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Mariendistel

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Ursula
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Mariendistel

Beitragvon Ursula » 26. Jul 2002, 13:20

Die Pflanze für die Leber!

Seit dem Mittelalter wird die Pflanze für Heilzwecke kultiviert. Der Arzt Rademacher hat im 17. Jahrhundert die Pflanze gründlich untersucht und sie als Leberschutzmittel empfohlen.
Als eine der besten Leberschutzpflanzen hilft sie, jegliche Leberschwäche und -störung zu lindern, ja sogar zu beheben. Es wurden auch Erfolge bei Leberzirrhose, Hepatitis (auch chronische), erhöhten Bilirubinwerten im Serum, Appetitmangel und Stauungen in der Krampfadern- und Hämorrhoidenbehandlung erzielt.
Der Wirkstoffkomplex mit Silymarin in der Mariendistel ist leberstärkend, -entgiftend und -schützend, sowie gallenfluß- und zirkulationsfördernd. Er vermag sogar neue Leberzellen zu bilden, was wenige Heilpflanzen (u.a. Desmodium) vermögen, daher kann er auch bei Leberschäden, die durch Alkohol oder Lösungsmittel verusacht wurden, helfen. Sinnvoll ist es, 2-3 mal im Jahr eine Leberschutzkur zu machen, allein zur Vorbeugung und zur Befreiung von Umweltgiften, die wir aus Nahrung und Luft zu uns nehmen.
Mariendistelsamen können auch über längere Zeit eingenommen werden, ohne eine Überreizung der Leber befürchten zu müssen. Da Silymarin schwer wasserlöslich ist, liegt der Vorteil der Kapsel auf der Hand. Sie enthält ohne Zusatzstoffe und Hilfsmittel die gesamten Wirkstoffe der Mariendistelsamen.


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 29. Jul 2002, 08:02

Zur Verwendung als Magen-Darm-Mittel

so 3 bis 4mal täglich eine Tasse Mariendistelsamen-Tee:
1 Teel. voll (ca. 3,5 g) pulverisierter Mariendistelfrüchte wird mit ca. 150 ml siedendem Wasser übergossen und nach etwa 10 bis 15 min abgeseiht.

Als Lebertherapeutikum
eignen sich Tabletten/Dragees - die haben ein viel höheren Silymaringehalt, der mit Tee allein nicht zu erreichen ist.
MfG
Kräuterfee

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Murtabak
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Beitragvon Murtabak » 19. Feb 2004, 22:53

Hallo,

die Leber-schützende und -regenerierende Wirkung der Mariendistel-Früchte steigert sich noch erheblich in Kombination mit Pfefferminze! Ich halte es daher für einen guten Gedanken, Silymarin-Präparate nicht mit Wasser, sondern mit Pfefferminztee einzunehmen.

Liebe Grüße,
Murtabak :wink:

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Der_Bruno
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Beitragvon Der_Bruno » 5. Aug 2004, 17:53

die mariendistel für die leber also... thx ursula!
Siehe, voll Hoffnung vertraust du der Erde den goldenen Samen ; nur in die Furche der Zeit bedenkst du dich Taten zu streuen? (nach F. Schiller)

asiatika101
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Beitragvon asiatika101 » 20. Aug 2004, 10:31

Ich finde auch die Verwendung der Masriendisteltinktur sehr hilfreich, gerade bei der Behandlung von Lebererkrankungen.

Natürlich können auch Mariendistelsamen gekaut werden, die Tinktur wirkt jedoch etwas stärker.
lg
Su

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 20. Aug 2004, 11:32

... in einer Tinktur ist aber Alkohol drin !!! - Daher halte ich das bei einer geschädigten Leben gar nicht für angebracht !
MfG
Kräuterfee


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 15. Dez 2004, 23:18

Hallo,
die Leber-schützende und -regenerierende Wirkung der Mariendistel-Früchte steigert sich noch erheblich in Kombination mit Pfefferminze! Ich halte es daher für einen guten Gedanken, Silymarin-Präparate nicht mit Wasser, sondern mit Pfefferminztee einzunehmen.
Hallo Murtabak,

und warum beeinflusst Pfefferminze (allein) in größeren Mengen das Herz ungünstig und ruft beim Trinken des Tees (allein) bei manchen Menschen mit Leberproblemen Abneigung und Widerwille hervor ? -> Nach dem Trinken dieses Tees bei akuter Krankheit, fühlen sich diejenigen nicht wohler, sondern noch unwohler als vorher. ... und dann noch kombinieren ?
(Diese Menschen sind oft Powertypen, mit manchmal Nierenproblemen, Hang zur Depression, Angst, "Herzbeschwerden", Unruhe, Stress, und diversen pshychisch-bedingten Verdauungsstörungen.)
Also kann man den Tipp doch nicht pauschal abgeben.
MfG
Kräuterfee

sansiba
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Mariendistel mit Vorsicht genießen, ist nichts für jeden

Beitragvon sansiba » 31. Jan 2005, 09:16

Hallo,

erstmal muss ich sagen, dass ich echt begeistert bin, was Kräuterfee alles weiß. Bin heute den 1. Tag hier, und lese schon eifrig, weil mich diese Themen alle sehr interessieren, vor allem auch, was man mit Gemüse alles bewirken kann, es müssen nicht immer nur Heil-"Kräuter" sein. Z.B. kann man mit Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln, Chilies usw. auch eine Menge gesundes im Körper bewirken, aber dazu ein anderes Mal...

Ich muss euch eine kleine Warnung bezgl. Mariendistel mitgeben, denn es kann bei leberkranken Personen auch negative Auswirkungen haben.

Ein Freund von mir hat eine Hepatitis C, er hat sich von seiner Ärztin Hepa Besch, also Tabletten mit Mariendistelextrakt, verschreiben lassen. Anfangs ging es ihm besser, er fühlte sich dadurch fitter, meinte er. Nur nachdem er es dann wenige Wochen eingenommen hatte, ging es ihm plötzlich richtig schlecht, seine Leber vertrug diese Mariendisteltabletten nicht mehr, er hatte das Gefühl, dass seine Werte stiegen, und die Tabletten ihm gar nicht gut taten, er setzte sie mal ab, es wurde besser, nahm sie wieder ein, es wurde wieder schlimmer, dann setzte er sie ganz ab. Dann bekam er zufällig mit, dass eine Frau die auch Hep. C hatte, auch Hepa Besch verschrieben bekam. Diese beschwerte sich darüber, dass Hepa Besch (= Mariendistelextrakt aus der Apotheke in Tbl.Form) bei ihr die Hepatitis C erst richtig zum Ausbruch gebracht hatte. Seitdem verschreibt seine Ärztin Hepa Besch nicht mehr an Menschen mit Hepatitis C., sie sagte sogar, sie hat das jetzt schon öfter erlebt und das kann kein Zufall mehr sein.

Ich wollte euch nur sagen, dass leberkranke Menschen wirklich vorsichtig sein müssen mit Mariendistel. Ich weiß nicht, ob es daran liegt dass in diesen Fertigpräparaten die Mariend. so hoch dosiert abgegeben wird, oder ob es generell nicht so gut ist, Mariend. einzunehmen wenn man leberkrank ist. Aber es scheint auf JEDEN Fall irgendwie die Leber sehr stark anzuregen. Und zwar so stark, dass ein wirklich leberkranker Mensch/Mensch mit Hepatitis die Sorge haben muss, dass die Leber nach der Einnahme wirklich krank wird bzw. die Krankheit erst so richtig ausbricht und durchkommt. Vielleicht ist diese Anregung einfach zuviel für die Leber dieser Menschen, oder die Gifte kommen dann verstärkt durch, und die Leber kommt damit nicht mehr klar. Ich weiß nicht warum das so ist, ich kann nur spekulieren.

Aber ich wollte euch diese Warnung mit auf den Weg geben, denn auch wenn es oft "nur" Heilkräuter sind, man muss immer vorsichtig damit sein, denn das sind auch alles Arzneien, die auch Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben können. Neben der erwünschten guten Wirkung können sie auch mal Schaden anrichten, daher ist es ja so wichtig, dass wir uns damit auskennen lernen bzw. hier darüber diskutieren und uns austauschen. Kamillentee z.B. soll man auch nicht länger als 6 Wochen am Stück trinken, wer hätte das gedacht? Steht auch auf einigen Teepackungen oder zumindest in meinem Teebüchlein.

Alles Liebe und viel Gesundheit,
sansiba :roll:

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 1. Feb 2005, 01:18

Hallo Sansiba,

das mit Hepatitis C ist sehr gut vorstellbar. Hepatitis C Viren vermehren sich überwiegend in Hepatocyten (Leberzellen) - genau diese Zellen werden ja einfach ausgedrückt auch durch die Mariendistel aktiviert und zur Regeneration angeregt. ;) - und damit möglicherweise auch die Hepatitisviren aktiviert - ob´s schon Studien dazu gibt ist mir momentan nicht bekannt - vielleicht weiß Kräuterfee ja dazu was.

Andererseits ist die Mariendistel halt im Bereich toxischer Schädigungen der Leber sehr segensreich - ;) - da muss man halt einfach genau hinschauen und differenzieren - deshalb ja auch häufig im Forum die Anmerkung Heilpflanzen nicht einfach pauschal, sondern sehr gezielt einzusetzen - was leider nicht immer auf Gegenliebe stößt ;) - aber das Beispiel hier machts sehr schön deutlich ;) warum das notwendig ist - und wie nahe Anwendungsfehler mit schlimmen Folgen und Nutzen und Segen einer Heilpflanze beieinander liegen.

:wink: liebe Grüße
Rosenfee

entfalten
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Mariendisteltee oder -extrakt selbst herstellen?

Beitragvon entfalten » 9. Okt 2010, 11:09

Hallo zusammen,

durch Candida (Hefepilz im Magen und Darm) sind natuerlich auch meine Leberwerte sehr schlecht.
Nun nehme ich dafuer Mariendistel ein.

Da ich in Suedspanien lebe und die Mariendisteln hier wachsen frage ich mich, ob ich selbst aus den Pflanzen Tee oder Extrakt herstellen kann und falls ja, wie genau.

Hier sind ja immer Experten und ich hoffe, Hilfe zu bekommen.

Liebe Gruesse
Marion

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Angelika
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Re: Mariendisteltee oder -extrakt selbst herstellen?

Beitragvon Angelika » 10. Okt 2010, 20:52

Hallo Marion,

man nimmt die frischen Mariendistel-Früchte, im Mörser zerquetschen und 1 Teel. voll mit
einer Tasse kochendem Wasser übergießen ca. 15 ' Min. ziehen lassen.
3 mal täglich eine Tasse trinken.


Gute Besserung!
Angelika

entfalten
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Re: Mariendistel

Beitragvon entfalten » 11. Okt 2010, 08:34

Guten Morgen Angelika,

vielen vielen Dank fuer diesen Tipp!

Sonnige Gruesse
Marion

entfalten
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Re: Mariendistel

Beitragvon entfalten » 11. Okt 2010, 08:44

Nochmal ich:

Angelika, kann ich auch die Fruechte trocknen und mir so fuer ca. 1 Woche einen Vorrat zulegen?

Und noch eine Frage, wobei du sicher die Augen verdrehst :???: :oops: : Fruechte, aehm, wo finde ich die an der Pflanze? Mir kommt direkt diese schoene rote/ rosane Bluete in den Sinn. Irgendwie habe ich mir die Distel dann nicht mehr genau angesehen.
Hab auch gegooglet, aber sehe dann nur Samen?

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Angelika
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Re: Mariendistel

Beitragvon Angelika » 11. Okt 2010, 22:22

Hallo Marion,

man nimmt die ganzen Blütenköpfe der Mariendistel, wenn sich nach der Blüte die Blütenköpfe öffnen, schneidet man die Köpfe ab und trocknet sie.
Aus den getrockneten Blütenköpfen werden die Samen herausgeschüttelt.

LG
Angelika

entfalten
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Re: Mariendistel

Beitragvon entfalten » 12. Okt 2010, 08:27

Liebe Angelika,

danke, nun weiss ich wie es zu machen ist.

Sonnige Gruesse
Marion



   

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