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Russische Küche

Rezepte zum Kochen, Einmachen etc... Hier können Sie ihre Rezepte verraten, über Rezepte diskutieren, fragen wenn Sie Rezepte suchen ......

Moderator: Angelika

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cala
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Russische Küche

Beitragvon cala » 16. Okt 2008, 20:52

Oladji - Russische Pfannkuchen
es gibt sie hier in anderen Threads aber nicht diese dicken fluffigen!
Sie sehen aus wie sehr dunkle amerikanische Pancakes, schmecken aber anders...
Dagegen sind russische Blini sehr dünn, wie Crepes.
Und vorsichtig: nur mit Buchweizenmehl zubereitet werden Oladji gummiartig. Meine Erfahrung ist am besten die Kleihe dafür auszusieben wenn man die Mehle frisch mahlt.

125 g Buchweizen (Type 1050)
125 g Dinkel oder Einkorn (Type 1050)
60 ml Wasser (lauwarm)
300 ml Kefir (lauwarm)
2 Eiweiß
1 TL Honig
Prise Salz
½ TL Backpulver
neutrales Öl zum ausbraten

- Mehle und Backpulver mischen, so wird der Teig flaumig, die Oladji gehen auf, werden leicht und nicht dünn. Mit Salz würzen und alles gut vermischen.
- Separat das Wasser mit dem Kefir und Honig gut vermischen und zum Mehl hinzufügen und zu einem glatten cremigen Teig verrühren. Hier kann der Teig gerne 30 Minuten ruhen....

- Eier trennen und darauf zu achten, dass kein Eigelb in das Eiweiß kommt! Dann das Eiweiß sehr steif schlagen.
- Eisschnee in den Teig geben und alles gut mischen.
- Und in der Pfanne backen bis sie anfangen an der Oberfläche Bläschen zu werfen. Dann wenden und die andere Seite leicht braun werden lassen. Oladji sollten aufgehen und leicht werden.

In Russland werden sie mit Kaviar und saure Sahne serviert. Ich mache meistens ein Wahlnuß-Pilzragout dafür... Oder eine Anchovipaste aus Paprika oder Auberginenbasis (Paprika oder Aubergine im Ofen braten und mit der Gabel zerdrücken, ein paar Anchovis dazu nehmen und weiter zerkleinern, fertig!)

Хороший аппетит - (ausgesprochen Charoschi Appetit)

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Grüße
Cala


Kyra
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Re: Russische Küche

Beitragvon Kyra » 4. Nov 2008, 20:10

Mhmmm, klingt spannend!

Was sind Anchovis?

Sbasiwa! Oder so! ....... ;)
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cala
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Re: Russische Küche

Beitragvon cala » 4. Nov 2008, 21:44

Hi !

Das sind kleine Fischchen, die meistens in Salzlacke eingelegt sind und meistens noch fermentiert (man kauft sie im Glas aus dem Supermarkt) die werden oft auf Pizza belegt und schmecken sehr salzig aber auch sehr lecker.

Sie heissen in Europa auch Sardellen, aber auch eben "Anchovis"...

Es gibt unechte Anchovis (aus Sprotten z.B.) die auch lecker sind, daraus wird aber meistens eine Paste hergestellt oder Soßen (die asiatische küche, die Mittelmeerküche und die skandinavische KÜche verwendet sie)

Total lecker!! Sie halten sich sehr lange offen im Glas (weil gesalzen) und geben viel Energie!

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Mit Paprika gebraten
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Die Schweden machen einen "JANSSONS FRESTELSE", ein Kartoffel, Zwiebel, Anchovi-Auflauf mit Sahne verfeinert, der ist toootal lecker! Ich finde grade kein Foto, such mal selber in Google (unter Fotos)

Pizza.... mir läuft der Mund schon! Die Anchovis werden sparsam belegt, weil sie sehr stark im Geschmack sind, also vorsichtig!
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am besten ohne viel Tomate, mit Oliven, Zwiebeln, Mozzarella, Anchovi, Rosinen und frischen Rosmarin:
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Frisch sind sie auch sehr lecker übrigens: (man muss sie dennoch ausnehmen!) mit kopf fritieren oder als Ceviche (in Zitronensaft und frischen Kräutern 2 Stunden marinieren) also ungekocht gegessen, mit Brot oder als Salat, das wird in Südamerika viel gegessen.

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So, ich schweife ab... und habe elendigen grossen Hunger :lol:

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Re: Russische Küche

Beitragvon Kyra » 4. Nov 2008, 21:56

Huhu!

Ich bin sehr beeindruckt, du bist ja ein echter Profi der internationalen Küche! :D

Danke dir für die vielen interessanten Infos! Aber ich glaube die Fischchen lass ich doch lieber weg. Ich bin sehr empfindlich mit den Geschmacksnerven, das überfordert mich wahrscheinlich.... :eek:

Dann mal allzeit guten Hunger! :D
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Angelika
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Re: Russische Küche

Beitragvon Angelika » 5. Nov 2008, 21:59

von den Sardellen kann man auch eine leckere Salsa Verde zubereiten.. :D

Rezept verschoben

http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... 623#p83623

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Re: Russische Küche

Beitragvon Kyra » 5. Nov 2008, 22:39

Das ist dann aber nicht typisch russisch, oder? ;)

Lieben Gruß,
Kyra
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waterfall
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Re: Russische Küche

Beitragvon waterfall » 7. Nov 2008, 11:04

Hallo,

also das Salsa passt ja gar nicht hier rein!

Hier kommt noch ein typisches Russisches Rezept:

Borsch

Zutaten:

500g Fleisch (mit Knochen)
500g Kohl
6 Kartoffeln
3 Zwiebeln
1 Möhre
1 Rote Beete
1 Knoblauchzehe
3-4 EL Tomatenmark
2 Lorbeerblätter
Dill


Fleisch im kalten Wasser waschen, anschliessend in einen Topf mit kalten Wasser legen und zum kochen bringen. Bevor das Wasser kocht, den Schaum mit dem Löffel entfernen.

Zwiebel fein würfeln und in einer Pfanne mit Öl anbraten, die Möhre, die rote Beete fein raspeln und ebenso in die Pfanne geben. Nach kurzem Braten Wasser in die Pfanne geben und alles dünsten.

Nachdem das Fleisch gar gekocht ist, aus den Bouillon nehmen, wenn nötig in mundgerechte Stücke schneiden und warm stellen.

Kartoffeln, Kohl kleinschneiden, in den Topf geben und gar kochen. Danach das angebratene Gemüse, gepresste Knoblauchzehe, Tomatenmark, Dill und Lorbeerblätter hinzugeben, Würzen und 5 Minuten
weiterkochen.

Viel Spaß beim Kochen! :D
:) Viele Grüße

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cala
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Re: Russische Küche

Beitragvon cala » 7. Nov 2008, 14:14

Mensch seid ihr streng...

Eigentlich ist Borschtsch (борщ) ein ukrainischer Eintopf. Oft wird Borschtsch jedoch eher mit der russischen Küche assoziiert und ist als die russische rote Suppe bekannt. Kein Wunder - sie gehört in Russland schon seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Nationalgerichten. Sie fehlt in keinem russichen Restaurants der Welt...

Ich hab auch ein Rezept, was ich schon ein paar mal zubereitet habe. Allerdings esse ich sie später in den Winter. Und ich mag sie suppig!

Zutaten:
2 l Fleischbrühe oder Wasser
200 g Rindfleisch
2 Lorbeerblätter
1 Gemüsezwiebel
200 g Weißkohl (Spitzkohl ist eine milde Sorte!)
150 g Kartoffel
200 g rote Bete
100 g Karotte
2 frische Tomaten oder ein paar getrocknete Tomaten zerstückelt und in Wasser eingeweicht
1 EL Schmalz (sonst Olivenöl geht auch)
1 EL Honig
1 EL Essig (3%, Apfelessig ist OK, der ist nicht so sauer, sonst verdünnen!)
3 EL saure Sahne
Petersilie sehr klein geschnitten und/oder Lauch
Salz
Pfeffer

Zubereitung:
Fleisch mit wenig (soviel, dass das Fleisch bedeckt ist) kaltem Wasser aufsetzen, erhitzen und 5 Minuten kochen lassen. Das Wasser wegschütten und die Schaumreste (Saponine) aus dem Topf entfernen. Das Fleisch mit heißem Wasser erneut aufsetzen, aufkochen lassen, eine ganze Zwiebel und Lorbeerblätter hinzufügen und bei niedriger Hitze ca.2 Stunden kochen. (Schnellkochtopf geht auch, dann weniger Zeit kalkulieren)

Die ausgekochte Zwiebel und Lorbeerblätter aus der Fleischbrühe wegschmeißen. Fleisch herausnehmen und klein schneiden.

Kartoffel vierteln und Weißkohl nicht zu klein raspeln. Beides in die kochende Fleischbrühe (oder ins kochende Wasser) geben und 15 Minuten kochen.

Rote Beete und Karotten schnibbeln. Im separaten Topf zuerst die rote Beete in Schmalz 10 Minuten bei schwacher Hitze andünsten. Danach die Karotten, die Tomaten, den Honig und den Essig dazugeben und weitere 10 Minuten dünsten.

Gedünstetes Gemüse und Fleisch in den Topf geben und weitere 5 Min. kochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Serviert wird die Suppe mit Petersilie und Lauch und saure Sahne (1EL pro Teller). Dazu passt puren grünen Salat.

**** Da ich den Pfeffer nur für Dekozwecke in meine Küche verbannt habe, oder für Gäste überlasse, füge ich meistens eine Chili beim dünsten zu***


Sbasiwa!
Grüße
Cala

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Re: Russische Küche

Beitragvon cala » 7. Nov 2008, 16:06

Brottrunk (vollwertiges Rezept)

Es fördert die Verdauung, ist gut für den Stoffwechsel und das Herz-Kreislaufsystem, wirkt antibakteriell und sorgt für allgemein besseres Befinden. Seine heilende Kraft führt man auf die im Kwaß (Brottrunk auf Russisch) enthaltenen Vitamine, freie Aminosäuren, Mikroelementen und Milchsäure zurück.

Ich trinke ihn immer bei der Rekonvaleszenz. Also wenn ich krank war um mich wieder aufzupäppeln. Er fördert auch den Appetitt! Mit Apfelsaft oder kaltes Wassser gemischt ist es sehr erfrischend.

In Russland wird es traditionell selbst gebraut. Man hat sogar jedes saure Getränk Kwaß genannt. Gebraut wurde es aus Früchten, Beeren, Honig mit Gewürzen und Kräutern, und natürlich auch aus Brot. Doch selbst gemacht, schmeckt er natürlich ganz anders als der gekaufte. Einfach ausprobieren!


Zutaten
250g RoggenVOLLKORNbrot (gute Qualität)
70-80g Akazienhonig (ist am geschmackneutralsten)
20g frische Hefe
2l Wasser
nach Geschmack Rosinen


Zubereitung:
Altes Roggenbrot in dünne Scheiben schneiden warten bis es älter und sehr trocken wird. (Blos nicht rösten).

Das Brot in kleine Stücke brechen, mit kochendem Wasser übergießen und zugedeckt für 4 Stunden warm stellen.

Hefe in wenig lauwarmen Wasser auflösen und mit Honig vermischen.

Den Brotaufguss absieben und die Flüssigkeit auffangen.

Die Hefe-Honig-Masse in die Flüssigkeit geben und 10 Stunden an einer warmen Stelle ziehen lassen.

Abseihen, in saubere gläserne Flaschen abfüllen und ein paar Rosinen hinein geben. Flaschen fest verschließen und kalt stellen. Nach drei Tagen ist Kwaß fertig.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Hirse - Kürbis Auflauf

Zutaten:
500g Kürbis (Tipp: Hokkaido ist eine süße Sorte und braucht nicht geschält zu werden)
200g Hirse
2 Eier
500ml Milch (oder Sahne-Wasser-Gemisch)
50g Butter
100g Käse
Honig nach Belieben
Salz


Kürbis waschen, entkernen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden.
Butter in einer Pfanne erhitzen, Kürbis darin ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren, bis er anfängt, weich zu werden.

Jetzt gibt es 2 Methoden wie man die Bitterkeit der Hirse wegnimmt:
1. Hirse im warmen Wasser waschen. Zum Schluss mit kochendem Wasser übergießen, damit Hirse nicht zu bitter wird. Oder
2. Goldgelb Rösten (ohne Fett in einem Topf!)

Danach wird sie gekocht:
400 ml Wasser zum kochen bringen, salzen und Hirse ca. 10 Minuten garen, so dass der Brei halbfertig wird. Falls nötig zwischendurch abschäumen. (Kleine Hirsesorte braucht weniger Garzeit!)

Den geschmorten Kürbis mit Milch übergießen, kurz aufkochen lassen, Hirsebrei untermischen und nach Geschmack salzen.

Den Ofen auf ca. 130°C vorheizen und das Ganze darin etwa eine halbe Stunde zugedeckt schmoren lassen.

Eier schlagen und zu der Kürbis-Hirse-Mischung geben.

Das Ganze mit Käse bestreuen und bei starker Hitze (ca. 200 C) weitere 10 Minuten im Ofen garen, bis der Käse leicht bräunlich wird.

Den Kürbis-Hirse-Auflauf auf den Tellern anrichten und mit Honig nach Geschmack betröpfeln.

Die feierliche Rezept-Variante: Nachdem die Eier untergemischt sind, das Ganze in ein ausgehüllten Kürbis geben, überbacken und im Kürbis servieren.

Internationale Freunde lieben auch die Karibische Unvarianten:
-Süß anstatt salzig, man nehme anstatt Käse, mehr Honig, 2 Tassen Kokosmilch und Kokosflocken.
-Noch eine Süße Unvariante: Gehackte Mandel- und Aprikosenkerne dazumischen, zerriebene Zitronenschale (die Hirse zusätzlich mit Zitronenschale kochen)

Viel Vergnügen!
Grüße
Cala

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waterfall
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Re: Russische Küche

Beitragvon waterfall » 10. Nov 2008, 09:41

Ein Rezept hätte auch gereicht. :roll:

Ich will dir noch einen kleinen Tipp geben. Wenn du schon die russischen Begriffe hinschreibst, dann kannst du sie auch in richtiger Form auf Deutsch hinschreiben, weil es einfach jeder falsch macht. борщ = Borsch

Ich habe 3 Jahre russisch gelernt und war auch selbst für 1 Jahr in Russland um die Kultur kennenzulernen und die Sprache zu beherschen.

:)
:) Viele Grüße

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cala
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Re: Russische Küche

Beitragvon cala » 10. Nov 2008, 11:41

Du bist ja unsympathisch!

Ich schreibe die Namen wie ich will. Und wieviele Rezepte ich mit dem Forum teilen möchte auch.
Grüße
Cala



   

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