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günstiges Vogelfutter

Tier Forum

Moderatoren: Angelika, pierroth

Huehnermama
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günstiges Vogelfutter

Beitragvon Huehnermama » 25. Jan 2006, 15:44

Hallihallo,
wir füttern seit Jahren im Winter die kleinen Vögel, Meisen, Kleiber, Spatzen, kleine Tauben, usw. Das Futterhäuschen habe ich im Apfelbaum aufgehängt - das gefällt den Vögeln gut und es sprach sich herum...es kommen immer mehr Vögel zu uns. Inzwischen fülle ich täglich 2 kg Futter auf, abends ist das Häuschen rutzeputz leer gefuttert.
Hoffentlich versteht mich nun keiner falsch, ich kaufe gerne das Futter für die Vögelchen, aber bei den Mengen würde es sich lohnen beim Großhändler zu kaufen.
Hat jemand eine Idee wie man vielleicht günstig(er) an Futter kommt oder auch selbst mischen kann?
Liebe Grüße
Regina


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 25. Jan 2006, 16:04

Hallo Huehnermama,

verstehe mich auch nicht falsch, aber 2 kg Verbrauch ist utopisch. Hat sich da noch wer satt gefressen ? (Maus und Co.) ?
Obwohl ich sagen muss, dass Wildtauben/Tauben immens viel wegfressen, so dass die Restlichen Genannten kaum was übrig haben.
(Zucht)Tauben finden beim Halter Futter, Wildtauben kommen locker mit Efeubeeren etc. über die Runden und fressen alles den anderen weg. Außerdem wirst Du diese dann kaum los; ab/ im Frühjahr gehen sie an's Grün von Primeln, Frühjahrsblühern etc. und hocken ewig auf deinem Grundstück und werden auf Kosten anderer immer fetter und fetter, ziehen ihre Jungen auf, die dann auch noch bei Dir plündern gehen....
Der Rest der genannten Vögel geht in der Regel (fast) leer aus, weil die Wildtaube "stundenlang" am Futterplatz hockt, kommen die anderen Vögel nicht, so lange die da ist/sind.
Die Wildtauben fressen Dir evt. nämlich diesen Bärenanteil des Futters weg. Ganz locker sogar und die sind hartnäckig, wenn sie sich das erst mal angewöhnt haben!).
Ich bin dieses Jahr auch fast verzweifelt; jetzt habe ich den Wildtauben diese Plünderei abgewöhnt/vertrieben und schon habe ich normalen Futterverbrauch und die Vögel, die es jetzt bei der Wetterlage brauchen. Sie kommen jetzt auch wieder an's Futter. Und die faulen Wildtauben fressen jetzt z.B. "ihre" Efeubeeren (für die Misteldrossel bleibt da auch noch genug). ;-)
Hänge geeignete (Spendel/Futtermittel) auf, wo die Tauben nicht dran kommen, damit die anderen was an Futter haben.
Kein für Tauben zugängliches Futter bereitstellen.
(Hast ja bestimmt keinen zu Hause, der, wie mein schwerstbehinderter Mann auf dem Sofa liegt und den Wildauben das Klauen austreibt; den anderen Vögel (Meisen, Kleiber, Spatzen, Finken, Amseln etc.) aber Zutritt gewährt.
(Hat 1 Woche lang gedauert, bis die anderen Vögel wieder die Futterstelle annahmen. Sie trauten sich noch nicht mal an den in der Nähe hängenden Meisenknödel... und die Wildtauben es endlich aufgaben das Futter zu plündern.- Und ich habe endlich wieder ganz normalen Futterverbrauch. :-D

LG
Fee

Kala Tara
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Beitragvon Kala Tara » 25. Jan 2006, 17:00

Ich dachte immer, das man nur zufüttert, wenn schnee liegt.
Vieleicht sollte das auch mal bedacht werden.

Liebe Grüße
Kala Tara

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 26. Jan 2006, 08:04

Hallo Kala Tara

es kommt auf die Witterung an, die "Richtlinie"; nur wenn Schnee liegt stimmt nicht. ;-)

Im Punkto nur auf Temperatur und Schnee bezogen gilt:

Füttern nur bei Frost oder geschlossener Schneedecke, dann aber regelmäßig.
Die Vögel finden dann kaum Futter und verbrauchen trotzdem viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte aufrecht zu erhalten. Labormessungen haben ergeben, dass z.B. Meisen in einer einzigen Kältenacht bis zu 10% ihres Gewichtes verlieren. ;-)
MfG
Kräuterfee

Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 26. Jan 2006, 11:19

Liebe Fee,
nee, ich bin ganz sicher, da frißt niemand anderes mit...die Vögelchen fressen wirklich so viel. Das Futterhäuschen hängt im Apfelbaum, es ist so eins, bei dem man das Futter in einen Vorratsbehälter schüttet und unten ein kleiner Spalt ist, wo immer ein paar Körnchen rauskommen und der Rest des Futters trocken bleibt. Es passen auch wirklich nur die Minivögel wie Meisen, Kleiber, Spatzen und Finken dahin, andere können garnicht landen am Häuschen, dazu ist die "Fressrinne" zu klein.
Allerdings gibt es da solche Spezialisten, die vier Kleiber z.B. sind solche. Sie sortieren gerne das Futter und was ihnen nicht zusagt fliegt in hohem Bogen raus...unten am Boden sitzen dann Unmengen Spatzen, Grünfinken und eben diese kleinen Wildtauben und sammeln das "verschmähte Futter" ein. Oder wenn die Kleiber auf die Meisenknödel einhacken, das ist zu witzig...die Bröckchen fliegen in alle Richtungen, man merkt daß der Kleiber mit dem Specht verwand ist :)
Die Tauben sind nicht die normalen großen Tauben, da verschwinden wirklich alle anderen Vögel. Diese Tauben bei uns sind sehr klein, vielleicht so wie eine Amsel, aber es sind eindeutig Tauben. Sie sind ganz hellgrau mit beige (leider habe ich sie in meinem Vogelbuch noch nicht gefunden). Sie stören die anderen Vögelchen nicht, sie wuseln alle zusammen am Boden herum. Es sind auch nur drei oder vier, dafür ca. 20-30 Spatzen und nochmal so viele Grünfinken...

Ich habe das schon oft beobachtet am Wochenende, wir haben kein Fernsehen und zur Zeit sitzen wir oft am Fenster (zusammen mit den Katzen) und schauen den Vögeln beim Fressen zu. :) Es ist sehr unterhaltsam... :D

Zum Thema "Füttern bei Schnee oder nicht Schnee" ist mir aufgefallen, daß die Vögel bei Kälte oder Schnee viiiel mehr fressen als bei Plusgraden. Hat es tagsüber 5 - 10 Grad plus, so hält eine Füllung Futter fast eine Woche, hat es -5 Grad hält sie wie gesagt einen Tag. Ich kann aber nicht andauernd die Temperatur messen und dann das Futter auf und abhängen, das macht keinen Sinn.

Liebe Grüße
Regina

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 26. Jan 2006, 13:04

Hallo regina,

ich meine mit Wildtauben: Ringeltaube (Columba palumbus, 41 cm, 500 g) mit auffälligem weißem Fleck an beiden Halsseiten oder die kleinere Türkentaube (Streptopelia decaocto, 28 cm, 200 g ). (nicht Stadttauben).
Bei mir treibt sich die Ringeltaube herum. Du könntest Türkentauben meinen. Hier mal Bilder:
http://www.rutkies.de/voegel/tauben/
MfG
Kräuterfee


Huehnermama
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Beitragvon Huehnermama » 26. Jan 2006, 14:51

Hallo Kräuterfee,
danke für den Link, ja, es könnte die Türkentaube sein. Dann aber ganz kleine Exemplare davon, denn 28 cm sind unsere nicht. Sie sind höchstens so groß wie eine Amsel.
Aber solange sie sich benehmen und die anderen kleineren Vögelchen nicht stören, dürfen sie von mir aus gerne etwas mitessen. Wir haben sie seit Jahren im Garten, sie stören mich eigentlich im Sommer nicht weiter. Dazu muß man auch sagen, daß wir am Feldrand wohnen und es auch außerhalb unseres Grundstücks für Vögel interessant ist (wilde Hecken und Sträucher usw.). Vielleicht sind sie deshalb in der wärmeren Jahreszeit nicht so sehr in Hausnähe. Dazu kommen noch die vier Katzen, die im Sommer auch eher drausen sind, da halten sich die Vögel eher etwas zurück...sie wissen nicht, daß unsere Katzen viel zu faul sind um einen Vogel zu fangen... :D

Aber nun suche ich immernoch nach einer günstigen Bezugsquelle für Futter :D :D :D

Liebe Grüße
Regina

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Angelika
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Beitragvon Angelika » 26. Jan 2006, 18:05

Huehnermama schrieb:
Aber nun suche ich immernoch nach einer günstigen Bezugsquelle für Futter :D :D :D

haste schon im Internet nachgeschaut ?

Man kann die Knödel oder Ringe für die Vögel auch selbstherstellen.

Kokosfett oder Rindertalg erwärmen, Haferflocken und Körner dazugeben, etwas abkühlen lassen und in Joghurtbecher oder Plastiktöpfe füllen und aufhängen. Oder Knödel davon formen. ;)

Hier findest du noch ein paar Tipps darüber

http://www.tierundnatur.de/winfu-fu.htm


Viel Spaß beim Füttern :lol:
Angelika :wink:

fornibeat
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Beitragvon fornibeat » 27. Jan 2006, 12:39

Hallo Ihr Lieben,

wir wollten eigentlich auch gerne Vogelfutter selbst herstellen, haben aber keine Ahnung, wo wir Rindertalg herbekommen. Wir haben schon Futtermärkte kontaktiert und eine Biometzgerei, die aber recht ratlos waren.

Gibt es noch ein anderes Fett? Ist Kokosfett gleichwertig?

Viele Grüße sendet

Sabine

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Angelika
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Beitragvon Angelika » 27. Jan 2006, 20:11

Hallo Sabine,

ich habe es immer von meinem Metzger bekommen ;)

man kann aber auch Kokosfett oder Sonnenblumemöl nehmen .

hier findest du noch ein paar Tipps dazu :

http://www.wildvogelhilfe.org/winterfue ... utter.html


Viele Grüße

Angelika :wink:

fornibeat
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Beitragvon fornibeat » 27. Jan 2006, 21:27

Liebe Angelika,

tausend Dank für die schnelle Antwort. Die Metzger, die ich gefragt habe - u.a. ein Bauernladen - waren leider mit meiner Anfrage überfordert.

Aber wir werden jetzt tatsächlich das Kokosfett nehmen.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße sendet

Sabine

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Beitragvon Huehnermama » 30. Jan 2006, 08:44

Hallo Angelika,
danke für die schönen Links.
Nun habe ich endlich eine Idee, was ich für unsere Spechte machen kann. Ich nehme Sonnenblumenkerne in Kokosfett und streiche es auf ein Stück Rinde des Birnbaums, den die Spechte eh gerne mögen.
Meint Ihr, das kann den Birnbaum irgendwiew schaden? Man muß ja immer damit rechnen, daß es tagsüber wärmer wird und das Fett schmilzt.

Für das Vogelhäuschen mach ich es so wie bisher und kaufe je einen Sack Körnermischung, Fettfutter und Sonnenblumenkernen und mische das nochmal, dann ist für alle was dabei.
Und günstige Körnermischung gibts bei ebay, auf die Idee soll mal jemand kommen.... :D

Liebe Grüße
Regina

Radieschen
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Beitragvon Radieschen » 3. Feb 2006, 06:47

wir wollten eigentlich auch gerne Vogelfutter selbst herstellen, haben aber keine Ahnung, wo wir Rindertalg herbekommen.

Hallo Sabine,

habe deine Frage gerade erst gefunden, weis nicht ob eine Antwort noch gebraucht wird.
Auf dem Land schlachten manche Bauern noch selber. Für die meisten ist der Rindertalg Abfall und sie geben ihn in der Regel kostenlos ab. Bei uns jedenfalls. Ich habe drei Bauern gefunden, da brauch ich nur zu fragen wann sie Schlachten und kann mir dann den Talg abholen.
Wer noch selber schlachtet kann man bei uns (Österreich nähe Graz))z.B. im Lagerhaus erfahren. Bei euch gibt es sicher auch Händler, wo die Bauern Futter usw. einkaufen. Einfach mal fragen ob die jemand kennen.

Liebe Grüße
Ulrich

Antje :-)
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kleine Anregung bezüglich der Futterqualität

Beitragvon Antje :-) » 14. Feb 2006, 14:10

Hallo, ihr Lieben!
Nachdem ich nun eure kleine Diskussion mitverfolgt habe, möchte ich meine Erfahrungen bezüglich Futterqualität für Ziervögel (Vita..., Tr...) usw. schreiben.
Nachdem mir einer meiner Nymphensittiche morgens tot ohne deutliche Ursache im Käfig lag, ließ ich ihn auf Anraten meiner Tierärztin - eine Vogelspezialistin, die in Berlin sehr bekannt ist - untersuchen und es kam als Ursache eine alimentäre, d.h. Futterbedingte Ursache heraus. Auch mein anderer Vogel starb später, sowie weitere Wellensittiche, bei allen war die Leber stark vernarbt. Nach Aussage meiner Tierärztin passiert dies häufig und vor allem bei Vögeln, die mit handelsüblichem Futter ernährt werden. Sie gab mir den Tipp, bei einem speziellen Versand zu bestellen, der Vogelfutter in Nahrungsmittelqualität anbietet. Das normale Futter hat nur "Futtermittelqualität", würde also nie für Menschen angeboten werden. Sie hat beobachtet, dass es den Vögeln, die so ernährt werden, deutlich besser geht und dass sie länger leben.
Meine Anregung wäre daher, darüber nachzudenken, ob man den Vögeln damit nicht einen "Bärendienst" erweist, wenn man sie füttert, aber mit "schlechtem" Futter, das ihnen eigentlich nicht bekommt. Ok, sie überstehen den Winter vielleicht besser, aber dafür haben sie u.U. einen Leberschaden weg und sterben dann im Sommer oder im darauffolgenden Jahr.
Dies nur als kleine Anregung. Das Futter dort ist sicherlich ein bissle teurer, aber damit kann ich den Vögeln sicherlich besser helfen.
Muss jeder für sich überlegen...
Wer den Namen des von der Tierärztin empfohlenen Versandhandels haben möchte, kann sich per PN an mich wenden.
Ich selbst kaufe dort auch und bin sehr zufrieden, habe mir auch noch nie Futtermotten oder andere Schädlinge eingehandelt, weil das Futter unter bestimmten für Schädlinge ungünstigen Bedingungen gelagert wird. Erdnüsse werden dort auch auf Pilze getestet, die für Papageien lebensgefährlich werden können.
Lieben Gruß,
Antje :-)

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Kräuterfee
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Re: kleine Anregung bezüglich der Futterqualität

Beitragvon Kräuterfee » 14. Feb 2006, 14:30

...Nachdem ich nun eure kleine Diskussion mitverfolgt habe, möchte ich meine Erfahrungen bezüglich Futterqualität für Ziervögel (Vita..., Tr...) usw. schreiben....
Hallo Antje,

hier ging's nicht um Ziervögel.

Keinen bietet man minderwertiges Futter an, weder Nüsse, noch sonst was. - Übrigens zum Thema Essen, die Qualität der Lebensmittel sollte Mensch auch beachten. ;-)

Und was spricht gegen selbtgemachtes Futter ? (Sonnenblumenkerne und Kokosfett) ? - Bevor es Vogelfutterfertigprodukte im Handel gab, hat Mensch schon Vögel mit selbstgemachten Futter über den Winter geholfen. - Und keiner nimmt wohl, der sich noch selbst die Arbeit macht, verpilztes o. ä. belastetes Futter... ;-)
MfG
Kräuterfee



   

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