Wacholder, Juniperus communis L.



Pflanzenfamilie: Zypressengewächse [Cupressaceae ]

Blütenfarbe: unscheinbar

Blütenzeit: von April bis Mai

- niederliegender, aufsteigender oder aufrechter Strauch oder seltener ein kleiner Baum bis 4-7 m Höhe
- der Geruch des Wacholders ist eigenartig würzig und sein Geschmack süßlich und aromatisch
- rötliche Rinde und dunkelgrüne Nadelblätter in Wirteln zu je 3, schmal-linealisch, aufrecht abstehend, scharf zugespitzt und oberseits mit weißlichen Streifen, unterseits gekielt
- Wuchsform bei aufrechten Exemplaren ist meist säulenförmig
- zweihäusig Blüten; männlichen Blüten sind zu mehrenen achselständig oder am Ende kurzer Zweige; weibliche Blüten entwickeln nach der Befruchtung aus den 3 oberen samenschuppenblättern fleischige Beerenzapfen, die aber erst im zweiten oder dritten Jahr zu blauschwarzen Scheinfrüchten heranreifen
- Beerenzapfen sind schwarz, blaubereift und erbsengroß
- auf sandigen, nährstoffarmen und trockenen Böden bis 1500 m Höhe
- Zapfen: September bis Oktober

Standort: Heiden; Gärten; Schafweiden; Magerrasen; Moore; Trockenhänge; lichte Nadelwälder;

Vorkommen: Europa;

- ungiftig bis schwach giftig
- die Beeren durch Pinen, Terpinol, Sanbinen, Myrcen
- die Haut kann sich entzünden (irritative Kontaktdermetistis), allergisches Kontaktekzem und allergisches Asthma durch berufsbedingten Umgang mit dem Wacholderöl möglich
- die Pflanze steht unter Naturschutz !
- Traditionell: Gicht und Rheuma, äußerlich zur Durchblutungsförderung (Einreibungen – Spiritus Juniperi)
- Homöopatisch: Bei Ausscheidungsstörungen der ableitenden Harnwege und dyseptische Beschwerden.
- Gegenanzeigen: Schwangerschaft (antifertile Eigenschaften) und entzündliche Nierenerkrankungen.
- Nebenwirkungen: Bei langanhaltender Anwendung oder bei Überdosierung können Nierenschäden auftreten.

Bilder:

Wacholder

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