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'kindisch'

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Moderator: Angelika

Ann4
Beiträge: 36
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'kindisch'

Beitragvon Ann4 » 3. Apr 2006, 11:09

Hallo,

Ich hoffe, dass ich mit meinem Anliegen in diesem Unterforum richtig bin (Ansonsten einfach verschieben)

Ich möchte Euch gerne mein Problem schildern:
Ich rutsche mit meinen 27 Jahren immer noch oft in kindliche Verhaltensweisen. Meinem Freund gegenüber z.B. spreche ich (nicht immer, aber doch schon oft) in so einer Kindersprache (von der Stimmlage und -melodie her) . Oder ich ‚schmolle‘ wie ein Kind. Beides finde ich selbst total furchtbar und bemerke es auch eigentlich jedes Mal. Aber es gelingt mir (schon seit Jahren) nicht (bzw. kaum) das zu verändern.
Darüber hinaus ist es so, dass ich meinen Eltern gegenüber (zum größten Teil) auch immer noch in der Kinderrolle stecke. Ein Phänomen in diesem Zusammenhang ist, dass ich meinen Eltern nur schwer in die Augen schauen kann. Nicht weil ich mich für irgendetwas schuldig fühle, sondern weil ich mich nicht (klingt jetzt blöd: ) 'würdig‘ fühle – also nicht auf einer Augenhöhe.
Außerdem fällt mir ein, dass ich in der Pubertät häufig die Mädels nicht mochte, die sehr 'auf erwachsen' machten. Da dachte ich oft : Warum nehmen die sich so wichtig !?. Auf der anderen Seite ist es genau das, was ich mir (insgeheim) immer wünsch(t)e: wichtig und ernstgenommen werden.

Nunja!
Auf irgendeine Weise bin ich also offenbar nicht erwachsen geworden. Deswegen würde mich interessieren:
Was heißt es für Euch erwachsen zu sein?
Und: Hat evtl. jemand einen Tipp, wie ich mit diesen 'kindischen Verhaltensweisen' umgehen könnte ?
Gibt es da Hilfen ? Ich würde dazu gerne eine Familienaufstellung machen. Gibt es noch andere unterstützende Möglichkeiten ? Z.B. Bachblüten, Kinesiologie etc. ? Mich würde v.a interessieren, ob da die Homöopathie helfen kann!

Lieben Gruß

Ann


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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 3. Apr 2006, 16:26

Liebe Ann,

ich bin sogar sicher, dass Dir ein guter klassischer Homöopath hier helfen kann - die Betonung liegt auf "klassisch"!
Gerade bei einer Symptomatik wie Deiner kann man viel bewirken.

Wenn Du zur klassischen Homöopathie noch Fragen hast, die ich beantworten kann, gerne.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du gelegentlich berichten könntest, wozu Du Dich entschlossen hast - was sich tut - und ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg!

Liebe Grüße, Brigitte

Ann4
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Beitragvon Ann4 » 3. Apr 2006, 16:47

Hallo Brigitte,

Danke für Deine Antwort. Das macht mir Mut, dass die Homöopathie da evtl. weiterhelfen kann.
Ich bin bereits in Behandlung bei einem klassischen Homöopathen, der m.E. auch gute Fühler dafür hat mich und meine 'Muster' zu erkennen und einzuschätzen.
Er gab mir zunächst Carcinosum - da habe ich aber keine Veränderung wahrnehmen können (außer kurzfristig Aggressionen).
Danach gab er mir Sepia. Hier habe ich eindeutig wahrnehmen können, dass meine Verdauung bzw. Stuhlgang sich verändert hat (Hat das überhaupt mit Sepia zu tun?) . Aber sonst ist mir nichts aufgefallen bzw. fällt es mir schwer da etwas wahrzunehmen, auch wenn ich es aufschreibe.

Nunja ich warte mal ab und halte euch auf dem Laufenden.

Liebe Grüße

Ann

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 3. Apr 2006, 17:21

Hallo Ann,

ob und was Du von der Wirkung eines Mittels merkst hängt u. a. auch mit der Potenz und der Laufzeit zusammen, beide Mittel sind mir beim ersten Überfliegen Deiner Symptome auch in den Kopf gekommen. In welcher Potenz hast du die beiden Mittel denn bekommen (neugierig bin :) - ich weiß)...

Liebe Grüße zurück, Brigitte

Ann4
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Beitragvon Ann4 » 3. Apr 2006, 17:48

Hallo Brigitte,

Also, ich habe bei Carcinosum zunächst C30 bekommen und danach C200.
Bei Sepia habe ich auch zunächst C30 genommen und danach C220.

Sepia 220 habe ich vor ca. zwei Wochen genommen. Sollte ich die Globoli nochmal nehmen oder die Potenz erhöhen - oder abwarten? Was meinst Du ?

Nunja, vielleicht nehme ich die Veränderungen einfach nicht so wahr...

Lieben Gruß

Ann

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 3. Apr 2006, 19:45

Hallo Ann,

auf alle Fälle musst du abwarten, zum einen weil eine C200 nicht so schnell "fertig" ist und zum anderen, weil Du eine erneute Einnahme n i e ohne Rücksprache mit Deinem Homöopathen vornehmen darfst - er kann am besten abschätzen, wann Du eine Wiederholung brauchst - wenn überhaupt.

Ich freue mich wieder von Dir zu hören - liebe Grüße, Brigitte


-=Mööp=-
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Beitragvon -=Mööp=- » 4. Apr 2006, 08:01

Ich geh mal von der anderen Seite ran:

Wenn Du in alte Gefühle und Zustände rutscht, alte Muster mitmachst, die Dir unangemessen erscheinen, kann Dir ein guter NLP-Therapeut wahrscheinlich bereits in wenigen Sitzungen helfen.
Damit gehst Du gleich an die Ursache und musst nicht an Symptomen rumarbeiten.

;)

Ann4
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Beitragvon Ann4 » 6. Apr 2006, 12:14

@ Brigitte,
jo, ich warte dann einfach noch mal ein bissl ab und geh dann noch mal zu ihm....

@ mööp
mhh echt , kann NLP da so effektiv sein ? Ich kenne mich da nicht so aus, aber ich hier in der Nähe soll es einen kompetenten NLP-Theraeuten geben. 'n Versuch ists ja mal wert.

lieben Gruß

Ann

-=Mööp=-
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Beitragvon -=Mööp=- » 14. Apr 2006, 08:26

Halte uns doch mal auf dem Laufenden :)

Katjaja
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Beitragvon Katjaja » 21. Apr 2006, 11:14

Ein interessantes Thema, das ich von mir auch kenne. Ich persönlich denke, dass die klassische "Behandlung" dafür in der Psychotherapie liegt, die mri selbst sehr geholfen hat. Tiefenpsychologie erscheint mir hier angeraten, weil sie sich ausführlich damit beschäftigt, wo die Gefühle, die dich jetzt behindern herkommen und welche Berechtigung sie haben und hatten. Meiner Meinung nach liegt der Weg im Umgang mit alten Mustern grob gesagt darin, dass man erstmal lernt, diese Muster liebevoll anzuschaun. Das gelingt einem eher, wenn man weiß, woher sie kommen. Wenn man verstanden und gefühlt hat, warum man diese Muster zeigt, was man eigentlich möchte, kann man alternative Wege zum Ziel suchen, die oft viel besser ("effektiver") sind.
Außerdem suchst du selbst schon nach einer biografischen Erklärung, vielleicht könntest du deshalb mit einem biografischen Ansatz was anfangen.

Ich denke auch, dass sowas Zeit braucht. Die Idee, dass NLP da in wenigen Sitzungen hilft, sehe ich skeptisch. Man ist ja in Jahren so geworden, wie man ist, wie kann sich das in 2 Monaten oder so ändern?

ich glaube auch, das Homöopathie eine gute Unterstützung sein kann, denke aber, dass solche Verhaltensweisen oft eine Art sind, in Beziehung zu sein. In meinem Verständnis lassen sie sich deshalb auch nur in der Beziehung heilen. Was auchd ie Möglichkeit einschließt, dass ein Homöopath hier so fit ist, dass er diesen Aspekt "mitbedient".

Warum magst du denn die kindlichen Verhaltensweisen an dir nicht? Und wozu führen sie?

-=Mööp=-
Beiträge: 42
Registriert: 9. Nov 2005, 14:31

Beitragvon -=Mööp=- » 27. Apr 2006, 10:21

...Ich denke auch, dass sowas Zeit braucht. Die Idee, dass NLP da in wenigen Sitzungen hilft, sehe ich skeptisch. Man ist ja in Jahren so geworden, wie man ist, wie kann sich das in 2 Monaten oder so ändern?...
Das kann ich Dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Das Gehirn lernt schnell, teilweise in Sekundenbruchteilen. Die ursprünglichen Muster hast Du auch innerhalb weniger Momente erlernt.
Ich will gar nicht aus eigener Therapeuten-Erfahrung erzählen sondern berichte lieber aus der Praxis einer befreundeten Psychotherapeutin:
Sie kommt aus der klassischen Verhaltenstherapie und Tiefenpsychologie und setzt seit 2 Jahren auch NLP ein. Dazu sagt sie, dass sie mit NLP das in 6 Sitzungen erledigt, wozu sie mit klassischer VT /TP 25-40 brauche; die Ergebnisse sind zudem beständiger. Allerdings setzt sie (augenzwinkernd) NLP nur sparsam ein - schließlich bekommt sie ja die vollen Stunden bezahlt und es bringt ihr nix, wenn sie nach einem Bruchteil der Zeit fertig ist.
Gerade diese angesprochenen Muster sind recht fix wieder zurechtzubiegen. Es ist, wenn ich das recht verstanden habe, ein recht isolierter Zustand (in den sie nur in bestimmten Rahmenbedingungen reinrutscht) und kein genereller Bestandteil der Identität.
Selbst wenn hier irgendwelche Traumata zugrunde lägen, sollte das Thema unter guter Führung in 3-8 Sitzungen gegessen sein. Manchmal kanns natürlich länger dauern, das sind aber eher Ausnahmen.

Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sie bereit ist, den Zustand auch schnell (!) loswerden zu wollen. Es gibt schon Menschen, die es vorziehen, das ganze kaugummiartig über Monate durchleiden zu wollen. Da ist dann gerne für gewöhnlich genussvolles Jammern dabei ;)



   

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