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Barfen: Gefahr der Untersversorgung oder artgerechte Ernähru

Tier Forum

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pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Barfen: Gefahr der Untersversorgung oder artgerechte Ernähru

Beitragvon pierroth » 30. Jul 2007, 18:00

Hallo,

um den laufenden Thread nicht durch dieses Thema zu verfälschen, möchte ich an dieser Stelle die Diskussion aufgreifen.

quote="Sternenbär"]Hallöchen Pierroth

Wie gesagt habe ich schon meine eigenen schlechten Erfahrungen mit der Barferei gemacht. Und es war mein Fehler, dass es falsch gelaufen ist. Ich dachte nämlich auch, dass es reicht, einfach nach Buch zu füttern. Ich hätte viel mehr lesen, mich viel mehr informieren müssen. Es kann so vieles falsch laufen und dann ist ein Hund mangelernährt, die Organe unterversorgt usw. Bei manchen Hunden merkt man erst nach Jahren, dass z. B. die Knochen kaputt sind und dann heißt es, der Züchter war schlecht. Es denkt keiner daran, dass er vielleicht über Jahre was falsch gemacht und den Hund ohne sichtbare Zeichen fehlernährt hat.

Ich will damit nicht sagen, dass es alle falsch machen. Aber es ist wirklich schwierig. Und es kann verheerende Folgen haben, wenn man sagt: Aaach, das ist gaaanz einfach. Das ist es eben nicht. Es gibt so vieles zu beachten. So schnell kann die Ernährung zu einseitig werden.

Ich bin im Grunde für Barf. Wenn es denn dann richtig gemacht wird und nicht wie bei mir nach hinten losgeht und das Tier darunter leiden muß.

LG
Sternenbär[/quote]

Um derartige Mangelerscheinungen hervorzurufen, muss aber schon erheblich was falsch gelaufen sein und diverse einfache "Barf"-Regeln missachtet worden sein (z.B. keine Knochenfütterung, zuviel Innereien wie Leber, die eine Vit.A-Hypervitaminose zur Folge hat usw.)
Mangelerscheinungen können viele Ursachen haben. Zum einen schon in einer (massiven und eher selten vorkommende) Falschernährung beim Barfen aber noch mehr sind Stoffwechselerkrankungen die Ursache, dass z.B. bestimmte Vit.,Mineralien usw. nicht aufgenommen oder verstoffwechselt werden können. Auch hormonelle Erkrankungen sind oft Ursache dafür. Ist der Hund z.B. kastriert, könnte auch dies eine Ursache für Knochenprobleme sein, da entsprechende Hormone, evtl. noch durch zusätzliche Erkrankungen z.B. der Schilddrüse, evtl. nicht mehr genügend gebildet werden und so eine Störung im hormonellen Kreislauf die Folge ist.
Hier sind also Erkrankungen nicht die Folge einer Mangelernährung, sondern die Mangelernährung ist die Folge einer Erkrankung. Und das ist ein ganz grosser Unterschied.
Da die Ursachen vielfältig sind, liegt es m.E. nicht an der Mangelernährung "Barfen", sondern hier müssen schon noch andere Grunderkrankungen mit eine Rolle spielen.
Ich weiss, dass viele TÄ gegen das Barfen sind. Es sind aber auch viele TÄ, die entsprechende Futtersorten verkaufen, sodass hier schon mal kein Interesse am Barfen besteht.

LG Pierroth


Shamea*
Beiträge: 48
Registriert: 15. Aug 2006, 09:50

Re: Barfen: Gefahr der Untersversorgung oder artgerechte Ernähru

Beitragvon Shamea* » 2. Aug 2007, 13:11

naja, wahrscheinlich setze ich mich nun in die Nesseln.

Auf der Suche nach einem wirklich guten Futter habe ich mich natürlich auch mit dem Thema Barfen beschäftigt und eine Bekannte gefragt, die Tierärztin ist und mit der Uni in München noch zusammenarbeitet. Aus deren Studien geht hervor, das unsere Haushunde Rohfleisch nicht ausreichend verwerten. Oft geht man davon aus, dass der Hund vom Wolf abstammt und dann muss das klappen. Aber unsere Hunde sind mit der Evolution eben auch in ihrem Verdauungsystem nicht mehr mit dem Wolf zu vergleich und eine Rohnahrung wird laut deren Studien dringend abgeraten. Man sollte zumindest das Fleisch kurz überbrühen, damit es besser gespaltet und verdaut wird.

nach dieser Studie war für mich auch dieses Thema gestorben, mein Fleisch wird nicht ganz roh sondern überbrüht gefüttert und damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, auch hinsichtlich der Verträglichkeit
~Shamea*~

pierroth
Beiträge: 2213
Registriert: 8. Nov 2004, 10:21

Re: Barfen: Gefahr der Untersversorgung oder artgerechte Ernähru

Beitragvon pierroth » 2. Aug 2007, 20:01

Hallo Shamea

jetzt muss ich mal ganz kätzerisch fragen: Wer hat die Studie in Auftrag gegeben und wer hat sie bezahlt?

LG Pierroth



   

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