Japanischer Staudenknöterich(Fallopia japonica)

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Moderator: Angelika

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Kräuterfee
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Japanischer Staudenknöterich(Fallopia japonica)

Beitrag von Kräuterfee »

Kompott aus Staudenknöterich("Wildrhabarber")

2 kg junge Stängel Staudenknöterich
200 g Zucker

Den Staudenknöterich waschen und in 1 cm dicke Ringe schneiden. Den Zucker in einem größeren Topf karamellisieren. Dann 1/3 der grünen Ringe dazugeben und zerkochen lassen. Mit einem Mixstab pürieren, den restlichen "Wildrhabarber"dazugeben, noch einmal kurz aufkochen lassen und dann den Topf kaltstellen.

Quelle: aus der Sendung WDR "Lokalzeit"
MfG
Kräuterfee

duggy
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Registriert: 2. Jul 2006, 20:50

Beitrag von duggy »

Guten Morgen!
Hast du dieses Rezept schon ausprobiert?
Schmeckt der Wildrabarber ähnlich wie der den ich normalerweise im Garten habe??
duggy

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Kräuterfee
Beiträge: 7693
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitrag von Kräuterfee »

Hallo duggy,

dieser Knöterich sieht "fast" aus wie junger Rhabarber - und er schmecktauch so; daher wahrscheinlich auch der Name "Wildrhabarber".
(ich bin kein Nachspeisentyp, kein Marmeladentyp etc; esse daher auch selten Kompott (da gekocht und egal mit was, ist es meistens gesüsst... und das mag ich nicht besonders) ;-)

Man sollte darauf achten, nur die jungen Triebe zu verwenden, da der ausgewachsene Knöterich viel Oxalsäure enthält, genau wie der ausgewachsene Rhabarber(Erntezeitpunkt !).
MfG
Kräuterfee

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Krâja
Beiträge: 1721
Registriert: 23. Apr 2014, 18:23

Re: Japanischer Staudenknöterich(Fallopia japonica)

Beitrag von Krâja »

Japanische Staudenknöterich Grütze

500g Japanischen Staudenknöterich, die jungen Sprieße
2 Bio-Limonen
100g Rietzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Stange Zimt
1 Tasse Grieß
250g Wasser
Limone, Pfefferminz und Erdbeeren zum garnieren

Vor ein paar Tagen haben wir hier gemeinsam versucht, eine Pflanzenbestimmung vorzunehmen >>klick<<. Ganz allmählich dämmerte mir, daß ich diese Pflanze auch schon gesehen hatte, ich wußte auch wo. Gestern abend war ich dort. Der Japanische Staudenknöterich sticht bei uns gerade aus der Erde und sieht aus wie grünroter Stangenspargel. Ich hatte mir ein Messer und ein Körbchen mitgenommen und machte mich ans Werk, ich nahm rund 500g Japanische Staudenknöterich Stangen mit nach hause.

Ich wusch ihn in mehreren Wassern gründlich sauber, dann schälte ich ihn, das geht ganz einfach: man legt sich den Japanischen Staudenknöterich auf den Arm, Kopf zwischen Daumen und Zeigefinger. Nun ergreift man mit einem spitzen Messer die Haut am unteren Ende und zieht sie nach oben, zum Kopf hin, ab.

Dann schneidet man den Japanischen Staudenknöterich in Würfel und gibt ihn in einen Topf mit 100g Rietzucker, 2 in kleine Würfel geschnitten Bio-Limonen (wers mag mit Schale), 1 Stange Zimt, 1 Päckchen Vanillezucker und dem Wasser. Man läßt es kochen, bis der Japanische Staudenknöterich glasig aussieht (paar Minuten). 10 Minuten ziehen lassen, die Zimtstange herausnehmen, das Fruchtgemüse nach Wunsch pürieren. 1 Tasse Grieß hinzugeben, unter Rühren nochmal kurz aufkochen lassen, vom Herd nehmen und erkalten lassen.

Für die Vanillesauce benötigen wir

3 Eigelb,
Weißwein
50g Rietzucker
1 Päckchen Vanillezucker

Das Eigelb mit dem Weißwein und dem Rietzucker über dem Wasserbad cremig-schaumig schlagen, den Vanillezucker hinzugeben, nochmal aufschlagen.

Nun gibt man die erkaltete Japanische Staudenknöterich Grütze in Schälchen, übergießt sie mit etwas Sauce und garniert sie mit einem jungen Pfefferminztrieb und einer Viertel Limone. Eine Erdbeere in der Mitte gibt unserer Japanischen Staudenknöterich Grütze das Tüpfelchen aus i.

Man muß es nicht als Nachmitternachtsmahl zu sich nehmen, aber ich hab das zeitlich nicht eher geschafft :lol:
Es schmeckt aber auch nachts sehr gut. Der Geschmack erinnert an Rhabarber.

Man lernt nie aus .... mit Dank an JensM und Hamster... :wink:
Grüße von Krâja :wink:

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Krâja
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Registriert: 23. Apr 2014, 18:23

Re: Japanischer Staudenknöterich(Fallopia japonica)

Beitrag von Krâja »

Bratkartoffeln mit Staudenknöterich und Giersch

Zutaten:

6-8 Kartoffeln
1 Kilo jungen Staudenknöterich
1-2 Handvoll junge Giersch-Blätter
2 Knoblauchzehen
25 - 50 g Butter
Meersalz & Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Kartoffeln ungeschält kochen, pellen, vierteln und in der Pfanne anbraten,
derweil den Staudenknöterich waschen, wie Spargel putzen,
Knoblauchzehen schälen, halbieren, im Mörser mit etwas Salz zerstampfen.
Frischen Giersch waschen und in einer Kräutermühle fein wiegen.
Wenn die Kartoffeln fertig angebraten sind, nehmen wir sie aus der Pfanne
und geben den Staudenknöterich mit dem Knoblauch in die Pfanne.
Wir braten den Staudenknöterich unter ständigem Wenden in 1 Minute gar.

Wir geben die Kartoffeln und den Knöterich auf die Teller,
übergießen dies mit der flüssigen Knoblauchbutter,
überstreuen Beides mit dem fein gewiegten Giersch
und schmecken es mit Meersalz und frischem schwarzen Pfeffer ab.

Guten Appetit.

Achtet bitte darauf, dass der Staudenknöterich noch keine Blätter hat,
oder zieht sie ab. Man darf ihn nur ganz kurz braten, sonst ist er Matsch.

Bei uns sieht dieser Staudenknöterich aus wie Spargel, genauso lang und genauso dick.
Aber er ist sehr zart und sehr schnell gar, es schmeckt sehr lecker.
Man kann ihn aber auch roh essen ... das werde ich dann auch mal ausprobieren...
Grüße von Krâja :wink:

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papavero
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Re: Japanischer Staudenknöterich(Fallopia japonica)

Beitrag von papavero »

Vielen Dank für diese Tipps! Die Rezepte klingen auf jeden Fall richtig lecker. Was mich aber noch interessieren würde... Findet man den japanischen Staudenknöterich auch in Märkten usw. oder muss man ihn anbauen?

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Krâja
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Re: Japanischer Staudenknöterich(Fallopia japonica)

Beitrag von Krâja »

Es handelt sich um eine Zierpflanze aus Japan, die in Europa ausgewildert ist. Dort, wo sie wächst, verdrängt sie heimische Pflanzen mit ihrem zum Teil sehr tief wachsenden Wurzelwerk. Wo sie wächst, kriegt man sie fast nicht mehr weg. Sie gilt mittlerweile als ein sich sehr stark verbreitendes Unkraut. Als Nahrungsmittel wird sie - meines Wissens - nur in Japan verwendet. In Deutschland wird sie meistens nur von Gartenbesitzern gegessen, die sie los werden wollen. Bei uns wächst sie auf einer Wiese bei einem Park, dort will sie auch keiner. Essen kann man nur die jungen Triebe, denn die Pflanze enthält Oxalsäure. Man kann sie essen, aber ich esse sie selten mehr als einmal im Jahr. Sie ist eine Pflanze für Rhabarber-Fans, zu denen ich nicht gehöre.
Grüße von Krâja :wink:

DFNT ..
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