von Liebe, Ehe und Fruchtbarkeit gesehen. Bräute trugen einen Kranz aus blühenden Granatapfelzweigen.

In der christlichen Kultur ist der Granatapfel das Symbol der Fruchtbarkeit Marias, der Mutter Jesus. Ab dem Mittelalter wurde er als Reichsapfel zum Symbol der Herrschertugend; wohl ein Relikt alter germanischer Vorstellungen nach denen nur ein fruchtbarer König seinem Lande Segen bringt. Jedenfalls stellt Dürer Kaiser Maximilian I. mit einem angeschnittenen Granatapfel in der linken Hand dar. Bis heute gilt der Granatapfel als Aphrodisiakum und ist Bestandteil unzähliger Liebestränke.

*lg
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nocoda
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Beitragvon nocoda » 18. Nov 2003, 17:05

ahhh, nochwas:


Inhaltsstoffe
100 g Granatäpfel weisen einen Brennwert von etwa 280 kJoule auf und enthalten etwa 80 g Wasser, 0,9 g Eiweiß, 0,3 g Fett, 17,2 g Kohlehydrate und 0,6 g Ballaststoffe. An Mineralien und Vitaminen sind etwa 3 mg Kalzium, 0,3 mg Eisen, 3 mg Natrium und 6,1 mg Vitamin C enthalten.



Zubereitung und Tipps
Die Früchte werden gegessen, indem man sie mehrmals vertikal einschneidet, bricht und dann die Kammern mit den Fruchtfleischsäckchen aus der Schale herausnimmt und verzehrt oder - um den Saft zu gewinnen - durch ein Sieb preßt. Der Saft ist sehr gerbstoffhaltig und Flecken sind nur schwer von Kleidungsstücken zu entfernen; er wird ja auch zum Färben von Teppichen verwendet.

In vielen arabischen Ländern ist der Saft von Granatäpfeln sehr beliebt und wird verschiedenen Fruchtsaftgetränken beigemischt. In asiatischen Ländern wird ein dicker Sirup hergestellt, der dann als Sauce verwendet wird. Zur Saftgewinnung empfiehlt es sich, die Frucht vor dem Öffnen auf einer harten Unterlage mit Druck solange zu rollen, bis aus dem Inneren deutliche Knackgeräusche durch das Aufplatzen der Säckchen zu hören sind.

8)
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dobini
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Beitragvon dobini » 18. Nov 2003, 18:43

hallo nocoda :wink: !

also mir war der granatapfel nur als insignum der macht bekannt. gefällt mir aber, was sich noch alles um diesen apfel rankt (ehe, fruchtbarkeit, liebe, feuerrote blüten, alte bäume usw.) und vor allem die lange gemeinsame kulturgeschichte mit den menschen- da ist die kiwi ja bloß ein früchtchen dagegen.. :P
das, was man bei uns als grenadine zu kaufen kriegt, was man zu zahlreichen drinks mixt, ist wohl auch granatapfelsirup (oder nur ein künstliches imitat) ?
also das mit der aphrodisierenden wirkung ist vielleicht wie so oft: wenn man dran glaubt, wirkt es auch. so frisch direkt aus der presse hab ich das noch nicht gekannt, ist aber ein hit. bei uns hier sind die türkischen läden halt nicht so dicht gesät... na ja, notfalls bleibt der saft halt ein urlaubs-special.

:)
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Beitragvon nocoda » 18. Nov 2003, 18:58

huhu Harald (aha neues Foto),

komisch, bei uns wirst mit diesen "Äpfelchen" fast erschlagen....
Die habe ich früher immer mal gegessen (allerdings ohne "Wirkung"), nur das rauspuhlen hat mich letztlicht doch genervt... ;)

Isst Du die denn auch so???

*lg
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Beitragvon Angelika » 18. Nov 2003, 19:46

Hallo Harald,

Granatäpfel bekommt man auch schon in größere Supermärkte.

Hier findest du ein paar Rezepte über Granatapfel:

http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... ranat+pfel


Viele Grüße
Angelika


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dobini
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Beitragvon dobini » 18. Nov 2003, 20:43

hey, merci !
ist ja fast alles eh schon hier im forum zu finden !
also in der türkei, die haben das ganz flott hingekriegt mit dem körner rauspuhlen (netter germanischer ausdruck übrigens).

ich versuch trotzdem mal, obs "wirkt"... ;) - vielleicht brauchts nur einen festlich-feierlichen rahmen, also die frau als pharaonin oder so..
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gerbsäuren

Beitragvon dobini » 19. Nov 2003, 08:45

sind die gerbsäuren vielleicht nebenbei auch gut für die leber ? (galle oder so ?)
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Beitragvon Kräuterfee » 19. Nov 2003, 11:50

hier geht's zu Deiner Frage weiter Harald, da Du sie dort auch gestellt hast:
http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... 3422#13422
:wink:
MfG
Kräuterfee

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dobini
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Beitragvon dobini » 20. Nov 2003, 22:01

wer mehr über natürliche Aphrodisiaka erfahren will, ist auch auf nocodas hp gut aufgehoben, wie ich eben feststellen konnte !!

:wink:
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Beitragvon nocoda » 21. Nov 2003, 09:48

:nervös:

uiuiui das is Werbung..... :P


:flower:

nocoda


P.S. allerdings habe ich bisher noch nie die Erfahrung damit machen dürfen, die immer so angepriesen wird..... klappt irgendwie nie.... oder ich mach was falsch..... -O-
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Aphrodisiaka

Beitragvon Zauberfee » 21. Nov 2003, 10:40

das ist doch "mein" Thema... Kurzer Auszug aus meiner Homepage (siehe Profil)
Früher vertrauten die Menschen auf die Kraft der Pflanzen und bei den Naturvölkern hat sich bis heute daran kaum etwas geändert. Tatsächlich
steckt dort, wo die meisten nur Geschmack vermuten, auch jede Menge Wirkung! Gewürze sind nicht nur Aromaspender, sondern auch eine
explosive Mischung potenter Stimulanzien für Körper, Seele und Geist. Die Zaubermittel der griechischen Liebesgöttin Aphrodite (nach der die
Aphrodisiaka ja benannt ist) können helfen, unsere Gefühlswelt intensiver zu genießen. Sie verfeinern das menschliche Empfinden für Erotik und
Sexualität. Wichtig ist: Die Erwartungen an das Mittel müssen angemessen sein, denn daß ohne eine harmonische Umgebung und eine
ausgeglichene Beziehung mit dem Partner nicht wirken können, dürfte klar sein. Viele dieser luststeigernden Mittel gerieten in unserer modernen
westlichen Welt in Vergessenheit, als die Pharmaindustrie Arznei- und Kosmetikprodukte präsentierte, deren Wirkung stärker und berechenbarer
war als die von Kräutern und Wurzeln. Im Sexshop bietet eine clevere Industrie für die "schönsten Stunden" Präparate als Pulver, Dragees, Tee,
Wein, Cremes, Sprays bzw. gewisse andere Reizmittel an. Sie versprechen Topkraft, um wieder in Form zu kommen und den Mann von heute
dynamisch und erfolgreich zu machen. Viele aphrodisisch wirkende Pflanzen wurden von den Schulmedizinern aus dem offiziellen Arzneimittelbuch gestrichen.
Doch langsam wird vor allem zumindest die sinnliche Komponente des Würzens wiederentdeckt: Kochbuchautoren erinnern sich an alte
Liebesrezepte z. B. mit Safran, Spezialgeschäfte bieten Tees und Liköre aus aphrodisierenden Pflanzen; Catering-Unternehmen überraschen mit
?Erotic-Buffets?.
Die Kräfte der Pflanzen haben sich nicht geändert, wohl aber unsere Betrachtungsweise und die Form, in der wir diese Kräfte für uns nutzen. Denn was ---Werbung--- - im Übrigen kein Aphrodisiakum, sondern ein Mittel gegen Erektionsstörungen - verspricht, können Aphrodisiaka - ein schwer
auszusprechendes Wort, aber so gesehen ein sinnliches - schon lange.

Wenn der Körper z. B. beim erotisierenden Bad (manche Kräuter wirken dabei direkt auf die Haut ein; andere dringen durch die Haut in den
Blutkreislauf und verursachen dort die Reaktion) ganz umschmeichelt ist vom weichen, köstlich dampfenden Wasser und den Kräuterdüften,
vielleicht bei romantischem Kerzenlicht, mit Champagner, dann wird die Seele bereit für die Liebe... Man füllt Zweige oder zerkleinerte Pflanzenteile
in ein Stück Mull, ein Kräutersäckchen oder einfach in einen alten Strumpf und hängt diese unter den laufenden Wasserkran.

Genauso gut kann man als Tee zubereitete Kräuter dem Wasser zugeben (Rosmarin wirkt z. B. erfrischend anregend, Melisse entspannend),
außerdem eignen sich als "liebesanregend": Acorus, Basilicum, Foeniculum, Lavendula, Lippia, Mentha, Origanum, Pelargonium, Salbei, Thymian.
Gruß
Zauberfee

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nocoda
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Beitragvon nocoda » 21. Nov 2003, 10:51

...würd ich ja gerne mal ausprobieren, aber in unserem Bad, da mußt schon pur in den Kräutern baden, damit evtl. mal eine Stimmung aufkäm... (viel zu klein und einfach nur :roll: )

...müßte da eher ein paar Wände rausschlagen usw. :lol: :eek: :???:

Aber mal eine ehrliche Frage:

Wer hat denn an sich selbst schon mal so eine aphrodisierende Wirkung, nach so einem Essen z.B. gespürt????

Ich bisher noch nie. Vielleicht mache ich auch was falsch ?!?
Ist ja irgendwie frustrierend.... ;)


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dobini
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Beitragvon dobini » 21. Nov 2003, 23:29

hm...eine flasche brunello ?...ok, paßt nicht ins kräuterforum, ist aber auch ein bisserl "xund" :roll: .. man kann auch eine gute pasta mit viiiiel frischem basilicum und der richtigen dosis pepperonchili dazu genießen..dazu ganz normaler kerzenduft und ein hauch parfum.. nur grad so ein gedanke

:)
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Aristoteles

Zauberfee
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Beitragvon Zauberfee » 22. Nov 2003, 11:19

Hallo,
" Glaube versetzt Berge" - auch bei Aphrodisiaka....
hier z. B.
Rezept Thymianlikör "Perfekte Liebe"

40 g Zitronenschale, 30 g Thymian, 15 g Zimt, 10 g Vanille, 10 g Koriander,
10 g Muskatblüte und 2 l Schnaps (z.B.Korn) 2 Wochen ziehen lassen.
Mit einem Zuckersirup aus 2 kg Zucker und 1 l Wasser verdünnen.

(oder gehört das in die Rezepte-Rubrik?

Gruß Zauberfee
Gruß
Zauberfee



   

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