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Geflecktes Lungenkraut

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Angelika
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Geflecktes Lungenkraut

Beitragvon Angelika » 5. Mär 2019, 18:33

Das gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) ist ein Raublattgewächs (Boraginaceae) und verwandt mit anderen bekannten Kräutern wie dem Borretsch, dem Natternkopf oder dem Beinwell.
Die Gattung Lungenkräuter (Pulmonaria) besteht aus etwa 20 Arten, wobei das gefleckte bzw. echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) die wohl bekannteste bei uns wild wachsende Art sein dürfte.
Weitere Arten, die auch in Deutschland angetroffen werden aber nicht für Heilzwecke verwendet werden, sind das dunkle Lungenkraut (Pulmonaria obscura) und das weiche Lungenkraut (Pulmonaria mollis).
Seinen Namen verdankt das gefleckte Lungenkraut zum einen der positiven Wirkung auf unsere Atemwege, welche schon von Paracelsus beschrieben wurde, zum anderen den hellen Flecken auf seinen Blättern
Wegen seiner lungenähnlichen Blätter galt das Lungenkraut als Mittel gegen Lungenkrankheiten. Die trübweißen Flecken auf der Blattoberseite wurden nämlich als Ähnlichkeit mit Lungenbläschen gedeutet und so wurde es der Signaturenlehre zufolge als Mittel gegen Erkrankungen der oberen Luftwege und der Lunge genutzt. Es stärkt die Atemwege und verhilft zu tieferem Durchatmen, außerdem enthält es viel Kieselsäure, welche einen positiven Einfluss auf unser Bindegewebe hat.
Auch Hildegard v. Bingen empfahl es schon früh gegen Erkrankungen von Lunge und Atemwegen. Dank seiner Inhaltsstoffe wirkt es entzündungshemmend, schleimlösend und lindert Hustenreiz.
Das echte Lungenkraut findet sowohl in der Naturheilkunde und auch als milde Zutat in Speisen Verwendung.
Lungenkraut gehört zu den Frühblühern und öffnet seine Blüten bei günstiger Witterung manchmal schon im Februar.
Im frühen Frühjahr sind die jungen, frischen Blätter eine schmackhafte Zutat für Salat und andere Rohkostgerichte, aber auch für Smoothies. Sie sollten sehr fein geschnitten werden, um aufgrund der rauen Blatthaut keine unangenehmen Gefühle im Mund zu erzeugen. Zum Kochen in Gemüsegerichten, Suppen und Saucen eignen sich auch ältere Blätter.
Lungenkraut kann gut mit anderen Wildkräutern gemischt werden. Der Geschmack erinnert an Gurken.Die hübschen Blüten können direkt zum Salat gegeben oder einfach nur als Dekoration verwendet werden.
Verwendet wird das zur Blütezeit geerntete getrocknete Kraut, aus Blättern, Blüten und Stängeln.
Die Blätter sind meistens behaart, lungenförmig, herzförmig oder lanzettlich. Einige Arten und Sorten haben weiss gepunktete oder gefleckte Blätter. Diese Punkte galten im Volksglauben als Milch der Gottesmutter Maria.
Die zahlreichen Inhaltsstoffe, wie Saponine, Gerbstoffe und Kieselsäure, wirken schleimlösend, reizlindernd, und zusammenziehend (adstringierend).

Lungnkraut wird als Tees bei folgenden Beschwerden verwendet:
Atemwegserkrankungen
Erkältungskrankheiten mit Husten
Heiserkeit
Durchfall
Blasenbeschwerden
Ein kräftiger Aufguss aus Blättern und Wurzel soll die Wundheilung unterstützen.

Mehr darüber
https://www.natur-forum.de/lexikon/kraeuter/34.htm
Dateianhänge
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