Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis

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Angelika
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Gemeine Nachtkerze Oenothera biennis

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Die Nachtkerze Oenothera biennis zeigt erst in der Dämmerung ihre leuchtend gelben Blüten. Die gelben Blüten leuchten sogar nur eine einzige Nacht, bevor sie verblühen. Bereits am nächsten Tag fallen die Blüten wieder ab. Weitere Merkmale der Pflanze sind ihr hohes Wachstum von bis zu einem Meter sowie ihre länglichen bis verkehrt-eiförmigen Grundblätter.
Die Früchte, die im Inneren viele rundliche Samen beinhalten, haben ein längliches, vierkantiges Äußeres. Die Nachtkerze blüht von Juni bis Oktober und hat ihre Ursprünge in Nordamerika. Von dort aus hat sie sich nach Europa verbreitet, wo sie trockene Plätze bevorzugt.
Die Nachtkerze dient Indigenen Amerikas als Nahrung und Heilpflanze zugleich.
In Europa hielt sie Einzug in die Bauerngärten, wo sie als besonders stärkendes Gemüse galt. Die Wurzeln lassen sich zubereiten wie Steckrüben.
Die Gemeine Nachtkerze liefert vor allem die wertvollen Omega-6-Fettsäuren Gamma-Linolensäure und Linolsäure. Hinzu kommen einfach ungesättigte Ölsäure, Gerbstoffe, Lignin, Mineral- wie Schleimstoffe, außerdem Eiweiß, Zellulose und Stärke.
Dem Öl werden Heilwirkungen zugesprochen gegen Asthma bronchiale, Neurodermitis, multiple Sklerose, PMS, Menstruationsbeschwerden, Krebs, Alzheimer, Hautbeschwerden und entzündliche Erkrankungen.
Wissenschaftliche Studien belegen die antientzündliche Wirkung der in den Samen enthaltenen Gamma-Linolensäure ebenso wie positive Effekte des Nachtkerzenöls gegen Erkrankungen an den Nerven im Rahmen eines Diabetes.
Der Name Nachtkerze stammt zwar von den nächtlichen Blüten her, gesammelt werden jedoch Blätter, Wurzeln und Samen.
Während sich die Blätter den ganzen Sommer und Frühherbst sammeln lassen, ist die beste Zeit, um Samen zu finden, von August bis Oktober. Die Wurzeln werden erst im Herbst geerntet.
Die schönen Blüten und auch die Knospen kann man im Salat, auf dem Butterbrot oder auf gekochten Speisen streuen.
Die Blätter können vor der Blüte geerntet und wie Spinat gedünstet werden.
Die wertvollen Samen können in Gebäck verarbeitet werden oder im Mörser zerkleinert oder einer in einer Pfeffermühle gemahlen und über Müsli und Salat gestreut werden.
Die Wurzel kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden. Sie schmeckt gekocht ähnlich wie Schwarzwurzel.
Die Wurzel hat eine kräftigende Wirkung und kann bei der Genesung von langwierigen Krankheiten helfen.
Die Blätter finden in der Heilkunde ebenso Verwendung. Ein Tee aus den beruhigenden Blättern wird bei Magen-Darm-Erkrankungen, Husten und Bluthochdruck eingesetzt.
Nachtkerzenöl wird auch in der Kosmetik als Feuchtigskeitscremes verwendet.
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