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Die Taglilie ist die Staude des Jahres 2018

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Angelika
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Die Taglilie ist die Staude des Jahres 2018

Beitragvon Angelika » 4. Jul 2018, 21:30

Die Taglilie ist vom Bund Deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2018 gewählt worden.

Sie stammt ursprünglich aus Ostasien, wo sie auf Wiesen und nährstoffreichen und feuchten Böden wächst. Durch Züchtung sind weltweit Tausende Sorten mit Blütengrößen zwischen 4 und 20 Zentimeter entstanden, in den unterschiedlichsten Farben von weiß, gelb oder rot und mehrfarbigen Sorten.
Die Gelbrote Taglilie (Hemerocallis fulva) gehört zur Familie der Grasbaumgewächse. Die Staudenpflanze ist anspruchslos und außerordentlich vielseitig.
Der Name Hemerocallis stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Schönheit des Tages“. Sie blühen nur einen Tag maximal eineinhalb Tage lang. Aber es wachsen täglich neue Blüten nach.
Die Gelbrote Taglilie ist als Zierpflanze bekannt und beliebt. Weniger bekannt ist der Nutzwert dieser Staudenpflanze.
In ihrer Heimat Asien ist sie nicht nur Heilpflanze und Nahrungsmittel, sondern wird auch bei der Herstellung von Seilen und Schuhen genutzt.
Alle Taglilienarten sind essbar. Ihre Knospen, Blüten, Blätter und Wurzeln sind vielseitig in der Küche verwendbar.
Die Taglilien-Sprossen sind eines der frühesten Gemüse im Wildkrautgarten und können sogar bei Schnee geerntet werden.
Die dickeren Teile der Wurzeln schmecken nussig und können wie Kartoffeln zubereitet werden.
Die aufgeblühten Blüten lassen sich gut roh in Salaten oder Quarkspeisen verwenden.
Das Laub eignet sich im Frühjahr im Austrieb als Ersatz für Lauchgemüse.
Junge Blattschößlinge können als Gemüse verwendet werden und lassen sich roh und gekocht verzehren.
Der Samen lässt sich gemahlen oder zerstoßen als Suppenwürze verwenden.
Die Blätter der Staudenpflanze enthalten die Vitamine A und C, das Spurenelement Eisen, sehr starke Antioxidantien wie Phlomurosid, Roseosid und Lariciresinol, sowie Quercetin, Isorhamnetin-Glykoside, Pinnatannin-Derivate und Cholin.
Der oberirdische Teil der Staude enthält die Saponine Hemerosid A und B.
Die Antrachinon-Derivate in der Wurzel haben in Laborversuchen eine krebshemmende Wirkung gezeigt.
Im Gegensatz zu Asien spielt die Gelbrote Taglilie in Europa in der Medizin keine Rolle.
In der Naturheilkunde ist sie lediglich in der Bachblüten-Therapie zu finden. Dort zählt sie zu den besonderen Pflanzen-Essenzen, die an bestimmten Standorten in ganze Europa gesammelt werden.
Die Bachblüten-Essenz aus der Gelbroten Taglilie wird bei seelischen Problemen eingesetzt.
In Asien hingegen ist die Gelbrote Taglilie auch heute noch von großer Wichtigkeit und wird bei diversen Erkrankungen eingesetzt.
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