Zum Inhalt

Fichte

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

Moderatoren: Angelika, MOB

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichte

Beitragvon Kräuterfee » 29. Okt 2002, 19:28

Fichte - Picea abies

Inhaltsstoffe
- ätherisches Öl mit Bornylacetat, Limonen, Pinen, Phellandren, Cadinen
Wirkung
- sekrolytisch, schwach antiseptisch, brochospasmolytisch, hautreizend und antimikrobiell
Verwendung
- Katarrhe der Atemwege, Badezusatz, leichte Muskel- und Nervenschmerzen, traditionell zur stärkeren Hautdurchblutung und Nierenleiden
Nicht anwenden bei
- Asthma brochiale und Keuchhusten
Nebenwirkung
- Das Öl kann Haureizungen verursachen.

- Gesammelt werde frische Nadeln im Frühjahr.

Fichtenspitzenhonig gegen Erkältung, Heiserkeit und Husten

Frische Fichtennadelspitzen zerkleinern und in Wasser auskochen. Dann absieben. Zu diesen Sud nun soviel dunklen Waldhonig geben, bis eine sämige Masse entsteht. Diese in ein Glas füllen und verschließen.
Mehrmals täglich 1 TL des Honigs im Mund zergehen lassen.

Fichtenwein gegen Nieren- und Blasenerkrankungen

2 Hände voll frischer Fichtennadelspitzen mit dem Wiegemesser zerkleinern, in einen Topf geben und mit 1 L Weißwein aufgießen. Die Mischung einige Minuten aufkochen lassen und je nach Geschmack mit 2 EL Honig dazugeben.
Täglich 1 Glas des Weins soll die Nierentätigkeit anregen.

Rezepte aus Praxis täglich vom 29.10.2002
MfG
Kräuterfee


Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 15. Jan 2003, 13:21

Das Fichtennadelöl nach DAB 1998 - Piceae aetherolum

wird gewonnen aus Picea abies, die (Gemeine) Fichte oder auch Rottanne genannt.
Das ätherische Öl muß nach DAB aus Nadeln, Zweigspitzen oder Ästen durch Wasserdampfdestillation gewonnen sein.

allgemeine Inhaltsstoffe: Monoterpenkohlenwasserstoffe, Monoterpenalkohole, z.B. Bornylacetat
äußerliche Anwendung: als Einreibung, als Bad
innerliche Anwendung: zur unterstützenden Behandlung von rheumatischen Erkrankungen :achtung: (nicht im akuten Stadium !) :achtung:
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
laramy
Beiträge: 77
Registriert: 6. Apr 2003, 12:08

Beitragvon laramy » 26. Apr 2003, 13:15

Hi,
wie erkenne ich nun die Fichte????
Ich sehe keine hängenden Zapfen...........geschweige irgendwelche Zapfen*gg*


Grüße Monika
Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen.
Rousseau

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichtengelee und Fichtensirup

Beitragvon Kräuterfee » 26. Apr 2003, 19:39

Hallo Monika,

richtig: Zapfen der Fichten hängen, die der Tannen stehen aufrecht.

Die Fichte, auch Rottanne genannt (Picea abies) hat wenn sie etwas älter ist eine bräunlich-rote und schuppige Borke - die Tanne, auch Weitanne genannt (Abies alba) hat dagegen hellere, grauweißliche, schuppige Borke.

Die Zweige der Fichten hängen etwas nach unten, die der Tanne etwas waagerecht.

Die Nadeln der Tanne haben unterseits zwei weiße Längsstreifen und sind an der Spitze ausgerandet.
Die Nadeln der Fichte sind stachelspitzig.


Fichtengelee
Auf 2 l Maiwuchs nimm'ste dann 2 l Wasser. Die Blätter sollen bedeckt sein. Das Ganze aufkochen und nach 5-10 min vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Gut ausdrücken. Der Saft ist milchig vom Harz ;-)
Zum Sud Zitronensaft einer Zitrone geben und mit 1 kg Gelierzucker aufkochen (knapp 5 min); jetzt ist er hellgelb.

Fichtensirup
Für Sirup nimm'ste normalo Zucker - auf 1/2 l Saft 500 g Zucker - selber Vorgang, aber muß länger (bis auf die Hälfte) einkochen. Und das dauert. Tipp: Zwischendurch etwas abkühlen lassen, wieder erhitzen, so kristallisiert auch kein Zucker aus ;-)
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 18. Mai 2003, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
laramy
Beiträge: 77
Registriert: 6. Apr 2003, 12:08

Beitragvon laramy » 26. Apr 2003, 20:18

das drucke ich mir jetzt aber aus :eek: und nehme ich mir bei der Suche mit ;)
Vielen Dank*knutsch*
Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen.
Rousseau

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichtennadelbonbons

Beitragvon Kräuterfee » 27. Apr 2003, 19:43

Hallo Monika,

ich denke, daß Du die Eibe kennst und diese nicht sammelst :achtung:

Wenn Du reichlich Sirup hast kann'ste auch

Fichtennadelbonbons

machen.
Dann dick'ste den Sirup weiter ein, streichst ihn danach auf ein mit Butterbrotpapier belegtes Backblech.
Nach dem Abkühlen ist die Masse dann so fest, daß Du Bonbonstücke brechen kannst.
:wink:
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 18. Mai 2003, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee


Benutzeravatar
laramy
Beiträge: 77
Registriert: 6. Apr 2003, 12:08

Beitragvon laramy » 18. Mai 2003, 11:55

hu
hab grade gelesen das man auch Fichtennadel -Tinktur machen kann........hab zwar kein Rezept gefunden,aber einfach mal Fichten-Droge mit Alkohol38% aufgesetzt.............mal sehen ob ich noch irgendwas schriftliches finde für was ich das anwenden kann..........


Grüße Monika
Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen.
Rousseau

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichtennadelspitzenlikör

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:05

Hallo Laramy,

habe jetzt noch nicht die Tinktur gefunden, dafür ein Likör ;-)

Fichtennadelspitzenlikör

100 g Maiwuchs der Fichte
120 weißer Kandis
1 Flasche 32%iger Korn

Alles zusammen in eine Flasche füllen, verschließen. Bei Zimmertemperatur 4-6 Monate reifen lassen, dann abfiltern.
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 18. Mai 2003, 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichtensirup

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:28

So, eh ich's wieder vergesse zu posten - noch mehr Fichtensirup-Rezepte :cool:

Fichtensirup von Thomas Thielemann, Wirtshaus zum Schweinsbräu, Herrmannsdorf

500 g grüne Fichtenwipferl
250 g Zucker
1/4 l Wasser

Zucker und Wasser aufkochen und über die Wipfel gießen.
Nach dem Erkalten in ein Glas füllen und mit einem Tuch zugedeckt 6 Wochen an einem kühlen Platz stehenlassen. Dann die Wipferl abseihen und die Flüssigkeit als Sirup einkochen.
Die hellbraune Melasse - je nach Rezeptur - anstelle von Zucker in Kaffee oder Tee geben.
Ein hervorragendes Mittel gegen Erkältungen.
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 18. Mai 2003, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichtensirup

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:31

Fichtensirup von Barbara Bergmann

Hellgrüne Fichtenspitzen knapp mit Wasser bedecken, zum Kochen bringen, danach 24 h stehenlassen, durch ein Tuch pressen. Die Flüssigkeit mit der gleichen menge Zucker mischen und auf kleiner Flamme im offenen Topf eindicken. Noch besser wird der geschmack, wenn Zitronenscheiben beigemischt werden, die dann kandieren.
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 18. Mai 2003, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Fichtensirup

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:32

noch ein Fichtensirup

Schichtweise junge Fichtentriebe und Zucker, am besten Rohrzucker, in ein Glas füllen. Dieses 6 Wochen an einem sonnigen Platz stellen. Danach wird sich die gebildete Flüssigkeit herausgefiltert und in ein gut verschließbares Gefäß abgefüllt.
Täglich 1-2 TL davon wirken vorbeugend gegen Erkältungen. Bei akuten Erkrangungen der Atemwege nimmt man etwas mehr.
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 18. Mai 2003, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:35

"Guten Morgen, Frau Fichte, da bring ich die Gichte".

Die Menschen auf dem Land tranken früher zur Behandlung von Gicht, Rheumatismus und Magenkrämpfen ein Tee aus Fichtensprossen ;)
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:36

Ach, so Laramy,

zur Anwendung Deiner Tinktur:
Durchblutungsfördernd und belebend (ist auch im Franzbranntwein enthalten).
:wink:
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:40

Tja, und in Vergessenheit geraten ist der Fichtennadelextrakt als Mittel gegen Warzen - in alten Klosterbüchern steht zur Fichtelnadel ganz schön viel...
MfG
Kräuterfee

Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 18. Mai 2003, 12:54

Pflückt bitte keine Maietriebe von jüngeren Bäumen, da verhindert man deren Wachstum - was Baumfrevel gleichkommt !
MfG
Kräuterfee



   

Zurück zu „Kräuter“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron